Die Fotoausstellung „Der Kennedy-Fotograf Jacques Lowe – Eine Schildgener Freundschaft war lebensrettend für einen jüdischen Kölner Jungen“ macht Furore. Daher wird sie bis Mitte August verlängert. Zudem ist eine Video-Dokumentation geplant.

Der zur Vernissage geplante Vortrag von Ulli Poggel, dem Kurator der Ausstellung, musste coronabedingt ausfallen und wurde als Finissage geplant. Der Vortrag fand großes Interesse, wie auch die gesamte Ausstellung. Darum erklärte man die Finissage kurzerhand zur Midissage und verlängerte die Ausstellung bis Mitte August. Eine Video-Dokumentation über Ausstellung und Vortrag ist geplant.

„Der Kennedy-Fotograf Jacques Lowe – Eine Schildgener Freundschaft war lebensrettend für einen jüdischen Kölner Jungen“ – zu den Hintergründen dieser aktuellen Fotoausstellung, der Biografie und dem künstlerischen Lebenswerk von Jacques Lowe gab es am vergangenen Samstag im Begegnungscafé Himmel un Ääd in Schildgen einen Vortrag von Ulli Poggel, der die Ausstellung kuratiert hatte.   

Jascha Lülsdorf – in Schildgen in der Gaststätte ‚Zur Post‘ vor den Nazis versteckt – wanderte Ende der 1940er Jahre nach Amerika aus, nannte sich fortan Jacques Lowe und wurde als Portraitfotograf berühmt. Er begleitete John F. Kennedy während dessen Wahlkampagne und späterer Präsidentschaft, wurde dabei ein Freund der Kennedy-Familie und ging in deren Wohnsitzen wie auch im Weißen Haus ein und aus.

Die Corona-Situation brachte es mit sich, dass die geplante Vernissage zunächst zur Finissage erklärt wurde. Nun wurde es eine ‚Midissage‘, da die Ausstellung zwischenzeitlich aufgrund des großen Interesses und der späten Caféwiedereröffnung bis Mitte August verlängert wurde. 

25 angemeldete Gäste lauschten bei einem Glas Sekt oder einer Tasse Kaffee gebannt der Schilderung dieser besonderen Lebensgeschichte, die vom Organisator der Ausstellung, Ulli Poggel, kenntnisreich dargelegt wurde. Darüber hinaus weckten die Ausführungen Poggels über die Realisierung dieser Ausstellung mit hilfreicher Unterstützung der amerikanischen Nachlassverwaltung des Fotografen das Interesse der Besucher. Die gemeinsam mit dem H&Ä-Team ausgewählten Fotos – größtenteils signiert von Jacques Lowe – wurden in Amerika professionell ausgedruckt und nach Schildgen versandt.

„Sehr gefreut haben wir uns auch über den Besuch des in Köln lebenden Halbbruders von Jacques Lowe, Wolfgang Lülsdorf und seiner Frau“, so Achim Rieks vom H&Ä-Team. 

Zu sehen sind die Fotos noch bis zum 14. August während der Öffnungszeiten des H&Ä-Cafés. Informationen zur Ausstellung und das Lebenswerk von Jacques Lowe können auf ausliegenden Flyern nachgelesen werden. Es ist geplant, in Kürze eine Video-Dokumentation über die Ausstellung und den Vortrag auf der H&Ä-Website einzustellen 

Die Ausstellung ist ein Beitrag im Rahmen der Kooperation von Himmel un Ääd mit dem Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises anlässlich „FORUM OSTWEST 2021: Jüdisches Leben in Deutschland“ und ergänzt den dort gehaltenen Vortrag „Jüdische Biografien in Schildgen“. Diese sollen zum Herbst in einem kleinen Heftchen veröffentlicht werden, das im H&Ä-Café erworben werden kann.

Himmel un Ääd

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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