Gartenpflanzen sind nicht nur eine Augenweide. Mehr und mehr Gartenfreunde pflanzen diese Gewächse auch als Pollen- und Nektartankstelle für Bienen, Hummeln & Co.. Wir erklären, welche Gehölze, Stauden und Gräser gut geeignet sind – und gut aussehen.

Von Oliver Fink, GartenBaumschule Becker

Als Nährstoffquelle für Bienen und andere Insekten bekommen selbst Gehölzschönheiten, die eigentlich nur wenig Nektar und Pollen liefern, wie etwa Zierkirschen und Zierjohannisbeeren, wieder eine neue Gartenberechtigung. Denn nicht nur die Pollenmenge ist entscheidend, sondern auch der Blühtermin.

Alle Frühblüher sind von großer Bedeutung für den Erhalt von Bienenvölkern, da im zeitigen Frühjahr der Pollentisch nur ärmlich gedeckt ist.

-Astern sind eine ergiebige Pollenquelle in blütenarmer Zeit. Foto: GartenBaumschulen BdB e.V.

Auch Rosen werden als Bienenweiden zur Zeit wieder entdeckt. Einst verpönte „Zuchtrosen“ mit einfachen bis halbgefüllten Blüten sind eine üppige Pollenquelle. Durch ihre den ganzen Sommer über währende Blüte liefern sie wesentlich mehr Pollen als Wildrosen mit ihrem nur kurzlebigen Blütenaustritt im Mai. Zudem finden Bienen bei ihnen auch im Herbst Nahrung, zu einer Zeit sonst knappen Pollenangebotes.

Staudenpflege lohnt sich

Das regelmäßige Ausputzen und Ausschneiden verwelkter Blüten sorgt bei vielen Stauden für eine Nachblüte. Ein Mehr an Blüten ist nicht nur für den Gartenfreund eine optische Bereicherung, sondern sorgt auch für ein verbessertes Futterangebot für Bienen und Hummeln im pollenarmen Spätsommer und Frühherbst. Zudem sind im Schnitt gehaltene Stauden vitaler und damit langlebiger.

Rudbeckien sind uralte Bauerngartenstauden. Foto: GartenBaumschulen BdB e.V.

Sichere Nachblüher sind zum Beispiel der Rittersporn und der Steppensalbei. Sie bringen eine zweite Blüte, wenn sie sofort nach der ersten Blüte zurückgeschnitten werden. Setzen Sie bei beiden Arten den sogenannten Remontierschnitt aber nicht tiefer als 20 cm (Scherenlänge) über der Erde an. Bei einem Totalschnitt direkt über dem Boden besteht die Gefahr, dass die Pflanze eingeht. 

Weitere Stauden, die einen Rückschnitt lohnen sind Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera), Katzenminze, Feinstrahlaster (Erigeron), Sommer-Margeriten, Dreimasterblume (Tradescantia) und Garten-Trollblume (Trollius).

Lavendel benötigt einen kräftigen Rückschnitt im Frühjahr. Foto: GartenBaumschulen BdB e.V.

Mähinseln lassen

Blumenwiesen werden als Bienenweiden immer beliebter. Die artenreichen Pflanzengesellschaften bestehen aus Gräsern, Kräutern und bunt blühenden Wildblumen. Sie bieten nicht nur Bienen, sondern auch vielen anderen Insekten, Vögeln  und Kleinsäugern Nahrung und Schutzräume.

Wichtig für den Wachtumserfolg ist die Wahl der richtigen Saatmischung für den vorhandenen Bodentyp. Auf sandigen Böden wachsen andere Pflanzen als auf schweren Lehmböden.

Auf jeden Fall sollten ein- und zweijährige Sommerblumen die Wiese dominieren. Besonders hübsch und nützlich sind beispielsweise Malven, Strohblumen, Zinnien, Sonnen- und Schleifenblumen.

Dabei sind Blumenwiesen und durch Mähroboter gepflegte Rasenflächen kein Widerspruch. Durch das Aussparen bestimmter Bereiche lässt der Mähroboter Wieseninseln unberührt. 

So könnte ein Jahreskalender für wichtige Bienennährpflanzen aussehen

  • Januar: Christrose (Helleborus)   
  • Februar: Haselnuss (Corylus) 
  • März: Kornelkirsche (Cornus mas) 
  • April: Felsenbirne (Amelanchier) 
  • Mai: Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) 
  • Juni: Katzenminze (Nepeta)
  • Juli: Eibisch (Hibiscus syriacus) 
  • August: Bartblume (Caryopteris)
  • September: Herbstastern (Aster novi-belgii, Aster novae-angliae) 
  • Oktober: Weißer Steinklee (Melilotus albus)

Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne.

Ihr Oliver Fink

BECKER, das ist das Team GartenBaumschule und Garten- und Landschaftsbau unter einer Marke: Oliver Fink und Michael Becker arbeiten seit 1999 in enger, in der Branche einzigartiger Kooperation auf dem Gelände der GartenBaumschule Becker in Refrath zusammen.

Die beiden Meister- und Ausbildungsbetriebe arbeiten aus der Überzeugung: ein Garten braucht Aufmerksamkeit, um seine Wirkung zu entfalten. Und diese Aufmerksamkeit gibt er „seinem” Gartenbesitzer in Form von Erholung, Energie und Wohlbefinden zurück.

Gärtnermeister Oliver Fink leitet seit 1995 die GartenBaumschule Becker in Refrath. Regelmäßig informiert er im Radio (WDR 5), regionalen Medien (z.B. Bürgerportal und Kölner Stadt Anzeiger) sowie weiteren Medien Hobbygärtner über Themen rund um die Pflanzen für Terrasse, Balkon und Garten.

Gärtnermeister Michael Becker führt mit seinem Team BECKER Garten- und Landschaftsbau seit 1999 alle Arbeiten rund um die Gartengestaltung mit Pflanzen, Steinen, Holz aus.

Kontakt:

GartenBaumschule BECKER
Bernard-Eyberg-Str. 16, 51427 Bergisch Gladbach
Telefon: 02204 21100
E-Mail: info@gartenbaumschule-becker.de
Website

BECKER Garten- und Landschaftsbau GmbH
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Becker

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