Sprachkurse für erwachsene Flüchtlinge mit Kinderbetreuung bietet die Flüchtlingsinitiative Herwi. Seit März läuft das Angebot nun für ukrainische Flüchtlinge in Refrath: Viermal die Woche, ergänzt um vielfältige Aktionen. Das Angebot soll auf weitere Stadtteile und Kommunen im Umland ausgedehnt werden. Ehrenamtliche Helfer:innen werden gesucht.

Herwi – die Abkürzung steht für „Herzlich willkommen“. Seit sieben Jahren hilft die Initiative geflüchteten Menschen bei ihrer Ankunft hier in der Stadt. 50 Flüchtlinge aus der Ukraine profitieren nun seit Ende März von den Sprachkursen der Ehrenamtler.

Die Kurse finden an vier Wochentagen zwischen 10.00 und 12.30 Uhr statt: Montags und dienstags in Gemeinderäumen der Katholischen Kirche St. Johann Baptist in Refrath, mittwochs und freitags in den Gemeinderäumen der Evangelischen Zelt-Kirche in Kippekausen.

Kontakt Flüchtlingsinitiative Herwi
Klaus Farber
Telefon 02204 65266
E-Mail kgfarber@t-online.de

Sprachkurs mit Kinderbetreuung

Parallel bietet die Flüchtlingsinitiative eine Betreuung für die Kinder der erwachsenen Sprachschüler an. Nach Angaben von Klaus Farber von Herwi seien es zwischen zwölf und 16 Kinder im Alter bis drei Jahren, die aktuell während der Unterrichtszeit betreut würden.

Die Sprachkurse führe man nach dem Thanhauser Modell „Deutschkurs für Asylbewerber“ durch. Genutzt würden Unterrichtsmittel der Flüchtlingshilfe  München e.V. „Willkommen“ mit ukrainischen Untertiteln.

Ergänzt würden die Sprachkurse um kulturelle Aktionen, Sport, Fahrten und Ausflüge, oder auch Hilfen beim Kauf von Dingen des täglichen Bedarfs. Für den 12. Juni sei zudem ein Flüchtlingsfest an der Zeltkirche Kippekausen geplant.

In Gemeinderäumen der Zeltkirche Kippekausen finden Sprachkurse und Kinderbetreuung durch die Flüchtlingsinitiative Herwi statt, Foto: Thomas Merkenich

Ausbau in Stadtteilen und Umland

„Wir vermitteln darüber hinaus Angebote hilfsbereiter Bürger, z.B. Nachhilfe für Kinder und Erwachsene, kostenloses Frisierenilfe in schwierigen persönlichen Situation, Aufnahme in einen Fußballverein oder therapeutische Hilfe in schwierigen persönlichen Situationen“, macht Farber deutlich.

Die Initiative will wachsen: „Wir stellen unsere organisatorische Hilfe gerne auch in Overath, Rösrath, Odenthal oder auch weiteren Stadtteilen in Bergisch Gladbach bereit, um weitere Sprachkurse einzurichten.“

Dazu würden noch Helfer für den Sprachunterricht und die Kinderbetreuung benötigt. Interessenten setzen sich dazu mit Klaus Farber in Verbindung: Per Telefon 02204-65266 oder E-Mail kgfarber@t-online.de. Sämtliche Helfer:innen der Herwi-Initiative arbeiten auf ehrenamtlicher Basis.

Auch Spenden können unter dem Kontakt angemeldet werden. „Aktuell benötigen wir z.B. Malutensilien, gebrauchte Fahrräder für Kinder und Erwachsene. Hinzu kommen Geldspenden für Fahrtkosten, Eintritte in Museen und für andere Veranstaltungen, für Unterrichtsmittel und Kopien, für Kosten beim Picknick, Kochen sowie Kinder-Eltern-Aktionen“, so Farber.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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