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Die Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße ist beschlossen – die Verkehrsführung aber nach wie vor offen. Daher startet die Stadt am 16. Januar einen Verkehrsversuch. Der soll klären, ob die Ableitung der Autos über die Buchmühle funktionieren kann. Zum besseren Verständnis legt die Stadt nun einige Karten vor, die Erreichbarkeiten und Umwege aufzeigen.

Der Verkehrsausschuss hatte im November beschlossen, der endgültigen Umgestaltung der Laurentiusstraße zur Fahrradstraße in Form einer indirekten Sackgasse eine Testphase vorzuschalten. Einem entsprechenden Antrag der FWG hatten sich schließlich auch Grüne und SPD angeschlossen; CDU, FDP und AfD lehnen die Fahrradstraße grundsätzlich ab. Dieser dreimonatige Verkehrsversuch beginnt am Montag, 16. Januar, teilt die Stadt jetzt mit.

Auf Skepsis – unter anderem bei Bürgermeister Frank Stein – stößt vor allem die Idee der Verkehrsplanung, den Autoverkehr aus Richtung Innenstadt über die sehr enge Buchmühlen-Straße und die Hauptstraße zur Schnabelsmühle zu leiten.

Für die Laurentiusstraße gilt: Versuch macht klug. Das gilt für Befürworter und Gegner gleichermaßen. Ich will ehrlich sagen, dass ich eine gewisse Skepsis hege, ob der Versuch erfolgreich verlaufen wird.

Frank Stein, Haushaltsrede am 14.12.2022

Empfehlung der Fachkommission

Für die Lösung mit einer indirekten Sackgasse plus Ableitung durch die Buchmühle hatte sich eine Fachkommission aus Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt sowie der städtischen Abteilungen Verkehrsplanung und Verkehrsflächen ausgesprochen.

Kritiker:innen wenden dagegen – über den Engpass Buchmühle hinaus – ein, dass große (und damit auch klimaschädliche) Umwegverkehre verursacht sowie umliegende Straßen weiter belastet würden. Unter den Anwohner:innen gibt es neben leidenschaftlichen Widersacher:innen aber auch Personen, die sich auf ein ruhigeres Wohnumfeld freuen.

Die geplante Verkehrsführung

Eine visuelle Barriere in Form von Schildern und wahrscheinlich einem Schweller soll die Laurentiusstraße künftig auf Höhe der Buchmühlen-Straße in einen unteren und einen oberen Teil trennen. Diese Barriere darf nur von Ordnungs- und Rettungsfahrzeugen sowie Fahrrädern überfahren werden. Sie soll die Durchfahrt von Autos verhindern – oder wenigstens leichter zu kontrollieren und zu ahnden machen.

Illustrationen: Stadt GL

Für Anlieger:innen soll die Laurentiusstraße auch in Zukunft mit dem Auto komplett befahrbar bleiben, aber jeweils nur aus einer Richtung bis zur Barriere.

Wer weiterhin über die Paffrather Straße vorbei am Rathaus und Markt in die untere Laurentiusstraße fährt, wird vor der Barriere über die Buchmühle abgeleitet. Dann trifft man auf der Ende der Fußgängerzone / Hauptstraße, muss dann rechts auf die Schnabelsmühle einbiegen und kann erst im Kreisverkehr wieder in östlicher Richtung abbiegen.

Von der Buchmühle gelangt man per Auto nur zur Hauptstraße, an der Ecke Schnabelsmühle kann man nur rechts abbiegen. Screenshot: Open Street Map

Dieses umständliche Verkehrsführung wird im Kartenwerk der Stadt verschleiert: In dieser Darstellung führt die Buchmühlenstraße bis zur Schnabelsmühle:

Karte (Ausschnitt): Stadt GL

Zufahrt zur Krankenhaus, Friedhof, Ärztehaus

Wer im östlichen (oberen) Teil der Laurentiusstraße ein Anliegen hat (weil er dort wohnt, ein Geschäft aufsuchen oder zum Beispiel ins Parkhaus ins Marien-Krankenhaus will), muss den Umweg über die Straße Am Broich nehmen. Oder kann für die Zufahrt zum Ärztehaus an der Ecke zur Odenthaler Straße auch die Hornstraße wählen.

Eine Zufahrt zu dem Parkplatz am St. Laurentius-Friedhof (Überm Rost) ist über die Hornstraße von Norden, Osten und Süden möglich – aber nicht mehr direkt von Westen über Paffrather-/Laurentiusstraße.

