Haleh Bagherzadeh

Die Corona-Pademie wirkt nach Ansicht der Integrationsrätin Hale Bagherzadeh (Die Linke) bei der Diskriminierung wie ein „Brandbeschleuniger“. Ein Thema, das die Linke anlässlich der „Internationalen Woche gegen Rassismus“ diskutieren will.

Anlässlich des Gedenktags zur Erinnerung an das Massaker von Sharpeville in Südafrika 1960 wird am Sonntag, den 21. März 2021 der Internationale Tag gegen Rassismus veranstaltet. DIE LINKE. lädt im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ für Samstag, den 20. März 2021 zu einem öffentlichen Online-Mitgliedertreffen zum Thema „Integrationspolitik NRW und vor Ort“ ein.

Die COVID19-Pandemie hat nach Angaben der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes zu einer deutlichen Zunahme der Diskriminierungsfälle geführt. Die Zahl der Beratungsanfragen bei der Anti-Diskriminierungsstelle sei nach deren Angeben drastisch angestiegen. Bis Ende November 2020 seien mehr als 6.000 Fälle registriert worden, gegenüber 3.200 Fällen im Vergleichszeitraum 2019. Bei rassistischen Diskriminierungen habe es bis Oktober eine Zunahme von mehr als 70 Prozent gegeben.

Hale Bagherzadeh, Mitglied des Integrationsrats in Bergisch Gladbach für DIE LINKE. ruft dazu auf, sich an vielfältigen Veranstaltungen in den Aktionswochen zu beteiligen:

„Diskriminierung aufgrund unterschiedlicher Hautfarbe oder Herkunft ist ein weltweites Problem und ein wichtiges Thema vor Ort. Lokale Integrationspolitik ist ein zentrales Modul im Kampf gegen Rassismus. Doch genau diese Integration wird gerade jetzt von rechts scharf angegriffen und von konservativen Gruppen in Frage gestellt, wie wir leider im Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreis beobachten müssen. So lehnte die AfD die gute Arbeit des kommunalen Integrationszentrums im Rheinisch-Bergischen Kreis im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur des Kreistags umfassend ab. Die AfD im Kreistag kann nicht nur, sondern sie will sich nicht von rechtsextremem und demokratiefeindlichem Gedankengut distanzieren und verbreitet ihr rassistischem Positionen auch in den Räten der Region weiter. Leider ist die AfD nicht die einzige Partei, die Antirassismus- und Integrationsarbeit blockieren will. Auch andere Mandatsträger scheinen die Unterstützung von Anti-Rassismuskonzepten in den Schulen in Frage zu stellen.“

Unter den Bedingungen der COVID19-Pandemie hat sich die Lage von vielen Migranten deutlich verschlechtert. Vielfach kommt die Integrationsarbeit fast zum Erliegen und immer mehr Menschen gehen nicht nur selbst auf „Abstand“, sondern sie werden durch die notwendigen Corona-Schutzmaßnahmen zunehmend von gesellschaftlicher Teilhabe isoliert. Gerade diese Angebote der „Teilhabe“ wären für eine erfolgreiche Integration aber wichtig. Die Beratungsangebote werden zurückgefahren, lokale Integrationsräte (so auch bei der Stadt Bergisch Gladbach) tagen weniger oder nicht mehr und die gesamte Thematik ist in den Hintergrund gerückt.

Soziale Lage hat sich deutlich verschärft!

Hale Bagherzadeh führt weiter aus: „COVID19 wirkt bei der Diskriminierung wie ein Brandbeschleuniger. Ganz besonders verschärft sich die soziale Lage der Menschen bis hin zur Notlage. Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen nimmt nachweislich überall zu. Besonders hier wirk sich die COVID19-Pandemie sehr negativ aus.

Auch stellt die Pandemie viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vor ganz besondere Herausforderungen. Viele von ihnen wurden und werden fast vollständig von Bildungs- und Ausbildungsangeboten abgehängt, mit unübersehbaren Folgen für die Integration dieser Kinder und Jugendliche.

Das führt in manchen Bereichen nicht nur zu spürbaren sozialen Konflikten, sondern leider auch zu strukturellem Rassismus. An dieser Stelle müssen die demokratischen Parteien vor Ort klare Positionen beziehen und konstruktive Vorschläge machen, um dem wirksam zu begegnen. Dazu benötigen wir in den Kommunen breite gesellschaftliche und bürgerschaftliche Bündnisse, an denen wir uns nicht nur beteiligen müssen, sondern die wir an manchen Stellen erst noch formieren sollten.“

Jules El Khatib, DIE LINKE. NRW

DIE LINKE. möchte am Samstag mit Jules El-Khatib (stellv. Landessprecher DIE LINKE. NRW) darüber in einer Video-Telefonkonferenz diskutieren und lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, am Samstag, 20.3.2021 ab 16:30 Uhr bei dem öffentlichen Mitgliedertreffen mitzureden und sich einzumischen. (ZOOM-LINK)


Öffentliches Mitgliedertreffen – Online:

Integrationspolitik NRW und vor Ort

mit Jules El-Khatib
stellv. Landessprecher DIE LINKE.NRW.

ZOOM-MEETING

Samstag, 20. März, 16:30 Uhr
Öffentlichen ZOOM-Meeting
https://us02web.zoom.us/j/87585732073
https://www.dielinkt-rbk.de/video

Meeting-ID: 875 8573 2073

Schnelleinwahl mobil
+496971049922,,87585732073# Deutschland
+493056795800,,87585732073# Deutschland

Einwahl nach aktuellem Standort
        +49 69 7104 9922 Deutschland
        +49 30 5679 5800 Deutschland
        +49 69 3807 9883 Deutschland
        +49 695 050 2596 Deutschland

Meeting-ID: 875 8573 2073

Download ZOOM-Software kostenlos: www.zoom.us/download/

Webseite DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis: www.dielinke-rbk.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.