Der neue „Dorffladen“ von Marcus Dorff in Refrath Foto: Thomas Merkenich

Seit ein paar Wochen bietet Sternekoch Marcus Dorff im „Dorffladen“ in Refrath Hausmannskost der gehobenen Art an. Wöchentlich wechselnde Gerichte entführen uns in Großmutters Küche – raffiniert verfeinert. Ergänzt wird das Speisenangebot, das nur zum Mitnehmen verkauft wird, durch Feinkost und Accessoires.

Warmer Mittagstisch, so wie Oma Lotte es schon immer gemacht hat: Das verspricht die Karte des neu eröffneten Dorffladen mit “zwei F”. Der Name des Ladens kokettiert mit jenem des Hausherrn. Hier gibt es täglich wechselnd ein warmes Gericht aus dem „gläbbisch Pott”, so lautet das Versprechen auf dem stylishen Menüplan.

+ Anzeige +

Gulasch vom Black Angus

In dieser Woche sind das zum Beispiel in Honig gebackener Kassler-Lachs mit lauwarmem Kartoffelsalat, Erbsensuppe mit Bockwurstscheiben, Gulaschsuppe vom Black Angus Rind und eine Flusskrebs-Bisque (pürierte Suppe).

Eben Hausmannskost auf die feine Art, frisch und hausgemacht. „Ein Vorteil für Allergiker – wir können beraten und sagen, was in den Speisen drin ist”, macht Dorff klar.

Foto: Thomas Merkenich

Dorffladen
Siebenmorgen 45, 51427 Bergisch Gladbach – Refrath
Dorffladen im Internet; der Newsletter informiert über die wechselnde Wochenkarte oder den “Wein bzw. Kräuter des Monats”

Täglich zu haben sind aktuell ein Grill Toast, eine Bockwurst mit Pellkartoffelsalat oder Nudelsalat „Hausfrauen Art”. Mit Mettwurst vom Kölner Metzger Jupp Schlömer. Montags und Freitags ergänzen Belgische Waffeln die Karte.

Die Preisspanne reicht von 6,50 bis 10,50 Euro bei den wechselnden Tagesgerichten. Die täglich verfügbaren Angebote liegen bei 5 Euro. Die Waffeln sind ab 3,50 Euro zu haben.

Eingeweckt & unverpackt

Was nicht verkauft wird, das weckt Dorff kurzerhand ein. Und bietet es im Frischeschrank des gut gelegenen Ladengeschäftes an (Siebenmorgen 45, nahe des Wochenmarktes). So hat man mit etwas Glück nachträglich die Gelegenheit, ein verpasstes Gericht zu kosten.

Je nach Angebot gibt es Feinkost-Salate, Hühnerfrikasse, Fischfond oder Möhreneintopf. Auch eine Käseauswahl (10 Euro pro Portion) grüßt aus der Kühlung.

Sämtliche Speisen werden verpackt zur Mitnahme angeboten. Wer mag kann jedoch eigene Behälter mitbringen. So spart der Esser gleich etwas Abfall und hat die Mahlzeiten in den passenden Behältern parat, um sie etwa am Abend aufzuwärmen.

Highlights sind derzeit vor allem der Grünkohl und die Flusskrebs-Bisque, heißt es bei Familie Dorff. Aber sie würden sich natürlich auch am Geschmack der Kundschaft orientieren und schauen, wo die Vorlieben liegen. Für die wärmere Jahreszeit seien zudem Salate und Gerichte wie Flammkuchen geplant.

„Fresswiese“ in der Geschenkbox

Der Dorffladen bietet aber noch mehr: So gibt eine Auswahl an Rosé, Rot- und Weißweinen oder auch Prosecco. Hinzu kommen Kräuterkompositionen der Eigenmarke „Fresswiese”, die mit Namen wie „Dracula Pepper” oder „Bolognese Delüx” aufwarten. Passend zur Weihnachtszeit findet der Kunde selbstgebackene Kekse, die man mit anderen Waren aus dem Sortiment – wie dem Honig aus Engelskirchen – zu Geschenkboxen verpacken lassen kann.

Oder man nimmt Accessoires wie feine Porzellanschüssel oder martialische Küchenmesser dazu, die in der Auslage des Dorffladen auf Kundschaft warten. So wie das Rosmarin-Öl aus eigener Herstellung. Die Kräuter stammen aus Opas Garten, heißt es. Catering bietet Dorff ebenfalls an, für Firmen der Region.

