Die Cyberattacke auf die SIT hatte auch Bergisch Gladbachs Stadtkasse indirekt getroffen, über Monate hinweg wurden keine Zahlungen eingezogen . Inzwischen hat sich die Lage normalisiert, ab März werden die Elternbeiträge für Kitas, Tagespflege und OGS eingezogen. Schritt für Schritt, um die Eltern nicht zu stark zu belasten. Bei der Grundsicherung müssen noch große Rückstände aufgearbeitet werden.

Wir dokumentieren eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

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Immer mehr Auswirkungen des CyberAngriffs auf die Südwestfalen-IT (SIT) normalisieren sich wieder. Nachdem seit November 2023 keine Elternbeiträge für Kitas, Tagespflege und OGS mehr abgebucht werden konnten, können die Lastschriftverfahren nun wieder anlaufen.

Die Beeinträchtigungen wurden erfolgreich aufgearbeitet. Um die finanzielle Belastung für die Eltern zu minimieren, wurde ein Zeitplan für die Beiträge erarbeitet.

Abgebucht werden die Beiträge/ Raten

  • für November und Dezember 2023 am 15. März 2024
  • für Januar und Februar 2024 am 15. April 2024
  • für März und April 2024 am 15. Mai 2024
  • für Mai und Juni 2024 am 15. Juni 2024.                          

Ab dem 15. Juli 2024 erfolgen die Lastschrifteinzüge wieder monatlich.

Eltern, die nicht am Lastschrifteinzug teilnehmen und somit nicht durch den Cyber-Angriff in ihrer Zahlungspflicht eingeschränkt wurden, werden gebeten die Beiträge nach wie vor unter Angabe des Kassenzeichens zu überweisen. 

Einige Auswirkungen halten noch an

Obwohl sich einige Verfahren wieder normalisieren, hat der Cyber-Angriff dennoch weiterhin Auswirkungen auf die Stadtverwaltung. Auch im Fachbereich 5 (Jugend und Soziales) bestehen im Bereich Soziale Förderung – Grundsicherung – massive Rückstände und die Bearbeitung der Schriftstücke und Vorgänge kann einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.

Die Leistungsbezieherinnen und -bezieher werden gebeten, von wiederholten Nachfragen abzusehen. Die Grundsicherungsstelle arbeitet intensiv daran, die Anliegen der Leistungsbeziehenden zu erledigen. Die Verwaltung bittet um Verständnis.

Alle Auswirkungen des Cyber-Angriffs sind auf der städtischen Homepage zusammengefasst unter https://www.bergischgladbach.de/cyber-angriff-auf-die-sit.aspx

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Das weiß wieder der eine nicht, was der andere tut, in diesem Fall Pressestelle und Stadtkasse: Bei uns wurden diese Woche alle Beiträge für 2 Kinder von November 23 bis März 24 plus Nachzahlung für 22 auf einmal abgebucht…

  2. Der Elefant im Raum bleibt aber (●.●)
    Wir haben eine gestiegene Bedrohungslage was Hackerangriffe, DDOS, Digitale Sabotage usw angeht.

    Zitat Stadt Bergisch Gladbach: ,,Auch im Fachbereich 5 (Jugend und Soziales) bestehen im Bereich Soziale Förderung – Grundsicherung – massive Rückstände und die Bearbeitung der Schriftstücke und Vorgänge kann einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.”

    Will mir nicht vorstellen was das im Klartext heißt: Jugendliche bekommen zu spät Hilfe ?

    Wir haben hier in Bergisch Gladbach enorm viele wichtige und große Unternehmen z.B. Krüger.
    Davon lebt die wirtschaft.

    Wir sollten endlich anpacken und eine umfassende Sicherheitsstrategie für den RBK haben.
    Das gesammte Paket: Systeme, It-Partner, Mitarbeiter schulen usw.

    Ginge es nach mir sollte man ein eigenes Büro mit 1-2 Vollzeitstellen dafür extra einrichten.
    Kostet viel aber enorm wichtig.

    Es ist eine Frage der Zeit ! Die Motive ändern sich auch.
    Und durch KI, schnellere Prozessoren und Akteure aus dem Ausland wird es sicherlich nicht leichter.
    Wenn dann sollte man jetzt starten

    1. Ich frage mich wie die öffentliche Hand das schaffen will. Ich arbeite in der Privatwirtschaft in der IT entwickle und betreibe Software, bilde mich kontinuierlich fort und bin im Kontext Software Security betrieblich fortgebildet worden (Kooperation mit dem Fraunhofer). Mein formal höchster Abschluss ist eine Ausbildung (FH-Studium nicht beendet, weil Abschlussarbeit nicht geschrieben). Ich würde im öffentlichen Dienst nicht angemessen entlohnt werden. Warum soll man gut ausgebildet in den Kommunen arbeiten, wenn man weiß, dass dort im wesentlichen der formale Abschluss und nicht die tatsächlichen Fähigkeiten und Erfahrungen zählen. Idealerweise ein Jurastudium.

      1. Da bin Ich ganz bei Ihnen Herr Bell. Jeder denkt nun mal auch ans Geld So ist das nun mal.
        Und was das mit den Fähigkeiten angeht bin ich auch ihrer Meinung.

        Das wäre mir gar nicht mal so wichtig das man die Stellen an bestimmte Vorraussetzungen bündelt.
        Einer der besten Hacker haben kein Studium ebenso wie einer der mächtigsten CEOs der Welt im Softwarebereich.
        Man muss nicht Musik studiert haben um Musiker zu sein. Und man muss nicht Kunst studiert haben um Künstler zu sein

        Aber es ist doch nun mal so:
        Mittelständische Unternehmen und Großunternehmen sind das Triebwerk der Wirtschaft hier im RBK.

        Und für alles gibt es einen staatlichen Ansprechpartner. Für Klima, Für Mobilität , Abfall usw.
        Nur beim Thema IT-Sicherheit da sind sie oft auf sich allein gestellt.

        Ob das alles Private so seriös machen ? Ja und Nein.
        Zumindest denkt jeder auch an seinen Profit und nicht an die Belange des unternehmen. Geschweige denn aus einer Vogelperspektive für die Region.

        Ich jedenfalls denke das in naher Zukunft die Hacker viel viel schlauer werden. Auch denke ich dass anders gehackt wird.
        Viele haben das bild im Kopf von einem mann mit Kapuze auf der dubiose links verschickt. Und dann seine Bitcoins haben will. Das ist Quatsch und realitätsfern vielleicht noch mit einem Matrix Bildschirm im Hintergrund in Grüner schrift 0 und 1 und in der Mitte ein Achtung Symbol

        Und das das mit dem Bürgerbüros der 70 Kommune nur ein kleiner Vorgeschmack war….
        Hier hat es jemand mal als Super Gau bezeichnet. Das ist unsinn. Super gau war damals estland oder stuxnet. Aber das ist hier unrealistisch.

        Realistisch sind Erpressungen, Sabotage, DDOS auf mittelständische Unternehmen.
        Oder auf Verwaltung. Überall dort wo Systeme eben angreifbar sind…

        Daher mein Lösungsvorschlag. Ein eigenes Büro für die Region + Sicherere Zwei Wege Systeme in der Verwaltung + MA Schulen

        Auch unter anderen Artikeln haben einige sehr konstruktive Vorschläge gemacht

        Netter Gruß und schönes Wochenende (*-*)