Etwas mehr als die Hälfte der bereits im September bestellten iPads für die Schulen wurden nun endlich geliefert. Der Rest soll nächste Woche kommen. Die Ausgabe erfolgt nach einem Verteilerschlüssel, um die Chancengleichheit zu wahren.

Im September 2020 hatte die Stadt Bergisch Gladbach 800 i-Pads zum Einsatz in den Schulen bestellt, nun wurde gut die Hälfte geliefert: 440 Stück stapeln sich seit dem 8. April bei der Schulverwaltung – um kurzfristig auf die einzelnen Einsatzorte aufgeteilt zu werden und möglichst bald für den Lernalltag zur Verfügung zu stehen. Die restlichen 360 Exemplare sollen in der kommenden Woche folgen.

Die lange Lieferzeit erklärt sich aus dem Umstand, dass viele Kommunen im gesamten Land Nordrhein-Westfalen und wohl auch weltweit zugleich ihre Order aufgegeben hatten und deshalb von den Lieferanten lange Listen abzuarbeiten waren. Das „Sofortausstattungsprogramm an Schulen in NRW“ wurde im Juli 2020 aufgelegt und sehr zügig von den Schulträgern in Förderanträge und konkrete Beschaffungsverfahren umgesetzt.

Die I-Pads werden an die 32 Schulen in städtischer Trägerschaft und die beiden Berufskollegs nach vorher festgelegten Schlüsseln ausgeteilt. Ragnar Migenda, städtischer Verwaltungsvorstand und Schuldezernent, und Verwaltungsvorstand Thore Eggert, der für die Digitalisierung zuständig ist, sehen die Ausstattung mit den mobilen Endgeräten als einen konsequenten Schritt in Richtung sozial ausgewogenes und zukunftssicheres Lernen:

„Die Corona-Pandemie hat die Schulen vor neue Herausforderungen gestellt. Innerhalb kürzester Zeit war Präsenzunterricht nicht mehr möglich oder stark eingeschränkt; Online-Lerneinheiten sind bereits jetzt und können auch zukünftig ein wesentlicher Teil des Unterrichts werden. Um möglichst große Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler in Bergisch Gladbach zu gewährleisten, ist es einfach nur selbstverständlich, auch Kindern finanziell schwächer gestellter Familien den Online-Zugriff auf Lerninhalte zu ermöglichen.“ 

Für Bergisch Gladbach stehen aus diesem Sofortausstattungsprogramm des Landes insgesamt 773.052 Euro zur Verfügung. Förderfähig ist dabei auch die Ausstattung von Schulen zur Erstellung professioneller Online-Lehrangebote. Eine Förderung nach der Richtlinie erfolgt zu 90 %, also rd. 696.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt ist festgelegt auf 10 %, also rd. 77.000 Euro.

In Abstimmung mit den Schulen und der derzeit mit dem Support der Geräte beauftragten NetCologne wurden überwiegend i-Pads der Firma Apple als Standardausstattung bestimmt.  

Für Dettlef Rockenberg den zuständigen Fachbereichsleiter für Bildung, Kultur, Schule und Sport ist das aktuelle Sofortausstattungsprogramm noch lange nicht das Ende der nötigen und anstehenden Digitalisierungsmaßnahmen: „Auch nach den Pandemie-Zeiten geht die Verstärkung des digitalen Unterrichts in Bergisch Gladbach weiter. Dazu hat der Rat bereits 2019 den Medienentwicklungsplan für die städtischen Schulen als Richtschnur verabschiedet. Das ist ein dringend notwendiges Programm, zu dem es keine Alternative gibt.“

Im Medienentwicklungsplan wurden in Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Stadt Bergisch Gladbach Standards zur Anbindung der Schulen, zur Ausstattung mit WLAN und digitalen Endgeräten festgeschrieben. 

In den meisten Schulen sind bereits zahlreiche digitale Endgeräte vorhanden, die im Unterricht genutzt werden können. Problematisch ist derzeit flächig noch die Breitbandanbindung, die vom Rheinisch-Bergischen Kreis gesteuert wird, und die passive Infrastruktur mit WLAN-Versorgung, die sog. „Ausleuchtung“ in den zahlreichen Schulgebäuden.

An der Verbesserung dieser Situation wird zurzeit intensiv gearbeitet. Zur weiteren Ausstattung mit digitalen Endgeräten oder digitalen Tafeln stehen auch Finanzmittel aus dem Digitalpakt Schule zur Verfügung.

Pressestelle Stadt BGL

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