Die virtuelle Barriere: Mit dem Auto kann man hindurchfahren, darf es aber nicht (bis auf wenige Ausnahmen, siehe unten).

Seit Montagfrüh ist die Fahrt durch die Laurentiusstraße gesperrt, ein großer Teil der Autofahrer:innen akzeptiert die virtuelle Barriere, meidet die Straße oder lässt sich über die Buchmühle ableiten. Allerdings ignorieren auch einige den neuen Schilderwald. Wir waren vor Ort und erläutern die Regeln und Hintergründe.

Es ist ruhig geworden in der Laurentiusstraße. Das berichten Anwohner:innen und das bestätigte sich bei mehreren Besuchen am Montag. Ein großer Teil der Autofahrer:innen hat sich offenbar auf das neue Durchfahrtsverbot eingestellt und nimmt die ausgeschilderten Routen (siehe unten) um die innere Innenstadt herum.

Dynamische Lage im Schilderwald: Morgens stand noch ein Vorfahrtstraßen- und ein Gegenverkehr-Schild, im Widerspruch zur neuen Beschilderung. Mittags war es verschwunden.

Gut vier Fünftel der Fahrzeuge, die dennoch von der Paffrather Straße in die Laurentiusstraße fahren und vor den Einbahnstraßen-Schilder (frei nur für Lieferverkehre) landen, folgen der Beschilderung und fahren über die Buchmühlenstraße. Das funktioniert auch zunächst reibungslos – denn im ersten, sehr engen Straßenabschnitt bis zum Parkplatz gibt es nun keinen Gegenverkehr mehr.

Auch hier gibt es nun, von der Buchmühle aus gesehen Einbahnstraßenschilder, die – bis auf wenige Ausnahmen – respektiert werden. Allerdings sieht man diese Schilder erst sehr spät, daher müssen hier immer wieder Fahrzeuge zurücksetzen.

Von der Buchmühle fließt der umgeleitete Verkehr weitgehend problemlos über den Stummel der Hauptstraße vor der Stadtbücherei bis zur Schnabelsmühle. Lediglich in der Stoßzeit am späten Nachmittag staut er sich für eine Weile zurück.

Zurück auf der Laurentiusstraße sieht man auch Autos, die vor dem Schilderwald kurz abbremsen – und dann doch durch die Barriere fahren; in der Regel, um sofort in das MKH-Parkhaus abzubiegen. Nach den neue Regeln darf es aber nur von oben (über die Straße Am Broich) angefahren werden.

Vertreter der Stadtverwaltung und des Ordnungsamtes waren vor Ort und beobachteten die Lage. Für die Kontrolle und Ahndung des fließenden Verkehrs ist auch hier die Polizei zuständig.

Wer erwischt wird muss mit einem Verwarngeld in Höhe von 55 Euro rechnen, für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen werden höhere Bußgelder fällig, teilt die Polizei mit.

Radfahrer dürfen die Laurentiusstraße auf voller Länge in beide Richtungen befahren. Nach dem Verkehrsversuch ist eine Umwandlung in eine echte Fahrradstraße geplant.

Zur Erinnerung: Im Rahmen eines Verkehrsversuchs auf dem Weg zu einer echten Fahrradstraße hat die Stadt die Durchfahrt für drei Monate gesperrt; nur Radfahrer, Polizei- und Rettungsdienste, städtische Fahrzeuge wie die Müllabfuhr und gewerbliche Lieferdienste dürfen den Engpass durchqueren.

Alle Stellen in der Laurentiusstraße können nach wie vor mit dem Auto angefahren werden, entweder von Westen oder Osten aus. Zum Teil über die großen Tangenten, zum Teil aber auch über kleinere Straßen wie die Hornstraße und die Straße am Broich. Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld eine Reihe von Karten mit den entsprechenden Routen zur Verfügung gestellt:

Eine ausführliche Darstellung des Verkehrsversuchs (mit sehr vielen Reaktionen) finden Sie hier:

Die Details

Laurentiusstraße: Wie die Barriere aussieht – und wer passieren darf

Montag ab 6 wird es auf der Laurentiusstraße spannend. Schon jetzt weisen Schilder den Durchgangsverkehr darauf hin, dass die Straße dann zur Sackgasse wird. Wer das ignoriert, wird über die enge Buchmühle auf Um- und Abwege geleitet. Dafür soll eine virtuelle, aber dennoch nicht zu übersehende Barriere sorgen. Allerdings gibt es überraschende Ausnahmen.

