Seit einigen Wochen versperrt ein solider Zaun einen Spazierweg von Oberheidkamp in den Lerbacher Wald – und damit einen der letzten Zugänge zum privaten Waldgelände westlich von Schloss Lerbach. Die Anwohnerschaft ist verärgert und verweist auf Ankündigungen der Investoren, den Park wieder zu öffnen. Wir haben nachgefragt.

Von einem Seitenarm der Oberheidkamper Straße führt ein schmaler Waldweg in den Lerbacher Wald, der von der Anwohnerschaft für Spaziergänge und den Kindern für einen Abstecher zum Lerbach gerne genutzt wird. Doch seit Ende der Sommerferien ist dieser Weg von einem soliden grünen Metallzaun versperrt.

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Der neue Zaun verlängert einen Maschendrahtzaun, der schon lange am Haus der ehemaligen Gutsverwaltung Lerbach beginnt, ein gutes Stück in den Wald hinein. Womit die Spaziergänger:innen effektiv ausgesperrt sind, weitere Zugänge zum Wald und Park von Schloss Lerbach sind in der Vergangenheit nach und nach dicht gemacht worden.

Die Anwohner reagieren empört und verweisen auf mehrfache Ankündigungen der neuen Eigentümer von Schloss Lerbach, Ute Reißdorf und Heribert Landskron-Reißdorf. Sie hatten betont, den Park nach der Sanierung des Schlosses wieder komplett für die Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Anordnung der Versicherung

Diese Ankündigung gelte nach wie vor, bestätigt Landskron-Reißdorf dem Bürgerportal. Die Sperrung des Zuganges sei auf Anordnung  der Versicherung erfolgt. In den vergangenen Jahren sei die Verkehrssicherungspflicht nicht beachtet worden, nun stürzten immer wieder große Äste herunter, erläutert der Investor. Hätte er die Weg nicht schließen lassen, wären die Eigentümer haftbar und ohne Versicherungsschutz.

Die Sperrung sei jedoch vorübergehend, sagt Landskron-Reissdorf. Erst nach dem Laubfall könnten im Herbst bzw. Winter alle Bäume entlang der Wege geprüft und das lose Astwerk entfernt werden. Die Sperrung dauere nur so lange an, bis das erledigt sei.

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Einige der Betroffenen sind damit allerdings nicht zufrieden. Nach seiner Einschätzung sei dieser Zaun „für die Ewigkeit“ gebaut worden, sagt ein Mann aus der Nachbarschaft. Dafür spreche auch, wie wenig Rücksicht auf Baumwurzeln beim Bau des Zauns genommen worden sei. Wenn es lediglich um die Verkehrssicherungspflicht gegangen wäre, hätte ein einfaches Absperrband oder ein mobiler Bauzaun mit einer entsprechenden Info für die Passanten ausgereicht.

Eine Meinung, der Landskron-Reißdorf widerspricht – weil das die Versicherung nicht akzeptiert hätte. Das ein solider Zaun erforderlich ist legen einige Geschehnisse am Zaum nahe: Unbekannte hatten zum Bolzenschneider gegriffen und Durchgänge in den Zaun geschnitten. Der ist inzwischen wieder repariert und durch Kameras zusätzlich gesichert.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Welcher Deutsche hat keinen Zaun/keine Mauer um seine erworbene Parzelle, egal wie groß, errichtet.
    Auf Wiesen, wo früher Kinder spielen konnten, stehen jetzt lauter umzäunte Einfamilienhäuser auf teilweise riesigen Grundstücken -> nicht mehr zugänglich.
    Wo früher Wald war, stehen jetzt Häuser mit spießigen Gartenzäunen -> nicht mehr zugänglich.
    So bedauerlich es ist, aber warum gönnt man dem neuen Eigentümer von Schloss Lerbach nicht auch den Zaun um seine Parzelle. Muss er tatsächlich begründen warum er den Zaun (vielleicht für immer) will?
    Es ist doch bereits erfreulich, dass sich jemand gefunden hat, der dieses schöne Schloss nunmehr vor dem Verfall bewahrt.
    Apropos: 1 qm Wald kostet ca. EUR 1,00 – EUR 2,00. Man muss kein Millionär sein um einen zu haben!