Erreichbarkeit der Innenstadt

Die Geschäfte in der Innenstadt sind nach Einschätzung der Stadt auch in Zukunft weiter gut erreichbar – weil die Parkplätze an der Buchmühlenstraße, die Parkpalette Buchmühle und die Tiefgarage Bergischer Löwe viel Platz für PKW böten; zudem gebe es rundum einige Bushaltestellen. Damit blieben die Ziele in der Laurentiusstraße und Innenstadt „auch zukünftig gut zu Fuß erreichbar“.

„Mit Sicherheit wird es einige Zeit dauern, bis sich alle an die neue Verkehrsführung gewöhnen“, räumt Ragnar Migenda, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Klimaschutz. ein. Die geplante Maßnahme werde jedoch „eine weitere starke Lärm- und Verkehrsberuhigung in der Laurentiusstraße bewirken und damit eine deutlich verbesserte Aufenthaltsqualität für die Anwohnenden / Anliegenden innenstadtnah mit sich bringen“.

Das soll erreicht werden, indem der Durchgangsverkehr im Stadtzentrum deutlich reduziert wird.

Welche Straßenzüge profitieren könnten

Die Hoffnung: nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wählen die Autofahrer:innen andere West-Ost-Routen um die City herum, nicht zuletzt durch den Innenstadttunnel. Diese Routen stellt die Stadt am Beispiel der Zufahrt zum MKH-Krankenhaus dar, sie gelten aber auch für den Durchgangsverkehr Richtung Rommerscheid, Odenthal oder Kürten.

Die Karten deuten an, dass neben der Laurentius- auch die Paffrather und insbesondere die Stationsstraße entlastet werden könnten; zu Lasten der Tangente Gohrsmühle / Schnabelsmühle. Ein Straßenzug, der zwar ertüchtigt, durch die Umweltspur aber auch verengt worden war und bereits jetzt stark befahren ist.

Die tatsächlichen Auswirkungen werden nun in der Praxis erprobt. Vor und während der Testphase werden Verkehrszählungen durchgeführt, um die Verlagerung der Verkehre beobachten und auswerten zu können, erläuterte die Stadtverwaltung.

Erst danach will der Verkehrsausschuss einen endgültigen Maßnahmenbeschluss treffen.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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49 Kommentare

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  1. Ich schließe mich dem Wunsch von Lutz Voß an und beantrage wie schon einmal eine kontinoierliche Reihenfolge der Beiträge, denn das Suchen nach dem Bezug eines Beitrages auf einen anderen ist lästig und zeitaufwendig!

    1. Lieber Herr Havermann, lieber Herr Voß, ihren Wunsch können wir nicht nachvollziehen. Meinen Sie wirklich „Beiträge“, oder eher Kommentare?

      Die Beiträge sind auf der Website und auch weiter unten unter „Mehr zum Thema …“ chronologisch sortiert.

      Kommentare sind grundsätzlich (in umgekehrter Reihenfolge) chronologisch angeordnet (aktuelle Kommentare ganz oben). Das ist so üblich und sinnvoll.

      Sie können aber auch, wenn Sie wollen, direkt auf einen anderen Kommentator antworten und damit genau den gewünschten Bezug herstellen. In diesem Fall werden die Antworten verschachtelt dargestellt.

      Alles sehr logisch und übersichtlich.

  2. Die Testphase hat doch eigentlich nur eine Alibi-Funktion. Man zwingt den Verkehr zu Umwegen, die viel länger sind und den Verkehr auf anderen Routen erhöhen. Am Ende der Testphase wird es heißen, dass es gut geklappt hat und es zu weit weniger Verkehrsbelastung kam und es umsetzen. Das ist, als wenn man eine Straße probeweise komplett sperrt und dann nach erfolgreicher Testphase stolz verkündet, dass der Test erfolgreich war, weil der Verkehr um 100 % zurückgegangen ist und man das deswegen nun dauerhaft umsetzen wird. Am Broich wird sich der Verkehr erhöhen und das dort, wo eine Schule ist. War da nicht auch was mit Umbau der Odenthaler Straße für den Radverkehr und Wegfall der Linksabbiegerspur zum Broich? Das wird ja dann prima passen, wenn mehr Verkehr von der Schnabelsmühle Richtung Am Broich führt und dort auch keine Linksabbiegerspur mehr ist. Und all das, damit Radfahrer auf mehreren direkten Wegen schnell unterwegs sein können, keine minimalen Umweg fahren müssen. Die Anwohner der Laurentiusstraße, die durch die Maßnahmen entlastet werden sollen, haben nun kein Problem damit, dass Anwohner und Schulkinder von Am Broich oder der Hauptstraße mehr belastet werden oder ist das eher sowas wie ist egal, ist ja nicht vor meiner Haustüre? Und wie hoch ist die tatsächliche Entlastung für die Laurentiusstraße wenn ja weiterhin dort gefahren wird, nur über andere Zufahrtsstrecken? Lustige Verkehrsplanung.

