Kölner Gastronomen haben im Lockdown den Betrieb von Corona-Testzentren für sich entdeckt. Heute geht vor dem Loewencenter in der Bergisch Gladbacher Innenstadt ein kommerzielles Zentrum in Betrieb, das Schnelltests und PCR-Tests anbietet. Auch dahinter steht mit Yediyar Isik ein Kölner Club-Betreiber.

In Köln gibt es ein ganze Reihe von Testzentren, wo man sich für 30 bis 75 Euro unkompliziert auf Corona testen lassen. Kurz vor Weihnachten eröffnete auch vor dem Ehrenfelder Bezirksrathaus eine solche mobile Einrichtung, betrieben vom lokalen Club-Betreiber Yediyar Isik.

Jetzt expandiert Isik ins Umland – und eröffnet an diesem Montag ein Testzentrum in der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone, vor dem Loewencenter.

Die Tests würden von medizinisch geschultem Personal der Firma Medicare Logistic durchgeführt, teilte Isik am Sonntag mit. Dieses Unternehmen war im April 2020 in Köln gegründet worden, vertreibt v.a. Desinfektionsmittel, Masken und Coronatests – und ist mit bereits 22 Testzentren bundesweit vertreten.

In Bergisch Gladbach werden die Schnelltests von Montag bis Freitag zwischen 8 und 19 Uhr und am Wochenende zwischen 9 und 18 Uhr angeboten. Die Ergebnisse der Schnelltests sollen innerhalb von 15 Minuten vorliegen, die der PCR-Tests am darauffolgenden Tag, so die Mitteilung.

Die Tests kosten 39,90 Euro, beim PCR-Test kommt eine Laborgebühr von 75 Euro hinzu. Die Terminvergabe und -buchung erfolgt online über eine Website.

Offizielle Testzentren werden in Bergisch Gladbach von der Kassenärztlichen Vereinigung am EVK und vom Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises betrieben.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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9 Kommentare

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  1. Also wer mit Handschuhen und solch einem Anzug rauchen geht ist medizinisch geschult ? Wer die Tür Klinke mit Handschuhen berührt hat Ahnung von dem was er tut ?
    Es ist traurig das man die Leute verarscht und dabei noch so ekelhaft ist ! Bau Arbeiter gehen durch diesen na wie nennt man das ?lkw rein und raus und keines Wegs wird dor mal etwas gesäubert .

  2. Des einen Freud des anderen Leid. In jeder erdenklichen Krise gibt es Leute, die sich die Taschen prall füllen und den Hals nicht voll bekommen.
    Man muss nur mal hinter die Kulissen schauen wer gerade während der Krise so richtig dick im Geschäft ist. Da sind auch einige aus Berlin dabei die sich am Ende des Tages die Hände reiben.

  3. Schon das Impressum der Firma Medicare Logistic erweckt keinen guten Eindruck. die Unternehmensform „UG“ gibt es nicht. Was es gibt: „UG (haftungsbeschränkt)“

  4. Es ist wichtig, in solchen kommerziellen Schnelltestzentren nachzufragen, welcher Antigenschnelltest verwendet wird. Es gibt zur Zeit leider hunderte von Tests, die keinerlei Überprüfung durch eine unabhängige Stelle durchlaufen haben, aber trotzdem auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stehen. Um auf die BfArM-Liste zu kommen, reicht es unfassbarer Weise aus, dass ein Test-Hersteller ungeprüft einfach nur behauptet, sein Test erfülle bestimmte Mindestanforderungen!

    Wer sicher sein will, dass ein Antigenschnelltest zuverlässig ist, sollte sich mit einem Test von der strengen Liste des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) testen lassen. Noch besser ist es, einen Test zu verwenden, der sowohl auf der PEI-Liste steht als auch vom Labor von Prof. Christian Drosten überprüft und für zuverlässig befunden wurde, z.B. der “NADAL COVID-19 Antigentest” des DEUTSCHEN Herstellers nal von minden GmbH in Moers (siehe: https://www.nrz.de/staedte/moers-und-umland/charite-schnelltest-aus-moers-unter-top-3-in-deutschland-id231028428.html).

    Ich empfehle diesen kritischen SPIEGEL-Artikel vom 08.01.2020:

    Risiko bei der Pandemiebekämpfung: Viele Corona-Schnelltests ohne Prüfung im Umlauf

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/viele-corona-schnelltests-ohne-pruefung-im-umlauf-a-e109a4e3-9e10-4d81-8183-e4438642fe8c

  5. Nochmal @ Irene:
    Korrektur:
    „ Gemäß der Medizinprodukte-Abgabeverordnung darf dieses Produkt nur an Ärzte, Einrichtungen im Gesundheitswesen, Großhandel und Apotheken, Gesundheitsbehörden, Blutspendedienste, pharmazeutische Unternehmen sowie Beratungs- und Testeinrichtungen für besonders gefährdete Personengruppen abgegeben werden.“

    Als Endverbraucher komme ich da gar nicht dran. (Zumindest nicht unter diesem Link)

  6. @Irene: Die Tests sind aber gar nicht für den Endverbraucher gedacht. Diesem fehlt die nötige „Expertise“, um tatsächlich verwertbares Testmaterial zu gewinnen. Abgesehen davon bezieht sich der günstige Stückpreis auf eine entsprechende Abnahmezahl. Was sollte ich als Endverbraucher mit 100 Tests.
    Dass das Testzentrum deutlich mehr als den EK abrechnet, ist doch normal. Standmiete, Personalkosten, Unternehmergewinn… Das alles muss mit eingepreist werden.
    Mir stellt sich eher die Frage, ob diese Tests auch überall anerkannt werden (Krankenhaus, Pflegeheim, Kita, Schule, Arbeitgeber,…).
    Sonst nützt mir so ein Test nämlich gar nichts.

  7. Da sind ja nun die Hartz4-Empfängrn raus. Da die Ausgaben im Regelsatz nicht drin sind für den Test. Und einer, der Hartz4 bezieht, braucht das Geld um Lebensmittel zu kaufen.