Bürgermeister Frank Stein (2.r.) und Feuerwehr-Chef Jörg Köhler (2.l.) mit Vertretern der Stadt Butscha und einem Priester der orthodoxen Kirche. Foto: Stadtverwaltung Butscha

Bürgermeister Frank Stein ist mit Feuerwehr-Chef Jörg Köhler in die Ukraine gereist, um in Butscha die neue Städtepartnerschaft offiziell zu besiegeln. Und um sich persönlich ein Bild von der Stadt zu machen, die von der Besetzung durch russische Truppen so schwer gezeichnet worden.

Am Montag waren Bürgermeister Frank Stein und Feuerwehr-Chef Jörg Köhler in Butscha vor den Toren von Kiew eingetroffen, berichtet die Stadtverwaltung. Am Dienstag sei der Partnerschaftsvertrag mit Bürgermeister Anatoli Fedoruk besiegelt worden.

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Frank Stein und sein Amtskollege Anatoli Fedoruk mit der Partnerschaftsurkunde

Stein und Köhler hätten ein sehr intensives Programm absolviert, bei welchem es darum gegangen sei, „die Stadt mit all ihren Narben, die die russische Armee in erschütternder Weise in der Stadt hinterlassen hat, kennenzulernen“.

Die Stadt Butscha veröffentlichte auf ihrer Facebookseite einen Videobericht zum Besuch, der die Zeremonie zeigt, aber auch die Stimmungslage vor Ort wiederspiegelt.

Die Kriegsverbrechen, die dort während der Besatzungszeit stattgefunden haben, seien menschlich kaum zu ertragen, sagte Stein vor Ort: „Umso größer ist mein Respekt dafür, wie die Menschen in Butscha damit umgehen und sich gleichzeitig daran machen, die massiven materiellen Schäden Schritt für Schritt zu beseitigen.“

Nach Angaben aus Butscha besuchten Stein und Köhler u.a. die orthodoxe Kirche vor Ort, eine Schule, eine Fotoausstellung über die Opfer und den Ort eines Massengrabs.

Hilfe geht weiter, Partnerschaft wird mit Leben gefüllt

Stein und Köhler versprachen, die im Frühjahr ad hoc eingeleitete Hilfe weiter fortzusetzen. „Durch die Gespräche vor Ort können wir unsere Hilfeleistung besser auf die Bedürfnisse hier anpassen und noch gezielter helfen“, sagte Jörg Köhler, „so bald wie möglich werden wir wieder Spendenaktionen planen, um unserer Partnerstadt schnell und unbürokratisch zu helfen.“

Diese Hilfe sei zunächst vorrangiges Ziel der Partnerschaft. Doch jede Städtepartnerschaft lebe auch vom Kontakt zwischen ihren Bürgerinnen und Bürgern, betont die Stadt. Deshalb sei der Austausch auch ein zentrales Anliegen des Partnerschaftsvertrages von Butscha. Langfristig wollten beide Städte den Austausch in verschiedenen Bereichen wie z.B. Sport, Wirtschaft und Kultur initiieren und dafür eigene Formate entwickeln.

Am 21. Juni hatte Bergisch Gladbachs Stadtrat einstimmig beschlossen, eine Städtepartnerschaft mit Butscha zu begründen. Nach Videokonferenz mit dem dortigen Bürgermeister Anatolii Fedoruk war der erste persönliche Besuch vorbereitet worden. Der Partnerschaftsvertrag war zuvor auf Basis eines Entwurfes aus Butscha verwaltungsintern und mit den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat abgestimmt worden.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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5 Kommentare

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  1. So ein Schwachsinn, die sollten sich um die Bürger der Stadt Bergisch Gladbach kümmern und nicht Steuergelder verschwenden, die wesentlich besser in die Sanierung von Schulen, Kindergarten und Straßen angelegt wären.
    Was soll eine solche Partnerschaft bringen?

    1. Sie können nichts mit humanitärer Hilfe und Spendenaktionen für Kriegs- und Notleidende anfangen? ist ja furchtbar!

    2. solche Kommentare machen mich wirklich fassungslos. Da scheint wohl jegliches Gefühl für Mitmenschlichkeit und Solidarität abhanden gekommen sein.
      Traurig!

      1. Insbesondere wenn man bedenkt, welcher Partei Herr De Lamboy angehört (hat?). Oder liegt es gerade daran?