Über die Einführung von HVO100 im städtischen Fuhrpark soll in der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Umwelt am Dienstag entschieden werden. Zunächst für die Abfallwirtschaftsbetriebe und perspektivisch für den gesamten Fuhrpark. Die Grünen lehnen die Einführung von HVO100 als alternative Kraftstofflösung entschieden ab. Trotz der Behauptungen, dass dieser Biokraftstoff umweltfreundlich sei, zeigten aktuelle Recherchen und wissenschaftliche Studien ein ganz anderes Bild.

Wir veröffentlichen einen Betrag der Grünen Bergisch Gladbach

Die Verwendung von HVO100 wird oft als klimafreundlich angepriesen, doch die Realität sieht anders aus. Zahlreiche Quellen, darunter die Deutsche Umwelthilfe, haben gezeigt, dass auch die Emissionen von Stickoxiden und ultrafeinen Partikeln bei der Nutzung von HVO100 sogar höher sein können als bei herkömmlichem Diesel. Dies steht im Widerspruch zu den  Aussagen des Bundesverkehrsministeriums, dass HVO100 die lokale Umweltbelastung reduzieren könne.

  • Kein Nutzen im Sinne des Klimaschutzes in der Gesamtklima-bilanz:
    Die vorhandenen Mengen an nachhaltigen Rohstoffen für HVO-Diesel – zum Beispiel aus Altspeiseölen, die in der Gastronomie oder Lebensmittelindustrie als Abfallprodukt anfallen, sind eng begrenzt. Und sie werden bereits heute vollständig fossilem Kraftstoff beigemischt, um dessen Treibhausbilanz zu verbessern. Werden diese jetzt als HVO100 angeboten, fehlen diese bei E 5 und E 10 und müssten ersetzt werden – ein teures Nullsummenspiel fürs Klima in der Gesamtklimabilanz.
  • Fragwürdige Rohstoffquellen: HVO100 soll zum Großteil aus sogenannten „Abfällen und Reststoffen“ hergestellt werden, die jedoch häufig aus der problematischen Palmölproduktion stammen. Obwohl bei der Produktion „frisches“ Palmöl in Deutschland verboten ist, zeigt die Realität, dass der Einsatz von Abwasser aus Palmölmühlen, bekannt als POME, stark angestiegen ist Zudem werden die zur Produktion benötigten Abfälle und Reststoffe bereits in anderen Industrien genutzt. Diese Praxis führt zu einer Verlagerung von Umweltproblemen, anstatt sie zu lösen.
  • Importabhängigkeit: Über 99% der Rohstoffe für HVO100 stammen aus dem Ausland. Dies führt nicht nur zu einem hohen CO2-Ausstoß durch den Transport, sondern auch zu einer Abhängigkeit von frag-würdigen Importen, die oft nicht den [1] europäischen Umweltstandards entsprechen und deren Lieferketten oftmals nicht sauber nachvollziehbar sind. 
  • Kosten: Momentan sind die Mehrkosten als relativ gering eingeschätzt. Durch die geringe Verfügbarkeit des Kraftstoffs können die Kosten (bei anziehender Nachfrage)  stark steigen.  Zielführender und nachhaltiger wäre es, des Geld in erneuerbare Energien und Ladeinfrastruktur zu investieren, statt es im Dieselmotor zu verbrennen.
  • Hohe Emissionen: Erste Tests haben gezeigt, dass die Stickoxid Emissionen von HVO100 in einigen Fällen sogar höher sind als die von herkömmlichem Diesel. Dies widerspricht den Versprechungen, dass HVO100 eine saubere Alternative darstellt. Gegen den FDP Verkehrsminister Volker Wissing wurde von der Deutschen Umwelthilfe bereits Klage eingereicht, da dieser Abgasmesswerte nicht veröffentlichen will.

Nachhaltige Mobilitätswende

Wir Grünen fordern daher eine grundlegende Mobilitätswende in Bergisch Gladbach, die auf echten nachhaltigen Lösungen basiert. Wir setzen uns für die Förderung und konsequenten Ausbau der Elektromobilität auch in der städtischen Fahrzeugflotte ein. HVO100 kann und darf nicht als Ausrede dienen, um die dringend notwendige Transformation zu verschieben.

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    1. Auch nicht überraschend ist: Wenn eine Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern eine vernünftige, nutzbare und sichere Radwegeverbindungen bietet, wäre überhaupt kein Kraftstoff notwendig. Leider verhalten sich die Grünen und ihr Beigeordneter eher wie Autopartei in den 1960 er Jahren.
      Und bitte jetzt keine Auflistung der mikroskopischen Erfolge der letzen Jahre, die eher Alibi sind als zukunftsorientierte Verkehrspolitik!

  1. Nach längerer Zeit habe ich gerade noch einmal in diesen Chat zu HVO100 geschaut.
    Leider kann man auf die Kommentare nicht (mehr?) antworten.

