Andrea Lamberti in der WahlArena des Bürgerportals. Foto: Thomas Merkenich

Wir haben den acht lokalen Direktandidat:innen zur Landtagswahl im Wahlkreis Rhein-Berg 1 acht Fragen zum Kern ihrer politischen Anliegen vorgelegt. Hier die Antworten von Andrea Lamberti, der Bewerberin der Grünen.

Frau Lamberti, was sind Ihre drei wichtigsten Ziele?
Lamberti: Schulbildung gerechter aufstellen, räumlich und personell ausbauen, digitalisieren, nachhaltig gestalten. Klimawandel drastisch bekämpfen, darüber immer wieder aufklären, die bereits entstandenen Schäden/Folgen auch wiederum präventiv aufarbeiten (z. B. Hochwasser). Energieversorgung ausbauen, selbst produzieren und die Abhängigkeiten deutlich zu reduzieren – ohne fossile Stoffe zu verbrennen!

Welche Schlüsse ziehen Sie aus dem Ukraine-Krieg?
Der Krieg ist noch nicht vorbei! Eine erste Lehre ist selbstverständlich, dass das bloße Vertrauen in schwammige Aussagen nicht für ein friedvolles Miteinander ausreicht. Leider. Und dass man lebensnotwendige Geschäfte nur mit einem demokratischen Partner machen darf.

Mehr zur Person von Andrea Lamberti erfahren Sie in diesem Beitrag. Das ganze Programm der Grünen zur Landtagswahl NRW. Alle Kandidaten im Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis 1 (Bergisch Gladbach und Rösrath) stellen wir hier vor.

(Wie) muss sich das Land nach der Corona-Pandemie neu aufstellen?
Dafür sorgen, dass die Schulbildung unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Status wird. Dass Zugang zu Zusatzunterricht, Schulmaterial und Sport für alle SchülerInnen möglich ist und dass das Bildungs- und Teilhabepaket gegen Direktmaßnahmen ausgetauscht wird.

Wie wollen Sie die Bildungsgerechtigkeit verbessern?
Dafür sorgen, dass die Schulbildung unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Status wird. Dass Zugang zu Zusatzunterricht, Schulmaterial und Sport für alle SchülerInnen möglich ist und dass das Bildungs- und Teilhabepaket gegen Direktmaßnahmen ausgetauscht wird.

Die programm im vergleich

Landtagswahl: Die lokalen Kandidat:innen im direkten Vergleich

Der digitale Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung gehört zur gründlichen Vorbereitung einer Wahlentscheidung, er geht aber nicht auf die lokale Ebene runter. Daher hat das Bürgerportal zur Landtagswahl in NRW wieder einen analogen Wahl-O-Mat gebaut. Der macht es Ihnen einfach, die inhaltlichen Schwerpunkte aller acht Direktkanidat:innen zu vergleichen.

Wie wollen Sie die Klima- und Verkehrswende in NRW voran bringen?
Zunächst einmal möchte ich, dass alle BürgerInnen verinnerlichen können, wie wichtig es ist, das Klima endlich zu schützen. Und das jeder gewinnbringend seine Beiträge hierzu leisten kann.

Es geht nicht um Verbote, sondern darum, uns selbst zu schützen. Der Verkehr ist ein Teil hiervon und muss selbstverständlich so umgestellt werden, dass wir von den Verbrennern wegkommen, aber gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass wir alle mobil bleiben können, ohne dass pro Person ein Pkw benötigt wird.

Kennen Sie ein Rezept gegen den Wohnungsmangel?
Ja. Nachhaltige, verdichtete Bebauung der Innenbereiche unter Berücksichtigung von Entsiegelung und Stromerzeugung. Wir müssen unsere alten Bebauungskonzepte verwerfen und neue Ideen zulassen, die z. B. auch die Dachbegrünung und den geregelten Regenwasserabfluss befürworten

alle kandidaten in der wahlarena

WahlArena: Viele 1000 Worte, 50 Bilder und 3 Videos

Kommuniziert wurde bei der WahlArena zur Landtagswahl NRW in alle Richtungen: auf der Bühne, zwischen Jugendlichen und Kandidaten, mit dem Publikum, beim Speed-Dating und am Infostand. Wir dokumentieren das Geschehen im Bergischen Löwen in Videos und einer Fotoreportage.


Was würden Sie gegen die Verödung der Innenstädte unternehmen?
Innenstädte können auch attraktiver und deutlich angenehmer gestaltet werden – ohne großen Kostenaufwand: eine deutliche stärkere Bepflanzung sorgt neben einer angenehmen Atmosphäre an heißen Sommertagen auch für Schatten. Bäume sind daher ein guter Partner für Entsiegelungen und sorgen dafür, dass der Boden nicht überhitzt und ausgetrocknet wird.

Welches Thema wurde nicht angesprochen, ist Ihnen aber wichtig?
Es fehlt die Frage zu sozialer Gerechtigkeit. Grade jetzt muss dringend dafür gesorgt werden, dass die hohen Energiepreise niemanden in den Ruin treiben.

Und es muss darauf geachtet werden, dass (auch ohne Krieg und ohne hohe Kosten für Brennstoffe) die sozialen Zuwendungen deutlich angehoben werden und es darf nicht sein, dass grade Kinder auf die Essensausgabe der Tafeln angewiesen sind. Das ist nicht nur eine Aufgabe des Bundes, sondern auch des Landes. Es gibt kommunal auch viele Möglichkeiten, Kindern das Leben schöner und bunter zu machen.


Alle acht Direktkandidat:innen haben sich den Fragen der WahlArena gestellt. Die Videos von den beiden Runden mit Andrea Lamberti finden Sie hier:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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