Foto: Lifegate

Seit mehr als 30 Jahren fördert „Lifegate“ behinderte Kinder und Jugendliche in Beit Jala, doch nun ist die renommierte Reha-Einrichtung durch Corona in Not geraten. Daher starten der Beit Jala-Verein und der Ganey Tikva-Freundeskreis eine große Spendenaktion. Die Bethe-Stiftung verdoppelt jeden Betrag.

Ein bösartiges Virus sorgt dieses Jahr weltweit für gedämpfte Weihnachtsfreude. Doch wenn wir wollen, können wir jungen Menschen,  für die schon das Lebensnotwendige nicht selbstverständlich ist, Hoffnung schenken: Bürgermeister Frank Stein ruft als Schirmherr zu einer großen Spendenaktion für die renommierte Reha-Einrichtung „Lifegate“ in unserer Partnerstadt Beit Jala bei Bethlehem auf. 

Die Aktion wird vom Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach-Beit Jala e.V. zusammen mit dem Freundeskreis Ganey Tikva an der Kirche zum Heilsbrunnen organisiert. Die Bethe-Stiftung beteiligt sich großzügig durch Spendenverdoppelung (ein Sammelbetrag von bis zu 15.000 Euro wird verdoppelt).  

Einzigartigen Modell sozialer Integration im Westjordanland

Seit mehr als 30 Jahren fördert „Lifegate“ behinderte Kinder und Jugendliche. Heute werden dort rund 250 Schützlinge christlichen und muslimischen Glaubens von deutschen und palästinensischen Mitarbeitern betreut. Werkstätten, geschützte Arbeitsplätze, eine medizinische Abteilung sowie Frühförderarbeit für junge Behinderte und deren Mütter machen „Lifegate“ zum einzigartigen Modell sozialer Integration im Westjordanland. 

Spendenkonto 
Kreissparkasse Köln, Stadt Bergisch Gladbach 
DE93 3705 0299 0312 0000 15 
Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben): 
„Frühförderung, Kassenzeichen 9025.0000282“
Die Aktion endet am 31. Januar 2021

Mit den aktuellen Spenden sollen Therapiematerialien und ein Farbkopiergerät zur Anfertigung von Arbeitsunterlagen für den Frühförderbereich angeschafft werden. In einem Alltag, in dem Behinderung als Makel gilt, ist die gezielte Förderung in jungen Jahren von größter Bedeutung für eine möglichst selbstständiges und erfülltes Leben. 

Corona trocknet Einnahmequellen aus

Die Einrichtung tut alles, um einen größtmöglichen Teil ihres Budgets durch eigene Leistungen zu decken. Doch Corona macht den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung.

Dem Gästehaus bleiben die Besucher weg, die hauseigene Wäscherei, die in normalen Zeiten auch für Hotels in Bethlehem arbeitet, ist nicht ausgelastet, die selbstgefertigten Geschenkartikel für Weihnachtsmärkte in Deutschland wurden nicht abgerufen.

„Jeder Spenden-Euro aus Bergisch Gladbach leistet diesmal einen besonders wertvollen Beitrag für unsere Arbeit“, sagt „Lifegate“-Gründer und -Leiter Burghard Schunkert. 

Burghard Schunkert. Foto: Livegate

Viele Bürger aus Bergisch Gladbach haben die Sozialeinrichtung bereits bei einer der zahlreichen Reisen in die Partnerstadt besucht. Sie waren tief beeindruckt von der vorbildlichen Arbeit im Geist der Nächstenliebe für Menschen am Rand der Gesellschaft.

Ein Beitrag zur Versöhnung im so konfliktgeladenen „Heiligen Land“ ist stets auch dabei: Sobald das Virus besiegt ist, stehen auch wieder gemeinsame Sportveranstaltungen mit Behindertengruppen aus Israel auf dem Plan.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. eine wirklich beeindruckende und glaubwürdige Spendenaktion. Ich habe soeben spontan meine Spenden-Überweisung ausgefüllt. Corona trifft das Fundraising sehr hart, denn wer sich um seine Gesundheit und Existenz sorgt, spendet weniger als zuvor.Eigentlich schade, denn wir müssen jetzt zusammen halten. Wir sind alle betroffen. Möge die Bethe-Stiftung viel aufzurunden haben.Annette Voigt