Hinweis der Redaktion: Das Für und Wider des Verkehrsversuchs und einer Fahrradstraße ist in diesem Beitrag ausführlich debattiert worden. Bitte schauen Sie sich das an, bevor alle Argumente widerholt werden.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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69 Kommentare

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  1. Das ist wieder ein ausgesprochener Schwachsinn, ausgedacht von ein paar Grünen. Die Steuern für Straßen zahlen die Autofahrer und Radfahrer die sich schon jetzt vorkommen wie Könige nutzen alle Straßen. Nachhaltigkeit in Sachen höherer Benzinverbrauch wegen der Umwege sieht auch anders aus.
    Wir müssen unser Geld noch ehrlich erarbeiten und zahlen für die Sessel….er im Rathaus die Gelder. Da kann man nur noch die in Bergisch Gladbach wohnen und einkaufen in Köln.

    1. Und gerne auch nochmal für Sie, Herr Stöckel:
      Steuern sind nicht zweckgebunden.
      Die Verkehrsinfrastruktur wird nicht ausschließlich aus KFZ-Steuermitteln bezahlt. Das wäre überhaupt nicht möglich, da diese nicht ausreicht.
      Somit zahlen ALLE für den Erhalt und Ausbau von Verkehrswegen, die in irgendeiner Art Steuern zahlen. Dazu zählen auch z.B. auch Einkommen-, Mehrwert- und sogar die Hundesteuer.
      Sogar Kinder beteiligen sich also an der Finanzierung von Verkehrswegen, wenn sie ihr Taschengeld ausgeben.
      Hinzu kommt die Tatsache, dass die meisten Fahrradfahrer*innen auch ein Auto besitzen, also sehr wohl auch KFZ-Steuer bezahlen.

    2. Weder Partei noch Fraktion der Grünen hat sich diese Option „ausgedacht“. Ich zitiere die Pressemitteilung der Stadt:

      „Getestet wird eine Indirekte Sackgasse für Kraftfahrzeuge, um damit den Durchgangsverkehr zu minimieren. Diese Empfehlung hat die Fachkommission aus Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Verkehrsplanung und Verkehrsflächen dem Ausschuss gegenüber ausgesprochen.“

      „Die dreimonatige Testphase wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen am 22. November 2022 beschlossen.“

      Dieser Beschluss wurde mehrheitlich durch die Stimmen von SPD, Grüne und FWG erreicht.

  2. Ich musste sowohl am Montag, als auch gestern zum Parkhaus der MKHs in der Laurentiusstraße; beide Fahrten via Odenthalerstr./Am Broich waren absolut problemlos.

    Hier übrigens ein schöner Artikel, wie sehr der Kraftverkehr durch die notwendigen Umleitungen durch solche Sperren (nicht) in die Höhe schießt:
    https://www.theguardian.com/uk-news/2023/jan/19/low-traffic-neighbourhoods-boundary-roads-london
    Aber da Bergisch Gladbach nicht London ist, kann man so etwas nicht auf Deutschland übertragen.

    1. Dazu gibt es viele weitere Beispiele. Als der Gotthardt Autotunnel gebrannt hatte, ging dort nichts mehr. Hat sich der für die Wirtschaft ach so wichtige PKW Verkehr durch den Arlbergtunnel gequetscht? Nein!
      Als die Hackerbrücke in München renoviert wurde, kam es zum von der Autolobby vorhergesehen „Verkehrsinfarkt“ auf den Nebenstrecken? Nein!
      Oder als in Frankfurt die Friedensbrücke mal nicht befahrbar war? Oder die Tower Bridge in London vor etlichen Jahren? Jeweils auch ein Nein.