    1. In Bensberg wurde doch auch ein Test / Versuch gestartet und am Ende ist alles beim alten geblieben. Mir ist dieser Versuch wesentlich lieber als immer dieses ewige rumdiskutieren.

  3. Liebe Redaktion, es ist ganz schön Arbeit, diese Diskussion der Reihe nach zu lesen; warum sind die Beiträge nicht chronologisch angeordnet ? Und an die Autoren: es wäre noch besser, wenn ihr auf einen Kommentar antwortet, dies mit einem @ Lutzky (zB) beginnen könntet.
    Zum Thema an sich ist ja schon fast Alles gesagt; bliebe noch hinzuzufügen, dass es wirklich darum geht, das Autofahren schnellstens so unattraktiv wie möglich zu machen, auch wenn viele von euch mit der Vorstellung überfordert sind, und dass es gut so ist .
    “ Wenn Ausserirdische uns beobachten würden, sie werden denken, Autos sind die vorherrschende Lebensform auf dieser Planetin und die Menschen, die einsteigen sind das Futter“
    (Heathcote Williams in „Autogeddon“ 1991)

  4. Von orthografischen bis zu Interpunktions-Defiziten, von blühenden Blumenkübeln zur grünen Flanierstraße, von der Politik betriebenen Ächtung der Laurentiusstraße bis zum CO2-freien GL – was für ein sinnfreier Zirkus um 100 m Straße. Und entschieden wurde ja schon. Welche Tricks angewandt wurden, den RAt von dem Blödsinn zu überzeugen, wird man nicht erfahren. Man mag daran erkennen, was die frühere Ampel mitsamt Herrn Migenda dieser Entscheidung zutrauen – nämlich nichts! Warum ein Versuch, wenn die Entscheidung schon feststeht? Ich nenne das Affentheater, Wahlkampfnachgedudel, grüne Politk mit dem Klammerbeutel. Und das sind nur die administrativen Übel.

    Umleitung über Wege – Straße kann man den Buchmühlenunsinn nicht nennen – die von Schulkindern 5 Tage die Woche stark frrequentiert werden über einen Parkplatz, von dem die Stadt seltsamerweise behauptet, dort wären reichlich Stellen für in der Gegend wegfallende Parkplätze vorhanden. Die Umwege addieren sich zur 2 – 3fachen Länge der Laurentiusstraße, sollen aber tatsächlich zu CO2-Entlastung und Ruheförderung beitragen – hä???

    Wie das schon hier anklang, gedeihen solche Pläne wohl nur in GL, zur Befriedigung und Erheiterung von Politikern, die ausnamsweise ihre Wahlversprechen einhalten wollen und deshalb die weit überwiegende Zahl der Bevölkerung wie eine Herde Ochsen durchs Dorf treibe – getrieben von der Fahrradlobby und geliebt von Über-Grünen. Der gesunde Mneschenverstand bleibt auf der Strecke, die nächste Wahl wirds hoffentlich richten.

    1. Lüften Sie Mal oben durch. Ihre propagandistischen und populistischen Aussagen kriegen sie gerne wieder zurück.

    2. So schwer ist das doch gar nicht zu verstehen. Der Durchgangsverkehr soll von der Laurentiusstraße ferngehalten werden, mehr nicht. Wer also von der Paffrather zur Odenthaler Straße bzw. in die obere Laurentiusstraße möchte oder umgekehrt, muss künftig einen größeren Bogen ziehen. Und das muss nicht einmal unkomfortabler oder umweltschädlicher sein, wenn man sich z.B. das Gedränge und die Wartezeiten an der Einmündung Stationsstraße/Paffrather Straße ansieht.

      Alle anderen, nämlich diejenigen, die von außerhalb ein Ziel in der Laurentiusstraße ansteuern, können von vornherein eine Route wählen, die sie bequem und zügig ans Ziel bringt – wobei die Anfahrt in die untere Laurentiusstraße sich nicht einmal ändert.

