Nachdem der verregnete Winter das Bauvorhaben unterbrochen hattt tut sich jetzt etwas im Stadtgarten. Bagger und Lkws sind angerückt, um das Wegenetz auf dem Gelände in der Nachbarschaft des Vinzenz-Pallotti-Hospitals herzustellen.

Nachdem der ausgiebige Winterregen mehrere Wochen lang das Bauen unmöglich gemacht hatte, konnten die ersten Vorarbeiten Mitte März starten. So hat das beauftragte Unternehmen seitdem die Baustelle eingerichtet, Lagerplätze geschaffen und den Boden entlang der neuen Wegeführung mit einer Fräse gelockert.  

Nun werden auf der 11,6 Hektar großen Fläche Abschnitt für Abschnitt die Wege angelegt. Dazu muss das Erdreich ausgekoffert, der Unterbau hergestellt und die Oberfläche aufgetragen werden. Drei verschiedene Materialien werden dabei eingesetzt: Schotter an ebenen Stellen, wassergebundene Decke im leichten Gefälle und an stärkeren Gefällstrecken auch Asphalt.

Im Bauzeitenplan, der bis Ende Juli terminiert ist, sind alle Bauabläufe, TÜV-Abnahmen und vegetationstechnischen Arbeiten bereits fest eingerechnet. Nicht nur Spazierwege, auch ein Fitnessparcours und ein Spielplatz entstehen hier neu.

Die Fitnessgeräte stehen künftig der Öffentlichkeit, aber auch den Patienten des Reha-Klinikums im Vinzenz-Pallotti-Hospital zur Verfügung. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass der Parcours eifrig genutzt wird. Ein ortsansässiger Turnverein hat seine Patenschaft angeboten. 

Wichtig ist den städtischen Auftraggebern, dass unnötige Fahrwege im Gelände vermieden werden, um die gewachsene Struktur des Stadtgartens nicht über Gebühr zu strapazieren.

„Während der Baumaßnahme wird der Bodenaushub nicht aufwändig abtransportiert, sondern seitlich auf Miete gelagert“, erklärt Bauleiter Volker Oberreuther von StadtGrün. „Dadurch vermeiden wir Lkw-Bewegungen, und das Substrat kann mit der Fertigstellung jedes Wegeabschnitts am Bankett wieder eingebaut werden.“ 

Diese Wegebankette sollen gleichzeitig als Blühstreifen ausgebildet werden. Die Einsaat ist bereits vorbereitet; zahlreiche Vögel, Insekten, Reptilien und Amphibien werden hier künftig Unterschlupf finden. Pflanzungen von Bäumen und Sträuchern sind ebenfalls geplant, können aber erst im Herbst ausgeführt werden, erläutert der Bauleiter: „Das ist eine Frage des richtigen Zeitpunkts.

Im Herbst ist die beste Pflanzzeit, da ist der Boden durchfeuchtet. Die Pflanze kann sich an ihr zukünftiges Milieu gewöhnen und im Frühjahr dann kräftig austreiben.“

Die landwirtschaftliche Nutzung des Stadtgartens ist ein weiterer Baustein zur Gestaltung und Erhaltung. Heuernte und Beweidung durch Schafe sind sogar während der Bauphase vorgesehen. „Durch die Landwirtschaft wird dieser einzigartige Naturraum in seinem momentanen Erscheinungsbild erhalten“, so Oberreuther.

Während der Bauarbeiten ist der Stadtgarten für Passanten gesperrt; dies erfordert die Verkehrssicherungspflicht, die der Stadt Bergisch Gladbach obliegt. Die Bauleitung rät deshalb davon ab, die vorhandenen Wege während der Arbeitsstunden des Landschaftsbauunternehmens zu benutzen. Ausweichziele für Spaziergänge gibt es in der Gegend des Stadtgartens einige: Der Königsforst, das Milchborntal, der Deutsche Platz, die Saaler Mühle sind grüne Flecken, die in kurzer Zeit alternativ erreicht werden können.

Der Bensberger Stadtgarten soll im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Bensberg als prägender Freiraum des Stadtteils erlebbar gemacht werden. Bisher gibt es dort lediglich einen Hauptweg. Künftig sollen die Bedürfnisse vieler Alters- und Kulturgruppen hier Berücksichtigung finden und die einzigartigen Blickbeziehungen zu den Bensberger Bauwerken, aber auch auf die Kölner Bucht betont werden.

Pressestelle Stadt BGL

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3 Kommentare

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  1. Die Sorge begründet sich in den jüngsten “Experimenten” der Stadt(-verwaltung). Z. B. dem “Plattensee”, der den alten Forumpark ersetzt. Gleiches gilt für die Fußgängerzone in Bergisch Gladbach oder so manche Elemente der Umgestaltung der Bensberger Innenstadt.

    Da braucht man gar nicht zum “alten Eisen” zu gehören, um nichts gutes zu ahnen.

  2. Das das Gelände “Stadtgarten” heißt, war schon was Neues. Nun wird das Ganze umgestaltet und wir gewöhnen uns auch daran. “Früher war alles besser” oder wie Frau Roches es ausdrückt “es war gut so wie es war”, sagen ältere Mitbürger sehr gerne. Aber man sollte Neuem gegenüber aufgeschlossen sein! Schade ist im Zusammenhang mit dem Stadtgarten nur, dass ich (man) nicht weiß, was da eigentlich alles gemacht werden wird. Auch ich war mit dem bisherigen Gelände zufrieden – nur die Wege hätten ausgebessert werden müssen und ein paar Bänke wären nicht schlecht. Na ja, mal sehen wie der Stadtgarten wird – vielleicht gefällt er auch Frau Roches besser als das bisherige Feld.

  3. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich durch diese Baumaßnahmen irgendwas verbessert.
    Es war gut, so wie es war.