    Ich darf daher auf diesem Wege alle kritischen Fragen — sofern Interesse besteht — an meine Email Adresse schicken.
    Mir geht es nicht um das was erstaunlicher Weise offen im Grünen Artikel steht:
    Die angebliche Verhinderung der Transformation durch 90% CO2-Reduzierung durch HVO100. Es geht mir um die Erfüllung des Pariser Klimaabkommens. Den Grünen offensichtlich nicht.

    In der gestrigen ASM-Ausschusssitzung (12.11.24) wurden mehrere Projekte der Stadt von Grünen und SPD beschlossen, bei denen keine Rücksichtnahme auf den CO2-Fußabdruck genommen wird. Und das bei einem Klima-Notstand.
    Es ist mir daher wichtig, dass in unserer Stadt ehrliche Politik und die vollständige Faktenlage diskutiert und beantwortet wird. Das ist der Grund, warum ich mich politisch im Alter engagiere. Daher, falls Interesse Fragen und Kommentare an info@wmc-d.de senden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang

    ____________
    Hinweis der Redaktion: Wolfgang Maus ist sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion

  2. Nach den Wasserstoff-Bussen nun also der nächste Holzweg, den die Stadt beschreiten will?

    Ökologisch sind sog. “Biokraftstoffe” nur, wenn sie aus Material gewonnen werden, das sonst ungenutzt verrotten würde. Die Menge solcher Rest- bzw. Abfallstoffe ist naturgemäß begrenzt. Steigt die Nachfrage deutlich an, entsteht ein Anreiz, Pflanzen gezielt für die Produktion von HVO100 etc. anzubauen – etwa in Form von Mais-Monokulturen. Der Umwelt- und Klimanutzen ist dann bestenfalls null, im schlechtesten Fall negativ.

    Keine Frage: Auch batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge benötigen Ressourcen, deren Abbau die Umwelt schädigt. Sie sind nicht ‘ökologisch’, wohl aber ‘ökologischer’. Das einzige tatsächlich umweltfreundliche Auto ist dasjenige, das nicht gebaut wird.

  3. Solange man nicht in der Lage ist (oder nicht daran interessiert ist), die Herkunft dieser HVO-Kraftstoffe nachzuvollziehen und zu diese ständig zu kontrollieren, kann man über die Einsparung an Schadstoffausstoß bzw. die “vollständige CO2 Bilanzierung der Emissionen” gegenüber handelsüblichen fossilen Diesel m. E. keine seriösen Aussagen treffen.
    https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/biodiesel-hvo-betrug

  4. @ Wolfgang Maus
    Sie kennen sich offensichtlich sehr viel besser in der Technik aus als ich, der sich nur auf die verfügbaren Informationen stützen kann, die für Laien auf diesem Gebiet aufbereitet sind.

    Daher würde mich aufrichtig interessieren, was sie zu den beiden Hauptargumenten (soweit ich das überblicke) gegen HVO sagen.

    Zum einen ist das ja die Frage der Effizienz, die auch der Nutzer Drucker bereits angesprochen hat – demnach sind batterieelektrische Fahrzeuge um ein vielfaches Effizienter was die Nutzung der zugeführten Energie angeht.

    Und zum anderen der enorm hohe Bedarf an klimaneutralen Kraftstoffen, wenn diese auch dem motorisierten Individualverkehr zur Verfügung gestellt werden sollen und dem gegenüber das knappe Angebot – vor allem, wenn wirklich nur Abfallprodukte genutzt werden sollen.

    1. @ Wolfgang Maus:
      Ich sehe gerade erst, dass Sie auf die Frage von Drucker bzgl. der Effizienz schon geantwortet haben. Es fällt mir aber schwer, Ihre Ausführungen nachzuvollziehen, weil Sie viel mit Abkürzungen arbeiten und anscheinend Dinge voraussetzen, die m.E. nicht zum Allgemeinwissen gehören.
      Also wenn BEV (batterieelektrische Fahrzeuge vermute ich) einen 3-4x besseren Wirkungsgrad haben, was sind dann die Faktoren, die einen mit HVO betriebenen Verbrenner am Ende doch emissionsärmer machen? Ein Faktor wird sicherlich der Abbau der Rohstoffe für Batterien und die Herstellung der Batterien sein, beides ist ja für Verbrenner nicht nötig. Aber wie sieht es mit den Vorprodukten hier aus? Nennen oder verlinken Sie gerne mal eine Studie dazu.

      1. Ich denke, dass sich Wolfgang Maus sehr gut mit Verbrennungsmotoren auskennt.
        Wenn man einen Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus. Unbequeme Tatsachen, wie z.B. die Unmöglichkeit der Ersetzung von Erdölprodukten durch synthetische Kraftstoffe, werden dann möglicherweise ausgeblendet.

      2. