Die Landesregierung hat die Schutznaßnahmen gegen Corona ein Stück weiter gelockert. Hintergrund sind die weiter positiven Entwicklungen der Fallzahlen. Die wichtigsten Grundregeln werden indes aufrechterhalten. NRW startet zudem ein Freiwilligenregister für Gesundheitsberufe im Kampf gegen das Virus.

Die nach wie vor positive landesweite Entwicklung der Zahlen eröffne kleinere Spielräume, die wolle man für mehr Freiheiten nutzen, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

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Konkret bedeutet dies:

  • Erhöhung der Personengrenzen für Veranstaltungen auf bis zu 150 Personen
  • Gilt insbesondere für Feste aus besonderem Anlass wie z.B. Hochzeiten oder Beerdigungen
  • Bei Kultur- und sonstigen Veranstaltungen wird der Schwellenwert, ab dem ein Hygienekonzept vorgelegt werden muss, von 100 auf 300 Personen angehoben
  • Die Personenbegrenzung beim Kontaktsport in der Halle wird von zehn auf 30 Personen erhöht
  • Die zulässige Zuschauerzahl in Sportanlagen wird von 100 auf 300 erhöht
  • Die Kontaktnachverfolgung muss sichergestellt sein

Clubs und Diskotheken bleiben weiter geschlossen. Auch Volksfeste und Kirmesveranstaltungen sind zunächst bis zum 31. Oktober 2020 untersagt. Hoffnungen, dass die Laurentiuskirmes doch noch stattfinden kann, hatten sich längst zerschlagen.

„Wir dürfen nicht vergessen: Die Pandemie ist nicht vorbei und wir müssen weiter sehr wachsam und verantwortungsvoll sein”, macht Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann deutlich. “Das zeigen gerade die ‚Hotspots‘ in bestimmten Regionen.”

Freiwilligenregister NRW geht an den Start: Auf einem neuen Internetportal „Freiwilligenregister des Landes NRW“ können sich Fachkräfte aus allen Gesundheitsberufen – Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, Medizinische Fachangestellte, aber auch Angehörige anderer Gesundheitsfachberufe sowie Verwaltungskräfte aus dem Gesundheitswesen – auf freiwilliger Basis registrieren, um im Kampf gegen das Virus ihre Unterstützung zu bekunden. Infos dazu finden Sie auch in der entsprechenden Pressemitteilung des Landes NRW.

Drei wichtige Grundregeln bleiben

Neben den allgemeinen Hygieneregeln sind nach Angaben der Landesregierung die drei zentralen Grundregeln weiterhin unerlässlich:

  • Das Abstandsgebot
  • Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung
  • Die Sicherstellung der Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten

Details finden Sie in der aktualisierten Fassung der Corona-Schutzverordnung.

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Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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