      Einschränkung von PKW Infrastruktur führt nicht zu mehr PKW-Stau, sondern zu weniger PKW Aufkommen.

      Diese historischen Tatsachen werden von der Autolobby natürlich ausgeblendet.

  3. Beschilderung ist noch immer falsch! „Expertenrunde“ mit Polizei hat zwar nun das genannte Z 1000-32 montieren lassen. Aber unter das Z 220-10, ca. 20 Meter hinter der Einmündung Laurentiusstraße/ Buchmühle, muss auch ein VZ 1000-32 montiert werden. Was für ein Team, diese Expertentruppe mit Verwaltung…

    Hans sagt:
    16. Januar 2023 um 19:17
    Beschilderung ist falsch. Unter dem Z 220-20 fehlt ein Z 1000-32/33, da die Radfahrer entgegen kommen. Zumindest gestattet das die Beschilderung unten an der Buchmühle. Ist wohl doch eine Nummer zu hoch für die Ordnungsbehörde…

    1. Eine Wiederholung des Hinweises auf Radverkehr (kreuzend bzw. im Gegenverkehr) und dem Schild „Einbahnstraße“ 20 Meter später – wie von Ihnen erneut / zusätzlich moniert – ist nach meiner Einschätzung nur dann zwingend notwendig, wenn es zu Einmündungsverkehr kommen kann. Das ist hier aber nicht der Fall.

      Ist doch prima, das der korrekte und zur Absicherung des Radverkehrs wichtige Hinweis von Ihnen von der Stadtverwaltung bzw. der ausführenden Firma aufgegriffen wurde.

      1. Ihre Einschätzung ist falsch. Gehören Sie der „Expertengruppe“ an? Die zahlreichen Kraftfahrer vom Garagenhof müssen den Hinweis auf entgegenkommende Radfahrer erhalten. Mit der jetzigen Beschilderung ist das nicht der Fall, so dass die vom Garagenhof in die Buchmühle einbiegenden Kraftfahrer nicht mit von links kommenden Fahrrädern auf der Fahrbahn rechnen müssen. Wenn sich in der Straße Z 220 befinden und Radfahrer diese Straße in Gegenrichtung befahren dürfen, ist das Z 1000-32 zwingend unter allen Z 220 erforderlich. Sollten die Experten von der Polizei eigentlich wissen…

  4. Warum haben die Verkehrstrategen nicht noch die 25 Meter bis zur Tiefgarage des MKH freigegeben?

    Braucht die Stadt die 55 €? Reichen die Parkgebühren an den Parkplätzen der Krankenhäusern nicht?

    1. Weil sie in der Ordnungs- und Verkehrsbehörde keine Mitarbeiter haben (einschl. Leitung), die so etwas planen können. Aber jeden Fachvorschlag, z.T. auch BM Stein persönlich gerichtet, hochnäsig abweist.

  5. Ich musste diese Ableitung über den Buchmühlenparkplatz heute zwei mal fahren. Mal sehen wie diese ‚Straße‘ in 4 Wochen aussieht. Sie ist ja jetzt schon eine Zumutung. Und wer zahlt das alles: Na die ohnehin leidgeprüften Bürger und Autofahrer.

    1. Ich bezahle auch und was erhalte ich? Nicht Mal einen Schutzstreifen. Diese ganzen Menschen hier in den Kommentaren, dazu gehören auch Sie, denken wahrscheinlich sogar dass die Versorgungssicherheit in Gladbach gefährdet ist wenn die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße umgewidmet wird. Könnt ihr Autofahrer nur einmal nicht das Opfer spielen? Echt heulerisch immer wieder das selbe zuhören. Kommt langsam damit klar dass die Zukunft euch nicht mehr priorisien wird.