Weihnachts-Menü to go

Nach vier Wochen zieht der Maître, der sich in Irland zwei Michelin-Sterne erkochte und im Excelsior in Köln das Handwerk erlernte, eine zufriedene Bilanz. Es laufe gut an. Und er startet gleich durch.

Die Kunden könnten das Weihnachtsmenü 2022 bestellen – ein Viergänge-Menü inklusive Plätzchentüte, für 51 Euro pro Person. Abgeholt wird „kalt“ am 24. Dezember, die Kunden erhalten eine Anleitung zum aufwärmen. Damit können Salat und Ziegenfrischkäse, die Flusskrebs Bisque, Ente oder Wild und Apfelstrudel nach Lust und Laune an einem der Feiertage zubereitet werden.

Mehr Gastro-Tipps finden Sie hier. Dabei handelt es sich nicht um Reklame, sondern um redaktionelle Texte.

Weitere Beiträge zum Thema

Kurz & knackig: Beiruter Zeder folgt auf Mr. Falafel

Gastronomischer Wechsel in der Grünen Ladenstraße: Nur wenige Monate nach der Eröffnung ist das syrische Lokal „Mr. Falafel“ wieder verschwunden. Mit neuem Namen, aber mit den gleichen Gerichten und bekannter Optik haben neue Inhaber das Geschäft übernommen.

Miyummy: Wo der Roboter nicht nur Sushi serviert

Im japanischen Restaurant an der Odenthaler Straße bestellen die Gäste ihr Essen per Tablet, das ein Roboter in Katzengestalt zu den Tischen bringt. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich ein Besuch im Miyummy lohnt. Wir haben uns quer durch die Karte getestet und viele Gerichte probiert. Die werden frisch zubereitet. Von Menschen.…

Flammkuchen mit Aussicht

Ein Abstecher in die Bergische Stube im Kardinal Schulte Haus lohnt sich doppelt: für knusprigen Flammkuchen – und für den weiten Blick über Bensberg. Selbst wer kein großer Fan der Elsässer Spezialität ist, kommt auf seine Kosten. Die Mischung aus rustikalem Hüttenflair, Tagungsgästen aus aller Welt und der besonderen Lage macht den Besuch zu einem…

Café Bambini: Wo Kinder spielen und Eltern entspannen

Anfang März hat Shermine Randhawa in der Bergisch Gladbacher Innenstadt ein Eltern-Kind-Café eröffnet. Im großen Spielbereich können kleine Kinder bauen, klettern und laut sein – ohne Sorge, jemanden zu stören. Das Café bietet auch Krabbelkurse an und will ein Ort sein, an dem Mütter und Väter sich untereinander vernetzen.

K-Pops und K-Wings statt Currywurst

Der beliebte Bahnhofsgrill an der Stationsstraße ist Vergangenheit. An gleicher Stelle bietet jetzt ein neuer Imbiss „Koreanisches Streetfood“ an. Bei den Gerichten spielt das Huhn die Hauptrolle – und eine spezielle Soße.

Mrs. Falafel, oder: Alaas Traum vom eigenen Restaurant

Oft stehen Leute vor dem neuen Lokal in der Grünen Ladenstraße, spähen durchs Fenster und trauen sich dann doch nicht hinein. Das Lokal heißt Mr. Falafel, und neben Falafel servieren Alaa und ihr Mann Mohammad hier eine ganze Reihe weiterer hausgemachter Köstlichkeiten aus Syrien. Weil die syrische Küche den meisten Deutschen fremd ist, gibt es…

Something went wrong. Please refresh the page and/or try again.

war bis Anfang 2024 Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

5

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ein gutes Wirtshaus kann mich immer begeistern. Die gute Hausmannskost ist es wert. Schön, wenn die Speisen der Kindheit noch zu bekommen sind.

  2. Der gute Mann heisst Marcus Dorff, und nicht wie unter dem 1. Foto deklariert “Dorf”.
    Erst dann ergibt der Hinweis “Der Name des Ladens kokettiert mit jenem des Hausherrn.” erst einen Sinn….

  3. Großmutters Küche ist wunderbar. Nicht unbedingt für jemand der eine Modelfigur anstrebt aber für alle die einen zufriedenen Bauch haben wollen. Man wird öfters gezwungen auf dem Markt einzukaufen und lernt die Vielfalt der Gemüse kennen. Es gibt auch ein gut erklärtes Kochbuch: ” Köstliches aus der alten rheinländischen Küche, von Willi Drecksträter. Ich schlage es sehr oft auf.