Aus Respekt vor den Opfern und deren Angehörigen in Israel hat die Stadt Bergisch Gladbach an den Stadtfahnen vor den Rathäusern Trauerflore befestigt.

Bei den Angriffen der Hamas sind auch auf dem Gebiet der Bergisch Gladbacher Partnerstadt Ganey Tikva Geschosse niedergegangen. Beide Partnerschaftsvereine für die Stadt in Israel und der Verein für die palästinensische Partnerstadt Beit Jala verurteilen die Angriffe scharf, eine Solidaritätsaktion ist für Montagabend angekündigt. Bürgermeister Frank Stein bot seiner israelischen Amtskollegin Hilfe an.

Bergisch Gladbach pflegt seit mehr als zehn Jahren eine intensive Partnerschaft zu Ganey Tikva, einer Stadt westlich von Tel Aviv. Nach Angaben von Lutz Urbach, dem Vorsitzenden des offiziellen „Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V.“, haben auch dort Geschosse der Hamas aus dem Gazastreifen Schäden verursacht.

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Der (konkurrierende) „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V.“ unter dem Vorsitz von Petra Hemming ruft für den heutigen Montag ab 18 Uhr zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Konrad-Adenauer-Platz auf.

Bürgermeister Frank Stein hatte der Bürgermeisterin von Ganey Tikva, Lizy Delaricha, am Sonntag die Anteilnahme Bergisch Gladbachs übermittelt.  „Wenn humanitäre Hilfe in Ganey Tikva nötig ist, wird die Stadt Bergisch Gladbach nicht zögern zu handeln“, erklärte Stein.

Aus Respekt vor den Opfern und deren Angehörigen wurden an den Stadtfahnen vor den Rathäusern Trauerflore befestigt.

Weder Stein noch die beiden anderen Partnerschaftsvereine äußern sich, ob sie sich dem Aufruf zur Solidaritätskundgebung anschließen oder eigene Aktionen planen.

Wir dokumentieren die Stellungnahmen:

Bürgermeister Frank Stein

in einer Mail an Lizy Delaricha, der Bürgermeisterin von Ganey Tikva:

„Mit Entsetzen und Schock haben wir von den feigen Terroranschlägen auf Israel erfahren. Wir hoffen, dass die Menschen in Ganey Tikva diese unmenschlichen Angriffe unbeschadet überstehen werden. Unsere Herzen sind bei Ihnen und wir hoffen, dass das israelische Volk die Anschläge abwehren und zu einem friedlichen Leben zurückkehren kann.

Unser Bundespräsident und unser Bundeskanzler haben erklärt, dass Deutschland fest an der Seite Israels steht. Das gilt für das gesamte deutsche Volk und auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bergisch Gladbach.

Wir sind in Gedanken bei Ihnen und wünschen Ihnen von ganzem Herzen eine friedliche Zukunft! Mit den wärmsten Grüßen von uns allen!“

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V.

„Die terroristische Organisation Hamas hat Israel angegriffen. Unvorstellbar ist, das es scheinbar gelungen ist auf israelisches Territorium vorzudringen. Entsetzliche Bilder von Opfern und verschleppten Zivilisten. 

Unser Freund Arye Shalicar sprach heute auf WELT TV davon, daß die Terroristen die Rechnung für diesen schändlichen Angriff bezahlen werden.

Wir rufen zur Solidarität mit Israel auf und laden zur Kundgebung am Montag, 9.10.23 um 18:00 Uhr auf den Konrad-Adenauer-Platz ein.“

Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V.

„Der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V.“ verurteilt die Aggressionen der terroristischen Hamas gegenüber Israel auf das Schärfste.

Es ist unerträglich, dass auch in unserer Partnerstadt Ganey Tikva Geschosse aus dem Gazastreifen niedergegangen sind und zu Schäden geführt haben – dies in der Nähe einer Schule und einer Einrichtung für Seniorinnen und Senioren, in der zum Beispiel unser Freund Zwi Eshed lebt, der noch im Januar mit seinem Enkel Asif unser Gast in Bergisch Gladbach war.

Unser Vorsitzender Lutz Urbach steht in einem engen Austausch mit Bürgermeisterin Lizy Delaricha und weiteren Freundinnen und Freunden in Ganey Tikva.“

Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Beit Jala e.V.

Parallel zu Ganey Tikva unterhält Bergisch Gladbach auch eine Städtepartnerschaft mit der palästinensischen Stadt Beit Jala im Westjordanland. Der Partnerschaftsverein unter dem Vorsitz von Stephan Dekker erklärt:

„Am 7. 10. 2023 wurden der Staat Israel und seine Menschen von der palästinensischen Terrororganisation Hamas angegriffen, viele Unschuldige wurden Opfer dieses brutalen und durch nichts zu rechtfertigenden Angriffs. Wir, der Vorstand des  Städtepartnerschaftsvereins Beit Jala – Bergisch Gladbach, sind zutiefst erschüttert über die grausame Brutalität, mit der dieser Angriff erfolgte und verurteilen diesen auf das Schärfste.

Ziel unseres Vereins ist es, die Lebenssituation der Menschen in unserer Partnerstadt Beit Jala bei Bethlehem auf friedliche Weise zu verbessern und Brücken zwischen Israel und Palästina zu bauen. Gewalt kann und darf niemals Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele sein. Unsere Gedanken sind bei den unschuldigen Opfern dieses Konflikts.