  2. Wie viele Millionäre gibt es denn in GL? Besitzen die alle einen Wald mit Zaun drum und lassen ihre armen Mitmenschen nicht mehr hinein?

  3. Eigentum verpflichtet. Das bedeutet natürlich auch, dass niemand durch das Eigentum zu Schaden kommt. Es bedeutet aber auch die Pflicht, dem Allgemeinwohl zu dienen. Davon ist hier nichts zu spüren. Im Gegenteil: „Du willst in den Wald? Dann kauf‘ dir einen eigenen!“ So kommen einige Kommentare hier bei mir an.

    In GL sind Spielplätze, Parks und Wälder immer weniger zugänglich oder verfügbar. Oder sie sind gepflastert, wie der Forumpark. Oder dienen als erweiterte Parkplatzfläche, wie an der Buchmühle. Oder der Kaffeeröster möchte sich ausbreiten und einen Wald roden.

    Mich erinnert das ein wenig an die Auseinandersetzung mit Herrn Roth und dem Zaun um den Friedhof – hier lenkte man schließlich nach Gesprächen ein und setzte ein Tor ein. Ja, so kann man den Frieden mit den Nachbarn ganz einfach wahren.

    Aber das scheint in der Stadt der Millionäre nicht überall möglich zu sein.

  4. Die meisten Kommentare bestätigen, was die meisten Europäer denken: Die Deutschen sind unsäglich kleinkariert, neidisch und beschränkt. Da gibt es einen Weg in einem Wald, der bisher frei zugänglich war, nun aber, auch im Zuge eines Eigentümerwechsles, gesperrt wurde. Sofort beklagen sich alle möglichen Leute incl. einem Grünen, diesen Weg, der nicht Gemein-Eigentum ist, nicht mehr gehen zu können. Kennen diese Leute keinen anderen, sind ihre Spaziergänge und die ihrer Hunde auf diesen einen Weg beschränkt – so wie ihre Denke?

    Auch Ihre Prosa, Herr Flosbach, zeugt von kleinbürgerlichem Denken und von fehlgeleitetem Blick auf die Tatsachen. Gerade Leute wie sie werden am lautesten schreien, wenn ihnen ein Ast auf den Kopf fällt.

    Und sie, Herr Niederwipper, machen sie die Waffel zuhause, keiner zwingt sie, die im Schloss Lerbach zu essen.

    Herr Siems reklamiert für sich, den gesamten deutschen Wald zu kennen, verkennt aber die Besitzverhältnisse – auch aus Neid, nicht Kapitalist sein zu können?

    Frau Feß, ihre “energetische” Behauptung ist ebenfalls schlicht aus der Luft gegriffen. Vielleicht üben sie ihre Kunst, in die Zukunft sehen zu können, an anderen Objekten. Hier sind sie unangebracht und peinlich.

    Was sind sie, Herr Flosbach, ein weltverbessernder Ignorant, ein Tatsachenleugner wie die von der afd oder einfach nur ein Träumer, der sich seine Welt zusammenstrickt?

    Frau Borgmann, den neuen Eigentümer als Lügner zu bezeichnen, ist frech. Ihre anderen Argumente kommen abenfalls aus dem Bereich Selbstsucht, Neid und Blauäugigkeit.

    Wenn ihnen das Argument runterfallender Äste suspekt vorkommt, Herr Kleinert, möchte ich wissen, wie sie urteilen, wenn Wälder und Wege von Behörden gesperrt werden bzw. vorm Betreten gewarnt wird. Sind das auch eigentümergelenkte Verfehlungen?

    Vielleicht sind all die hier aufgeschriebenen Sorgen und Sehnsüchte im Frühling perdu, wenn die Bäume keine Gefahr mehr darstellen.

