Die Behindertenparkplätze vor der Kirche werden verlegt, sechs Stellplätze fallen weg.

Bevor die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße wird sind noch viele Gespräche und Planungen erforderlich. Doch beim ersten Schritt, die Einbahnstraße für den Radverkehr in beide Richtungen zu öffnen, macht die Stadtverwaltung jetzt Tempo. Die Markierungsarbeiten sollen schon in der nächsten Woche beginnen, einige Parkplätze wegfallen.

Trotz zum Teil heftigen Kritik aus Teilen der Anwohnerschaft setzt die Stadtverwaltung jetzt den ersten Schritt zur Laurentiusstraße als „Hauptstraße des Radverkehrs“ um. Die Markierungsarbeiten sollen in der kommenden Woche starten, teilte die Stadt jetzt mit. Die Beratungen und Planungen für den Umbau zur Fahrradstraße werden im kommenden Jahr laufen, der Umbau soll bis Anfang 2023 abgeschlossen werden.

Der Ausschuss für strategische Stadtentwicklung und Mobilität hatte am 14. September die grundsätzliche Umwandlung beschlossen, im ersten Schritt soll nun die Einbahnstraße für den entgegenkommenden Radverkehr geöffnet werden.

Damit die Radfahrer, die künftig von der Odenthaler Straße legal bergab in Richtung Marktplatz fahren dürfen, sind einige Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Umgesetzt werden sie in diesem ersten Schritt ausschließlich durch Markierungen auf der Fahrbahn.

Dabei wird ein temporärer Schutzstreifen auf der rechten Fahrbahnseite aus Richtung Odenthaler Straße markiert. Zudem sollen Fahrradpiktogramme auf die Fahrbahn markiert werden.

14 Stellplätze fallen weg

Außerdem müssen an den Engstellen der ohnehin engen Innenstadt-Straße nach Angaben der Stadtverwaltung insgesamt 14 Parkplätze entfernt werden. Dabei geht es um sechs Parkplätze vor der Laurentiuskirche sowie weitere Stellplätze an der Einmündung der Hornstraße bzw. der Straße „Am Broich“.

Hinweis der Redaktion: Details lassen sich den Plänen der Stadt entnehmen, siehe Dokumentation unten.

Bei der Untersuchung und Begutachtung der Straße sei festgestellt worden, dass genügend Parkraum im Umkreis der Laurentiusstraße vorhanden ist, um die entfallenden Parkplätze zu kompensieren.

Die Stadtverwaltung mache den Anwohnerinnen und Anwohner zudem das Angebot einen Dauerstellplatz in der Parkpalette Buchmühle anzumieten. Gerade an der Stellplatzfrage hatte sich zuletzt bei einer Veranstaltung zur Information der Anwohner viel Kritik entzündet.

Zudem werden zwei Behindertenparkplätze verlegt. Die beiden Plätze, bislang vor der Laurentiuskirche, gegenüber des Wirtshaus am Bock, sollen nun hinter der Kirche, auf dem Buchmühlenparkplatz eingerichtet werden. Die Stadt weist darauf hin, dass nach wie vor weitere Behindertenparkplätze am Rathaus zur Verfügung stehen. Diese Entscheidung sei unter anderem zusammen mit der Inklusionsbeauftragten der Stadt getroffen worden.

Dokumentation

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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9 Kommentare

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  1. Da haben Sie mich ja schrecklich abgestraft, Herr Fischer. Dennoch glaube ich, dass die Argumente gegen eine Laurentius-Fahrradstraße ernst genommen werden sollten, und 3 Jahre warten bis zur einer Korrektur nähert sich stark Ihrer Gleichgültigkeit.

  2. Die Umgestaltung der Laurentiusstraßé ist schlicht Quatsch.
    Die neue Bergisch Gladbacher Ampel setzt aber Ideologie vor Sachgerechtigkeit. Das kann erst bei der nächsten Wahl korrigiert werden – wird es aber auch!
    Und Herr Havermann ist schlicht jemand, der alles zu allen Themen besser weiß – das muss man nicht ernst nehmen…

  3. Ich begrüße es, dass die Stadt jetzt endlich anfängt die Laurentiusstraße in beide Richtungen für Fahrradfahrer freizugeben. Bergisch Gladbach ist viel zu sehr eine Autostadt.

  4. Frau Schlösser,
    es tur mir leid, dass Sie sich beleidigt und herabgesetzt fühlen, was keinesfalls in meiner Absicht lag. Dafür entschuldige ich mich.

    Herr Roth, Sie schreiben hier aus dem Zusammenhang gerissen, weshalb mich Ihr Vorwurf nicht trifft. Ich darf Ihnen vielleicht noch helfen, indem ich Ihnen verrate, dass die Markierungen nicht entfernt sondern die entsprechenden Steine umgedreht wurden, was natürlich zu sehen ist und Parkwillige anzieht. Da gehören Halteverbotsschilder hin, die natürlich weitere Kasse für die Stadt verhindern.

