Im Rahmen des Breitbandausbaus im Rheinisch-Bergischen Kreis erhalten in Bergisch Gladbach 622 Adressen einen sehr schnellen Glasfaseranschluss. Dazu gehören fast alle Schulen in der Stadt, die dringend auf einen besseren Zugang zum schnellen Internet angewiesen sind. Im zweiten Quartal 2021 soll es damit losgehen.

In einer Pressemitteilung, die gestern aus dem Büro des CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Deppe verbreitet wurde, hatten Deppe und der Bundestagsabgeordneten Hermann-Josef Tebroke allgemein über geplante Breitbandprojekte für den Rheinisch-Bergischen Kreis informiert. Der Bund fördere gemeinsam mit dem Land NRW zwei große Ausbauprojekte, um weitere Gebiete im Kreis mit ungenügendem Internet-Empfang zu erschließen, hieß es.

622 Anschlüsse für Bergisch Gladbach

Im ersten Glasfaser-Projekt sind 622 Adressen in Bergisch Gladbach enthalten, erfuhr das Bürgerportal auf Nachfrage. Und dazu gehören alle Schulen in Bergisch Gladbach, von denen ein Großteil unter der schlechten Anbindung an das schnelle Internet massiv leidet.

Ausgenommen sind nur sechs Grundschulen, die wegen der Förderbedingungen des Bundes nicht förderfähig seien. „Aufgrund der geringen Schülerzahl und des errechneten Bandbreitenbedarfs soll hier die vorhandene Anbindungsmöglichkeit über das HFC-Kabelnetz ausreichen“, erläutert das Büro Deppe.

Bis zu ein Gigabit sind möglich

Dieses erste Ausbauprojekt wird von der Telekom durchgeführt und soll im zweiten Quartal 2021 starten. Die angeschlossenen Teilnehmer in Bergisch Gladbach werden dabei mit „Fibre to the Home” versorgt. Das bedeutet: Die Glasfaser gehen bis ins Haus. Damit sind Datenraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich.

Ob Schulen einen oder mehrere dieser schnellen Anschlüsse erhalten werden, ist jedoch noch nicht bekannt. Ebensowenig wie ein konkretes Datum, ab wann diese schnellen Anschlüsse bereit stehen. “Wann der Breitbandzugang für die Schulen kommt, können wir konkret nicht sagen, es läuft die Feinplanung”, heißt es dazu im Rathaus. Der Kreis hat sich bis zur Stunde auf Anfrage des Bürgerportals nicht zum Glasfaserausbau an den Schulen geäußert.

Breitbandanschlüsse der Telekom in Bergisch Gladbach
Die Telekom versorgt in Bergisch Gladbach nach eigenen Angaben ca. 47.000 Haushalte mit Breitband. Diese teilen sich wie folgt auf:
ca. 20.000 Haushalte bis zu  250 Mbit/s
ca. 12.000 Haushalte bis zu 185 Mbit/s
ca. 12.000 Haushalte bis zu 100 Mbit/s
ca. 2.700 Haushalte bis zu 50 Mbit’s

Mit elf Millionen Euro Bundesmitteln und zehn Millionen Euro an Landesmitteln sollen im gesamten Kreis rund 5.500 Anschlüsse gelegt werden, darunter zu 74 Schulen sowie 14 Gewerbegebieten. Bis 2023 sollen rund 98 Prozent des Rheinisch-Bergischen Kreises eine Übertragungsrate von mindestens 50 Mbit/s erhalten.

Glasfaserausbau mit Landesmitteln

Gestern hatte die Stadt zudem den Startschuss für den Glasfaserausbau von 440 Haushalten gegeben. Mit diesem weiteren Projekt erschließt die Telekom unterversorgte, so genannte weiße Flecken im Stadtgebiet, die über Internetraten von weniger als 30 Mbit/s verfügen. Dieses Projekt wird vom Land NRW mit 2,1 Millionen Euro gefördert.

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.