    1. Herr Havermann, ich bin nicht immer ihrer Meinung.
      Aber hier ist es voll getroffen.
      Aber wenn schon ein Dackel vor dem Zaun steht und die Welt nicht versteht….

    2. Oh, das Niveau der Diskussion wird hier wirklich gruselig. Ex-Unternehmer und Rentner, die noch nicht einmal in der Nähe wohnen und betroffen sind, holen auf tiefsten Niveau zum persönlichen Rundumschlag gegen “Klassenfeinde” aus – und lenken dabei recht ungeschickt auf eine “Kapitalisten-“, “Grünen-“, “Verschwörungstheoretiker-” und “Neid-Debatte” um.

      Rückwärtsgerichteter und niveauloser kann man sich kaum äußern; denn es ist mitnichten ein politischer Diskurs. Es geht auch nicht um das Einzäunen des persönlichen Eigentums, sondern um einen ganzen Wald im Herzen der Stadt, der vor nicht allzu langer Zeit aus ganz bewussten Gründen öffentlich war (und hoffentlich wieder wird). Ein massiver Zaun spricht die klare Sprache: Das bleibt so!

      Ich hoffe nur, dass sich solche spaltenden Seelen nicht noch in Beiräten zum Flächennutzungsplan der Stadt tummeln, denn dann ist es um die Zukunft derselben wirklich düster bestellt…

    3. Bergische Waffeln

      Zutaten für 4 Personen:
      125 g weiche Butter
      75 g Zucker
      1 Päckchen Vanillezucker
      1 Prise Salz
      2 Bio-Eíer
      250 g Weizenmehl
      1/2 TL Backpulver
      180 ml Buttermilch
      2 EL flüssiger Honig
      1 Glas saure Kirschen, entsteint
      200 ml frische Schlagsahne, aufgeschlagen
      2 EL Puderzucker
      etwas weiche Butter zum Backen

      Zubereitung:
      Weiche Butter in einer Schüssel mit einem Handrührgerät geschmeidig rühren.
      Zucker, Vanillezucker und Salz hinzufügen. Dann die beiden Eier unterrühren.
      Mehl und Backpulver mit einer Gabel vermischen und abwechselnd mit der Buttermilch in den Teig rühren.
      Zum Schluss den Honig unterrühren.
      Waffeleisen vorheizen.
      Mit einem Backpinsel das Waffeleisen mit ein wenig Butter einstreichen und die Waffeln darin backen.
      Kirschen währenddessen in einem Topf erhitzen.
      Die Waffeln durch ein feines Sieb mit Puderzucker bestäuben und auf einem Teller anrichten.
      Die heißen Kirschen als Beilage zu den Waffeln geben.
      Mit etwas frischer Schlagsahne sofort servieren.

      Guten Appetit!

    4. Herr Havermann, ich stimme Ihnen selten zu, aber ich möchte trotzdem sagen, dass Sie in meiner Achtung gestiegen sind.

    5. Hilfreich wäre an dieser Stelle, die konkrete Vereinbarung mit der Stadt zu kennen. Gibt es eine schriftliche Zusicherung, dass Wald und Park in Zukunft der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, oder hat man sich auf Lippenbekenntnisse der neuen Eigentümer verlassen?

  5. Wenn es wirklich nur vorübergehend ist – ok. Wobei ich die Begründung nicht ganz nachvollziehen kann: Gefahr durch umstürzende Bäume/ Äste besteht doch (fast) nur bei Sturm – und dann sind Spaziergänge im Wald ohnehin nicht ratsam.

    Allerdings hätte ich Sorge, dass aus dem ‘Provisorium’ klammheimlich ein Dauerzustand wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass Naturflächen auf diesem Weg ‘still enteignet’ werden: Genau das ist mit der Picknickwiese am Haus Hardt passiert, die wegen der Corona-Abstandsregeln “zeitweise” gesperrt wurde. Auf die Wiederöffnung warten die Menschen aus Bensberg, Moitzfeld und Herkenrath heute noch… Da sollte die Stadtverwaltung mal einschreiten, immerhin handelt es sich um ein “Naturfreundehaus”!

