© Inge Schmidt, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Inge Schmidt arbeitet mit Bruchstücken der unmittelbaren Umgebung, mit Geduld und Einsicht haucht sie den Dingen neues Leben ein. Das Kunstmuseum Villa Zanders widmet der Künstlerin jetzt eine Ausstellung unter dem Titel „Inge Schmidt – an der Wand und vor und neben“.

Was doch alles in den unscheinbarsten Dingen steckt! Inge Schmidt, die Bildhauerin und Zeichnerin, arbeitet mit dem, was gerade zur Hand ist. Aus den Bruchstücken der unmittelbaren Umgebung schafft sie ein großes Werk durch die Art, wie sie Dinge verknüpft und neue Beziehungen herstellt.

Bis es soweit ist, bis der Funke der Belebung aus dem toten Material schlägt, braucht es Geduld und Einsicht in dessen Besonderheiten. Durch vorsichtiges Hantieren, Zerlegen und Zusammensetzen entwickelt sich allmählich eine eigene Schöpfung und zwar eine zwingend durchformte, wenn auch nicht erzwungene, in der sich die Fragilität menschlicher Verhältnisse und Befindlichkeiten widerspiegelt.

Inge Schmidt – an der Wand und vor und neben
Eröffnung: Sonntag, 27.3.2022, 11:30 Uhr
Dauer der Ausstellung bis 24.7.2022

Begrüßung
Frank Stein, Bürgermeister
Dr. Petra Oelschlägel, Leiterin Kunstmuseum Villa Zanders
EinführungSabine Elsa Müller M.A., Kuratorin der Ausstellung

Anmeldung über die Website – Es gilt die 3G-Regelung

Die Wahl des Materials und Handwerkszeugs folgt augenscheinlich gewissen Vorlieben, aber es gibt kein vorformuliertes Ziel. Daher ist dieses Werk so offen und vielgestaltig.

Manchmal sind auch mehrere Lösungen möglich. Das Arbeiten in Folgen, wie es vor allem bei den Künstlerbüchern, den Leporellos und Mappen praktiziert wird, liegt nahe. So können sich die Möglichkeiten in der Variation entfalten, und die Folgerichtigkeit wird in der Weiterentwicklung nachvollziehbar. Ein Gedanke kann sich über viele Seiten weiterspinnen, als ließen sich Raum und Zeit endlos ausdehnen.

Ob figurative Elemente zur metaphorischen Zuspitzung beitragen oder die Bildsprache ganz im Gegenstandslosen bleibt – immer geht es darum, sich im Raum zu positionieren und zu behaupten. Hinter der poetischen Ausdruckskraft der Skulpturen, Zeichnungen und Bücher Inge Schmidts steckt mehr als eine mit Witz und ironischer Distanz begabte Formsuche. Es ist der mal fröhliche, mal verzweifelte Mut zur Selbstbehauptung im vollen Bewusstsein der eigenen Verletzlichkeit.

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Publikation mit einem Text von Sabine Elsa Müller, einem Vorwort von Petra Oelschlägel und zahlreichen Abbildungen, dt./engl, Hardcover, 88 Seiten, zum Preis von 18 €. Sonderedition während der Ausstellungsdauer: T-Köpfe, 2017, Mixed Media, Höhe bis 25 cm, 5 Originale, 700 Euro (inklusive Katalog)

Kunstmuseum Villa Zanders

Das städtische Museum wurde 1992 in der Gründerzeitvilla der Fabrikantenfamilie Zanders eröffnet und feiert 2017 sein 25jähriges Bestehen. Mit seiner einzigartigen Sammlung von „Kunst aus Papier“, der Kommunalen Galerie mit Malerei der Düsseldorfer Schule aus dem 19. Jhdt. sowie einem ambitionierten...

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