Landrat Stephan Santelmann (Mitte) mit Wolfgang Weiden (r.) und Martin Müller-Saidowski (l.) Foto: RBK/Joachim Rieger

Nach mehr als fünf Jahrzehnten bei der Feuerwehr und zwei Jahrzehnten in der Führungsposition ist der Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden in den Ruhestand verabschiedet worden. Gleichzeitig begrüßte Landrat Stephan Santelmann den Nachfolger Martin Müller-Saidowski. Auch er kommt von der Bergisch Gladbacher Feuerwehr.

Im Rahmen einer Feierstunde verabschiedete Landrat Stephan Santelmann Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden in den Ruhestand. „Ich spreche Wolfgang Weiden meinen außerordentlichen Dank und meine große Anerkennung für die langjährige, sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aus. Herr Weiden hat sich als Kreisbrandmeister in hohem Maße verdient gemacht. Ich bedanke mich von Herzen für den jahrzehntelangen, unermüdlichen Einsatz zum Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger, zum Schutz von deren Leib und Leben und deren Güter“, so der Landrat.

Wolfgang Weiden wurde im November 1999 erstmals zum Kreisbrandmeister des Rheinisch-Bergischen Kreises bestellt. Dieses Ehrenamt führte er bis Ende Februar 2022 aus. Zuvor war er stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Seine Karriere bei der Feuerwehr begann jedoch bereits viele Jahre zuvor. Im Jahr 1971 trat Wolfgang Weiden im Alter von 13 Jahren in die Jugendfeuerwehr Bergisch Gladbach ein. Beim Verband der Sachversicherer machte er 1984 seine Leidenschaft in der Laborabteilung für Wasserlöschanlagen zum Beruf. Drei Jahre später wurde er zum Hauptbrandmeister befördert.

Neben etlichen Fortbildungen, Ausbildungen, Beförderungen und Bestellungen erhielt Wolfgang Weiden viele Auszeichnungen, unter anderem das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, das für hervorragende Leistungen verliehen wird.

Während seiner Zeit beim Rheinisch-Bergischen Kreis unterstützte Wolfgang Weiden als Kreisbrandmeister den Landrat bei der Aufsicht über die öffentlichen Feuerwehren und bei der Durchführung der dem Kreis übertragenen Aufgaben, beispielsweise bei der Planung der Gefahrenabwehr oder Einsatzplanung.

Bei Großeinsatzlagen oder Katastrophen oblag ihm die Einsatzleitung. Zudem beriet er den Landrat beziehungsweise die Kreisverwaltung in Fragen des Brand- und Katastrophenschutzes. Auch den Kommunen stand er beratend zur Seite.

Während seiner Dienstzeit war Wolfgang Weiden unter anderem in der Einsatzleitung beim Weltjugendtag 2005, führte nach „scharfer Alarmierung“ einen Katastrophenschutzzug in den Einsatz zur Loveparade 2010 in Duisburg und leitete einen Großverband beim Elbehochwasser 2013.

Auch im Kreis hat er viele Einsätze erfolgreich geleitet, so bleiben ihm zum Beispiel der Brand von Gut Hungenbach 2013, das Hochwasser im vergangenen Juli oder der Sturm im Februar dieses Jahres in Erinnerung.

„Dazu gehört die Fähigkeit, auf Menschen zugehen zu können, aufgeschlossen und beweglich zu sein. Diese Voraussetzungen hat Herr Weiden in den langen Jahren der Zusammenarbeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Er war die personifizierte, ständige Einsatzbereitschaft. Das gilt es zu würdigen“, betonte Landrat Stephan Santelmann.

Staffelstab überreicht

Wolfgang Weiden überreicht den Staffelstab zum 1. März an seinen Nachfolger. Martin Müller-Saidowski wurde von Landrat Stephan Santelmann zum hauptamtlichen Kreisbrandmeister ernannt.

Der Diplomingenieur ist seit 1993 aktives Mitglied bei der Feuerwehr Bergisch Gladbach. Vor seiner Tätigkeit beim Kreis war er bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Köln beschäftigt.

„Ich freue mich, dass Herr Müller-Saidowski sein Wissen und seine Erfahrung für den Schutz der Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis zur Verfügung stellt. Ich gratuliere ihm sehr herzlich und wünsche ihm für seine neue, verantwortungsvolle Aufgabe gutes Gelingen“, hieß Landrat Stephan Santelmann den neuen Kreisbrandmeister willkommen.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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