  6. mir ist der Weg bekannt. Es ist auch schon etwas her, seit ich ihn gegangen bin. Meine dünne Erinnerung sagt mir auch, das der Weg nicht sehr lang war und im Nichts endete. Also eine Sackgasse. Falls meine Erinnerung mich trügt, bitte ich um Veständniss.
    Der zaun ist aber solide gemacht und sollte die meisten vom Grundstück fernhalten. Prima. Es ist ja so, dass dort demnächst eine Baustelle entsteht und man schützt sein Eigentum und die Umgebung. Sehr verständlich.
    Seine Versicherung gewährt Ihm den Schutz zu ihren Bedingungen.

  7. Mich ärgert der Zaun auch, aber trotzdem verstehe nicht, warum man mutwillig das Eigentum anderer kaputtmachen muss? Es gibt nunmal Regeln, an die man sich halten sollte. Und einen guten Grund, warum der Wald gesperrt ist. Aber auch hier greift gleich wieder dieser Verschwörungstheoriegelaber: „Ich will das nicht, also stimmt das nicht, mit der Versicherung. Die lügen uns doch alle an“. OH MAN!!!

    Vielleicht mal mit der Rechtslage beschäftigen, bevor man immer nur alles in Zweifel zieht, weil es einfacher ist. Und mal ehrlich man könnte Verständnis haben, wenn es keine Alternativen gäbe. Aber der Lerbacher Wald ist nur ein paar Meter entfernt, da muss man halt ein bisschen laufen. Ein bisschen weniger Mimimi wäre super.

  8. Hier geht es doch nicht nur um das WAS, sondern auch um das WIE.

    Ich bin ein großer Freund davon, Menschen “mitzunehmen” und nicht einfach ohne Erklärung vor vollendete Tatsachen zu stellen. Es hätte genug Möglichkeiten gegeben (z.B. Aushänge, proaktive Berichterstattung in den Medien), den Menschen begreiflich zu machen, warum man welche Maßnahmen unternimmt – hier wurde nichts dergleichen getan.

    Stattdessen kommt man jetzt mit Erklärungen, die nicht nachvollziehbar sind – weder kaufe ich Herrn Landskron-Reißdorf die Erklärung mit der Versicherung ab, noch glaube ich, dass dieser massive, teure, einbetonierte Zaun im nächsten Frühjahr nach den Baumpflegearbeiten wieder entfernt wird.

    Als Anwohnerin, die hier täglich unterwegs ist – bzw. im jetzt abgesperrten Waldstück unterwegs war – habe ich hier (im Gegensatz zum benachbarten Lerbacher Wald rund um die Grube Cox) nie eine Gefahr durch herabgefallene große Äste oder umgefallene Bäume erkennen können. Dafür aber eine regelmäßige Nutzung der jetzt abgesperrten Wege durch Wildschweine und Rehe, die hier zuhause und nun ebenfalls von dieser Maßnahme betroffen sind.

  9. Schaut man sich die Verteilung von Waldbesitz in Deutschland an so erkennt man, dass es im großen und ganzen aufgeteilt ist in Privat, Staat und Kirchen.
    Kenne keinen der sein Wald jemals eingezäunt hat. Auch nicht aus verkehrssicherungsgründen.
    Nur extrem kurzfristig habe ich es mal mitbekommen. Und dann auch nur mit Absperrband oder Rollhaun.

    Das ist ja schon ein Heikes Thema.

    Aber dann auch noch ein Denkmal von der öffentlichkeit fern zu halten.
    Der Eigentümer hat enorme steuerliche Vorteile und finanzielle Vorteile auf Kosten der Bürger
    Und die haben nicht einmal was davon

    Damit Kulturgut für die Öffentlichkeit Wahrnehmbar ist und geschützt wird.
    Nun ich kann rundherum gehen. Aber nirgends erkenne ich das Schloss. Wofür also bezahle ich Steuern ?
    Hier geht es nicht um kleine summen.

    Und dann noch die ganzen Kameras und hinterlassenschaften der Bauarbeiter ?

