Roland Vossebrecker bei einer Videoeinspielung im OHG. Foto: Malte Kurbjeweit

Roland Vossebrecker starte wieder seine Benefiz-Konzerte für die Entwicklungshilfe-Organisation Oxfam. Die Einnahmen gehen ohne Abzug an Oxfam, die Kosten für die Konzerte übernimmt der Bergisch Gladbacher Pianist selbst. Am kommenden Sonntag gastiert er in Bensberg.

Der Bergisch Gladbacher Musiker Roland Vossebrecker engagiert sich seit einigen Jahren mit Benefizkonzerten für die Entwicklungshilfe-Organisation Oxfam. Mit seinen Konzert-Projekten hat er bereits über 110.000 Euro für Oxfam eingespielt.

Vossebrecker erklärt dazu: „Die großartige Arbeit von Oxfam auf den Gebieten der nachhaltigen Entwicklungshilfe, der Katastrophenhilfe und der politischen Kampagnen für eine gerechte Welt ohne Hunger und Armut hat mich überzeugt, in Zukunft regelmäßig Benefizkonzerte für Oxfam zu spielen. Jahrzehntelang sind weltweit große Fortschritte im Kampf gegen den Hunger erreicht worden. Der Klimawandel droht, diese positive Entwicklung zunichtezumachen: Der Hunger auf der Welt nimmt wieder zu! Daher möchte ich die Spenden meiner neuen Konzertreihe den Klima- und Ressourcenschutz-Projekten von Oxfam zugutekommen lassen. Zur ohnehin dramatischen Lage wird die Ernährungssituation vieler armer Länder des globalen Südens durch den entsetzlichen Krieg in der Ukraine noch verschärft. Hilfe zu leisten ist also nötiger denn je.“

Von November 2021 bis Februar 2022 sollte die fünfte Konzertreihe für Oxfam stattfinden. Die Omikronwelle Anfang des Jahres erzwang eine Unterbrechung des Projektes. Im Mai und Juni 2022 soll die Konzertserie fortgesetzt werden, mit zahlreichen Konzerten u. a. in Berlin, Hamburg, Kassel, Gütersloh, Essen, Bonn und Bergisch Gladbach.

Benefizkonzert für Oxfam
Konzerte für Klimagerechtigkeit und gegen den Hunger
Sonntag, 29.5.22 um 17:00 Uhr
Otto Hahn Schule, Saaler Mühle 8, Bergisch Gladbach
Eintritt frei, Spenden erbeten

Spenden sind auch jetzt schon online, schnell, bequem und sicher möglich:
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Vossebrecker wird dabei wieder Spenden sammeln, die Hilfsprojekten von Oxfam direkt zugutekommen werden. Alle bei den Konzerten gesammelten Spenden gehen ohne Abzug an Oxfam! Die Kosten des Konzertreihe trägt der Musiker selbst.

Neben seiner Tätigkeit als Musiker engagiert sich Roland Vossebrecker im Bildungswerk Stanislaw Hantz in der Bildungsarbeit zur Holocaust-Thematik. Er organisiert und leitet Bildungsreisen nach Oswiecim/Auschwitz, sowie nach Lodz (Ghetto Litzmannstadt, Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno).

Er versteht seine Benefizkonzerte daher als politisches Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und nationalen Egoismus, aber auch als einen Beitrag zur „Klimagerechtigkeit“: Die Spenden werden Menschen zugutekommen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, aber am meisten darunter leiden.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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6 Kommentare

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  1. Was bitte ist „Klimagerechtigkeit“ ?
    Klima findet m.W. vornehmlich in der Atmosphäre statt, ist also global und naturgemäß extrem instabil. Gerechtigkeit aber ist ein menschliches, kulturell, vor allem aber individuelles Konzept, also global nicht definierbar. Hoffentlich!

      1. Ein hochtechnologisiertes Land wie Deutschland trägt bei 1% der Weltbevölkerung 2% des weltweiten Ausstoßes bei.
        Unsere produzierten (aber auch konsumierten) Güter helfen etlichen Drittweltländern, um aus dem Sumpf heraus zu kommen. Die Armut hat weltweit extrem abgenommen.

        China, Indien und USA tragen 50% zum Ausstoß dazu.
        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/179260/umfrage/die-zehn-groessten-c02-emittenten-weltweit/

        Wir können noch so viel abstellen und einsparen, das wird das Makroklima nicht beeinflussen.

      2. @ Herr Schreiner: immer wieder gern genommener Versuch, sich aus der Verantwortung zu stehlen, der allerdings auf falschen und irreführenden Grundlagen beruht…

      3. Liebe Herren,
        es ging nicht darum, nichts zu tun, aber wie bei Maschinen liegt der beste Wirkungsgrad nicht bei 100% sondern irgendwo darunter.

        Wenn wir uns also die Vergleichszahlen über die Jahre anschauen, so sehen wir, dass das alte Europa auf einem guten Weg ist und den Ausstoß permanent reduziert.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Kohlenstoffdioxidemittenten

        Dieses Tempo ist mehr als ausreichend und die Leistung einer Gesellschaft sollte nicht zu hoch gefahren werden, da es dem Wirkungsgrad und der Lebensdauer der Maschine nicht gut tut.

        Und so lang wir die 3 abgeschalteten Meiler nicht reaktivieren, die drei letzten verlängern, kann es um das Klima nicht so schlimm sein.