So soll die Schulerweiterung in Hebborn aussehen. Grafik: Stadt GL

Die 120 Module für die Not- oder Sofortschulen in Refrath und Hebborn können nun doch nicht in den Osterferien angeliefert werden, sondern erst einige Wochen später. Dennoch sollen beide Schulgebäude zum Unterrichtsstart nach den Sommerferien bereit stehen, bekräftigt die Schulbaugesellschaft. Neue Grafiken zeigen erstmals, wie die Gebäude aussehen werden.

Geplant war die Anlieferung der Module für die kurzfristige Erweiterung der KGS In der Auen und der GGS Hebborn für die Osterferien, jetzt muss diese aufwendige Aktion doch während des normalen Schulbetriebs stattfinden. Das teilte die Stadtverwaltung am Montag mit.

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Diese Verschiebung der Anlieferung um einige Wochen bedeute aber keine Verzögerung der Fertigstellung, sagt der Geschäftsführer der Schulbau GmbH, Sebastian Rolko. Er sei zuversichtlich, dass eine Punktlandung gelingt und die Sofortschulen „pünktlich zum neuen Schuljahr“ in Betrieb gehen können:  „Da wir ein klares Ziel haben, wann der Schulbetrieb startet, muss sich die Baulogistik dem anpassen.“

Auch Hochbaudezernent Thore Eggert geht von keiner Verzögerung aus: „Glücklicherweise sieht es weiterhin so aus, dass wir die fertigen Schulgebäude pünktlich übernehmen können.“ Allenfalls Restarbeiten z.B. in den Außenanlagen müssten gegebenenfalls nachträglich zu Ende geführt werden.

Hintergrund: Um eine Notlage bei der Versorgung mit Plätzen in der Grundschule zu verhindern hat die Stadt im vergangenen Sommer die „Sofortschulen“ erfunden. In Refrath und Hebborn werden zwei massive Gebäude aus Fertigmodulen mit jeweils zwölf Klassen- sowie OGS-Räumen gebaut.

Die Abwicklung hat die neue Schulbaugesellschaft übernommen, den Bau eine spezialisierte Firma, die die Module selbst herstellt, anliefert, aufbaut und ausrüstet. Die Kosten für beide Schulen sind mit gut acht Millionen Euro veranschlagt.

Anlieferung im Stundentakt

Die Anlieferung der jeweils rund 60 Module wird zu einem besonderen Kraftakt. Mit besonderen Auswirkungen für die Anwohner der KGS In der Auen: Die Schwerfelstraße muss in einem kleinen Teilstück als Umschlagplatz für die Module komplett gesperrt werden.

Eine Visualisierung der Sofortschule in Refrath. Grafik: Stadt GL

Und auch auf der Odenthaler Straße vor der GGS Hebborn wird es zu Behinderungen kommen: Eine provisorische Ampelanlage soll den Verkehr in beiden Richtungen während der An- und Abfahrt der Tieflader jeweils vollständig stoppen.

Neue Termine für die Anlieferung

GGS Hebborn
Mo 24.04. – Fr 12.05.2023

KGS In der Auen
Mo 08.05. – Fr 26.05.2023

Diese Ampel werde manuell von einer verantwortlichen Person gesteuert, die dabei den Verkehr und damit auch die Schulkinder im Auge behält, betont die Stadt. Letzte verkehrsrechtliche Genehmigungen mit Auflagen für die Umsetzung müssten noch abgewartet werden, bevor die Eltern gemeinsam mit den Schulleitungen informiert werden.

Die Auswirkungen auf den Schulbetrieb seien intensiv untersucht worden: „Gerade der sichere Schulwegverkehr vor der Baustelleneinfahrt hat uns in Hebborn vor organisatorische Aufgaben gestellt“, erklärt Rolko. Man habe eng mit Schule und Polizei kooperiert und dabei „die Sorgen der Eltern sehr ernst genommen“.

Information der Bürger:innen

Stadt und Schulbaugesellschaft hatten die Anwohner:innen in zwei Veranstaltungen in Refrath und Hebborn bereits grundsätzlich informiert und Fragen beantwortet. Die Bewohner:innen der Schwerfelstraße werden schriftlich informiert, wann die Straße gesperrt wird. Die Elternschaft wird gemeinsam von Stadt und Schulen informiert, sobald alle Details feststehen.

Die vorgefertigten Module werden mit großen Tieflader-LKW bis auf die Baustelle geliefert und dort sofort montiert. „Bei ungefähr acht Modulen pro Arbeitstag rechnen wir mit Anlieferungen im Stundentakt“, sagt Projektleiter Stephan Hinzen.

Das sei logistisch für alle Beteiligte eine echte Herausforderung. Die Schulbaugesellschaft habe aber mit der erfahrenen Baufirma, den Schulen und der Ordnungsbehörde schlüssige Konzepte erarbeitet, um die Anlieferung in konzentrierter Aktion umzusetzen.

Zur Zeit finden auf beiden Grundstücken umfangreiche Gründungarbeiten statt. Das ausgehoben Erdreich wird von lokalen Baufirmen mit schweren LKW abtransportiert. Beide Areale waren zuvor mit Bauzäunen umfangreiche abgesichert worden.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Ob es da wohl eine Malus-Regelung in den Verträgen gibt?
    Oder ist man wie bei den Flüchtlingsdörfer nur froh, überhaupt etwas zu bekommen?