Die Wasserbüffel Immo und Keppel sind nach siebenjähriger Tätigkeit als Landschaftspfleger ein Wahrzeichen im Freudenthal zwischen Bergisch Gladbach und Overath. Am Freitagabend kamen sie per Traktor auf ihre Sommerwiesen und erkundeten ihren Arbeitsbereich im Galopp.

Am Freitag haben Immo und Keppel wieder im Freudenthal bei Immekeppel ihren seit sieben Jahren angestammten Arbeitsplatz eingenommen. Nachdem auf dem sumpfigen und wasserreichen Wiesengelände das Gras aufgrund der Regenfälle im Mai gut gewachsen war, konnten die beiden Landschaftspfleger aus ihrem Winterquartier am Rande der Wahner Heide sich über das üppige Grün mit etlichen Wildpflanzen hermachen.

Kaum dass sie vom Anhänger des Traktors von Thomas Stumpf gesprungen waren, drehten sie teilweise im Galopp eine erste Runde durch ihr Arbeitsfeld für die nächsten fünf bis sechs Monate.

Als der (Rheinisch)-Bergische Naturschutzverein (RBN) vor sieben Jahren mit Unterstützung der HIT-Umwelt-Stiftung die beiden Büffel kaufte, um das zu Talgelände wie in früheren Zeiten frei zu halten, drohte es allmählich zuzuwachsen und zu verbuschen. Mitten im Gebiet befand sich eine größere Gehölzgruppe – sie lässt sich inzwischen nur noch erahnen.

„Immo und Keppel haben hervorragende Arbeit geleistet, sie leisten ihren Beitrag zur Artenvielfalt, indem die Wiese wieder offen ist“, sagt der RBN-Vorsitzende Mark vom Hofe, der mit anderen Vorstandsmitgliedern dem Vorstandskollegen Stumpf dankte, die Tiere über Winter versorgt und gefüttert sowie jetzt wieder ins Tal gebracht zu haben.

Der Spaziergang durch das Freudenthal dürfte viele Menschen aus Immekppel am kommenden langen Wochenende zu den beiden ins Freudenthal führen – mehrfach fragten Interessierte beim RBN an, wann die beiden Wasserbüffel endlich wieder ins Freudenthal kämen.

RBN

Der (Rheinisch-) Bergische Naturschutzverein ist seit 1975 die Stimme des Naturschutzes im Bergischen Land. Ursprünglich entstanden aus einer Bürgerinitiative engagieren sich Ehrenamtler quer durch das Bergische Land für den Schutz von Natur und Landschaft. Kontakt: info@bergischer-naturschutzverein.de

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3 Kommentare

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  1. Auch oberhalb der Volbacher Mühle in der Untervolbach sind noch Haldenreste des Bergbaus zu finden.
    Mein Großvater war bis zum Ende des Betriebs dort beschäftigt. Die Gebäude, ein altes Ziegelgebäude und eine Holzbaracke die in der Untervolbach standen, sind bereits Ende der 60er Jahre verschwunden.
    Bei uns hat sich auch der volkstümliche Name „Ravesack“ , der im Ursprung auf die Grube Weiß zurückführt, bis heute gehalten.

  2. Die schönen Bilder und das Naturidyll Freudenthal hätten fast die höchst innovative Nachnutzung der Grube Berzelius aus dem „Bensberger Erzrevier“ vergessen lassen.

    Zur langen Historie der Stadtgeschichte gehört die Firma Baermann als zwingend zu erwähnende Erfolgsgeschichte einfach dazu. Seit Schließung der Grube Berzelius vor fast 100 Jahren ist hier ein „hidden Champion“ entstanden und angesiedelt, der es Dank unermüdlichen Ideenreichtums, wahrscheinlich auch inspiriert durch das wunderschöne Ambiente der Lage zwischen Moitzfeld, Herkenrath und Immekeppel mit seinen Produkten in fast jeden Haushalt weltweit geschafft hat.

    Die Max Baermann Holding AG, angesiedelt Wulfshof 1, direkt am Volbach gelegen, sie ist hochgradig spezialisiert auf die Produktion von Dauermagneten für viele unterschiedliche Anwendungsbereiche. Jeder der über Kühlschrank oder Waschmaschine verfügt hat schon Kontakt mit den Produkten der Firma Baermann gehabt, hier in Form der magnetischen Türschließer.

    Die stark ausgeweiteten Anwendungsbereiche bescherten der Firma über die Jahrzehnte ihres Bestehens ein außerordentliches Wachstum an unterschiedlichen Produktionsstandorten in Deutschland, auch in China.

  3. Das Freudenthal scheint ja weit weg zu sein vom Zentrum, wenn man dem Bericht traut, so zwischen Bergisch Gladbach und Overath und am Wochenende werden viele Menschen aus Immekeppel die Wasserbüffel des RBN besuchen. Da lohnt es sich allein schon aus verwandtschaftlichen Gründen und besten Verbindungen, etwas genauer hinzuschauen in diesem ländlichen Bereich der Stadt.

    Das diese Wiese mit den Wasserbüffeln im Naturschutzgebiet Volbachtal liegt, das sich zwischen Moitzfeld, Herkenrath und Immekeppel erstreckt könnte vielleicht heute unter Pandemiebedingungen auch noch von Interesse sein. Erholung direkt vor der Haustür in vielfach unberührter Natur, nicht nur für die Menschen aus Immekeppel.

    Dabei transportiert das Volbachtal Historie pur dieser Region, nicht nur mit der Volbacher Mühle, die tatsächlich vor zwei Jahren schon ein Alter von 200 Jahren erreichte und erst in den 1960-iger Jahren den Mühlenbetrieb aufgab, auch mit der Kühlheimer Mühle gibt es gar einen zweiten Mühlenstandort an dem fast kraftlos wirkenden Bach. Dafür ist das „Erlebnis Volbach“ ein ganz besonderes.

    Mit gleich zwei Gruben am Wegesrand bewegt man sich auch mit dem Volbach durch das „Bensberger Erzrevier“. Die Gruben Berzelius und Apfel haben die Kulturlandschaft geprägt. Nur noch ahnen kann man die Abraumhalden, die das Volbachtal über viele Jahre und eine lange Strecke geprägt haben. Auch sind die Bau- und Bodendenkmäler nur bei Geländekenntnis noch sichtbar.

    Der Betriebsbeginn bei der Grube Berzelius war immerhin schon 1854 mit in der Hauptsache der Förderung von Zinkblende und Bleiglanz, die Grube gehörte mit der Grube Weiß in Moitzfeld und der Grube Lüderich in Untereschbach zu den ertragreichsten drei Gruben. Der Betrieb wurde 1924 eingestellt und seit dem holt sich die Natur mit Unterstützung des Volbachs die Kulturlandschaft Stück um Stück zurück.

    Ein besonderer Hinweis gilt noch der folgenden Veranstaltung.

    https://tma-bensberg.de/wp-content/uploads/2020/11/Erkundung_Entdeckungen-im-Freudenthal.pdf