Foto: Philipp J. Bösel

Nach vier ausverkauften Vorstellungen und rund 500 Zuschauer:innen vor Ort geht die Theaterproduktion „Die Innenseite des Glücks“ von Heinz-D. Haun auf Tournee. Zur Finanzierung der Auftritte – und zur Förderung der Aufarbeitung einer dunklen Epoche der Zeitgeschichte – ruft der Theatermacher nun zu Spenden auf. Die Bethe-Stiftung unterstützt mit einer bereits länger geplanten Verdopplungsaktion der Spenden.

Das szenische Hörspiel „Die Innenseite des Glücks” von Heinz-D. Haun stößt auf eine starke Nachfrage, weit über die Grenzen Bergisch Gladbachs hinaus. Das autobiografische Stück geht nach vier ausverkauften Aufführungen im Theas bald auf Tournee.

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Die aufwändige, anhand persönlicher Briefe und Dokumente recherchierte Theaterproduktion handelt von der Liebe seiner Eltern, die sich im Zweiten Weltkrieg in einem Tanzssal in Leverkusen kennenlernen. Krieg und Gefangenschaft trennen das Paar für zehn Jahre. Bevor sie sich im August 1949 endlich in die Arme fallen und eine Familie gründen.

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Eine Liebe im Krieg: Heinz-D. Haun inszeniert die Geschichte seiner Eltern

Vom Liebesglück seiner Eltern im 2. Weltkrieg erzählt der Theatermacher Heinz-D. Haun ist seinem neuen Bühnenstück „Die Innenseite des Glücks”. Zu Beginn findet deren Beziehung vor allem auf dem Papier statt: Das szenische Hörspiel lässt mit Auszügen aus Briefen und Postkarten die Sehnsucht des Paares lebendig werden. Und deren Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft – trotz zehnjähriger Trennung.

500 Zuschauer:innen sahen die Produktion in Bergisch Gladbach, weitere sollen folgen: Fest geplant ist bereits eine Aufführung im Saal Norhausen in Leverkusen-Rheindorf am 24. September. Just dem Saal, wo sich das Paar 1939 kennenlernte.

Mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Bundeswehr in Aachen haben zusätzliche Veranstalter Interesse bekundet. Die Termine werden derzeit abgestimmt. Im Januar 2024 wird es zudem wieder ein Gastspiel im Theas in Bergisch Gladbach geben.

Heinz-D. Haun (Autor), Lutz Urbach (Kuratorium Bethe-Stiftung) und Harald Mohr (Theater Welten Erschaffen e.V.) blättern bei der Vorstellung der Spendenverdoppelungsaktion in Briefen von Hauns Eltern, Foto: Holger Crump

Zur Realisation der Aufführungen ruft Heinz-D. Haun nun zu Spenden auf. „Ich bitte vor allem aus inhaltlichen Gründen um eine Unterstützung für die Theaterproduktion. Wer an der Spendenaktion teilnimmt dokumentiert damit nicht zuletzt die Relevanz eines Stückes, das einer unrühmlichen Epoche unserer Zeitgeschichte eine andere Perspektive verleiht, die heute nach wie vor aktuell ist“, sagt der Theatermacher.

Heinz-D. Haun „Die Innenseite des Glücks“
Stationen der Tournee
Aachen, Bundeswehrstandort, Februar/März 2024
Bergisch Gladbach, Theas, Januar 2024
Leverkusen-Rheindorf, Saal Nordhausen, 24. September 2023
Seelscheid, Kunsthaus Burkhard Sondermeier, Termin offen

In Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind Aufführungen in Düsseldorf, Remscheid, auf der Ordensburg Vogelsang sowie in Üdem oder Weeze am Niederrhein geplant. Der Volksbund unterstützt ausgewählte Produktionen zudem durch lokale Marketingaktionen.

Jede Spende würde dafür sorgen, dass noch mehr Zuschauer:innen „Die Innenseite des Glücks” erleben dürften. Ein Stück, dass den Nerv treffe und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte anrege, wie Haun aus Rückmeldungen erfahren habe.

Spendenverdoppelung

Rückenwind kommt von der Bethe-Stiftung, die im Rahmen ihres Förderschwerpunktes „Erinnerungskultur“ eine bereits längere Zeit geplante Spendenverdoppelung zugesagt hat, bis zu einer Höhe von 4.000 Euro.

Spenden können überwiesen werden auf das Konto des gemeinnützigen Vereins Theater Welten Erschaffen e.V.:

IBAN DE21 3806 0186 7600 5290 18
Betreff:
Verdoppelung Bethe-Stiftung
Bitte Name und Anschrift angeben
Kontakt: Heinz-D. Haun, 02202-250837
hdhaun@posteo.de, info@tweev.de

Der Verein versendet Spendenbescheinigungen ab 300 Euro, auf Wunsch auch bei kleineren Beträgen. Ab einer Spende von 100 Euro ist der Eintritt zu einer Veranstaltung kostenfrei.





war bis Anfang 2024 Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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  1. Hein Haun sei großer Dank für die Arbeit an diesem traurigen, aber zum weiterNachdenken anregenden Stück Geschichte
    Man sollte eine Sondervorstellung für alle geschichtsvergessenen AfD Wähler anbieten.
    Auch eindrucksvoll das Buch „Alles was wir nicht erinnern“ von Christiane Hoffmann, oder „Titos Brille“ von Adriana Altaras…es gibt inzwischen viel Literatur über die fürchterlichen Zeiten der nationalistischen Rattenfänger. Das Vergangene ist halt nicht vergangen.