Die Schüler:innen und Schüler des Gymnasiums Herkenrath sagen „No“. Foto: Cedric Günther

Unter dem Motto #wesayno ein kraftvolles Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu setzen, das war das Ziel der Versammlung der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Herkenrath auf ihrem Schulhof. Die Aktion wurde von der Schülervertretung initiiert und vorangetrieben. In Zusammenarbeit mit der Schulleitung wurde die Aktion zu einem eindrucksvollen Statement für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.

Wir veröffentlichen einen Text von Noemi Coumont, Schülerin des Gymnasiums Herkenrath

+ Anzeige +

Die Idee hinter der Aktion bestand darin, das Wort “NO” mithilfe Schülerinnen und Schülern nachzustellen und dieses Bild von oben festzuhalten. Dies soll den entschlossenen Widerstand gegen Rassismus und Rechtsextremismus symbolisieren. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Herkenrath setzten sich damit nicht nur aktiv für eine offene und demokratische Gesellschaft ein, sondern reagierten auch auf aktuelle Geschehnisse.

Die Initialzündung für die Aktion kam vom Christian-Rohlf-Gymnasium, welches die Schulen und Schulgemeinschaften dazu aufrief, ein gemeinsames Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. In einem deutlichen Appell wurde auf die schockierenden Ereignisse eines Geheimtreffens der rechtsextremen Szene in Potsdam hingewiesen, bei dem Pläne zur Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland diskutiert wurden.

Das Gymnasium Herkenrath schloss sich dieser bewegenden Initiative des Christian-Rohls-Gymnasiums an. Die Idee ist simpel, aber kraftvoll: Ein Foto des geformten Wortes “NO” wird mit den Hashtags #schulengegenrechtsextremismus, #schuleohnerassismusschulemitcourage, #gemeinsamstark und #mitmachchallenge auf den sozialen Medien geteilt, um die Botschaft zu verbreiten.

„Wir hoffen, dass sich viele Personen und Institutionen an der Aktion beteiligen und wir gemeinsam zeigen: We say no“, betont die stellv. Schulleitung, Romina Matthes. 

Die gesammelten Fotos sollen zu einem Video zusammengeführt werden, das nicht nur die Aktion dokumentiert, sondern auch die Vielfalt der beteiligten Schulen und ihre klare Haltung gegen Rechtsextremismus und Rassismus widerspiegelt. Interessierte Schulen werden dazu aufgerufen, ihre Fotos ans Christian-Rohlf Gymnasium Hagen zu senden (sv@crghagen.de). Gemeinsam wollen die Schulen ein starkes Signal für Demokratie und gegen Extremismus senden.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

7

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. “sondern reagierten auch auf aktuelle Geschehnisse.”
    Warum dann nicht gegen den allgemeinen Extremismus, nachdem wir nun genug Schlagzeilen von beiden extremistischen Rändern in den letzten Wochen hatten?

    1. Extremismus ist nie gut, das ist richtig. Allerdings bezieht sich diese Aktion gezielt gegen Rechtsextremismus, veranlagt durch die schockierenden Ereignisse, beim rechtsextremen Geheimtreffen in Potsdam. Zudem: schaut man sich Studien an, wird deutlich, dass Rechtsextremismus, oder zumindest rechtsextrem motivierte Gewalt in Deutschland überwiegt.
      Aber an sich schöne Anmerkung, danke.

      1. Gerade bei Anschlägen auf die Infrastruktur, unter denen nicht nur Tesla sondern auch viele Bürger gelitten haben, wäre es doch bei den vorliegen Zahlen gut gewesen, darauf hinzuweisen.

        Nimmt man die Propagandadelikte (welche gibt es da überhaupt aus dem linken Spektrum) und Beleidigungen raus, so geben sich das linke und rechte Pack nicht viel, leider.

        Darf ich nun davon ausgehen, dass Sie die Zahlen kennen und daher nicht explizit genannt haben oder gehen sie nur auf die Gesamtzahl ein?

        Und zur allgemeinen Einordnung 2022:
        Körperverletzungen
        rechts: 879
        links: 301
        BRD: 572.219

        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4721/umfrage/vergleich-der-anzahl-von-rechten-und-linken-gewalttaten/

      2. @ Sam Urai
        Fällt Ihnen zumindest auf, dass Sie einerseits sagen, “das rechte und das linke Pack” nimmt sich nichts, um dann auf eine Statistik zu verweisen, in der 3mal so viele Körperverletzung von “rechts” wie von “links” aufgeführt werden?

        Für alle die es interessiert und die eine gewisse Toleranz gegenüber der Anwendung der überaus problematischen Extremismustheorie haben, hat die bpb einen recht differenzierten Artikel zu bieten: https://www.bpb.de/themen/linksextremismus/dossier-linksextremismus/523927/links-und-rechtsextremistische-straftaten-im-vergleich/

  2. Die gegen Rassismus, Hetze und Naturzerstörung engagierten Schüler sind unsere Hoffnung.
    Danke !

    1. Gut gebildete, engagierte und wissbegierige Schüler wären mir persönlich lieber als aktivistische. Dann gäbe es die drei genannten Probleme nämlich gar nicht.

      1. Vermutlich sind sie aktiv, weil sie gut gebildet, engagiert und wissbegierig sind. Die Nasenbohrer finden sich dann an den Rändern wieder.