      Warum dadurch der Untergang des Abendlandes droht, erschließt sich beim besten Willen nicht.

      Bei der Gelegenheit: Wenn Sie sich über orthografische Defizite echauffieren, sollten Sie Ihre Texte vor dem Absenden noch einmal gründlich durchlesen, sonst fällt dieser Vorwurf gleich auf Sie zurück.

      1. Danke dir @Drucker dass du dir ausführlich Zeit genommen hast ihm das zu erklären. Bei seinem Gewussel hatte ich kein Bock darüber nachzudenken wie ich es verständlich erklären soll.

  5. Hallo liebe Redaktion und hallo liebe Kommentatoren!

    Als nicht in Bergisch Gladbach wohnende Person verfolge ich diese Posse um die funktionale Umgestaltung der Laurentiusstraße mit einer gewissen Belustigung. Diese Umgestaltung wird aus meiner Sicht nur dazu führen, die Innenstadt von Bergisch Gladbach noch ein wenig mehr dysfunktional zu machen als sie es ohnehin schon ist.

    Was mich an der hier stattfindenden Diskussion eher stört oder besser meine lesenden Augen beleidigt sind die mangelhaften Kenntnisse der Befürworter in Orthographie und Interpunktion. Ich empfehle diesbezüglich mal eine Auffrischung der früher vielleicht in der Schule erworbenen Kenntnisse. Über den inhaltlichen Gehalt lasse ich mich mal nicht aus, er spricht für sich!

    Mit amüsierten Grüßen von Jo!

    1. Die mangelhaften Kenntnisse scheinen sich allerdings hübsch gleichmäßig auf Kritiker und Befürworter zu verteilen. Ein kleiner Hinweis: Hinter „beleidigt“ hätten Sie ein Komma setzen sollen, ebenso hinter „dysfunktional zu machen“ – und pleonastische Wendungen wie „inhaltlicher Gehalt“ sind auch nicht allzu höflich gegenüber dem lesenden Auge.

  6. Wäre das nicht für viele Menschen der Punkt, um endlich auf den ÖPNV umzusteigen und das Auto stehen zu lassen? Wir wohnen ja schließlich nicht in Hintertupfingen, wo der Bus nur zweimal am Tag fährt. Und ein Monatsabo kostet auch nur eine halbe Tankfüllung. Das würde unserer Umwelt sicher gut tun.

    1. „Wäre das nicht für viele Menschen der Punkt, um endlich auf den ÖPNV umzusteigen und das Auto stehen zu lassen?“ Nein, warum auch? Ich kenne einige, für die der ÖPNV keine Alternative ist, auch aus gesundheitlichen Gründen. Für mich ist es auch keine. Ich muss regelmäßig nach Düsseldorf, Gesamtstrecke ca. 45 km und könnte mit dem ÖPNV von GL nach Lev und von dort nach D fahren, in D wieder umsteigen bis zum Ziel. Oder bis GL fahren, dort in die S-Bahn (wenn sie denn fährt) und in D wieder umsteigen. Um pünktlich zu sein, müsste ich für Verspätungen und Ausfälle einen Zeitpuffer einplanen. Zeitaufwand für mich für pünktliche Ankunft 2-2,5 Stunden, Zeitaufwand mit dem Auto 45 Minuten. Keine verdreckten Busse und Bahnen, keine schniefenden und hustenden Mitmenschen, kein Lärm, keine Enge, kein Stress. Ähnlich verhält es sich innerhalb von GL. Umstiege, deutlich längere Fahrzeiten, unkomfortabel, unangenehm. Und nein – ein Fahrrad ist auch keine Alternative. Viele Menschen in GL und Umfeld wohnen zwar nicht in Hintertupfingen, haben aber trotzdem sehr schlechte Anbindungen. Das betrifft auch die, die zu frühen Zeiten von GL ins Bergische müssen.

  7. Fahradstraße Laurentiusstraße.
    Die Ausweichstrecke über den Engpass, Zickzack erst rechts dann links, im Eingagsbereich Buchmühlenplatz wird hoffentlich nicht zu einem Unfallschwerpunkt werden.

  8. Eine kleinere Straße für diese Experiment hätte man wohl kaum finden können, getreu dem Motto:
    “ viele Wege führen nach Rom“ In meinen Augen vollkommen schwachsinnig.

