Mit dem Wasser kamen auch Tonnen von Schlamm. Schwere Schäden erlitten auch die Unternehmen im Strundepark. Foto: Thomas Merkenich

165.000 Euro hatten Bürgerinnen und Bürger auf das Spendenkonto eingezahlt, das die Stadt direkt nach dem Hochwasser eingerichtet hatte. Davon ist bislang nur ein kleiner Teil ausgezahlt worden, für die eher kleinen Schäden. Nun sollen auch die Haushalte berücksichtigt werden, die schwer betroffen wurden. Daher startet die Stadt einen neuen Aufruf.

Der Aufruf von Bürgermeister Frank Stein zum Spenden zugunsten der Flutopfer vom 14. Juli Einzahlungen in Höhe von 165.000 Euro ergeben. Das berichtet jetzt die Stadtverwaltung – mit „ganz herzlichen Dank des Bürgermeisters im Namen aller Geschädigten“.  

Die Vergabe der Zuwendungen an Haushalte, die vom Hochwasser betroffen waren, aber keinen Anspruch auf die Soforthilfe des Landes hatten, sei zunächst abgeschlossen worden. Alle vorliegenden Anträge seien bearbeitet und insgesamt gut 17.000 Euro ausgezahlt worden. In einem ersten Schritt sollten sich Betroffene melden, deren Schaden geringer als 5000 Euro groß war; für größere Verluste will das Land einstehen.

Damit ist der städtische Spendentopf aber noch mit knapp 150.000 Euro gefüllt. Inzwischen hat die Stadt den Kreis der Berechtigten auf alle erweitert, die „unverhältnismäßig stark“ vom Hochwasser geschädigt wurden. Hier lägen zwar einige Anträge vor; es geben aber noch Spielraum für weitere Auszahlungen.

Aufruf des Bürgermeisters – auch an Vereine

Deshalb rufe Stein noch einmal auf, sich zu melden, wenn noch existenzielle Schäden und Verluste offen sind, die nicht gedeckt werden können: „Manche Haushalte haben möglicherweise erst jetzt Klarheit über die Höhe ihrer Schäden erlangt oder erfahren, dass ihre Versicherungen für gewisse Verluste nicht aufkommen. Oder bisher bestanden Hemmungen, sich an uns zu wenden. Wir möchten diese Bürgerinnen und Bürger noch einmal ganz ausdrücklich auffordern, mit uns in Verbindung zu treten, insbesondere wenn ihre finanziellen Aufwendungen weit über die bisher bereitgestellten Hilfen hinausgehen.“

Der Aufruf richtet sich an natürliche Personen, aber auch an gemeinnützige Einrichtungen sowie Vereine. Bis zum 3. September 2021 können Anträge eingereicht werden. Ein Antragsvordruck ist auf den Internetseiten der Stadt Bergisch Gladbach hinterlegt und sollte durch möglichst genaue Schadensbeschreibung und aussagekräftige Fotos belegt werden.

Über die Verteilung und Höhe der Zuwendungen entscheidet anschließend Stein gemeinsam einem Gremium. Dieses setzt sich wie folgt zusammen: 1. Stellvertretende Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer (Bündnis 90/Die Grünen), 2. Stellvertretender Bürgermeister Josef Willnecker (CDU), 3. Stellvertretender Bürgermeister Michael Zalfen (SPD) sowie Stadtkämmerer Thore Eggert in seiner Funktion als Leiter des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse (SAE).

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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