    Unterm Strich:
    Stadt: Verloren
    Bürger: Verloren
    Hundegänger: Verloren
    Privatsphäre: Verloren
    Tierschutz für Wild: Verloren
    Denkmalschutz: Verloren
    Jogger: Verloren
    Umweltschutz: Verloren
    Klimaschutz: Verloren
    Naherholungsgebiet: Verloren
    Steuergelder: Verloren

    Eigentümer: Gewonnen Na sehr schön.

    Das Geld und die Freiheit die 99% der Leute verloren haben das bekommt jetzt der Eigentümer.
    So etwas kann man sich gar nicht ausdenken

    Sorry. Da kann ich den Eigentümer nicht verstehen.

  10. Das Ganze passt in das Selbstverständnis der Mitmenschen unserer Zeit: Der Eigentümer hat Baumwurzeln zerstört, nicht derjenige, der den Zaun gesetzt hat. ICH verlange das Zugangsrecht – ob dem Eigentümer das passt, interessiert MICH nicht. Wenn mir etwas auf dem Weg passiert verklage ich den Eigentümer. Dass er zum Eigenschutz dem (eigenwilligen) Wunsch seiner Versicherung nachkommt, interessiert MICH doch nicht. MEIN Hund will im Bach spielen und im Wald scheißen – soll doch der Eigentümer gefälligst aufpassen, dass niemand auf der Hinterlassenschaft ausrutscht; ich nehme sie ja nicht mit, weil es “Natur” ist.

    Der Vorschlag, ein Absperrband zu spannen, ist ja wohl als Witz gemeint, zumal sich irgendwelche Individuen per Bolzenschneider “Eintritt” verschafft haben.

    Auch ich freue mich darauf wieder im Park spazieren zu gehen etc. Aber ein wenig Verständnis für den Eigentümer und nicht nur Egoismus, wäre angebracht.

    1. Danke, Bensberger! Es tut gut, Ihren Kommentar zu lesen!
      Für mich ist es ebenfalls absolut nachvollziehbar, dass ein Wald gesperrt wird, wenn der Eigentümer die Verkehrssicherheit (derzeit) nicht gewährleisten kann, kein Risiko eingehen und nicht für eventuelle Schäden haften will.

    2. Ich verstehe nicht, wie manche Kommentare zustande kommen, wenn der Text oben von Anfang bis Ende durchgelesen wurde.

      Oder geht es einfach nur um Investorenbashing? Glaub der nächste Bierkasten wird ein Solidaritäts-Reissdorf-Kasten. :)

    3. Haha, ich glaube Sie mögen keine Hunde…. das ist sehr schade….

      Vielleicht kann man es ja auch so sehen : bei Zeiten einen Zaun erspart dem Eigentümer einen Naturschutz Aktivisten im Baum…

    4. Es ist also “Egoismus”, zu fordern, dass der Wald frei zugänglich bleibt?
      Wer biegt sich denn jetzt die Dinge zurecht?

  11. Wir werden sehen, ob der Zaun nach der Prüfung im Herbst/Winter und der anschließenden Gefahrenbeseitigung spätestens im Frühjahr verschwindet. Ansonsten muss halt medialer Druck aufgebaut werden, der an die Einhaltung des Versprechens erinnert.

  12. Energetisch ist Schloss Lerbach tot, sollte das systematische Ausschließen von Bewohnern rund um das Gelände Lerbach anhalten oder sich so weiter entwickeln. Aus diesem Grund wird auch dieses Projekt der neuen Eigentümer nicht greifen. Es wird genauso ins Leere laufen, wie auch die vorherigen Bemühungen, das Schloss wieder gesellschaftsfähig und lukrativ zu gestalten.

    1. Na ja, solche Vermutungen kann man anstellen. Der Investor hat jedenfalls einige “tote” Projekte erfolgreich wieder belebt.
      Bis jetzt hat er sich damit einen Namen gemacht, alte Schätze für die Allgemeinheit zu erhalten und hat auch ohne Zwang Zusatzkosten in Kauf genommen, um die z. B. authentische Materialien zu beschaffen.
      Ihm eine Falschaussage bezüglich der Versicherung zu unterstellen, ist bestenfalls peinlich.