  6. Der Schilderwalt erinnert an Schilda. Die Markierungen auf der Straße sehen aus eine Teststrecke der IG Farben. Am Brennpunkt, Übergang in die Einbahnstraße, innerhalb von 20 Minuten wurden zwei Verkehrssünder von der Polizei gestoppt. ein Dritter hat Glück gehabt. Die gepflasterte Straße am Parkplatz ist von der Qualität mit Sicherheit Wohlwollend mit Mangelhaft einzustufen. Zur Verbesserung ist noch sehr viel Lugt nach oben. Hoffentlich merkt das jemand von den Verantwortlichen. Mein Fazit: Der Test wird genauso scheitern wie der Versuch an der Buddestraße.

    1. Wenn ich die Beiträge hier richtig verstanden habe, sind Politik und Verwaltung nach dem Desaster an der Buddestraße schon etwas schlauer geworden und haben einfach vor Beginn des Versuchs nichts gemessen, was durch den Versuch belegt oder widerlegt werden könnte. Daher kann die Testphase überhaupt nicht scheitern. Denn sie wird kein Ergebnis liefern können. Wenn es Ziel ist festzustellen, ob auf dem Buchmühlenparkplatz künftig Chaos wegen der vielen abgeleiteten Fahrzeuge herrschen wird, wird man wohl schon jetzt sicher vorhersagen können, dass die meisten Autofahrenden die L-Straße meiden oder die Barriere umfahren werden. Denn der Auftofahrende denkt (hoffentlich) zumeist im Hinblick auf sein Fahrziel etwas vorausschauend.

      1. @Redaktion: Vielen Dank für den Hinweis. Liegen Ihnen auch Informationen dazu vor, welcher bzw. auf welchen Straßen der Verkehr gemessen wurde?

      2. @Redaktion, wenn Ihnen die Ergebnisse vorliegen, dann veröffentlichen sie die doch bitte einmal!

      3. Der Versuch ist auf drei Monate angelegt. Bislang weigert sich die Stadt, eine erste (Zwischen-)Bilanz zu ziehen.

  7. Hätte man nicht wenigstens die Einfahrt ins Marien Krankenhaus noch möglich machen und die Sperre entsprechend einfach ein paar Meter weiter hinten aufstellen können?
    Welche Nachteile hätte so eine Regelung gehabt?

    1. Ist immer eine Frage, woher man kommt. Für die eine Richtung steht die Sperre vor der Einfahrt, für die andere dahinter.

      1. Man könnte die Zufahrt zum Parkhaus von beiden Seiten freigeben, so wie ja auch Lieferverkehr die Barriere passieren darf. Das wäre nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern mindert auch das Risiko an der Grundschule. Aktuell müssen alle Fahrzeige, die in das Parkhaus möchten an der Grundschule vorbeifahren. Der Verkehr wurde hier stark erhöht.

      2. Solch eine Regelung wäre dann vermutlich das Schlupfloch für diejenigen, die einfach die Sperre durchfahren würden.

  8. Der jetzt ausprobierte Zustand der Laurentiusstraße ist nur, und das ist an sich schon sehr selten, den Wahlversprechen bestimmter Parteien zu verdanken. Lassen die Grünen in NRW auch die Hüllen fallen (Lützerath), kämpfen sie in GL für 200 m Straße, sie in eine „Fahrradstraße“ umzuwandeln. Die SPD hilft kräftig, die FWG in ihrem bescheidenen Maß ebenfalls, letztere weil sie eh nichts zu sagen hat im Rat und nun einmal mit den großen Jungs spielen möchte. Gerade aus der Partei kenne ich einige Leute und bin fassungslos, wie man den ehemaligen Pfad einer vernünftigen, selbst ausgewiesenen „Bürgernähe“ verlassen kann.

    Ebenso stört mich im Vorwort der Vergleich mit dem Stadtanzeiger, hielt ich doch beide Veröffentlicher für relativ unabhängig. Aber wer kann das schon durchhalten. Im Endeffekt und wie die Mehrheit seit Bestehen des Problems scheint mir der Stadtanzeiger der bessere Beobachter zu sein. Aber ein Hoch auf die Pressefreiheit.

    Am Wenigsten gefallen mir – aber das muss ja auch nicht sein – verschiedene Kommentare auf dieser Seite, die von unglaublicher Polemik, Besserwisserei, Unkenntnis und Falschaussagen geradezu überlaufen. Der gesunde Menschenverstand, der im politischen GL schon fehlt, seit ich hier wohne (35 Jahre, wahrscheinlich schon immer), dessen Fehlen dringend notwendige Stadt- und Verkehrsplanung verhindert, dessen Bekämpfung in Verwaltung und Rat Vorsatz zu sein scheint, der hat mal wieder kapituliert – vor den Sesselfurzern, die sich diese Laurentiusstraße ausgedacht haben.

    1. „Am Wenigsten gefallen mir – aber das muss ja auch nicht sein – verschiedene Kommentare auf dieser Seite, die von unglaublicher Polemik, Besserwisserei, Unkenntnis und Falschaussagen geradezu überlaufen.“

      Seien Sie nicht so streng mit sich selbst.

  9. Das gezeigte Bild drückt schon die Lächerlichkeit des Versuchs aus. Mutet wie ein Schildbürger Streich an. Das hat mit seriöser Verkehrspolitik, zu der auch Fahrradstrassen gehören, nichts mehr zu tun sondern reflektiert ideologische Verblendung. Bleibt nur zu hoffen, dass der Stadtplanungsdezernent den Unsinn dieses Versuchs einsieht, ehe Bergisch Gladbach zu einer bundesweiten Satire wird.

    1. Das sind doch ihre Koalitionspartner die so einen unbegreiflichen Schwachsinn produzieren. Sie sollten es noch verhindern können. Ansonsten sollten Sie schnellstens diese Koalition offiziell auflösen.

    2. Zum Glück sitzt ihre Partei nicht mehr am Tisch des Bürgermeisters man würde Denken Christian Lindner wäre vor Ort bei so einem Geschwafel.

  10. Bleibt zu hoffen, dass sich dieses Projekt “ Laurentiusstrasse “ rein aus den Dreheinahmen der Sendungen “ Verstehen Sie Spaß “ und der “ Heute Show“ finanziert und nicht über den Steuerzahler.

  11. Es ist wunderbar !

    Man merkt es sofort … es ist entspannt geworden auf „meiner“ Straße. Als Anwohnerin war man täglich konfrontiert mit hupenden Autos, deren Fahrer/innen sich über Parkende und entgegenfahrende Fahrradfahrer/innen echauffierten. Ein rücksichtsvolles Miteinander war kaum zu beobachten. Insbesondere wurde der „entgegenkommende Radverkehr“ nicht respektiert, was es für diesen recht gefährlich machte, diese Route zu nehmen.

    Als autofahrende Anwohnerin des nun abgebundenen Teils kann ich den Umweg sehr gut beurteilen: maximal 2 Minuten, und das ca 1 mal am Tag.

    Für die wenigen Anwohner des oberen Teils der Laurentiusstrasse ein kleiner Preis für das, was man bekommt: Ein Ende der Agressivität, Ruhe und vielleicht … lädt das ja ein, auch bis dorthin zu bummeln.

    Immerhin gibt es hier bei Anton die schönsten Rosen der Stadt, einen Friseur, Fisch-Maniküre und vielleicht auch wieder mal ein Gasthaus …

    1. Ich freue mich sehr über Ihren positiven Beitrag, der zudem ganz konkret die schönen Aussichten benennt. Auch ich sehe das ganz entspannt.

      1. Find ich auch! Es ist sehr angenehm zu fahren und ich freue mich immer wieder aufs neue wenn man den einen oder anderen Fahrradfahrer sieht der entgegenkommt und zusammen an der Ampel wartet;)

    2. Hallo vierwuensche,
      gerade die Anwohner waren doch – so wurde es von so vielen beschrieben und angeführt – gegen die Veränderungen. Ich bin froh, dass ein Anwohner die Besserung seiner Lebenssituation erkennt und benennt.

  12. Ich gebe „rued kraus“ teilweise Recht – ich denke wir haben andere größere Verkehrsprobleme in Bergisch Gladbach als das kleine Stück Laurentiusstrasse um das so ein riesen Wirbel gemacht….Einen schönen Wochenstart.

  13. Dass man noch nicht mal in das 10m dahinter liegende Parkhaus einfahren darf ist ein absoluter Schwachsinn !!!

  14. …..was eine bescheidene Aktion. Absolut lächerlich. Ein gutes Beispiel dafür, welch
    blödsinnige Sachen Klientelpolitik hervorbringt.
    Am „Normalbürger“ vorbei und bringt gerade älteren und behinderten Menschen nur Probleme. Aber was barrierefreiheit angeht ist Bergisch Gladbach ja eh eine Katastrophe. Ein paar Behindertenparkplätze mehr macht es da nicht.

    Schönen Tag

    1. Hallo Herr Kraus,
      wie definieren Sie „Normalbürger“. Ich bin Radfahrerin und sehe mich als absolut durchschnittlich (dementsprechend normal) an. Ist normal nur der, der sich wie Sie verhält?
      Und warum bringt die Regelung älteren und behinderten Menschen nur Probleme, wenn dieser Personenkreis die Stellen anfahren.

      1. Normal sind Menschen, die nicht nur an Fahrradfahrer denken. Und schauen Sie doch einfach einmal auf die Strasse, da sehen Sie die “Normalität”, auf 100 PKWs kommen wieviel Fahrräder? Zählen Sie einmal, und dann freue ich mich auf ihre Antwort.
        Und dann sagen Sie mir bitte wer ein “Normalbürger” ist.

      2. Da kommt mir sofort eine gute Idee aus Tübingen in den Sinn :

        ( Der umstrittene Bürgermeister von Tübingen, Boris Palmer Grüne, bittet SUV-Fahrer:innen zur Kasse. Wer mit einem schweren Wagen in der Stadt unterwegs sein will, zahlt zukünftig 180 Euro statt wie bisher 30 Euro. Palmer wollte die Gebühr eigentlich auf 360 Euro erhöhen. Auch für Berlin wäre das eine gute Idee.
        Parkgebühren für SUVs – Bald das sechsfache bezahlen?
        Wer mehr Platz braucht und die Umwelt in höherem Maß belastet, soll dafür auch mehr bezahlen. Die Logik ist klar. SUVs gehören in der Stadt nicht unbedingt zu den sympathischsten Fortbewegungsmitteln. Sie sind protzig und für den urbanen Verkehr völlig ungeeignet.

      3. Wer sich die Gebührenordnung von Tübingen einmal ansieht, merkt schnell, dass es a) um jährliche Gebühren für das Anwohnerparken geht und b) die erhöhte Gebühr für Fahrzeuge mit einem Leergewicht ab 1800 kg zu entrichten ist. Jetzt mag jeder, der ein Fahrzeug besitzt, mal in die Zulassungsbescheinigung sehen und der eine wird vielleicht feststellen, dass er, obwohl er eines dieser furchtbaren SUV besitzt, dennoch nicht unter die Regelung fallen würde, während der andere, der nur mit einem Kombi, einer Limosine, einem VW-Bus oder einem anderen Multi/Familienvan unterwegs ist, sich plötzlich erhöhten Gebühren gegenübersehen würde.

        Vielleicht sollte man ein bisschen vorsichtiger sein und nicht pauschal und ausschließlich das SUV und seinen Fahrer zum Feindbild erklären.

  15. 6 Minuten Umwegfahrt, um von der Einmündung Buchmühlenstraße 10 Meter zum Parkhaus Marienberg zu überbrücken. Verrückt! Mich wundert sehr, was sich das Krankenhaus da bieten lässt.

    1. Wenn man ins Parkhaus Marienberg möchte, sollte man von nun an natürlich gar nicht erst in die untere Laurentiusstraße fahren, sondern, wie bereits im Bürgerportal erläutert, über die Straße am Broich.

    2. Es kommt immer darauf an, von wo man kommt. Und dann sind die 6 Minuten „Umweg“ auch Quatsch. Übrigens ist die Laurentiusstraße (oberer Teil) schon immer (?) eine Einbahnstraße. Von der Odenthaler kommend muss man also auch seit jeher einmal um den heißen Brei fahren um beispielsweise zu Ihnen zu kommen. Alles eine Frage der Umstellung.

    3. Weil man / Sie die angeblich riesige Umleitung mantrahaft kritisieren wird diese pauschale Aussage nicht richtiger. Und WDR sowie KStA lassen sich leider auch auf diese unsägliche Stimmungsmache ein. :-(

      Wer zum Parkhaus Marienberg gelangen will braucht / soll überhaupt nicht über die Paffrather in die Laurentiusstraße einfahren. Die Strecke über Stadttunnel und die Gohrsmühle braucht dann vielleicht einen Kilometer bzw. ca. eine Minute mehr. Und aus dem Süden oder Osten der Stadt kommend hat sich überhaupt nichts geändert.

    4. Mit Felix Nagelschmidt, der auf Facebook eine Gruppe gegründet hat mit dem Namen „Laurentiusstraße GL bleibt wie sie ist..“, dort Pressemitteilung der AfD hochlädt die gegen die Fahrradstraße ist nur um seine eigene Meinung zu untermauern und den einem oder anderen Beitrag der FDP, die mit „Ideologie“ um die Ecke kommt, teilt, ist es nicht wert zureden.

      1. Genau, das ist die grüne Arroganz. Mit Menschen, die anderer Meinung sind ist es nicht wert zu reden! Das hat schon faschistoide Züge.

      2. Herr/Frau Wolle, wie kommen Sie denn auf das schmale Brett? Aus guten Gründen einen nachweislich fruchtlosen Dialog zu beenden, ist ein Zeichen von Vernunft, nicht von Faschismus.

  16. Beschilderung ist falsch. Unter dem Z 220-20 fehlt ein Z 1000-32/33, da die Radfahrer entgegen kommen. Zumindest gestattet das die Beschilderung unten an der Buchmühle. Ist wohl doch eine Nummer zu hoch für die Ordnungsbehörde…

  17. Sehr schön ruhig schon am ersten Tag. Was jetzt noch fehlt Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzen. Heute Nachmittag bretterten besonders Kölner & Düsseldorfer durch den oberen Teil.

    1. Auf der Laurentiusstraße gibt es bereits eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h. Diese beginnt schon an der Mündung Paffrather Straße/Stationsstraße.

      1. Bereits ab der Ecke zur Stationsstraße gilt auch auf der Paffrather Straße hinunter zum Markt Tempo 30. Das Schild steht (zusammen mit einem wenig beachteten Halteverbotsschild) direkt hinter der Fußgängerampel.

      2. @ Redaktion,
        der obere Teil, vom Am Broich bis zur Odenthaler Straße sind es LEIDER immer noch 50 km/std. Wo steht da ein 30 er Schild ?

    2. @Wilfried Niederwipper:

      Es gibt ab Mündung Stationsstraße/Paffrather Straße bis zur Ein-/Ausfahrt Haus Marienberg 4 Tempo-30-Schilder. Da die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht aufgehoben wird, gilt sie für die gesamte Straße. Eventuell wären zusätzliche Schilder sinnvoll, da aber sowohl Am Broich sowie auf der Hornstraße auch Tempo 30 gilt, ändert sich für den abbiegenden Verkehr nichts.

      „Die Annahme, dass ein Tempolimit nach der nächsten Einmündung oder Kreuzung als aufgehoben gilt, hält sich unter vielen Autofahrenden wacker. Es erscheint logisch, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung beendet ist, sofern kein weiteres Schild darauf aufmerksam macht. Immerhin würden Autofahrer:innen, die erst nach dem Schild auf die Straße einbiegen, nichts von der Beschilderung wissen….“

      „…Tatsächlich ist ein Tempolimit erst dann aufgehoben, wenn es durch ein entsprechendes Verkehrszeichen egalisiert oder durch ein anderes Gebotsschild verändert wird.“

      „In Einzelfällen kann es dem TÜV Thüringen zufolge vorkommen, dass ein Tempolimit an einer Auffahrt nicht wiederholt wird. Wer hier auffährt und die Geschwindigkeitsbegrenzung dadurch nicht angezeigt bekommt, kann auch nicht wegen einer Geschwindigkeitsübertretung belangt werden. Für alle anderen Autofahrenden gilt das Tempolimit nach einer Einmündung, Kreuzung oder Autobahnauffahrt jedoch nicht als aufgehoben – auch, wenn kein neues Verkehrsschild darauf hinweist. Wer trotzdem aufs Gas drückt und geblitzt wird, muss also mit einem Bußgeld und je nach Schwere des Verstoßes auch mit Punkten in Flensburg oder Fahrverboten rechnen. Ein prominentes Urteil dazu fällte das Oberlandesgericht Hamm im Jahr 1996 (Az. 2 Ss OWi 524/01). In einigen Fällen können aber auch Fahrer:innen belangt werden, die erst später in die Straße einbiegen. Auch wenn das Tempolimit nicht wiederholt wird. Gerade von Ortsansässigen wird nämlich angenommen, trotzdem Kenntnis über die geltende Höchstgeschwindigkeit zu haben.“

      Quelle: https://www.autozeitung.de/autobahn-tempolimit-nach-auffahrt-181039.html

      1. @ Nina Ufer,
        Dafür müssten an allen Zufahrten Zone 30 Schilder stehen.
        Am Broich steht nur ein 30 er Schild kein Zone 30 Schild.
        Nach dem abbiegen sind LEIDER wieder 50 km/h Zulässig.

      2. @ Nina Ufer,
        ich habe Ihren Link gelesen. Ihre Schlussfolgerung bezieht sich auf Autobahnen. Saschas Kiosk an einer Autobahn ist mir neu.

      1. Aus Richtung Stationsstraße/Paffrather Straße kommt jetzt wohl keiner mehr, der 30
        er Schilder beachten muss.
        Aus Richtung
        Am Broich gibt es eine zeitliche und Streckenbegrenzung für Tempo 30 in beiden Richtungen.
        Aus Richtung Hornstrasse endet bzw beginnt eine 30 Zone.
        Ende Laurentiusstraße kein Schild Ende von Tempo 30 bzw 30 Zone.
        Für jeden der aus der Richtung Am Broich oder Hornstrasse kommt gilt LEIDER immer noch Tempo 50.
        Es fehlen immer noch an den Einmündungen 30er Schilder

  18. Es bleibt abzuwarten wie viele Unfälle in der engen Straße passieren. Das ist nicht zu Ende geplant, unglaublich!

    1. Unfälle passieren nur bei nicht angepasster Geschwindigkeit. So einfach ist das.

    2. Verstehe nicht ganz, warum es jetzt zu mehr Unfällen kommen sollte, wo doch der engste Teil – die Einfahrt zur Buchmühle – jetzt nur noch Einbahnstraße ist, also nur in Richtung Parkplatz werden darf.

  19. Bin gespannt, ob sich die Mehrheit auch wirklich daran hält. Hab heute auch erlebt, dass die Sperre ignoriert wurde, wenngleich auch viele Fahrzeuge die Umleitung genommen haben.

    Als Radfahrer rein subjektiv ein sehr angenehmes Fahren. Kein knappes Überholmanöver mehr auf Höhe der Tiefgaragenausfahrt, keine vorfahrtnehmenden Raser auf Höhe am Broich.

    1. Ein nicht ganz neues, aber eher selten aufgestelltes Verkehrsschild hat schon mancherorts für Gesprächsstoff gesorgt. Es handelt sich um das Zeichen 277.1; dabei geht es um ein Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträdern mit Beiwagen. Autofahrern ist dem Schild zufolge also verboten, an der Stelle Radfahrer oder Roller zu überholen. Gerade Fahrradfahrer sollen dadurch besser vor Unfällen geschützt werden. Meines Wissens gibt es leider erst eine Straße damit in Bergisch Gladbach.

  20. Auf eine positive Testphase! Dann steht die Umgestaltung des neuen Viertels nichts mehr im Wege :)