Die Sperrung der Laurentiusstraße für den Durchgangsverkehr wird mit großem Abstand angekündigt. Hier in der Reuterstraße - um den Verkehr in den Stadttunnel zu leiten

Montag ab 6 wird es auf der Laurentiusstraße spannend. Schon jetzt weisen Schilder den Durchgangsverkehr darauf hin, dass die Straße dann zur Sackgasse wird. Wer das ignoriert, wird über die enge Buchmühle auf Um- und Abwege geleitet. Dafür soll eine virtuelle, aber dennoch nicht zu übersehende Barriere sorgen. Allerdings gibt es überraschende Ausnahmen.

Das Ziel der Stadtverwaltung und der Grün-roten Impulsgeber im Stadtrat ist klar: Die Laurentiusstraße als künftige echte Fahrradstraße soll vom Schleichverkehr entlastet werden. Statt dessen soll der Durchgangsverkehr die Durchgangsstraßen nutzen.

Wer sich dennoch von der Paffrather Straße in die Laurentiusstraße verirrt oder dort ein Anliegen hat, wird (zunächst im Rahmen eines Verkehrsversuchs) ab Montag über die enge Buchmühle und den Stummel der Hauptstraße auf die Schnabelsmühle geleitet. Und das auch noch in die falsche, westliche Richtung.

Hintergrund: Die Laurentiusstraße, das Parkhaus am MKH, der Friedhof, das Ärztehaus und alle Geschäfte in der Straße sind auch weiterhin für Anlieger:innen (und das sind nicht nur Anwohner:innen) mit dem Auto zu erreichen, zum Teil nur über die Straße am Broich oder die Hornstraße. Umfangreiche Hinweise dazu finden Sie in diesem Beitrag.

Wer trotz der Hinweise in die Laurentiusstraße fährt wird über die Buchmühlen- und Hauptstraße abgeleitet und kann erst im Kreisverkehr Richtung Osten wenden.

Optisch und optimistisch

Um die neue Verkehrsführung zu gewährleisten setzt die Stadt auf zwei (optische) Maßnahmen, in der optimistischen Annahme, dass sich die motorisierten Verkehrsteilnehmer rasch auf die neuen Verhältnisse einstellen.

Erstens weisen große Schilderanlagen bereits jetzt darauf hin: „Durchfahrt Laurentiusstraße gesperrt“. Sie leiten den Verkehr entweder in den Stadttunnel oder direkt auf die West-Ost-Tangente Gohrsmühle / Schnabelsmühle.

Diese Schilder stehen an der Paffrather Straße (Höhe Stadion), in der Reuterstraße (Foto oben), in der Kalkstraße, in der Dechant-Müller-Straße und noch einmal an der Gohrsmühle (Fahrtrichtung Westen). Damit kann man sich frühzeitig orientieren und auf die schnelle Route in den Osten, nach Odenthal, Herrenstrunden oder Kürten gelangen.

Die verschiedenen Routen verdeutlicht die Stadt mit einer Reihe von Karten:

Kein Schild steht allerdings an der Ampelanlage der Paffrather Straße zur Stationsstraße – die die letzte Chance darstellt, den Engpass zu vermeiden. Aber eigentlich soll ja auch die Stationsstraße entlastet und nicht zusätzlich belastet werden.

Damit besteht die Gefahr, dass relativ viele Autofahrer:innen doch geradeaus fahren und dann mit der zweiten optischen Signalanlage konfrontiert werden: Eine visuelle Barriere direkt hinter der Ecke Laurentiusstraße / Buchmühle und noch vor der Einfahrt ins MKH-Parkhaus. Diese Barriere markiert das Ende der Sackgasse und leitet den restlichen Verkehr in die enge Buchmühle ab, siehe oben.

Mit Absperrbaken soll die Laurentiusstraße verengt werden. Foto: Archiv

Nur die Polizei darf kontrollieren

Diese Barriere besteht aus Schildern, vor allem aber aus sogenannten Schrankenzäunen (oder Barken), die die Fahrbahn an dieser Stelle verengen. Wer diese Barriere ignoriert und dennoch geradeaus fährt, riskiert ein Bußgeld. Die Barriere ist damit zwar nur ein virtuelles Hindernis. Sie macht es aber sehr viel leichter, Verstöße zu erkennen und zu ahnden.

Für die Kontrolle ist allerdings gar nicht die Stadt mit ihrem Ordnungsdienst zuständig, sondern – wie immer beim fließenden Verkehr – die Polizei.

Ausnahmen für Bierlaster und andere Lieferverkehre

Zudem gibt es einige naheliegende und einige überraschende Ausnahmen für das Durchfahrtverbot. Logisch ist, dass Einsatzfahrzeuge (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste) diese Barriere passieren dürfen. Nachvollziehbar, dass diese Ausnahme auch für andere städtische Fahrzeuge wie die Müllabfuhr gilt.

Lastwagen, die in der Laurentiusstraße etwas abliefern, dürfen die Barriere weiterhin passieren. In die Buchmühle dürfen nur Fahrzeuge bis zehn Meter Länge einbiegen

Auf Nachfrage teilt die Stadt jetzt aber mit, dass auch „Lieferverkehre“ die Barriere durchfahren dürfen.

Das klärt die Frage, wie zum Beispiel die großen Lastwagen, die regelmäßig das Wirtshaus am Bock mit frischem Stoff beliefern, wieder aus der Laurentiusstraße herauskommen.

Aber was sind „Lieferverkehre“? Laut Straßenverkehrsrecht ist das der „gewerbliche Verkehr zum Abtransport und Lieferung von Gütern“. Damit bleibt die Laurentiusstraße für aus für Paketdienste und Pizzaboten frei. Aber nicht für Taxen, die Personen befördern.

image_pdfPDFimage_printDrucken

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

106 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Das Parkhaus zum MKH und Ärztehaus Marienberg ist de fakto für die Allgemeinheit nicht mehr zugänglich. Es gibt kein Navi, das die alternative vorgesehene Zufahrt erlaubt, da diese gegen eine bis Gestern geltende Einbahnstraße verläuft. Google Maps will mich hoch zum Krankenhaus leiten. Es wäre mir neu, dass es hier eine weitere Zufahrt ins Parkhaus gibt? Gebt um Gottes Willen die Zufahrt ins Parkhaus mindestens für ein Jahr frei, bis die Navigationskarten aktualisiert sind! Im Moment haben nur die Leser dieses erstklassigen Newsletters die Möglichkeit, die Einfahrt ins Parkhaus zu finden. Und wir sprechen hier nicht über Einkausbummler, sondern Patienten mit Terminen, auf die sie ggf. Monate gewartet haben und die sie jetzt verpassen.