    2. „Energetisch ist Schloss Lerbach tot“ – Beim Discounter Ihrer Wahl gibt es immer günstig Alufolie zu kaufen. Daraus lassen sich die kleidsamsten Kopfbedeckungen herstellen.

  13. Ach ja, die Versicherung, Deutschlands – liebste Ausrede für alles, worauf man keine Lust hat.

  14. Da haben die Reissdorf-Erben einen klassischen Fehlstart hingelegt. Man kann nicht einerseits städtische Planungsausschüsse mit vollmundigen Versprechungen überzeugen und gleichzeitig den Anwohnern der näheren Umgebung (die man sich offenbar noch nicht einmal genauer angeschaut hat) sprichwörtlich den Stinkefinger zeigen. Die Reaktion derselben finde ich nachvollziehbar, die etwas lahme Erklärung mit der Versicherung eher befremdlich.

    So gibt es ja kaum noch Wälder, die NICHT privater Hand sind und eine Infotafel (wie in der Eifel oft zu sehen), die auf “eigene Gefahr” hinweist, hätte ausgereicht. Vermutlich wäre diese noch nicht einmal notwendig, denn auch die umliegenden Wälder sind großteils in Privatbesitz (und nicht abgesperrt).

    Als einer der vielen regelmäßigen Gassigänger ist mir auch keinerlei Astbruch aufgefallen – vermutlich geht es eher darum, die anstehende Großbaustelle weitläufig abzusichern, damit niemand damit einhergehende Rodungen mitbekommt? Aber das ist nur – wie geschrieben – eine Vermutung. Mir fällt es aber schwer, “gute Absichten” zu unterstellen, wenn ich sehe, wie rücksichtslos ein größerer Baum beschädigt wurde, nur damit man den (ohne jede Ankündigung gesetzten) Zaun gerade setzen konnte.

    Es deucht: Hier zählt nur der Business Case, nicht die Natur oder der Mensch. Allerdings muss man auch den unternehmerischen Mut, ins Risiko zu gehen, anerkennen – leider zählt dies vor Ausschüssen immer sehr viel mehr.

    Hier hat man irgendwie das “Große Ganze” aus den Augen verloren. Anwohner sind keinesfalls nur lästig, sie können auch auf Missstände hinweisen, um das Gut zu schützen und den Park zu erhalten. Dass ein “Miteinander & Füreinander” geht, ist andernorts täglich zu beobachten. Hier jedoch wurde (hoffentlich wirklich nur temporär) genau das Gegenteil als Zeichen gesetzt.

    Eine Frage, die sich aufdrängt, ergibt sich aus dem Zitat eines früheres in-gl Artikels:
    “Große Teile des Parks, auch das geht aus der Vorlage hervor, war von der Familie Siemens nicht an die Leskan-Gruppe verkauft worden.”

    Nun frage ich mich, ob der Zaun überhaupt rechtens und ganz willkürlich gesetzt wurde?

    Nun denn – ich bin sicher nicht der einzige, der sich freuen dürfte, wenn der Park wieder öffnet und werde die privaten Investoren (deren Kölsch ich gerne trinke) gerne an ihre Versprechen erinnern.

    Bis dahin stehe bestimmt nicht nur ich noch öfters fassungslos vor dem Zaun.

    1. Den beiden Kommentaren gibt es nichts hinzuzufügen.Das trifft den Nagel auf den Kopf.

      Mein Dackel steht jedesmal vor dem Zaun und versteht nicht warum es dort nicht mehr weiter zum Bachlauf (den viele Hunde lieben ) oder hoch in die Stille über dem Schloss geht.

      Es ist ein Trauerspiel welches zu erwarten war. Investorengruppe…..

