Noch ist die Tiefgarage unter dem Bergischen Löwen trocken.

Seit einer Woche sind die Wasserpumpen bei Zanders abgestellt, die Stadtverwaltung entnimmt das Grundwasser selbst. Dieser zeitlich begrenzte Versuch hat zunächst belegt, dass die Stadt mit einfachen Mitteln in der Lage ist, den Grundwasserspiegel zu steuern – der kritische Pegel ist aber noch nicht erreicht.

Wieviel Wasser muss die Stadt abpumpen, um den Ausfall der Zanders-Pumpen auszugleichen und die Keller in der Innenstadt vor Grundwasser zu schützen? Um diese auch für Hausbesitzer:innen wichtige Frage zu beantworten läuft seit einer Woche ein Pumpversuch, jetzt legte die Verwaltung erste Ergebnisse vor.

In den vergangenen Tagen habe sich gezeigt, dass der Entnahmeort an der Buchmühle (statt an der Schnabelsmühle) für die Grundwasserabsenkung im Bereich der Innenstadt gut eignet ist. Auch sei die eingesetztePumpe groß genug, um das Grundwasser zuverlässig abzusenken.

Anstieg um 1,75 Meter

Das Wasserwerk der Stadt hatte, unterstützt von einem Ingenieursbüro, zunächst den Grundwasserstand auf einen „sicheren“ Grundpegel abgesenkt und dann in Schritten von 25 cm Schritt für Schritt erhöht. Durch das An- und Ausstellen der Pumpe.

Inzwischen sei der Grundwasserspiegel gegenüber dem Tiefststand bereits um 1,75 Meter gestiegen, berichtet die Stadtverwaltung. Damit ist der Versuch jedoch noch nicht beendet – denn noch sei die Tiefgarage des Bergischen Löwen trocken geblieben.

Die Tiefgarage gilt als eines der tiefsten Bauwerke in der Innenstadt und dient daher als Referenzpunkt. Wir es hier feucht, dann steht das Grundwasser zu hoch und muss wieder ein Stückchen abgesenkt werden. Aber eben nur ein wenig – denn aus wasserrechtlichen Gründen darf die Stadt nicht beliebig viel Grundwasser entnehmen und ableiten.

Ziel des Pumpversuchs, so erläutert die Stadt noch einmal, sei es, „Erkenntnisse über das Grundwasserregime zu erlangen und auf dieser Basis ein Wasserrecht beim Rheinisch-Bergischen Kreis zu erwirken. Die Stadt möchte sich hiermit in die Lage versetzen, den Grundwasserspiegel dauerhaft niedrig zu halten, um das Hab und Gut der Einwohnerinnen und Einwohner in der Innenstadt zu schützen.“

Im Vorfeld des Versuches hatte die Stadt die Bürger:innen in der Innenstadt gebeten, mögliche Vernässungen ihrer Keller zu beobachten.

Kontaktdaten für Schadensmeldungen: 
Festnetz: 02202 – 14 2932
Mobil: 0178 – 8450802
Mail: d.reuscher@stadt-gl.de.

Einige Personen hatten sich inzwischen tatsächlich gemeldet, berichtet die Stadt. Aufgrund der Entfernung zum betroffenen Bereich der Innenstadt sei jedoch klar, dass diese Meldungen mit dem Pumpversuch nichts zu tun haben.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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