    1. Da läuft nichts gegen eine vorige Einbahnstraße. Das stimmt nicht. Das Parkhaus war auch vor der Einrichtung der Sackgasse schon legal von oben aus anzufahren.
      Auf der Odenthaler Straße ist die Zufahrt über Am Broich schon seit Jahren offiziell ausgeschildert.
      Navis berücksichtigen auch keine aktuellen Baustellen.
      Dann muss eine Umleitung vernünftig ausgeschildert werden. Ich weiß nicht ob das gemacht wurde, weil ich gestern noch nicht vor Ort war.

      1. Dann bin ich da offenbar nicht aktuell, Entschuldigung. Auf dieser Seite der Innenstadt bin ich extrem selten unterwegs. Google Maps ist hier dann aber genausowenig aktuell. Die Zufahrt über Am Broich ist dort „gegen die Einbahnstraße“ und nicht möglich. Ich halte das schon für ein gravierendes Problem, da es sich eben um ein Krankenhaus handelt, das von Patienten und älteren Menschen angefahren wird und mit öffentlichen Verkehrsmitteln für diese Personengruppe nicht gut erreichbar ist.

      2. Die Stadt kann aber doch nicht vor jeder Einrichtung einer Baustelle sämtliche Navis checken.
        Im übrigen werden mir von Schildgen aus sowohl bei Google Maps als auch bei Apple Karten beide Zufahrtswege angezeigt.
        Habe es gerade ausprobiert.
        Das nützt nur bedingt, wenn man als Ortsfremder von der Sperrung der einen Richtung nichts weiß, aber wenn ich einer Umleitung folge aktualisiert ein Navi für gewöhnlich die Route.

      3. Sorry, mit Google Maps haben Sie recht. Die können das wirklich nicht.
        Wenn man z.B. Laurentiusstraße 31 oder 33 oder 44 eingibt (alles am Parkhauseingang) dann landet man immer irgendwo oberhalb am Berg mit Fußweg zum Ziel.
        Allerdings kommt man auch nicht vom Marktplatz aus ran.
        Dieses System ist offensichtlich zu doof.

  2. Kann es sein, dass ich so allmählich begreife, dass in unsere Rathaus etwas nicht stimmt. Ich wünsche mir baldmöglichst eine neue Bürgermeisterwahl…….GL baut und plant sich kaputt.

  3. Allein die Wortschöpfungen „Unechte Sackgasse” oder „virtuelle Barriere“ (im real-analogen Raum) haben doch alle Mühen gelohnt

    – Wobei: Weiß jemand noch, was genau eigentlich und weshalb gerade in der vormals doch eher unspektakulären Laurentiusstraße, zu wessen (wirklichem) Nutzen / (tatsächlichen) Gunsten bzw. was für wen effektiv verbessernd / optimierend dort erreicht werden soll(te) …?

    Hinter einem, wie gesagt, allein begrifflich amüsant absurden bis real offenbar ziemliches Chaos verursachenden, teils politischen, teils praktischen „Umbau“ einer zuvor ganz normalen Straße inmitten GL‘s,
    da wogt nun ein ausdauernd leidenschaftlicher bis erbitterter Streit, der bald das Zeug als Zunder für einen mindestens sektoralen „Bürger-“ bzw. eben „Straßenkrieg” zu haben scheint …

    Vielleicht stellt irgendwer nochmal die zeitenwendende Bedeutung dieses so hartnäckig verfolgten Laurentiusstraßen-Projekts und auf eine Weise dar,
    dass mindestens einer deutlichen Mehrheit sich dessen unübersehbarer Nutzen / Vorteil / Sinn für die Anwohner / die Bürger / die Stadt („die Welt” lassen wir hier ‘mal vorerst außen vor) ganz schlicht erschließe …

    Abgesehen davon hat es auch etwas ungemein Beruhigendes und angenehm Befreiendes, dass ein vorrangiger Streit sich im halt meist beschaulichen GL derzeit „nur” um derlei dreht …

  4. All die Wichtigtuer, die hier ob ihres vermeintlich hohes Wissens über alles, was im igl steht, eine natürlich dezidierte Meinung haben und die als allgemein verbindlich sehen, sollten mal ihre Pseudonyme aufgeben und Farbe bekennen statt sich hinter Vornamen oder sonstigen, nicht zuzuordnenden Begriffen verstecken. Das ist feige! Und zum 5. oder 6. Mal eine oft kaum nachzuvollziehende Meinung abzusondern, bringt nichts und niemanden weiter, außer vielleicht das schmale Ego des Schreibers.

    1. Eigentlich ist es doch egal, ob unter Pseudonyme oder mit angeblich richtigen Namen: Das trifft ja auch eins zu eins auf Sie zu. Sie lassen ja auch keine andere zu als Ihre. Ich schon, das macht ja eine Demokratie aus. Egal, ob anonym oder mit Namen.

    2. Ach, Herr Havermann, die alte Leier: Auf Formalien herumreiten, die nicht Ihrem Geschmack entsprechen, aber zur Sache nur unsubstantiierte Meinung äußern.

  5. Wenn man diesen gesamten Kommentarverlauf in einem Buch zusammenstellen würde, könnte es einen Bestseller geben. Als kurze Beschreibung in der Zusammenfassung müsste dann folgender Text stehen:
    In der kleinen Grossstadt “Klätsch Mämmbach” will eine ideologisch gesteuerte Rest-Ampel- Koalition, für eine kleine, radfahrende Minderheit das Steuergeld aller Bürger dafür verwenden, die Autofahrer zu Radfahrern umzuerziehen. Das geschieht ohne logische Begründung und ohne Notwendigkeit, einfach nur aus ideologischen Gründen, und weil man demonstrieren will, dass man es kann, weil man jetzt, nach jahrelanger Opposition eine knappe Mehrheit im Rat hat.

    1. Das würden aber nur verbitterte wie Sie kaufen. Aber da gibt es ja genug.
      So ist das mit Wahlen, mal gewinnt, mal verliert man. Leider werden es immer mehr schlechte Verlierer (nicht nur in der Politik).

    2. Das wäre keine Zusammenfassung des Diskusssionsverlaufs, sondern Ihre persönliche Sichtweise in polemischer Zuspitzung.

  6. Ich habe echt die Schnauze voll, überall reißt man die Straßen auf,Jetzt hat man an der Johann-Lindler Straße nähe Audi Zentrum auch die andere Straße aufgerissen.Wie soll man als Rollstuhlfahrer noch zum Einkaufen oder weil man Termine in die Stadt.ALso was die Barierefreiheit angeht ist man hier echt faul geworden.
    Es gibt jetzt noch einen Umweg den man hier umfahren kann und selbst da stehen absperr Tafeln wie wÄrs wenn ihr auch mal was zum Abschluss bringen würdet.Ich finde Gläbisch ist wirklich schäbisch!! Da ändert es auch nichts wenn ihr Luxus Wohnungen baut.Was ist denn mit dem Gebäude von ehemaligen Marktkauf ?Millionen verpulvern und dann an Investoren im Ausland verkaufen. Ihr habt vielen die Arbeitsplätze genommen und bald könnt ihr das Gebäude abreißen weil das Ding seit Jahren leer steht und von Grafiti Schmierereien übersät ist.Ich bin nicht stolz darauf das ich seit 40 Jahren hier wohne.

    1. Stimme dir eindeutig zu. Die Barrierefreiheit ist katastrophal in Gladbach. Bezüglich Marktkauf: es gibt nichts anderes zusagen. Ich finde es traurig das man solange braucht um etwas umzusetzen in Gl. Mich schmerzt es dabei zuzusehen wie ein eigentlich intaktes Gebäude einfach zum vergammeln überlassen hat. Und auch der neue Neubau bleibt eine Utopie. Wenn Gladbach nicht Mal ein Kino gebaut hat warum sollte es beim Bau eines neuen Einkaufszentrum schneller gehen hahaha

  7. Update: ich war gerade da und es wurden auch Fahrbahnmarkierungen geklebt. Die Barriere ist gut ausgeschildert und ist nicht zu übersehen. Autos komme da nicht durch ;) sehr gut!

    1. Diese unsägliche, ausschließlich ideologisch begründete Fahrradstraße ist wirklich das lächerlichste Projekt, das die Bergisch Gladbacher Lokalpolitiker in den letzten 50 Jahren auf die Beine gestellt haben. Ich versuche seit langem zu ergründen, welche Vorteile es haben soll. Es verursacht nur zusätzlichen Verkehr und mehr Abgase. Deswegen wird niemand aufs Fahrrad umsteigen.
      Und es ist ja wohl absolut klar, dass die immer älter werdende Bevölkerung immer weiter Auto fahren wird! Und zwar auch die Grünen und sonstige Ideologen. Denn auch dieses Klientel benötigt Dinge des täglichen Lebens, die nicht mal eben mit dem Rad zu holen sind. In einigen Bereichen Bergisch Gladbachs, allem voran die Kempener Str., können die Bürger nicht mal einen Handwerker bestellen, da dort keinerlei Parkmöglichkeit besteht. Aber die Kunden können sich vielleicht selbst um den Transport der Waren kümmern. Der Handwerker kommt dann irgendwann mal angeradelt. Ich lach mich schlapp, wenn ich das alles betrachte. Aber ist es wirklich lustig?
      Auch ich fahre Rad, aber nur da wo es für mich Sinn macht. Der individuelle Autoverkehr, mit Verbrenner oder elektrisch, oder was sonst noch in Zukunft kommen mag, wird nicht nenneswert abnehmen. Das ist ganz sicher. Und diese Tatsache sollten die Lokalpolitiker und die ideologisch Verblendeten akzeptieren. Dass es in der Bevölkerung für diesen Irrsinn eine Mehrheit gibt, ist für mich völlig ausgeschlossen. Aber vielleicht beweist mir ja mal jemand der Gegenteil.

      1. Sehe ich ähnlich, ein Stück Symbolpolitik. Anwohner möchten mehr Ruhe, dafür sind nun andere Straßen mehr belastet. Radfahrer möchten schnelle und direkte Wege und keine Umwege. Dass Autofahrer nun Umwege fahren müssen, ist kein Problem für Radfahrer. Das böse Auto stört ja nur und es wird oft geschrieben, dass es öffentlichen Raum blockiert und es angeblich überall so viel Parkplätze gibt und es viele Stunden am Tag ungenutzt rumsteht. Ich frage mich nur wo all diese Parkplätze sind, ich sehe nur immer mehr Parkplätze verschwinden. Auch Fahrräder werden vermutlich nicht 24 Stunden am Tag genutzt. Als Handwerker oder Lieferant stelle ich mir das schwierig vor. Erstmal irgendwo drumherum einen Parkplatz finden und dann laufen und schleppen.

  8. Da werden einfach wieder nur irgendwelche Ideologien ohne Sinn und Verstand durchgesetzt.

    1. Wenn es an Argumenten und Fakten fehlt, dann wirft man einfach demjenigen ideologische Gründe vor, dessen Handeln einem ganz persönlich einfach nicht passt.

    2. @Felix – Eigentlich wäre es wirklich toll, wenn diejenigen, die z.B. von „lebelosen Metallklötzen“ sprechen, in ihrem Alltag gegenwärtig und zukünftig konsequent für immer die direkte und indirekte Nutzung von Pkws ausschließen. Also nichts, was irgendwie angeliefert werden muss, keine Möbel, keine in Supermärkten angelieferte Nahrungsmittel, keine Umzugsunternehmen, keine Pkw-Nutzung, wenn irgendwann doch mal die Gesundheit einen Strick durch Rechnung macht usw. Ich bin sehr froh, dass ich ein Auto habe. Mit meinem Auto komme ich bei schlechtem Wetter oder Kälte warm und trocken von A nach B, im Sommer kühl, ich kann damit den Großeinkauf für zwei Familien erledigen, bei spontaner Erkrankung Kinder aus Schule oder Kita abholen, jemanden abholen, der mit dem ÖPNV durch Sturm hängengeblieben ist, jemanden zur Arbeit bringen, wenn kein ÖPNV zur Verfügung steht (Streik und spätabendliche Fahrpläne), ich kann damit einen Senioren zu seinen Arzt- und Therapieterminen bringen. Mein Auto steht mir rund um die Uhr ohne Wartezeit direkt zu Verfügung und ich habe es schon oft auch zu nächtlicher Zeit spontan benötigt. Ich fahre auch mit dem Fahrrad, allerdings nicht bei Kälte und Regen und auch nur dann, wenn es sich für die Strecke anbietet.

      1. Kann es sein, dass ich so allmählich begreife, dass in unsere Rathaus etwas nicht stimmt. Ich wünsche mir baldmöglichst eine neue Bürgermeisterwahl…….GL baut und plant sich kaputt.

  9. Wichtig: Jeder der zur Laurentiusstraße zwischen Am Broich und Hornstrasse möchte (wo sich u.a. Friseur, Blumenladen, Makler, Reiseagentur befinden) muss über Am Broich anfahren. Ein Einfahren in diesen Abschnitt von der Hornstrasse ist wegen der Einbahnstraßenführung nicht möglich. Bedeutet für alle aus Paffrath, Odenthal etc. kommende Kraftfahrer längere Umwegfahrten und zusätzliche Belastungen der Nachbarstrassen. Das ist grüne Ökopolitik.

    1. Wusste gar nicht, dass täglich massenweise Bewohner von Paffrath oder Odenthal in die Laurentiusstraße zum Friseur fahren oder dort Blumen kaufen.

      Aber im Ernst: Die genannten Geschäfte sind Angebote der Nahversorgung, die es ebenso in Paffrath und Odenthal gibt, der Großteil der Kunden wird aus deren Einzugsgebiet zu Fuß kommen. Wer da als Auswärtiger hingeht, hat ohnehin etwas in der Innenstadt zu erledigen, wird von vornherein erst einmal einen der Parkplätze anfahren, sein Auto dort lassen und dann zwischendurch ggf. einen Abstecher in die Laurentiusstraße machen (den mit dem Auto zu unternehmen alles andere als umweltbewusst wäre).

      Also: Wenn man anfängt, Argumente zu konstruieren, um Umweltfragen gegen grüne Verkehrspolitik in Stellung zu bringen, dann muss man sich schon ein wenig mehr Mühe geben.

    2. Ich käme nicht auf die Idee aus Odenthal kommen durch Schildgen und Paffrath zur Laurentiusstraße zu fahren.
      Da war es schon immer günstiger und kürzer über Voiswinkel und die Odenthaler Straße zu kommen.

    3. Übrigens sind Makler und Reiseagenturen keine Anbieter, die man ständig im Alltag aufsucht.

  10. Noch einmal für alle: https://www.bergischgladbach.de/220816-online-praesentation-beteiligung-laurentiusstr.pdfx?forced=true

    Guckt euch einfach den Ideenplan an. Alle haben was davon sowohl Fußgänger, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Menschen mit Sehbehinderung, Fahrradfahrer und auch Inhaber der Läden die durch eine Aufwertung der Straße neue Kunden anziehen können (Deckensanierung, Flächen für Lieferanten und breitere Fußgängerwege). Das Auto wird nicht verbannt es wird nur reduziert und seine Priorität genommen was in Gladbach ein richtiger Schritt in Richtung gerechte Straßenpolitik und -planung ist. Egal wie viel Populismus sich entgegen stellt. Es werden viele Probleme auf einmal angepackt auch wenn nicht jeder von allem profitieren kann. Danke!

    1. Felix Du Glücklicher, Die Ideenpläne sind ein Witz, die Anwohnerbeteiligung eine vom ADFC orchestrierte Farce und wer an Aufwertung der Läden denkt, sollte doch bitte mal mit den derzeitigen Ladeninhabern sprechen. Hier ist aber leider Eile angesagt….

      1. Mit anderen Worten: Sie haben das weder gelesen, noch die Veranstaltung besucht. Danke für die Aufklärung.

  11. Sollten einst die Archädigitalogen einer fernen Zukunft mit phantastischer Technologie z.B. auch die hiesigen Datenspuren eines geheimnisvollen Großprojektes unter dem Namen „Laurentiusstraße“ auslesen und (semantisch) entschlüsseln,
    dann werden sich die klügsten Wissenschaftler den Kopf darüber zerbrechen, was jene frühdigitale Hochkultur im Strundetal wohl seinerzeit umgetrieben haben mochte …

    Es muss aber etwas sehr Bedeutsames gewesen sein, da weiland offenbar alle damalig zivilisatorischen Ressourcen mobilisiert wurden, um besagte „Laurentiusstraße” in aufwendigen politischen Mysterienspielen, mit komplexen kultischen Ritualen und durch raffinierten Einsatz von kybernetischen und monitoralen Technologien zu einem epochalen Monument von was auch immer zu machen …

    Unter den damalig dort lebenden Menschen hatte das Großprojekt „Laurentiusstraße“ (weniger wie in noch viel früheren Zeiten mit einem oder einigen großen Namen, als mit einer anscheinend magisch mächtig gewesenen Farbe – „grün” – verbunden) zwiespältige Haltungen und Reaktionen hervorgerufen, die sich dann auch in einem bewegten digitalen Disput zum Ausdruck brachten, dessen abfolgenden Länge bald die der geheimnisvoll bleibenden „Laurentiusstraße“ selbst übertraf …

  12. „Die Laurentiusstrasse wird zu einer unechten Sackgasse!“
    So ein Schwachsinn! Man sollte die gesamte Laurentiusstrasse generell für den Durchgangsverkehr sperren. Das würde wie in anderen Städten wunderbar funktionieren.

  13. Mein Gott,

    Ich sagte schon,was ist mit den Pferden und Kutschen, die doch besser wieder eingeführt werden sollten! Die hier unentwegt gegen Autos wettern, sollten doch diese Alternative bedenken! Deutschland hat doch irgendwie andere Probleme..und wenn die Autoindustrie Pleite und platt ist, schauen wir doch mal ,was dann passiert..ach ich vergass, wie wäre es mit Windrädern in GL??

    Oder doch lieber Gras aussäen und die Kühe weiden lassen..eine schöne Vorstellung, oh,nein,die Kühe verschmutzen die Umwelt,abschießen, sie verpesten die Luft..und die Menschen erst, die sind erst die Pest..oder?

    Napoleon hätte das besser gelöst, Autofahrer,Fahrradfahrer,Motorradfahrer,Hubschrauber Piloten und natürlich Soldaten, berittene Ordnungshüter, alle gegeneinander..ich vergass, die Panzer..dann ist Ruhe. .

    Und alle sind zufrieden..weil sie nichts mehr sagen können..man könnte sich auch zurücklehnen und sagen,lass sich alle über solche Dinge aufregen, es geht auch um Verbohrtheit,Intoleranz,aber die Neunmalklugen oder vermeintlichen Weltverbesserer,redet euch alles von der Seele..

    Wenn erstmal die Freunde aus dem Reich der Mitte,das Kommando haben werden..hach,das wird lustig..Europa ist eine Kleinigkeit..keiner hält die auf. Aber wichtiger sind natürlich die Anliegen vor Ort.Wie kann ich endlich die widerspenstigen Bürger an die Kandarre legen..ich frage mich nur,wann die Utopisten und Klima Kleber,die dafür im Monat 1300 e kassieren..wir sind ja Idealisten..hurra, Alaaf
    Ich freue mich schon,auf die zornigen Kommentare.!

    .

  14. Hallo Thema Laurentiusstraße ich wohne in Paffrath und wie komme ich jetzt in meine Gastropraxis in das Parkhaus die Einfahrt ist doch in der Laurentiusstraße

    1. Hi Barbarella, um zur Gastropraxis Rheinberg zu gelangen müssen Sie zukünftige von der Paffratherstr auf die Reuterstraße und dann über die Hornstraße und dann in die Laurentiusstraße einfahren für den kurzen Abschnitt. Hier als navigation.

      Geteilte Route
      Von Paffrath nach Hornstraße 2-20, 51465 Bergisch Gladbach über Paffrather Str.

      8 min (3,2 km)
      Die beste Route für die aktuelle Verkehrslage findest du unter https://maps.app.goo.gl/caR5TUWNRdU4bjP77

      1. Das stimmt so nicht. Von der Hornstr. aus kann man nur nach links Richtung Odenthaler Str. auf die Laurentiusstraße einbiegen.
        Man muss über die Straße „Am Broich“ fahren.
        Also von Paffrath aus durch den Tunnel. Dann links in die Odenthaler Str. und wieder links in die Straße Am Broich. Von dort aus nach links in die Laurentiusstr. bis zum Parkhaus.
        Und genauso geht es auch wieder zurück.

      2. Sorry, ich hatte das MKH-Parkhaus veranschlagt, nicht das Parkhaus an der Apotheke. Mein Fehler. Dann geht es natürlich auch über die Hornstraße.

  15. Zum Thema Aufgaben Polizei/Ordungsamt.
    Im Prinzip darf das Ordnungsamt auch Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Grundsätzlich ist zwar die Polizei für den fließenden Verkehr zuständig, die Formulierung „grundsätzlich“ ist im Juristendeutsch aber vollkommen unscharf.
    In Bergisch Gladbach habe ich dies auch schon gesehen. Insofern erscheint mir die Aussage des Berichtes „Für die Kontrolle ist allerdings gar nicht die Stadt mit ihrem Ordnungsdienst zuständig, sondern – wie immer beim fließenden Verkehr – die Polizei“ im Detail unrichtig zu sein.

    Es wäre also interessant, ob das Ordnungsamt auch bei der Barriere kontrollieren darf.

    1. Das regelt das Ordnungsbehördengesetz NRW eindeutig, und zwar in § 48. Wenn die Stadt z.B. die Durchfahrt mit dem Vz. 251 untersagt, ist das Ordnungsamt qua Gesetz zuständig. Es darf allerdings nach VV OBG Nr. 48.22 Abs 2 niemanden im Rahmen einer Kontrolle anhalten.

      1. Danke für die Erklärung. Die Aussage „wie immer beim fließenden Verkehr – die Polizei“ sollte also so nicht stehenbleiben.

        Kann denn das Ordnungsamt bei der Barriere ähnlich wie bei der Geschwindigkeitskontrolle „Beweise“ sichern und Bußgelder verteilen, ohne jemanden anzuhalten?

      2. Das dürfte schwerfallen. Letztlich wird das wohl doch die Polizei übernehmen – einfach weil sie mehr Möglichkeiten hat. Bei solchen Verkehrsverstößen gilt ja nicht (wie z.B. beim Falschparken) die Halterhaftung, also sollte man möglichst direkt vor Ort feststellen, wer gefahren ist.

    2. Dazu hatten wie die Stadtverwaltung befragt. Unsere Frage: „Wird die Einhaltung der neuen Regel ausschließlich durch die Polizei kontrolliert – oder ist auch der Stadtordnungsdienst beteiligt?“

      Die Antwort der Stadt: „Für die Überwachung des fließenden Verkehrs ist die Polizei zuständig.“

      1. Vielen Dank für die Erklärung. Vor einigen Jahren hatten wir in Bergisch Gladbach beim Warten an einer Bushaltestelle ein sehr nettes Gespräch mit einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der gerade die Geräte für eine Geschwindigkeitskontrolle aufgebaut hat. Er hat auch sehr freundlich den Kindern die Funktion der Geräte erklärt, z.B. warum ein Blitzlicht bei der Vorbeifahrt eines Autos eines deutschen Premium-Herstellers aufflackerte. Insofern bin ich von der Antwort der Stadt etwas überrascht.

        Die Rückmeldung der Stadt an die Redaktion des Bürgerportals ist aber eindeutig für die hier diskutierte Barriere.

  16. Ich freue mich auf den Karnevalszug, der „liefert“ doch auch aus, oder? Darf dann auch geradeaus ;)

  17. Ab Montag ist jeder, der diesem Quatsch ein schnelles Ende bereiten will, aufgefordert, Fachaufsichtsbeschwerde beim Rheinisch Bergischen Kreis als zuständiger Aufsichtsbehörde zu stellen, formlose Zweizeiler reicht. Ich bin sicher, dass hier irgendwelche formalen Vorschriften z.B. zur Beschilderung nicht eingehalten werden. Der Kreis wird diese Fehlleistung dann sehr schnell wieder einkassieren…

    1. O⁠_⁠o Wie wär’s direkt einen Klage beim BGH einzureichen. Schließlich wird ja die Würde des Autos verletzt. Ich würd sogar sagen ihr Autofahrer könnte auch eure Autos einfach festkleben. Ihr schafft das! Ihr schafft es diesen Terror zu beseitigen! Danke euch. *Ironie Ende*

    2. Haben Sie schon einmal eine Fachaufsichtsbeschwerde eingereicht? Da kann man nur den Juristenspruch zu diesem Instrument zitieren: „Formlos, fristlos, zwecklos …“

      1. Formlos, fristlos, fruchtlos.

        So wird’s auch wieder was mit der Alliteration.

  18. Wenn ich in Zukunft meine gehbehinderte Frau zur Therapie ins Parkhaus des MKH fahre, um die Praxis aufzusuchen, muss ich aus Hand/Paffrath kommend gut 4 km mehr fahren und damit auch mehr CO2 ausstoßen, um ins Parkhaus an der Laurentiusstraße zu gelangen. Es wäre sinnvoller gewesen, mit der Sperrung erst hinter der Zufahrt zum Parkhaus zu beginnen. Mit ein bisschen mehr Nachdenken ließe sich das mehr an CO2 Ausstoß vermeiden!

    1. Sehr geehrter Herr Speer, wenn Sie bei Opel Gieraths an der Kreuzung Paffrather Straße / Handstraße über Am Stadion / Stadttunnel / Gohrsmühle / Schnabelsmühle / Odenthaler Straße / Am Broich fahren legen Sie 2,6 km zurück. Das ist 1,0 km mehr als über die alte Route.

      1. Hin- und zurück sind dann 2km. Bei durchschnittlichem Benzin- oder Dieselverbrauch entstehen für den Mehrweg 472g co2; multipliziert mit dem auszuschließenden täglichen Durchgangsverkehr von 2500 Fahrzeugen entstehen 1,185 to co2 am Tag und somit 432,526 to co2 im Jahr ;-) Natürlich wird es weniger, je elektrifizierter der MIV. Aber auch bei der Stromerzeugung entsteht derzeit immer noch co2.

      2. @Elena
        …und davon ziehen wir dann die Kilometer ab, die dann mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, weil das attraktiver wird.
        Und wir verrechnen das CO2, dass von den (hoffentlich) neu gepflanzten Bäumen gefiltert wird, die in der neu gestalteten Laurentiusstrasse dann Platz finden.
        Geht mir dieses Gemecker und diese Schwarzseherei auf den Geist.
        Kann man sich nicht einfach mal auf was Neues einlassen?

      3. @Maria Schichtel:
        1. Ich habe weder gemeckert noch schwarzgesehen.

        2. Rauf aufˋs Rad! Wollte ich nur im Zusammenhang mit einem Kommentar, der auch einen gehbehinderten Menschen betraf, nicht sagen!

        3. Hoffentlich setzen sich auch all diejenigen, die es können aufs Rad. Sonst wird’s nix mit dem Ausgleich der co2 Bilanz; selbst dann nicht, wenn die Laurentiusstraße künftig einem Urwald gleichen sollte.

      4. @ Maria Schichtel: Ich vergaß. Was Ihnen auf den Geist geht, ist global gesehen, leider völlig unerheblich und daher schlicht egal.

      5. Ich habe Elena nichts hinzuzufügen, mehr ist mehr. Mit dem Fahrrad bekomme ich meine Frau nicht zur Therapie.

  19. Ich glaube ich mache in Zukunft jetzt öfters nur mal zum Spaß einen „Umweg“ mit meinem Dodge RAM durch die Laurentiusstr. und Buchmühlenparkplatz ! :-)

    1. Anders als mit „zum Spaß“ lässt sich die Fahrt in die Innenstadt mit einem solchen Gefährt auch kaum rechtfertigen.

    2. Und ich freue mich Sie beim Ordnungsamt zu melden und ihre Dodge beim abschleppen zuzusehen. Dafür werde ich mir in Zukunft jetzt öfters die Zeit nehmen ;)

    3. Da sind sie bestimmt Zimmermann, Dachdecker oder Kohlenhändler von Beruf.
      Ansonsten ist dieses Gefährt sinnbefreit.

  20. So überraschend ist die Gestattung von Anlieferverkehr in der Laurentiusstraße nun auch wieder nicht. Dieses Recht folgt aus § 14a Straßenwegegesetz NRW, der für die anliegenden Grundstücke ein über den Gemeingebrauch hinausgehendes Nutzungsrecht regelt, soweit die Benutzung für die Nutzung der Grundstücke erforderlich ist (Anliegergebrauch). Dazu gehört insbesondere die Belieferung der Grundstücke.

    1. Sehr geehrter Herr Joberg, es geht nicht um die Gestaltung von Anliegerverkehre, die sind ohnehin gewährleistet, weil jeder Punkt der Laurentiusstraße auch in Zukunft anfahrbar ist. Hier ging es um die Ausnahme für Lieferfahrzeuge, die eigens durch ein Schild konstituiert werden soll, die Barriere passieren zu dürfen (anstatt außen rum zu fahren).

  21. Bei den ständigen Anti-Fahrradstraße-Kommentaren bin ich echt froh, dass es Zebrastreifen in Bergisch Gladbach schon gibt. Niemals könnte man die heute einführen, die Innenstadt würden über Wochen von wütenden Autofahrern blockiert werden, während die CDU zum bewaffneten Widerstand aufruft, „die Woken wollen die Diktatur der Fußgängers erzwingen“

    1. Hahaha das können Sie laut sagen. Das hat mich zum Schmunzeln gebracht. :) Ein Hoch auf gerechte Verkehrspolitik!

    2. Das mit den Zebrastreifen, lieber Ulrich, ist jetzt kein gutes Beispiel. Diese werden nämlich von Autofahrern, von Ausnahmen abgesehen, durchweg respektiert, auch wenn ein nicht unerheblicher Teil von Radfahrern Zebrastreifen rechtswidrig dazu zweckentfremdet, via Überfahrt über den Zebrastreifen gegenüber Autofahrern die nicht bestehende Vorfahrt zu erzwingen. Die Konfliktlinie verläuft auch nicht zwischen Autofahrern und Fußgängern, sondern zwischen einem Teil Autofahrern und einem Teil Radfahrern aufgrund gegenseitiger Intoleranz. Die Konfliktlinie zwischen Fußgängern und Radfahrern kommt mir bei der Diskussion auch immer zu kurz. Hier sollte sich manch Radfahrender fragen, wie es eigentlich sein kann, dass das für sich vehement reklamierte Gebot der Rücksichtnahme im Verhältnis zu Fußgängern oft nicht die Geltung hat, die es verdient.

      1. Hallo Frau Jorberg, es geht doch nicht darum, wer wann was wie falsch macht. Herr Eschbach hat ausschließlich zum Ausdruck gebracht, dass er dankbar ist über die frühe Einrichtung von Zebrastreifen. Vielleicht sollten wir auch alle Ampelanlagen ausschalten, denn auch dort stehen motorisierte Fahrzeuge unnötig herum und damit wird die Luft verschmutzt. Und der eine oder andere Verkehrsteilnehmer fährt oder geht verbotenerweise noch bei rot. Da sollte man sie doch lieber abbauen, damit keiner mehr was falsch macht.

  22. So etwas chaotisches kann sich auch nur rot/grün einfallen lassen. Unsere Stadt soll schöner werden! Toller Beitrag. Ideologische Verblendung scheint auch zu verwirren. Gute Politik sieht anders aus!

    1. Die Welt ist halt nicht nur „schwarz“.
      Wer hier verblendet ist, diese Frage beantwortet sich mit Ihrem Beitrag von selber.

    2. „Gute Politik sieht anders aus!“ – ? Was ist jetzt gut? Das was Ihren persönlichen Wünschen entspricht? Und alles andere ist ideologisch?

  23. Ich wage mal die Prognose, dass sich in der Praxis in der Laurentiusstraße nicht viel ändern wird. Die Autofahrer werden trotz der Beschilderung weiter geradeaus fahren, da jeder weiß, dass die Polizei andere und wichtigere Aufgaben hat. Eine Geschwindigkeitskontrolle vor einer Grundschule sollte immer Vorrang haben vor der Kontrolle einer ausschließlich ideologisch motivierten Schikane der Politik.

    Und wenn dann eben nicht konsequent kontrolliert werden kann, werden sich die Autofahrer auch nicht an die Beschilderung halten. Irgendwann werden die Schilder dann wieder verschwunden sein und wir werden uns fragen, warum wir über die Laurentiusstraße überhaupt so lange geredet haben.

