DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis hat am 14. November 2020 in kleiner Besetzung und stillen Gedenken eine Blumengesteck an der Gedenktafel Stellawerk in Bergisch Gladbach abgelegt, um an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 und die Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.

Seit 30 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache unter dem Motto »Gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, für Toleranz und soziale Gerechtigkeit«.an die „Reichspogromnacht“. Am 9.11.1938 wurden in deutschen Städten Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand gesteckt und vernichtet.

Auf dem ehemaligen Gelände des Stellawerkes in Bergisch Gladbach hat die SA 1933 Linke, Kommunisten und Sozialdemokraten gefangen gehalten und misshandelt. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden 1941 hier zwangsinterniert und anschließend in Konzentrationslager deportiert.

AHA Regeln: DGB und VVN mit kleiner Mahnwache 2020

Dieses Jahr wurde die geplante Mahnwache zum 14. November 2020 wegen steigender COVID-19 Infektionszahl abgesagt. DGB und VVN haben heute mit einer kleinen Gruppe und ohne Reden eine kurze Wache um 11 Uhr abgehalten und Blumen an der Gedenktafel abgelegt. Dabei wurde auf weitere Teilnehmerinnen bewusst verzichtet. So hat für den Kreisvorstand DIE LINKE. nur Andrea Persy die kleinen Mahnwache des DGB und des VVN mit Abstand begleitet.  

„Wir werden nicht vergessen! Auch unter den Bedingungen von COVID-19 wollen wir die Erinnerung an die Opfer des Faschismus wachhalten. Gerade in einer Zeit, in de Rassismus und Faschismus wieder hoffähig werden und rechtsextreme Parteien wie die AfD in die Parlamente, Räte und Kreistage gewählt werden, müssen wir Zeichen setzen.“ meint Tomás M. Santillán (Sprecher DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis)

Hale Bagherzadeh (LIL, Integrationsrat GL, Tomás M. Santillán (DIE LINKE. RBK), Peter Tschorny (DIE LINKE. Kreistag RBK)

Um einen größeren Menschenauflauf und weitere COVID-19-Infektionsrisiken zu vermeiden haben nur Peter Tschorny (Vorsitzender DIE LINKE. im Kreistag Rheinisch-Bergischer Kreis), Hale Bagherzadeh, (Integrationsrat Bergisch Gladbach, Die LINKE. internationale Liste – LiL) und Tomás M. Santillán (Sprecher des Kreisverbands DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis) an diesem bewusst kurzen Gedenken der LINKEN morgens um 10 Uhr unter AHA-Regeln teilgenommen.

„Im nächsten Jahr werden wir hoffentlich wieder gemeinsam mit den Gewerkschaften, der VVN/BDA, anderen Parteien, antifaschistischen Bürgerinnen und Bürgern und mehr linken Parteimitgliedern an der Mahnwache teilnehmen. Dieses Mal haben wir es getrennt getan, um die Risiken von Corona-Ansteckungen möglichst gering zu halten. Das verstehen wir bei den jetzigen Bedingungen unter Solidarität.“ erklärt Tomás M. Santillán.

Webseite DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis: www.dielinke-rbk.de

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3 Kommentare

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  1. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Vereinigung der verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BDA) veranstalten seit 30 Jahren diese Mahnwache »Gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, für Toleranz und soziale Gerechtigkeit« an denen auch Vertreter*innen der Stadt Bergisch Gladbach und verschiedene Parteien teilnehmen. Darunter immer SPD, B90/Grüne, DIE LINKE., DKP und aus der CDU. In den letzten Jahren haben regelmäßig Bürgermeister Lutz Urbach (CDU) oder der stellv. Bürgermeister Josef Willnecker (CDU) für den Stadtrat und die Stadt mit einer guten Rede an der Mahnwache teilgenommen. Es gab auch Reden von Vertretern des Integrationsrat der Stadt Bergisch Gladbach, Bezirksschülervertretung (BSV), u.a. Die Mahnwache versteht sich als überparteilich, doch faschistische Parteien und deren Vertreter sind bei der Mahnwache ausdrücklich unerwünscht.