Angesichts der rasant gestiegenen Rohstoffpreise setzen auch die lokalen Versorger ihre Preis für Energie kräftig nach oben. Das betrifft vor allem die Gasversorgung: Im neuen Jahr müssen Kunden der Belkaw in der Regel dafür mindestens 20 Prozent mehr bezahlen.

Die Belkaw kündigt eine Tariferhöhung zum Jahreswechsel an: Für Privat- und Gewerbekunden steigt der Preis für Erdgas um 1,8 Cent pro Kilowattstunde (brutto). Für eine Zweizimmerwohnung mit einem Jahresverbrauch von 8.000 kWh bedeutet das monatliche Mehrkosten von rund zwölf Euro oder 22,3 Prozent, rechnet das Unternehmen vor. In einem Einfamilienhaus (20.000 kWh/a) werden pro Monat rund 30 Euro oder 26,2 Prozent fällig.

Die Anpassung betreffe nur den Verbrauch (Arbeitspreis). Die Grundpreise blieben unverändert. Immerhin seit April 2019 habe die Belkaw den Gaspreise stabil gehalten.

Die Strompreise in der Grund- und Ersatzversorgung steigen demnach um 0,95 Cent je Kilowattstunde (brutto), teilt die Belkaw weiter mit. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von jährlich 3.000 kWh entspricht das monatlichen Mehrkosten von 2,40 Euro oder 2,9 Prozent.

Langfristiger Einkauf dämpft Preisanstieg

Nach Aussage der Belkaw sind diese Preiserhöhungen noch relativ moderat. Einige andere Anbieter hätten ihre Preise in den vergangenen Wochen um bis zu 100 Prozent erhöht.

Die Ursachen sind nationaler und globaler Natur: Auf dem Weltmarkt steigt die Erdgas-Nachfrage, zum Beginn der Heizperiode seien in Deutschland aber nur geringe Lagerbestände aufgebaut worden. Gleichzeitig erhole sich die Wirtschaft und kurbelt mit steigendem Energiebedarf die Nachfrage weiter an.

Die Belkaw habe jedoch Vorsorge betrieben und einen Teil der Energie mit bis zu 15 Monaten Vorlauf eingekauft. Daher müsse das Unternehmen den „Preisgalopp“ nur teilweise mitmachen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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