    1. Auch Sie verstehen den Sinn dieses Experimentes nicht. Durch diesen Umweg, die ein täglicher Autofahrer nimmt, der früher immer durch die Laurentiusstraße gefahren ist, wird es dazu kommen dass der Autoverkehr reduziert wird – da nun alle von der Stationsstraße oder aus dem Tunnel Richtung Schnabelsmühle fahren werden.

      Kein Autofahrer wird Bock haben, die enge Straße dann zu nutzen (siehe Zeit, die man braucht, um ans gleiche Ziel zu kommen). Es ist nicht schwachsinnig. Es ist endlich die Aufwertung eines Straßenteils. Was Potenzial hat und die Innenstadt etwas vergrößert Richtigung Nord Osten. Und ganz klar ein Schritt, der Bevorzugung des Autos in Gladbach entgegen zu wirken.

      1. Des einen Freud des anderen Leid.

        Nur so am Rande bemerkt: Der Autoverkehr wird durch die Maßnahme nicht reduziert sondern auf andere Straßen, welche auch immer das sein werden, verlagert.

      2. @Elena
        Mit reduziert meine ich den Verkehr auf der Laurentiusstraße. Verlagert wird er auf die Gohrsmühle und Schnabelsmühle, welche dafür gemacht sind, Verkehr durch den Turbokreisel aufzunehmen.

  9. Wilfried Niederwipper „Wer sich als Anwohner dort befindet oder arbeitet, leidet seit Jahren unter dem hohen Verkehrsaufkommen. Ich komme fast täglich dort vorbei“. Verstehe ich das jetzt richtig? Sie wohnen da also gar nicht, wissen aber dass die Anwohner seit Jahren leiden? Weil Sie da öfters vorbeikommen!? Haben Sie die Anwohner und dort Arbeitenden beim gelegentlichen Vorbeikommen alle befragt? Und können Sie uns ihre ermittelten Zahlen der „rücksichtslosen Raser“ noch eben mitteilen?

  10. Ich klebe mich auf die Buchmühlenstraße. Mache es so wie die grünen Klimakleber, jetzt aber gegen Grün. Das wird lustig :-)

  11. Ich freue mich auf eine teilentsiegelte und mit farbenfrohen Pflanzen ausgestattete Laurentiusstraße. Auf der einstigen (Renn)Fahrbahn sitzen und singen bunte Menschengruppen fröhliche Lieder, begleitet von Gitarrenspielern. Kinder laufen lachend Schmetterlingen hinterher, Fahrradfahrer fahren fröhlich winkend entlang. Gut, in den benachbarten Straßen ist die Hölle los. Autos stauen sich, der Lärm ist nahezu unerträglich, die Abgase lassen die CO2 Werte in die Höhe schießen. Ja, auch das ist die mittlerweile bekannte grüne Politik….

  12. @Marc O.

    Ich glaub Sie verstehen den Sinn nicht dieser 3 Monate. Nach der Testzeit von drei Monaten fährt jeder von außerhalb durch den Tunnel.
    Die Achse Paffrather – Laurentius Straße ist dann zur einer Wohnstraße. Den der Autofahrer wird merken das sie ein Umweg für ihn ist. Statt dich Laurentius wird es die Schnabelsmühle. Schließlich wurde die Schnabelsmühle und Gohrsmühle dafür gemacht den Verkehr aufzunehmen. Die Laurentiusstraße ist bis zur Testzeit eine Durchfahrtsstraße geworden. Wenn wollen eigentlich die Autofahrer veräppeln dass die mir sagen sie kommen mit dem Auto in die Laurentiusstraße um EINZUKAUFEN?! Diese Argumentation ist nur dafür da die Ungerecht Behandlung von Fußgänger und Fahrradfahrer zu verschleiern. Und vielleicht sollten sie sich den Entwurf angucken was alles so passieren wird. https://www.bergischgladbach.de/220816-online-praesentation-beteiligung-laurentiusstr.pdfx?forced=true

    Deckensanierung, neue Poller, Neue Möglichkeiten für Cafés, Begrünung, Ladestationen, neue Behindertengerechte Zugänge. Hier profitiert der Bürger und speziell endlich der Fahrradfahrer in einer Stadt welche auf dem vorletzten Platz ist in ganz Deutschland im ADFC Test.

    1. Ladestationen für die Autofahrer die da nicht mehr fahren dürfen? Behindertengerechte Zugänge für was? Und wie kommen die behinderten Menschen dann da hin? Mit dem Fahrrad?