    1. Hallo Herr Garnier,
      da wäre ich mir mal nicht so sicher, dass die Polizei dort nicht kontrollieren wird. Aber wenn Sie sich dem Risiko eines Verwarngeldes aussetzen wollen, dann nur zu.
      Hinterher jedoch bitte nicht beschweren und jammern.

      1. Hallo Babsy,
        natürlich wird die Polizei mal hin und wieder kontrollieren. Aber die Prioritäten sollten schon woanders liegen. Und letztlich ist es doch so: Wer zu schnell fahren will, erwartet auch nicht hinter jeder Kurve eine Radarfalle.

      2. Es ist davon auszugehen, dass die Polizei die ersten Tage dort stehen wird. Diese gesicherte Einnahme wird man sich entgehen lassen!

    2. FAQ: Verkehrssünder
      Wann gilt ein Autofahrer als Verkehrssünder?

      Als Verkehrssünder werden Personen bezeichnet, die aufgrund von Unachtsamkeit, Ablenkung oder Unkenntnis der Verkehrsregeln gegen die geltenden Verkehrsregeln verstoßen.
      Was droht Verkehrssündern bei wiederholten Verstößen?

      Gehen die Behörden von Beharrlichkeit aus, können sich die Sanktionen erhöhen und ggf. sogar eine MPU drohen. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt es zudem eine Regelung für Wiederholungstäter.
      Kann ich Verkehrssünder anzeigen?

      Sind Sie Zeuge einer Ordnungswidrigkeit oder Straftat im Straßenverkehr, können Sie diese grundsätzlich bei der Polizei melden.

  24. Würde man sich doch mal genauso ideologisch mit dem Blechwahnsinn in der Schlossstraße in Bensberg auseinandersetzen.
    Hier wird mit dem SUV noch bis vor die Ladentheke gefahren und das wurde auch so bleiben.
    Der Fußgänger hat hier schonmal keine Lobby.
    Wenn ich mir aber die flotte Fussgängerverscheuchende rücksichtslose klingelnde Mutti mit ihrem Kind im Fahrradanhänger in der Bergisch Gladbacher “ Fußgängerzone “ letzten Mittwoch so betrachte…..
    Gibt es ausser der blöden Laurentiusstrasse die hier scheinbar mit aller Gewalt zum Prestigeobjekt hochstilisiert wird und Fahrradfahrer denen Rücksichtnahme und Regeln Fremdwörter sind, PKW für die die Schlossstraße jetzt noch verschönert wird, eigentlich keine andere Themen mehr ?

    Ich vermisse den Fußgänger, der seinen PKW oder sein Fahrrad noch irgendwo abstellt, durch die Fußgängerzone flaniert und den Einzelhandel mit seiner Anwesenheit erfreut.
    Der Fußgänger scheint unerwünscht.
    Hoch lebe in Bergisch Gladbach der Radfahrer und das Automobil

    1. Ich bin mit allen 4 Verkehrsmitteln (zu Fuß, mit Rad und ÖPNV, selten mit PKW) unterwegs und bin ziemlich sauer über die sinnlosen verbalen Angriffe hier auf die jeweils anderen Verkehrsteilnehmer. In jedem Bereich gibt es Rüpel! Wer seine Einzel-Erfahrung zum Maßstab und Argument nimmt, die „Anderen“ im Ganzen zu beurteilen, muß bitte an seiner Wahrnehmung arbeiten. Die Mehrzahl aller Verkehrsteilnehmer verhält sich nämlich vernünftig.

  25. Herrlich, wie bei jedem neuen Artikel über diese Sache wieder alle aus den Löchern kommen.
    Einfach mal ausprobieren, wie es läuft. Wenn man keine Veränderungen anstößt, passiert nichts.

    1. Wer außer unseren Symbolpolitikern braucht denn ausgerechnet auf der radfahrerseitig völlig uninteressanten Laurentiusstraße Veränderungen?

      1. Wieso ist die denn völlig uninteressant?
        Weil Sie diese nicht nutzen würden?
        Man kann gegen alles und jedes meckern. Nur nix ändern.
        Das hilft aber nicht wirklich…

      2. Die Laurentiusstraße hat Potenzial. Besonders am Wochenende kann sie in Zukunft wenn mehr Shops und Cafes eröffnen zu einer Erweiterung der Innenstadt führen. Was ihr Autofahrer nicht versteht ist dass Innenstädte nicht von euch Autos leben. Sie nehmen Platz weg, sind gefährlich und sind laut. Wie kann der Gedanke das man im Schatten der Laurentius Kirche seinen Kaffee trinkt neben Bäumen und Blumenkübel einen so emotional hoch kochen aber das ins Negative.

      3. @Felix Ich bin schon richtig gespannt auf all die Blumenkübel und all die neuen Shops und Cafés die nun in Zukunft eröffnen werden…

  26. Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, dass die Laurentiusstr. zur Fahrradstraße werden soll. Was ich nicht verstehe, warum man nicht zumindest die Zufahrt zum Parkhaus des Marienkrankenhauses offen hält und kurz dahinter sperrt.
    Margret Grunwald-Nonte

    1. Nun, was für die einen kurz dahinter ist, das ist für die anderen kurz davor – da kann man es nicht allen recht machen.

    2. Weil dann alle, die ins Parkhaus MKH möchten über die Paffrather Straße kommen müssen und trotzdem über die Buchmühle wieder wegfahren. Es sei denn man hebt die Einbahnstraße auf.
      So oder so ist das Parkhaus MKH dann nur noch aus einer Richtung anfahrbar und nicht wie bisher aus zwei Richtungen.
      Für die einen, ist die eine Richtung wichtig für die anderen die andere Richtung.

  27. Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, dass die Laurentiusstr. zur Fahrradstraße werden soll. Was ich nicht verstehe, warum man nicht zumindest die Zufahrt zum Parkhaus des Marienkrankenhauses offen hält und kurz dahinter sperrt.

  28. Wo bleiben die Kommentare der Radfahrer? Auf dieser holprigen Straße kann Radfahren doch kein Vergnügen sein, ob mit oder ohne „Lieferverkehr“.

    1. Hallo Herbert,
      die Radfahrer sind größtenteils einfach nur nur genervt von den Kommentaren.
      Für mich ist es tatsächlich kein Vergnügen sondern reine Zweckerfüllung mit dem Rad die Laurentiussstraße zu fahren. Und ich hoffe auf eine Verbesserung der Sicherheit für mich.

