Das Musik‐ und Theater‐Projekt „Die Stimme der Stadt“ sammelt die Geschichte der Menschen einer Stadt ein, schreibt und bereitet sie szenisch auf – um sie in Form einer multimedialen Performance im Ratssaal zu Gehör zu bringen. Jetzt kommt das Projekt nach Bergisch Gladbach.

Gesammelt werden die Stimmen vom Projektteam „Mythen der Moderne” mit der sogenannten Story-Box auf Marktplätzen und an verschiedenen Orten der Stadt. Die dabei entstehenden Tonaufnahmen werden transkribiert und dramaturgisch aufbereitet, berichten die Initiatoren.

In einer fünfstündigen szenischen Lesung mit Schauspieler:innen, lokalen Chören, Musiker:innen und zahlreichen lokalen Partner:innen sollen sie am 10. Oktober im Bensberger Ratssaal vorgetragen werden. Damit werde ein Ort der Demokratie und Mitbestimmung, das Machtzentrum der Stadt, zur Bühne für die Stimmen der Stadtbevölkerung.

Im Mai wurden bereits Jugendliche des Kinderdorfs Bethanien online zu den Veränderungen ihres Alltags in der Corona‐Krise befragt. Anhand ihrer Stimmen wird in mehreren Workshops ein jugendlicher Sprechchor erarbeitet und Teil der Performance im Oktober.

Die „Story-Box”

Im Juni tourt nun die „Story Box“ – ein mobiles Tonstudio – über die Wochenmärkte und sammelt weitere Stimmen der Stadtbevölkerung. Auf Wochenmärkten können alle Bürgerinnen ihre persönlichen Erzählungen beitragen.

Termine der „Story Box“

Konrad Adenauer Platz
Mittwoch, 24.06., Samstag, 27.06, Mittwoch, 01.07, Samstag, 04.07. und Mittwoch, 08.07. von 7 – 13 Uhr

Paffrath, Nußbaumer Straße, Donnerstag, 25 6. von 7 – 13 Uhr

Bensberg, Schloßstraße (Fußgängerzone) Donnerstag, 2.7. von 7 – 13 Uhr

Refrath, Marktplatz Dolmanstraße Freitag, 26.6., von 7 – 13 Uhr

Refrath, Peter-Bürling-Platz, (Biomarkt), Dienstag, 30.6, 07.07. von 7 – 13 Uhr

Schildgen, Altenberger-Dom-Straße Freitag, 3.7., von 7 – 13 Uhr

Sie sind aufgefordert, ihre Erlebnisse und Hoffnungen beizutragen. Die Geschichten werden anonymisiert und dramaturgisch aufbereitet und liefern den Stoff für die multimediale Performance im Rathaus Bensberg im Herbst.

„Die Corona‐Krise bringt Ängste und Veränderungen mit sich, die sich auch in die Biografien der Menschen einschreiben. Diesen Geschichten wollen wir uns widmen und ein wirksames Forum bieten, an dem sonst der Stadtrat Anliegen der Stadt verhandelt,“ erläutert Pia Janssen.

Außerdem gehen die Stimmen der Stadt in Buchform ins Stadtarchiv. Jede/jeder kann so Geschichte schreiben.

Hintergrund: Mythen der Moderne

Die „Mythen der Moderne” ist ein interdisziplinäres Format und bewegt sich zwischen Dokumentation und Erzählung. Dabei werden vornehmlich Orte ausgewählt, die sich aufgrund ihrer Historie, Architektur und Bevölkerung, für verschiedene Projekte im öffentlichen Raum eignen.

Bei den Akteuren handelt es sich um die Sozietät unterschiedlicher Charaktere. Frei schaffende KünstlerIinnen, AutorIinnen, Sound- und DesigntechnikerIinnen, SchauspielerIinnen und TänzerIinnen, sowie KunsthistorikerIinnen und viele weitere kreative Persönlichkeiten.

Weitere Infos: im Internet | Instagram

Die „Stimme der Stadt“ wird gefördert von: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V., LVR ‐ Landesverband Rheinland, Kunststiftung NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, NRW Stiftung, GLS Bank

Ähnliche Projekte gab es bereits in Bochum, Castrop‐Rauxel und Oberhausen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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