Bei einem Ausweichversuch in einer unübersichtlichen Situation in Heidkamp ist ein Autofahrer auf den Radweg geraten und hat dort eine Frau auf ihrem Pedelec erfasst. Danach schleuderte das Auto noch quer über die Fahrbahn.

Nach Angaben der Polizei befuhr am Donnerstagnachmittag ein 27-jähriger Kölner in einem Seat die Bensberger Straße in Richtung Innenstadt. An der Kreuzung zur Hüttenstraße stand ein LKW, der nach links in das Industriegebiet abbiegen wollte, gibt die Polizei die Angaben des Autofahrers wider.

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Der Kölner habe versucht, den LKW rechts zu passieren. Der stand zwar auf der Linksabbiegerspur, der Anhänger ragt jedoch ein Stück weit in die Fahrspur. Daran kam der Kölner noch vorbei, doch vor ihm hatte ein anderes Auto angehalten. Um eine Frau mit ihrem Pedelec über die Straße zu lassen.

Der Seat-Fahrer habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können und sei nach rechts auf den Hochbord-Radweg ausgewichen – und erfasste dort die Frau mit ihrem Pedelec. Die 47-Jährige sei auf die Straße gestürzt und schwer verletzt worden.

Der Aussage des Kölner Autofahrers zufolge kam ihm die Frau auf dem Radweg entgegen – hat sich also in der falschen Fahrrichtung bewegt.

Nach der Kollision kam der Seat aber immer noch nicht zum Stillstand. Der Kölner verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, rutschte nach links über die Mittelseite, beschädigte ein Verkehrsschild und kam erst am Gehweg auf der anderen Straßenseite zum Stillstand. Das Pedelec des Unfallopfers schleifte er dabei mit.

Die Schwerverletzte wurde von Rettungskräften vor Ort behandelt und in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den Pkw-Fahrer wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Ich bin sicher, dass wenn die Pedelcfahrerin nach Queren der Fahrbahn in Richtung-Innenstadt auf den Hochbord abgebogen wäre, also nicht Geistergeradelt hätte, wäre der Unfall nicht passiert!

    Achtung: dieser Kommentar kann Spuren von Sarkasmus enthalten.

    1. Sorry, aber das ist der übliche Autofahrer-Quatsch. Es hätte dort genauso gut ein Kind auf dem Radweg erfasst werden können, Fahrtrichtung egal.

      Vielmehr lässt die Beschreibung (Schleudern auf die Gegenseite) den Schluss zu, dass der Autofahrer viel (!) zu schnell unterwegs war – was in GL leider eine geduldete Volkskrankheit ist. Das kann man täglich in den 30er Zonen bestaunen, die niemanden zu interessieren scheinen. Sogar das Ordnungsamt selbst hält sich nicht wirklich daran, wenn wieder nach Falschparkern gescannt wird. Kann man leider oft genug beobachten und mit der Geschwindigkeit von Fahrschulfahrzeugen vergleichen.

      1. Sorry, aber das ist leider auch Quatsch.

        Wie will man aus Beobachtungen anderer Sachverhalte verlässlich auf einen Unfallhergang schließen, den man selbst nicht miterlebt hat?