Unser Verein steht in engem Austausch mit dem Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins 
Ganey Tikva-Bergisch Gladbach eV, der ständigen Kontakt mit seinen israelischen Partnern hat.“


Hinweis der Redaktion: Wir hatten bereits am Sonntag die Stellungnahmen der Stadt und der Vereine erfragt und veröffentlicht. Am Montagnachmittag veröffentlichte die Stadt eine offizielle Pressemitteilung, die zuvor mit den zwei offiziell anerkannten Partnerschaftsvereinen abgestimmt worden war. Daraufhin haben wir diesen Beitrag ergänzt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Wir empfehlen zur Lektüre: Tarach, Tilman: Der ewige Sündenbock, Edition Telok.

    Dr. Tarach ist übrigens bald bei uns, dem ursprünglichen Ganey-Tikva-Verein zu Gast.

    Mittwoch, 25.10., 19:00 Uhr, in der Volkshochschule Bergisch Gladbach, Buchmühle.

  2. Der terroristsiche Überfall der Hamas mit seinen Auswirkungen auf die Bevölkerung, die teils ermordet und als Geiseln gekidnappt wurde bis hin sogar zu Kindern, die ermordet werden, macht einen sprachlos ob dieser verbrecherischen Taten. Putin lässt grüßen.

    Wieder einmal schießt die Hamas um sich, unterstütz von zahlreichen Gleichgesinnten und sogar von einem Staatschef Erdogan, der in die EU will??? Selbst ein Diktator, steht er an der Seite der Hamas und anderen verbrecherischen Gruppierungen, die die ganze Welt muslemisiert sehen will, und das im Namen des Korans, in dessen Urform solche Verbrechen nie gefordert wurden. Diese unmenschlichen Taten beruhen auf Änderungen des Korans durch wahnsinnige Religionsfanatiker, wie man sie früher auch in der katholischen Kirche fand.

    Vergessen aber sollte man auch nicht, dass Israel wenig bis nichts zur Deeskaltion in Nahost beigetragen hat. Netanjahu ist ein Kriegstreiber, der zum Schaden seines Volkes und zum Gefallen seiner Ultraorthodoxen Koalitiosnpartner die Besiedlung von Gebieten, auf denen Israel nichts verloren hat und die völlig unrechtmäßig annektiert wurden, immer weiter vorangetrieben hat. Dass sich dort ehemals angesiedelte Palästinenser wehren ist nicht weniger als verständlich. Netanjahu kam nie den Bemühungen auch des Erzfreundes USA nach, friedliche Lösungen zu finden.

    Allerdings ist der feige Überfall in keinem Fall mit den Verfehlungen Israles zu entschuldigen. Die Hamas ist ein Haufen Muslime voller mörderischen Hasses und unbändiger Wut auf alles und jeden, der kein Muslim ist.

  3. Heute Morgen habe ich folgende Aufforderung an Bürgermeister Frank Stein gesendet, die ich hier gerne öffentlich mache:

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister Stein,

    angesichts des brutalen Überfalls der palästinensischen Terroristen auf Israel und deren beispielloser Verbrechen gegen die israelische Bevölkerung darf ich Sie dazu auffordern, als Zeichen der Solidarität mit dem Jüdischen Staat die israelische Flagge am Rathaus Bergisch Gladbach zu hissen. Weltweit gibt es eine große Solidaritätswelle mit Israel, darunter in mehreren größeren wie auch kleineren Städten der Bundesrepublik Deutschland, was sich u. a. in dieser symbolischen Geste zeigt.

    Unsere Nachbarstadt Köln, die eine Städtepartnerschaft zu Tel Aviv, in dessen Großraum unsere unter dem aktuellen Terror auch leidende Partnerstadt Ganey Tikva liegt, unterhält, hat die solidaritätsbekundende Beflaggung des Rathauses mit der israelischen Flagge bereits angeordnet. Auch in unserer Landes- und Bundeshaupstadt sind solche Solidaritätsgesten zu sehen.

    Als die Ukraine vor 1,5 Jahren von Russland überfallen wurde, haben Sie, Herr Stein, die ukrainische Flagge am Rathaus hissen und bis heute wehen lassen – eine tolle Geste gegenüber dem angegriffenen Land. Ich hoffe, dass die Stadt Bergisch Gladbach solche Prinzipientreue und solches konsequente Handeln auch jetzt zeigt – gegenüber dem Jüdischen Staat, der sich im Krieg befindet und seine Bevölkerung gegen den Terror schützen muss.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Roman Salyutov
    Konzertpianist, Dirigent, Musikwissenschaftler, Musikmanager
    Leiter des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach
    1. Vorsitzender “Musik- und KulturFestival GL e. V.”

    1. @Roman Salyutov
      Vielen herzlichen Dank für ihr Schreiben .
      Dieser Gedanke zur Beflaggung mit der israelischen Flagge ist sicher bereits allen humanistisch denkenden Menschen gekommen, danke das die ihn so passend formuliert und zeitnah als Aufforderung an den Bürgermeister umgesetzt haben.
      Sie haben darin meine volle Unterstützung.

      Solidarische Grüße

      Martina Schüttler

      Hinweis der Redaktion: Martina Schüttler ist sachkundige Bürgerin der AfD im Stadtrat

      1. @Redaktion
        Ich bin zudem Beisitzer im Kreisvorstand Rhein- Berg der AfD.
        Letztes Mal hatten sie dies noch mit bemerkt, warum diesmal nicht?

        Mit freundlichen Grüßen

        Martina Schüttler

        mm.schuettler@afd-rbk.de