Ein Vierteljahrhundert QuirlSingers in Bergisch Gladbach – wie begeht man das 25-jährige Chor-Jubiläum in Zeiten von Corona? Man zehrt von den Festen und Begegnungen der Vergangenheit. Ein Einblick und Rückblick in die Chorarbeit.

Text: Andrea Augustin

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Vor 25 Jahren, am 11.9.1995, wurde am Quirlsberg der Pop-Jazz-Gospelchor der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach, die QuirlSingers, gegründet. Dieses Jubiläum des beliebten Chores fällt in eine Zeit großer Einschränkungen, die sich in der Vorbereitung niemand hätte träumen lassen.

Weil das Corona-Virus beim Singen besonders leicht verbreitet werden kann, müssen die QuirlSingers wie alle Chöre große Vorsicht walten lassen und können sich nur unter genau geregelten Voraussetzungen im Freien oder in kleinen Gruppen zum Singen treffen.

Darum wird es weder ein Jubiläumskonzert noch eine Jubiläumsreise oder Ehemaligentreffen geben.

Unter diesen Bedingungen wird es umso bewusster, welch ein Geschenk die vergangenen Jahre waren – und so ist das Jubiläum ein guter Anlass, über viele Jahre fantastisches Chorleben nachzudenken. 

Es ist wie in dem Kinderbuch von der Maus Frederik, die, statt sich um die Vorräte für den Winter zu kümmern, farbige Sonnenstrahlen als Erinnerung an die schönen Seiten des Lebens sammelt: So sorgt sie für seelische Nahrung der Mäusefamilie in kargen Zeiten.

Vergleichbares hat die Chorgründerin und -leiterin, Susanne Rohland-Stahlke, gemeinsam mit allen Chormitgliedern, in der langen zurückliegenden Zeit mit unzähligen Aktivitäten in Gottesdiensten, Konzerten, Festen ermöglicht.

Welch ein Glück, dass es Menschen gibt, die ihr Leben der Kultur widmen und unermüdlich dafür sorgen, dass jeder erfahren kann, wie schön und lebenswert die Musik unser Leben macht – und wie unverzichtbar das Musizieren in dieser komplexen und anstrengenden Welt ist!

Vor fünf Jahren feierten die QuirlSingers den 20. Geburtstag mit einem Konzert in der Gnadenkirche

Proben und Werke

Seit 25 Jahren trifft sich der Chor neben den wöchentlichen Proben – zur Zeit im Freien – jedes Jahr im Sommer und im Winter zum gemeinsamen Festessen mit kreativem Buffet, Reden und Lachen, zu Probenwochenenden und inspirierenden Reisen z. B. nach Österreich, Italien und Frankreich.

Regelmäßig stellt sich der Chor neuen Herausforderungen und besonderen Musikstücken, wie in letzter Zeit dem Luther-Oratorium „Gaff nicht in den Himmel“ oder dem großen Werk „Peacemakers“ von Karl Jenkins.

Die Einstudierung dieser Werke bedeutet zwar einen großen Zeitaufwand – doch welch eine Freude, wenn das Ganze aufführungsreif wird und man spürt, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

Wie spannend und voll von purer Lebensfreude fühlt es sich an, wenn Chor und Orchester nach der Übungsphase schließlich gemeinsam proben und aufführen können! Wie belebend ist es für die Chorsänger, wenn die satten Klänge der unterschiedlichsten Instrumente des Orchesters zu hören sind, wie faszinierend ist es, wenn man den großartigen Stimmen der Solisten lauschen kann, die die Konzerte zu einem besonderen Erlebnis machen.

Ein Chorausflug vor 25 Jahren

Und vorne steht eine Person, die immer mit Herz und Verstand dafür sorgt, dass alles zu einem großen Ganzen geführt wird. Herzlichen Dank dafür an Susanne Rohland-Stahlke.

Mit Kreativität und Engagement wird die Chorleiterin sicher auch in Zukunft Wege finden, wie sich Chormusik mit den QuirlSingers leben lässt.

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