Jens Wetzstein, Erich Hammerschmidt, Henry Schwarz (v.l.) nach dem EZF in Sarajevo

Der Radsportverein Staubwolke Refrath kann einen erfolgreichen Saisonabschluss verkünden. Trotz grausiger Wetterverhältnisse erreichte der Seniorenradrennfahrer Erich Hammerschmidt bei der Weltmeisterschaft in Sarajevo zwei Topergebnisse.

Mit zwei Topergebnissen kehrte Erich Hammerschmidt, Seniorenradrennfahrer der Staubwolke Refrath von seiner mittlerweile 5. WM-Teilnahme, diesmal in Sarajevo, zurück. Bei der Amateur- und Altersklassen Weltmeisterschaft der UCI in Bosnien-Herzegovina gewann der 70 Jährige im Straßenrennen die Bronzemedaille, die er noch drei Tage zuvor beim Einzelzeitfahren um nur 1,1 Sekunden denkbar knapp verpasst hatte. Das war ärgerlich.

Das schlechte Wetter der folgenden Tage veranlasste die Veranstalter in Sarajevo, die Strecke des Straßenrennens zu verkürzen. Denn Regen und nur 6°C beim Start in Sarajevo waren für die 543 Fahrer und Fahrerinnen aus 42 Nationen noch erträglich, aber im Ziel Jahorina, dem alpinen Zentrum der Olympischen Winterspiele von 1984 herrschten auf 1550m Höhe Schneeregen und Temperaturen knapp unter null Grad. Bedingungen, die allen Teilnehmern zusetzten und ihre Leidensfähigkeit prüften.

Der gemeinsame Startblock aller 97 Männer über 60 Jahre blieb auf der 30 km langen und nur durch einen kurzen steilen Stich gestörten, sonst flachen Runde um den Flughafen Sarajevos noch geschlossen beisammen. Das änderte sich erwartungsgemäß mit dem Beginn des insgesamt 1400 Höhenmeter betragenden Anstiegs schnell.

Hammerschmidt konnte mit seinem gleichmäßigen Tempo eine Reihe Jüngerer abschütteln, die der zunehmenden Höhe und Kälte Tribut zollten, aber auch einen französischen Konkurrenten der eigenen Altersklasse überholen.

Nur noch 300 m vom Ziel der Bergankunft entfernt, attackierte ihn plötzlich ein von ihm zuvor nicht bemerkter amerikanischer Konkurrent und setzte sich 20 m ab. Im immer steiler werdenden Zieleinlauf gelang es Hammerschmidt mit einer letzten Kraftanstrengung nochmal zu kontern und nach 2:20:27 h mit 5 Sek. Vorsprung vor dem Amerikaner durchs Ziel zu fahren.

Das Podium der M70-74 mit Gottfried Hinterholzer AUT, Rudolf Sluyts BEL und Erich Hammerschmidt GER (v.l.)

Durchnässt und durchgefroren nahm er erst Minuten später wahr, dass er sich damit unter seinen 22 Konkurrenten der AK M70-74 Bronze und seine erste WM-Medaille überhaupt gesichert hatte.

Für die UCI 2021 Gran Fondo World Championships in Sarajevo hatte sich der Staubwolkler als Zweiter seiner AK beim Granfondo Vosges Mitte September, einem von 19 weltweit ausgetragenen Rennen qualifiziert. Hier gilt es, unter die besten 25% der jeweiligen Altersklasse zu kommen.

Auch für die Saison 2022 wird dies wieder ein Ziel sein, um sich für die WM, die im kommenden Jahr in Trento/Italien stattfinden wird, erneut zu qualifizieren.

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