    Ich gebe zu, Herr Funcke, dass ich aus Artikeln des Stadtanzeigers berichtete. Wenn da falsch berichtet wurde, dann lasten Sie das dem KSTA an und nicht mir. Wenn ich von „Sehbeeinträchtigten schrieb, so meine ich das im Hinblick auf die Tatsache, dass man sehenden Auges rings um die Laurentiusstraße wohl kaum „genügend Parkraum“ vorhanden ist. Geschickte Formulierung übrigens, weil man nicht „Parkplätze“ schrieb, was ich aber gleichsetze. Wenn Sie von Anfang an im Thema sind und alles zu wissen glauben, dann erklären Sie mal, warum in diesem Artikel das Bürgerportal einen Link mit „HEFTIGEN KRITIK AUS DER ANWOHNERSCHAFT“ setzte? Ich bleibe dabei, dass es sich hier um Alibi-Politik handelt, wie es nicht wenige Kommentatoren in diesem Forum ebenfalls tun. Das kleine Stück Laurentiusstraße wird alleine überhaupt nichts bewirken bei 433 km Straßen in unserer Stadt, wo ebenfalls Fahhradstreifen kaum hinpassen.

    Ich entschuldige mich noch einmal bei allen Menschen, die ich mit dem Begriff „Sehbeeinträchtigung“, den ich versuchte, zu erklären, das Gefühl gegeben zu haben. sie zu beleidigen oder herabzusetzen. Und ich bin froh, dass man mir das so direkt ins Gesicht schreibt.

    Das „Diffamieren“ aber – wie es hier ankklang und mich treffen soll – von Menschen die im Sinn des Wortes tatsächlich beeinträchtigt sind, ziehe ich mir, weil niemals beansichtigt, nicht an!

  5. Als Anwohnerin und Radfahrerin freue ich mich sehr über die Konkretisierung der Pläne zur Umgestaltung der Laurentiusstraße. Die Behauptung, die geplante Fahrradstraße sei nicht im Sinne der Anwohner:innen und/oder Radfahrer:innen, entbehrt m.E. jeder Grundlage. Hören Sie sich doch mal hier in der Nachbarschaft (Hornstraße) um!
    Und als Anwohnerin und Autofahrerin weiß ich ebenso, dass die Neugestaltung auch „unbequeme“ Folgen haben wird. Die sind aber notwendig und mittelfristig nur eine Frage veränderter Gewohnheiten. Wir müssen Verkehr und Mobilität anders denken – sonst funktioniert Klimaschutz nicht. Und anders wird auch ein neue, veränderte (Wieder-)Belebung der Innenstadt nicht funktionieren. Auch in diesem Sinne halte ich die Maßnahmen für sehr sinnvoll!
    Da kann die Fahrradstraße nur ein allererster Anfang sein. Ich freue mich auf mehr fahrrad-, klima-, kinder- und dadurch menschenfreundliche Umgestaltungen in unserer Stadt!

  6. Da würde ich gerne wissen auf Basis welcher Informationen Sie, Herr Havermann, mit Ihrer erneut sehr unsachlichen und diffamierenden Art behaupten, dass ebenfalls viele Radfahrende die Lösung zur Öffnung für den Radverkehr in Gegenrichtung „an dieser Stelle“ ablehnen. Ich bin an dem Thema von Anfang an dran, behaupte diesbezüglich sehr gut informiert zu sein, kenne zahlreiche Diskussionen hier und in Facebook und aus der anlogen Welt, bewege mich in den entsprechenden Netzwerken und kann diese Einschätzung in keiner Weise teilen. Und vor allem die sehr konsequente und umfangreiche Planung in rechtlicher wie auch sachlicher Hinsicht mit Hilfe externer Verkehrsplanungsexperten zeugt nach meiner Ansicht vor allem von Verantwortung und konsequenter Umsetzung denn von „Alibi-Politik“.

  7. Hallo Frau Schlösser,
    da kann ich Ihnen nur beipflichten. Beim Thema Parkplätze vor dem Einkaufscenter in Bensberg hat er auch mir Sehbeinträchtigung unterstellt, obwohl er nicht gesehen hat, dass die Markierungen entfernt wurden.

  8. Sehr geehrter Herr Havermann, mit Ihrer beleidigenden Äußerung suggerieren Sie, dass Sehbeeinträchtigte dumm sind. Ich bin sehbeeinträchtigt und fühle mich von Ihnen herabgesetzt. Genauso diffamieren Sie die Arbeit der Stadtverwaltung. Damit zeigen Sie allerdings nur auf, dass Sie einen respektvollen Umgang verlernt haben. Und: Sie beeinträchtigen leider auch die Qualität des Bürgerportals.
    Susanne Schlösser

  9. Da würde man gerne wissen, welch Sehbeeinträchtigter für die Stadt herausgefunden hat, dass im Umfeld der Laurentiusstraße genügend Parkplätzte zur Verügung ständen. Auf der Paffrather Str., Odenthaler Str., auf den kleinen Straßen hinter dem Marienkrabnkenhaus? Oder gar auf dem PBuchmühlen-Parkplatz, der nach meiner erfahrung ständig belegt ist und sicher keine 14 Dauerparkplätze verträgt.

    Das ganze Konzept der Stadt gegen die Anwohner, gegen die Autofahrer, sogar gegen viele Meinungen der Radfahrer aber vor allem gegen jede Vernunft an dieser Stelle zeugt von Alibi-Politik schlimmster Ausführung.