Foto: Helga Niekammer

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Jungen und Mädchen der Gruppe Art4you gestalteten Skulpturen, Formen aus unterschiedlichen Materialien. Es entstanden Comiczeichnungen, Graffiti und Malerei auf Leinwänden und Holzplatten. Junge Stadtplaner bauten Miniaturhäuser. Die abschließende Werkschau begeisterte Angehörige und Teilnehmer.

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Eine Kunstwoche für Kinder und Jugendliche fand in der Kreativitätsschule Bergisch Gladbach (KREA) in den Sommerferien – 19. Bis 23. Juli – viel Zuspruch. Unter der Leitung von Gregor Zootzky ( Kunstpädagoge ) startete der Workshop ART4YOU. Die Leitung des Projektes „Eine Woche Stadtplaner (Krea-Jugendclub) hatten Ralf Kietz und Andrä Klaukien.

Jungen und Mädchen der Gruppe Art4you gestalteten Skulpturen, Formen aus unterschiedlichen Materialien, zum Beispiel auch Speckstein. Es entstanden Comiczeichnungen, Graffiti und Malerei auf Leinwänden und Holzplatten. In der Holz-Werkstatt realisierte man moderne Skulpturen und eigene Bau-Häuser in Miniatur.

Zum Abschluss gab es eine beeindruckende Werkschau, gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des weiteren Workshop „ Eine Woche Stadtplaner“. Das Medien- und kreativitätspädagogische Projekt richtete sich an die Jungen im Krea-Jugendclub (10 bis 14 Jahre).

In dem Projekt stand das gemeinsame Aufbaustrategiespiel am PC im Mittelpunkt mit dem Ziel, darin eine Gesellschaft zu erschaffen, in der die simulierten Bürger ein weitgehend sorgenfreies Leben führen können. In der weiteren Bearbeitung stand die Modellbau-Fertigung. Die baulichen Ergebnisse zeigen in fester Form sogar ein Grandhotel umgeben von weiteren Bauwerken. Für diese Fertigungen hatte man weitgehend auf den Einsatz von Plastik verzichtet. Die Bemühungen gingen dahin, alles aus Pappmasche zu bauen. Gefördert wurden beide Workshopsdurch das Landesjugendamt des LVR-Rheinland.

Der Einladung zur Werkschau folgten Eltern, Geschwister und Großeltern. Sie waren absolut begeistert von dem, was in den Kursen entstand. Manches besondere Kunstwerk wurde ganz besonders gelobt. Direkt kam auch die Frage auf: Wo das Werk im heimischen Umfeld einen attraktiven Platz bekommen kann. Die Thematiken in den Arbeiten spiegelten die Themen wieder, die Kinder und Jugendliche bewegen. So zählte die sanfte Blumenwiese ebenso zu den Motiven wie bunte Herzen, Gesichter, Masken aber auch kritische Anmerkungen zur Problembewältigung.

Insgesamt kann man feststellen, dass in diesem Projekt die jugendrelevanten Themen besonders gut mit kreativen Methoden dargestellt werden können. Z.B. war Corona kaum Thema. Es scheint, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder ihren eigenen Themen und Interessen zuwenden.

André Eigenbrod, stellvertretender Leiter der Krea: „Ein starker Leistungsdruck scheint von der Schule auszugehen. Hier war also häufig das Bedürfnis nach Frei-Räumen, in denen zweckfrei gearbeitet werden kann. Themen wie Freiheit, Diversität (so unterschiedlich sein können wie man ist) oder auch endlich wieder Urlaubsstimmung wurden künstlerisch umgesetzt.

Die Dozenten: „Positiv aufgefallen ist auch, dass während des Projektes kaum das eigene Smartphone benutzt wurde, auch in den Pausen wurde zusammen gespielt oder gechillt. Wir hatten eine wunderbare Kunstwoche. Alle waren unglaublich fleißig, kamen gut miteinander zurecht und hatten viel Spaß in entspannter Atmosphäre. Hier entstand sogar die eine oder andere Freundschaft.“

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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