      Wer später für 25 € die Bergische Waffel mit Sahne im Schlosspark bezahlen kann darf natürlich auch auf die andere Seite des Zauns. Herzlichen Dank…

  15. Kann die Anwohner vollkommen verstehen. So etwas schadet den Kindern, den Joggern, den Hundegängern, den Spaziergängern…… Der Wald ist teil in unserem Herzen. Teil unserer Heimat. Genauso wie für Kölner der Dom.

    Meine Frage: Ist das denn überhaupt ein Waldgrundstück rechtlich gesehen ? Also ich meine von der Fläche. Laut Flächennutzung.

    Denn in Privatwäldern gilt für die Öffentlichkeit ein Betretungsrecht.
    Findet man überall im Internet:
    Z.b. test.de zitat
    . Jeder darf einen Wald betreten. So will es das Bundes­wald­gesetz. Freier Zutritt, auf eigene Gefahr – ist das eine, doch das Bundes­wald­gesetz nennt auch Verhaltens­regeln für Besucher…..

    Das bestätigen mir alle seriösen Websiten.
    Ein Recht auf Einzäunung bestände nur dann wenn man es temporär braucht. So z.b. bei Neuanpflanzungen zum Schutz

    Aber so ein schöner Wald eingesperrt von einem festen Zaun ??? Wirklich .
    Zumal das Wegesicherungsrecht in der Praxis längst nicht so kompliziert ist und die Geschichte mit der Versicherung ist für mich nicht gerade glaubwürdig.
    Da kenne ich mich mit der Materie zu gut aus als das ich so etwas glaube.

    Wenn mir jemand etwas von Fußball erzählt dann glaube ich das schon irgentwie. Weil ich null Ahnung von Fußball habe.
    Aber wenn mir jemand so eine Geschichte verkaufen will dann wirkt das in etwa so glaubwürdig wie die Geschichte die manche Schülern ihren Lehrer*innen damals erzählen wollten dass sie die Hausaufgaben “zuhause Vergessen” haben.

    Aber wie gesagt es kann sein. Wirkt aber alles nicht so geheuer.

    Für mich ist es ein Zeichen wie man mit Eigentum umgeht. Gierig oder mit Verantwortung.
    Es gibt auch leute die haben leerstehende Häuser während andere auf der Straße leben. Das ist der Nachteil des Turbo Kapitalismus

    Schaut euch mal das Schloss Bensberg an. Die machen es richtig
    Ich kenne keinen anderen Wald weit und breit der eingezäunt ist
    Oder der frühere Eigentümer.
    Damals haben Kinder dort gespielt, Ballons stiegen in den himmel, open air konzerte, Jogger liefen und Ostern wurden Eier versteckt…

    Und nun lautet die Botschaft wohl:
    Du kannst viel Zahlen dann kannste Rein. Sonst kannste am Zaun stehen.

    Und das ist in meinen Augen das Problem. Habe damals in einer Bäckerei gejobbt. Und mein Job war es Abends die Brote wegzuschmeißen oder einzufrieren.
    Habe in meinem Leben so bestimmt 10.000 Brote weggeschmissen. Und dann noch die Tonnen abgeschlossen ….(Hochgerechnet ) Ab und an mal was an eine Tafel gegeben. So 2 mal im Jahr.
    Das tat mir auch weh. Zumal ich bei meinem Rückweg am HBF Köln an vielen Menschen vorbeigegangen sind die fast nichts haben war aber alles volkommen erlaubt.

    Unternehmer und Großgrundbesitzer sollten in meinen Augen die Belange von Umwelt, Bürger und ärmeren Menschen achten Geld verdienen ist toll und macht mir auch Spaß.
    Aber nicht nur aufs Geld schauen. Auch aufs Herz….

    Klar das mit dem Zaun beschädigen war auch keine tolle Sache. Sowas sollte man auch nicht tun.
    Aber bei so einem Verhalten wundert mich es nicht wenn irgenteinem Anwohner das mal zu weit geht.

    Ich fände es toll wenn man sich mal alle an einen tisch setzt und das beredet. Politik, Anwohner, Eigentümer, Mitarbeiter. ☺☕

    Nette Grüße

    Fabian A Flosbach