Auch während der Corona-Krise bietet die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) im Kreis Menschen mit Behinderung und Suchterkrankung umfassende Hilfe und Beratung. Psychiatrie- und krisenerfahrene Menschen unterstützen und begleiten Menschen mit ähnlichen Handicaps in Krisensituationen auf Augenhöhe. Mit Respekt und Wertschätzung.

Peer Counseling ist für Menschen mit Behinderung oder Suchterkrankung ein besonders wichtiges niederschwelliges Beratungsangebot. Es basiert auf einem einfachen Konzept: Menschen mit Krisenerfahrung beraten oder begleiten Menschen in ähnlichen Situationen auf Augenhöhe, mit Respekt und Wertschätzung.

Als Erfahrene sind die BeraterInnen Experten in eigener Sache rund um ein selbstbestimmtes Leben. Sie bringen eigene Erfahrungen, Ängste, Schwierigkeiten in Krisen mit. Aber auch Selbstvertrauen und den Mut, um neue Sichtweisen zu erkennen und auszuprobieren.

Die Erkenntnis, dass es Menschen mit ähnlichen Geschichten, Krankheitsbildern und Erfahrungen gibt, die trotz oder auch wegen ihrer Einschränkungen/ Handicaps einen Weg für sich gefunden haben ein zufriedenes Leben zu führen, soll Mut und Hoffnung machen. Und das gilt erst recht für Sorgen und Nöten während der Corona-Krise.

Wege aus der Corona-Krise

Die Peer Counseler von der Koordinierungs- Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) Rheinisch-Bergischer Kreis Nord bieten entsprechende Hilfsangebote in Form intensiver Gespräche an. Sie werden telefonisch durchgeführt. Die Gespräche dienen dazu, den Weg in und aus der Corona-Krise gemeinsam zu gehen bzw. zu begleiten. Trotz der momentanen Kontaktbeschränkung kann so Solidarität zu den Mitmenschen erlebt werden.

Fragen zum Alleinsein, zu drängenden Hilfemaßnahmen, zu Existenzängsten, dem Umgang mit Ämtern und Antragsstellung können auf diesem Weg offen geklärt werden. Dies ist inbesondere für Betroffene wichtig, die einen Menschen suchen, um über ihre Ängste sprechen zu können.

Sieben Peer-Beratende

Die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) für Menschen mit Beeinträchtigungen mit dem Peer-Projekt wird vom LVR finanziert. Das Projekt besteht neben der Koordinatorin aus sieben Peer-Beratenden mit unterschiedlichen Krankheitsbildern, so dass ein vielfältiges Beratungsangebot realisiert werden kann. Neben der aktuellen Beratung in der Corona-Krise gehören zu den Themenschwerpunkten u.a.:

  • Depression
  • Bipolarität
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Angststörungen und Traumata
  • Suchterkrankung

Dabei werden keine festen Lösungswege angeboten. Die Beratungsgespräche umfassen u.a. die Bereiche Krankheitsanerkennung, Krisenbewältigung, Freizeitgestaltung, Wohnen, Arbeit, Zukunftsplanung u.v.m.

Wichtig: Die Beratung ist kostenlos, trägerunabhängig, personen- und lösungsorientiert. Das Angebot erfolgt unter der Maßgabe der Schweigepflicht. Beraten werden Betroffene im Rheinisch-Bergischen Kreis, Verwandte und Freunde sowie Betreuer, Lehrer und Mitarbeiterende in Werkstätten und der Wohnhilfe.

Bernadette Klein, Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) für Menschen mit geistiger Behinderung im Rheinisch-Bergischen Kreis Nord, Montanusstr. 8, 51399 Burscheid, Tel: 02174 896 59 55, Fax: 0221 828 423 88, E-Mail: kokobe-burscheid@lvr.de , Homepage: www.kokobe-rbk.de

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. warum gibt es keine corona finanzielle Zuschüsse für die Risikogruppen im AlgBezug?
    Ich habe mich wegen ungerechtfertigter Sanktionierungen durch eine willkürlich machtmissbrauchende JobcentermitarbeiterIn abgemeldet.Aber das kann nicht das Ziel sein sich vertreiben lassen zu müssen.Der SKM hat Hilfe angeboten aber die Zuständige sah ihr “Projekt” gefährdet und hat dann einen Rückzug gemacht.
    Es wäre wichtig dass auch die Randgruppen Hilfen erhalten, denn wie beschämend ist es, dass wir gehandicapten Deutschen keine finanziellen CoronaHilfen erfahren bei der Nazivergangenheit in der alle vernichtet wurden(!).Siehe Gedenkstätten in Deutschland.Grausam sind auch die Zustände umd der Umgang mit “Geflüchteten” in den “Unterkünften” die zu”KollerCoroniaLagern werden bei Köln.”.