    2. Wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass es in der Laurentiusstraße nicht primär um die Radfahrer geht. „Fahrradstraße“ heißt es nur, damit das Projekt einen wohlklingenden Namen hat. In erster Linie geht es darum, Bergisch Gladbach für den Autoverkehr unattraktiv zu machen.

      1. Und das ist auch gut so. Die Autoinfrastruktur in Bergisch Gladbach ist mehr als nur ein Geschenk. An jeder Ecke Parkflächen. An jeder Ecke keine Fahrradwege. Auto bedeutet ja FrEIhEiT. *Ironie Ende*

      2. …und Fördermittel abzugreifen für all die angedachte Möblierung in der rosagrünen Traumwelt mit Pollern und Bäumchen und Fahrradständern, die kein Mensch braucht. Diese Spielzeuge gibt es nur, wenn man dem Fördergeber glaubhaft machen kann, dass das Rad künftig das dominierende Verkehrsmittel sein soll. Nur darum geht es eigentlich.

  29. Eigentlich sollten die Klimafreunde an Samstag hier demonstrieren, anstatt nach Lützerath zu fahren.
    Wer hätte gedacht, dass die Grünen einmal einen CO2 fördernden Umweg durch GL fordern werden. Daran kann man doch erkennen, dass hier niemand zu ende denkt.

  30. Die Taxis stehen u.a. am Markt. Viele Patienten lassen sich nach einer Darm- oder Magenspiegelung per Taxi abholen. Die Taxis machen dann erst mal eine kleine Stadtrundfahrt. Kosten zu Lasten des jeweiligen Bürgers.
    Aber schön, dass z.B. der Pizzabote oder der Amazonfahrer durch dürfen. Grund: die Ecke an der Einfahrt Buchmühle ist dann doch was eng.
    Eng wird es dann auch für den Klempner, der nichts liefert, nur Hilfe und , dessen Einsatzfahrzeug dann dort „hängen bleibt“.
    Schön, dass in dieser Stadt alles immer so gut zu Ende gedacht wird.

    1. Die Taxifahrer sind erfahrungsgemäß die ersten, die sich auf eine Verkehrssituation einstellen und dann den für sie kostengünstigsten Weg und Standort ermitteln (die Anfahrt zahlt in der Stadt nicht der Kunde). Das sind eben Profis, die professionell denken.

  31. Was für ein ideologischer Schwachsinn! Niemand hindert die Fahrradfahrer schon jetzt daran, die Laurentiusstraße zu benutzen. Unfälle mit Fahrradfahrern sind (zum Glück) auch nicht bekannt, also um die Sicherheit kann es auch nicht gehen. Da werden mal eben geplant 570.000 € zum Fenster rausgeschmissen, um ein Verkehrschaos zu verursachen. Anstatt Verkehrsprobleme zu lösen, werden neue produziert.

    1. Anscheinend sind Sie kein Fahrradfahrer denn sonst würden sie nicht sagen das wir Fahrradfahrer von „niemanden gehindert“ werden. Steigen sie doch Mal aufs Dat und dann gucken wir Mal wie wohl sie sich fühlen wenn ein SUV mit 5cm Abstand an einem vorbei rast.

      1. Wieso rasen nur SUV an den armen Radfahrern vorbei? Machen das andere PKWfahrende nicht? Haben Sie sich mal gefragt, wie man sich als Fußgänger fühlt, wenn Fahradfahrende kurz vor einem Zusammenprall hinter einem klingeln, obwohl man sich richtig auf dem Fußweg befindet. Radfahrer ignorieren mehrheitlich (!) die Verkehrsregeln (z.B. an Ampeln bei !“rot“ halten) und erst recht Radfahrwege – ach ja, die sind ja nicht ebenerdig genug. Dass gegen die Fahrtrichtung Radfahrwege genutzt werden (z.B. Bensberger Strasse ab AOK bis Kreisverkehr) hat der Fußgänger gefälligst zu ertragen und hurtig zur Seite zu springen (siehe oben).

      2. Hm ist auch merkwürdig wenn die Fahrradinfrastruktur an den Autoinfrastruktur gekoppelt ist. Gäbe es abgetrennte Wege und Fahrradampel hätten wir einige Probleme weniger. Und den Abschnitt den Sie nennen: Ich fahre diesen sehr oft und muss sagen das Problem liegt daran das es eine Huckelpiste ist und keine klar farblich abgetreten Wege gibt. Hätte man ganz fett einen Rote-Linie auf dem Gehweg hätten sowohl Fahrradfahrer als auch Fußgänger ihre Ruhe. Ich werde Fußgänger und Radfahrer nicht in einen Kampf schicken weil beide ein Problem eint: und das ist der Autoverkehr. Ob Falschparker oder Raser. Für uns beide ist dies ein Problem was bekämpft werden muss.

      3. Herr Bensberger, SUV sind nun mal übergroß, schwer und hoch, deshalb ist auch das Gefährdungsempfinden höher.

        Dass kombinierte Rad- und Fußwege eine Pest sind, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Das sind sie übrigens auch für Radfahrer, wenn mal wieder ein Fußgänger in Gedanken kurzerhand einen seitlichen Ausfallschritt macht, zur Vollbremsung zwingt und sich anschließend noch beklagt. Oder wenn so eine pelzige Trethupe vom Herrchen plötzlich mehr Leine bekommt und quer vors Rad schießt. Da wäre für beide Verkehrsarten eine genau definierte Führung ein Segen.

      4. Ich fahre auch Fahrrad und bin als Fußgänger unterwegs. Haben sie sich schon mal gefragt, wie sich Fußgänger fühlen, wenn Lastenräder in vollem Tempo 5 cm an Fußgängern vorbeidonnern, das noch in falscher Richtung und entgegen aller Verkehrsregeln? Aber Radfahrer genießen ja zur Zeit Narrenfreiheit und dürfen sich alles erlauben.

      5. Fehlt eigentlich nur noch das Stichwort „Fahrrad-Rambo“, dann können sich Fußgänger und Autofahrer zufrieden die Hand schütteln (natürlich ohne darüber nachzudenken, wer am häufigsten durch wessen Verschulden ums Leben kommt).

  32. Wer zahlt den höheren Benzinverbrauch für die Umwege …. das Klima wird weiter belastet. Vieles wurde schon gesagt.

    Der Autofahrer muss Umwege fahren, egal ob mit dem eigenen Auto oder mit einem Taxi.

    Frage an den Bürgermeister: Wer denkt so egoistisch und nicht an alle Bürger*innen.

    Klimaschutz wird in Bergisch Gladbach ignoriert.

    1. Ja, vieles wurde schon geschrieben, aber offenbar vieles nicht gelesen. Es würde sich schon lohnen, wenigstens einmal die Karten mit den Anfahrtvorschlägen anzusehen.