      1. @Mika,
        Ist das wirklich so schwer zu verstehen? „Anlieger frei“ heißt das nur der Durchgangsverkehr draußen bleiben muss. Wer ein Anliegen hat, darf rein fahren und natürlich auch parken. Das gilt auch für körperlich eingeschränkte Menschen.

  13. Alles wird gut.
    Und wenn es nicht gut wird macht Mutti ein Pflaster drauf und pustet.

    Nach der Testzeit von drei Monaten fährt jeder von außerhalb durch den Tunnel.
    Die Achse Paffrather – Laurentius Straße ist dann endlich eine Wohnstraße. Wer sich als Anwohner dort befindet oder arbeitet, leidet seit Jahren unter dem hohen Verkehrsaufkommen. Ich komme fast täglich dort vorbei und sehe, wie rücksichtslos dort oft gerast wird. Selber fahre ich kein Fahrrad und muss trotzdem sagen: Sehr gut gemacht für die Fahrradfahrer und Fußgänger.
    Vielleicht sollten unsere Politiker endlich mal über Tempo 30 innerorts nachdenken und damit eine gute Entscheidung treffen.
    Manchmal müssen einfach alte ausgetretene Wege verlassen werden.

    1. Endlich sagt das jemand! Danke! Viele habe hier das Konzept nicht verstanden. Viele vergessen welche Bevorzugung das Auto in Gladbach hat. Von fehlende Fahrradstreifen bis zu unverhältnismäßig vielen Parkflächen die die Innenstadt verstopfen.

  14. Sofern es sich tatsächlich um eine visuelle Barriere handelt, werde ich als Anwohner der oberen Laurentiusstraße diese ignorieren und weiterfahren. Bußgelder werde ich in Kauf nehmen und in der Kategorie „Aufwand für zivilen Ungehorsam“ verbuchen. Es ist inzwischen wirklich ungeheuerlich. Die Grünen, die hier Politik machen, sind schlimmer als andern Ortes die Klimakleber. Vielleicht sitz Herr Migenda ja auch mit den Händen festgeklebt als „Barriere“ an der Einmündung zur Buchmühle. Da wir in einer Demokratie leben (zumindest in der Theorie), wäre es durchaus angebracht, die Anwohner zu befragen und entscheiden zu lassen. Egal mit wem ich spreche; mindestens 4 von 5 sind klar gegen dieses rein ideologische Projekt. Welcher Mensch, der aus Richtung Markt kommt, würde dann noch seine Blumen bei „Anton“ holen oder in der Laurentius Apotheke seine Medikamente holen???

    1. Freie Fahrt für freie Bürger. Natürlich kann man mit dem Auto grundsätzlich in jede Richtung fahren. Beim Verstoß gegen das Verkehrszeichen 209-20 gibt es ein Bußgeld kein Problem. Beim 3 Bußgeld erkennt jeder den Vorsatz kein Problem. Dem Vorsatz folgt die MPU und ab da gibt es mindestens einen Fahrradfahren mehr sehr gut.

      1. @Andreas R.
        Ihr Gewissen sagt ihnen also, dass sie gegen eine ungerechte Regel verstoßen sollen zur Durchsetzung Ihre Bürger- und Menschenrechte? Ich hoffe für alle anderen Verkehrsteilnehmer, dass sie das nicht bei anderen Regeln im Straßenverkehr genauso handhaben!
        „Durch einen symbolischen, aus Gewissensgründen vollzogenen und damit bewussten Verstoß gegen rechtliche Normen zielt der handelnde Staatsbürger mit einem Akt zivilen Ungehorsams auf die Beseitigung einer Unrechtssituation … Durch den symbolischen Verstoß soll zur Beseitigung des Unrechts Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung genommen werden. Der Ungehorsame nimmt dabei bewusst in Kauf, auf Basis der geltenden Gesetze für seine Handlungen bestraft zu werden. … Demjenigen, der zivilen Ungehorsam übt, geht es damit um die Durchsetzung von Bürger- und Menschenrechten innerhalb der bestehenden Ordnung, …“
        https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam#Deutschland

    2. Dass Sie etwas ignorieren, was Ihnen persönlich nicht passt, nennen Sie „zivilen Ungehorsam“? Mutig, mutig.

      Mir passt auch die Höhe der VRS-Preise nicht. Vielleicht sollte ich dann aus zivilem Ungehorsam zukünftig schwarzfahren.

