Charlotte Lesch, Kreiskulturreferentin des Rheinisch-Bergischen Kreises


Freischaffende, professionelle KünstlerInnen sind eingeladen, sich unter dem Arbeitstitel „Der Mensch und die Krise“ an einem Projekt des Rheinisch-Bergischen Kreises zu beteiligen. Bewerbungen können bis Ende September eingereicht werden.

Das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises initiiert ein neues Projekt. Freischaffende professionelle Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz im Rheinisch-Bergischen Kreis sind dazu eingeladen, sich mit Projektskizzen unter dem Arbeitstitel „Der Mensch und die Krise“ zu bewerben.

Ausgeschrieben sind zehn Auftragsarbeiten, die bei Umsetzung mit jeweils 1.500 Euro (inklusive Umsatzsteuer) honoriert werden. „Mit dem Projekt ‚Der Mensch und die Krise‘ bieten wir den Künstlerinnen und Künstlern eine öffentliche Plattform, um ihre Positionen zum zeitaktuellen Themenkomplex darzustellen, Ideen zu sammeln und daran anschließend weitere Arbeiten zu entwickeln.

Außerdem wird die kulturelle Vielfalt im Rheinisch-Bergischen Kreis abgebildet und gefördert“, erklärt Charlotte Loesch, Leiterin des Kulturamtes. Außerdem diene das Projekt dem Austausch und der Vernetzung der regionalen Kunstszene.

Die Fragestellung

Es ist abzusehen, dass zu den großen Krisenerfahrungen der vergangenen 50 Jahre neben den Herausforderungen des Klimawandels, der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, den Terroranschlägen des 11. Septembers oder der Weltfinanzkrise auch die Corona-Pandemie zählen wird.

Diese existenzielle Krisenerfahrung ragt in fast alle Lebensbereiche des Alltags, sei es beruflich oder privat, und konfrontiert zudem mit ethischen Grundsatzfragen. 

Auch die Kulturschaffenden sind in das Spannungsfeld dieser Fragen gerückt. Abseits der wirtschaftlichen und gesundheitlichen Bedrohungen, geht es im öffentlichen Diskurs um die Fragen nach Relevanz und Wertschätzung von Kunst und Kultur in der Gesellschaft. 

Die Corona-Pandemie setzt somit neue Impulse für die Diskussion grundsätzlicher Fragestellungen. Möglicherweise stellt sich aber auch die Frage nach Utopien: Was wünschen, hoffen, erwarten wir? Welche Herausforderungen und Gefahren lassen sich identifizieren – und welche Chancen erwachsen möglicherweise aus ihr?

Angenommen werden Ideen zu künstlerischen Arbeiten aller Sparten; Texte, Musikstücke, Performances, Fotografien, Videos oder Werke der Bildenden Kunst, die sich mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen.

Mit der Vergabe des Auftrages ist die Umsetzung des skizzierten Konzeptes vorgesehen. Die fertiggestellten Arbeiten werden am Ende des Jahres bei einem moderierten Themenabend, alternativ auch digital, vorgestellt. Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler entwickeln die Abschlusspräsentation gemeinsam mit dem Kreiskulturamt.

Bewerbungen einreichen – so geht’s

Bis zum 30. September können Interessierte Anträge per E-Mail an kultur@rbk-online.de einreichen. Benötigt werden ein Anschreiben, eine Kurzbiografie des Künstlers oder der Künstlerin mit einem honorarfreien Portraitfoto sowie ein kurzes Konzept des Projekts.

Eine fachkundige Jury aus verschiedenen künstlerischen Sparten entscheidet über die Vergabe der Aufträge.Weitere Informationen zur Ausschreibung gibt es auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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