Nicht nur die Sonne sorgte am Samstag für Licht und Schatten. Auch der Müll war sehr unterschiedlich verteilt: Die Wanderwege rund um Paffrath waren auffällig sauber, an anderen Stellen zeigten sich die Schattenseiten der Wegwerfgesellschaft. Viele fleißige Hände sorgten dafür, dass am Ende elf Säcke Müll abgeholt werden konnten.

„Vielen Menschen geht der Wegwerfmüll echt auf den Keks; deshalb hat unsere Gruppe ‚Smartes Paffrath‘ wohl erneut Zulauf bekommen“, freut sich Mitorganisatorin Sabine Baier. Am Samstag waren 20 Erwachsene und vier Kinder schon um 10 Uhr am Start, um in den Paffrather Wohnvierteln, an den Schulen, in den angrenzenden Wäldern und sogar bis hinauf zum „Kölner Fenster“ Plastikdreck, leere Flaschen, Pappbecher und jede Menge Zigarettenkippen aufzusammeln.

Am Ende warteten elf Säcke voll Müll auf dem Parkplatz der IGP auf den Abtransport durch Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs (ABW).

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Die bislang höchste Beteiligung werten die Organisatoren als Erfolg. „Natürlich hat das warme Sonnenwetter bestens mitgespielt; aber auch das Ausdehnen unserer Einsatzgebiete in Richtung Hand, Nußbaum und Katterbach, das Einbeziehen der Wanderwege im Diepeschrather Wald – das alles hat spürbar zu einem stärkeren Mitmachen motiviert“, sagt Michael Nußbaum. Übrigens hatte die „Interessengemeinschaft Paffrath“ ebenfalls kräftig die Werbetrommel gerührt.

Saubere Wanderwege

Die Teams, die die Säuberung der Wanderwege übernommen hatten, waren angenehm überrascht. „Wir hatten mit mehr Müll gerechnet; doch es war über weite Strecken rechts und links der Waldwege sehr sauber“, gab Angelica Schlösser ihren Eindruck wieder. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Josef Willnecker, lobte ebenfalls „den ordentlichen Zustand“ der von ihm aufgesuchten Spielplätze.

Dagegen waren bestimmte Stellen im Ortskern, wie am Ende des Putzmorgens berichtetet wurde, „leider stark vermüllt“. Eine Bilanz mit Licht und Schatten. Unisono wurde festgestellt, dass zahlreiche Passanten den Müll-Einsatz mit freundlichen Worten begleiteten.

Ein nächstes Treffen der Gruppe ist bereits in 14 Tagen vorgesehen. Dann wird die Müllzange allerding mit dem Minigolfschläger getauscht. „Wir wollen ein kleines Turnier auf der toll hergerichteten Anlage am Paffrather Kombi-Bad ausspielen“, kündigt Judith Winterscheid an, die in Paffrath das Kreativ-Geschäft „Strickschuh“ leitet.

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