    3. Hallo Andreas R., Ihre Denkweise ist kaum auszuhalten. Wenn etwas (repräsentativ demokratisch) entschieden wird was Ihnen nicht gefällt dann mißachten Sie es einfach? Die Anwohner/Bürger der Stadt sind doch bei der Kommunalwahl gefragt worden.
      Man kann nur hoffen, dass nun regelmäßig die Stelle von der Polizei überwacht wird. Und Ihnen häufig die Gelegenheit gegeben wird Ihren „Aufwand für zivilen Ungehorsam“ im Geldbeutel zu spüren. Nicht dass Sie schneller Fahrradfahrer werden als Ihnen lieb ist, da Ihnen die Tauglichkeit zum Führen eines Autos abgesprochen wird.

  15. Fachkommission – nein, eine Kommission! Lassen Sie mich es, als langjährig in diesem Bereich Tätige, so ausdrücken – außerhalb von Bergisch Gladbach würde die Polizei und Feuerwehr, aber auch (echte) Fachleute aus dem Bereich Verkehrsplanung, diesem Murks niemals zustimmen. Die Politik kann es so beschließen und je nach Art der Maßnahme muss die Verwaltung es umsetzen. Aber Zustimmung würde es außerhalb Bergisch Gladbach niemals geben. Das Projekt Laurentiusstraße ist mittlerweile sogar in den umliegenden Kreisen und Städten bekannt. Und die Medien sollen schon bereit stehen, um dieses Spektakel zu begleiten….

  16. Der Anwohner aus Richtung Marktplatz sieht sein Haus/ seine Wohnung an der Ecke Laurentiusstraße/ Buchmühlenstraße schon in wenigen Metern Entfernung……und fährt dann über Buchmühlenstraße, Hauptstraße, Schnabelsmühle, Kreisverkehr, Schnabelsmühle, Hauptstraße, Odenthaler Straße, Am Broich – Laurentiusstraße, ca. 1,1 Kilometer und je nach Verkehrsaufkommen zwischen 5 und 20 Minuten, zu seinem Haus/ seiner Wohnung. Ein ungeheurer zusätzlicher CO Ausstoß und Lärmbelastung. Das ist Grünen Politik in Bergisch Gladbach.

    1. Wer fährt denn mit dem Auto vom Marktplatz zur oberen Laurentiusstraße? Wenn ich dorthin will, komme ich doch aus Paffrath, Gronau, Bensberg oder sonst woher und nehme schon vorher eine andere Strecke. Und eben nicht die über die Buchmühlenstraße. Oder übersehe ich da was?

      1. L. Donner: Ihrer Argumentation folgend kommt ja kaum jemand aus Richtung Marktplatz zur oberen Laurentiusstraße, weil alle eine andere Strecke nehmen!? Hm, Frau Donner, wenn da so gut wie niemand herkommt, warum wird denn die Verkehrsführung wegen angeblich starkem Durchgangsverkehr so geändert? Merken Sie was???

      2. @Schmitt:
        Ich mach’s mal deutlicher: Wenn ich weiß, dass ich die Laurentiusstraße nicht als Durchgangsstraße nutzen kann (und ja: es wird eine Weile dauern, bis das bei allen angekommen ist), fahre ich doch erst garnicht am Rathaus vorbei sondern direkt über die Schnabelsmühle oder über Hebborn, je nachdem. Ihr „Merken sie was???“ kann ich daher zurückgeben.

    2. Emotionen, Emotionen. Aber: Das Haus, auf das SwenK sich bezieht (Laurentiusstr. 32/34), hat einen Garagenhof mit entsprechenden Stellplätzen und der ist von der Buchmühlenstr. aus zu erreichen. Etwa 30 m entfernt von der Ecke L.str/B.str. Also von Nord-Osten und Süd-Westen ohne Umweg zu erreichen.

  17. Was für ein Blödsinn!
    Da reden wir immer von der Reduzierung von CO2 und machen die Wegstrecken im länger und komplizierter. Stop&Go trägt ebenfalls nicht zu einer Reduzierung bei.
    Naja, wieder ein Grund mehr auf die Fahrt in die Innenstadt zu verzichten.
    So wundern sich die Händler, dass keiner mehr in die Läden kommt.
    Amazon und Co. wird es freuen.

    Der „gesunde“ Menscheverstand scheint bei unseren Politikern verloren gegangen zu sein.
    Schade.

