Frank Haubrich, der „Herr der Pumpen" im Abwasserwerk, inspiziert den Brunnen an der Buchmühle.

Nach zwei Wochen hat die Stadtverwaltung ihren Pumpversuch in der Buchmühle beendet. Mit Erfolg, denn nun weiß sie, wie sie das Grundwasser in der Innenstadt unter Kontrolle halten kann, wenn die Zanders-Pumpen endgültig abgeschaltet werden.

Am Montag wurde die durch die Stadt provisorisch im Pumpenhaus Buchmühle installierte Pumpe ausgeschaltet und die Pumpe der Zanders Abwicklungs GmbH in der Schnabelsmühle wieder eingeschaltet. Damit sei die Ausgangssituation wiederhergestellt, teilte die Stadt am Mittwoch mit..

„Durch den Versuch sind wir auf den Zeitpunkt vorbereitet, zu dem die Zanders Abwicklungs GmbH endgültig ihre Pumpe ausschaltet,“ sagt Daniela Reuscher, die den Versuch auf städtischer Seite begleitet hat.

Bei dem Versuch seien wichtige Erkenntnisse gewonnen worden: Die Stadtverwaltung weiß nun, wie sie das Grundwasserniveau steuern kann, durch die Entnahme von bestimmten Mengen an Grundwasser (dass dann über die Strunde abgeleitet wird).

Zudem habe sich gezeigt, dass es möglich ist, den Entnahmestandort von der Schnabelsmühle (wo die Zanders-Pumpe steht) zur Buchmühle zu verlegen, wo die Stadt einen alten Brunnenschacht nutzen kann. Auch reichte die Leistung der beim Test eingesetzten Pumpe aus, um das Grundwasser zuverlässig abzusenken. 

Daten für Antrag beim Kreis gesammelt

In den kommenden Tagen werde das Ingenieurbüro, welches den Pumpversuch gutachterlich begleitet hat, alle Daten detailliert auswerten. Daraus werde sich dann auch die genaue Fördermenge an Grundwasser ergeben, die abgepumpt werden muss, damit die Innenstadt weiterhin trocken bleibt.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse stellt die Stadt dann einen Antrag beim Rheinisch-Bergischen Kreis, um das notwendige Wasserrecht zu erwirken. Wenn sie diese Genehmigung erhält, kann sie das Grundwasser in der Innenstadt auch nach der Abschaltung der Zanders-Pumpe absenken und somit die Gebäude vor einem steigenden Grundwasserpegel schützen.

Zanders hatte über viele Jahrzehnte hinweg große Mengen an Grundwasser entnommen und den natürlichen Spiegel dauerhaft abgesenkt. Bereits Ende August will der Insolvenzverwalter auch die letzte der Pumpen abschalten.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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