    1. Die Stadt profitiert sicherlich nicht von euch Autofahrer. Innenstädte leben ohne Autos. Nur wenn es Sicherheit und Sauberkeit gibt und das gibt es mit einem Auto in einer Stadt nicht, kommen Menschen in die Innenstadt. Endlich kommt Gerechtigkeit auf Gladbachsstraßen. Ich freue mich auf eine grüne bepflanzte Laurentiusstraße.

      1. Dann freut es dich sicher auch das nun ein höheres Verkehrsaufkommen durch die nicht dafür ausgelegte Buchmühlenstraße, die im übrigen ebenfalls schön Grün ist, gelängt wird wodurch mehr Autos durch einen Teil der Fußgängerzone fahren werden wo die Bordsteine auf einer Ebene mit der Straße sind und auch direkt der Forum-Park mit dem dortigen Spielplatz in Straßennähe. Dies war bislang kein Problem aber bringt man mehr Fahrzeuge auf dieses Stück Straße erhöht man das Gefahrenrisiko. Na das nenne ich mal Sicher und Sauber. (Hier sarkastischen Unterton einfügen.)
        Deine Interpretation von Gerechtigkeit ist sehr merkwürdig und kurzsichtig gedacht. Aber hey nicht jeder interessiert sich mehr für Pflanzen als für die Gefährdung von Kindern und Fußgängern, da muss man schon ein spezieller Schlag Mensch sein.
        Es fällt mir schwer es nachvollziehen zu wollen sowie mit Spot und Hohn zu geizen wenn gewählte Lokalpolitiker sich lieber ein Denkmal mit einer neuen fixen Idee setzen, egal wie Hirnrissig es sein mag, als endlich mal die verdammten Straßen, Fahrradwege und Bürgersteige zu reparieren die wir bereits haben und immer maroder, löchriger und schiefer werden. Einfach schon um zu zeigen das sie tatsächlich noch für uns da sind.
        Was ich auch überaus bedenklich finde ist das die Stadt anscheinend absichtlich auf den Karten unterschlagen hat das die Buchmühlenstraße erstmal über einen Teil der Hauptstraße führt bevor es auf die Schnabelsmühle geht. Wollte man damit verschleiern das man all die Fahrzeuge an einem Spielplatz und am Park vorbei schleust oder ist es noch trauriger und die wissen nicht wie die Stadt aufgebaut ist die Sie regieren? Da muss es doch eine Begehung gegeben haben um auch sicher zu gehen das es möglich ist oder? Ich meine alles andere wäre doch fahrlässig und nur dumm.

      2. Lieber Felix, das mit der Gerechtigkeit ist leider oft ein subjektives Ding. Leider werden mit den Autofahrern auch die älteren Menschen und die mit mobilen Einschränkungen aus der Innenstadt verbannt. Deine Aussage, dass dadurch „mehr Menschen in die Innenstadt kommen werden“ halte ich daher für fragwürdig. Manchmal verliert man vor lauter Ideologie aus der eigenen Perspektive andere Sichtweisen aus dem Fokus. Was dem einen gut erscheint, kann wiederum für den anderen eine enorme Beeinträchtigung bedeuten.

      3. @Sandra L
        anscheinend muss man es immer wieder betonen: es werden keine Autofahrer aus der Stadt verbannt. Wie kommen Sie da drauf? Es wird weiterhin die Möglichkeit geben mit dem Auto in die Laurentiusstraße und den dortigen Parkmöglichkeiten zu fahren. Soweit ich persönlich das beurteilen kann, werden durch ein reines Durchfahrverbot [nicht Einfahrverbot!] weder ältere- noch körperlich eingeschränkte Menschen benachteiligt.

  18. Das ist echt ein Schildbürgerstreich, vorher war es genau andersrum. Für die Radfahrer ändert sich eigentlich nichts. Nun müssen sich die Autofahrer durch enge Straßen zwängen……. Stau ….. Stau …..Stau wie fast überall um den Stadtkern!

  19. Der Wahnsinn geht weiter.
    Was ist mit der kaputten Infrastruktur? Die Straßen werden auch von Fahrradfahrern genutzt.
    Was ist mit dem ungepflegten und versifften Eindruck der Stadt? Genau so verhalten sich die Leute dann auch.

  20. Die Rot – Grünen Lastenfahradfahrer werden sich den Versuch schon schön und erfolgreich diskutieren.
    Ubrigens: In Rösrath haben sie übrigens Dienstfahrräder angeschafft. Fragen sie mal die Bürgermeisterin wie oft sie das Dienstrad schon genutzt hat.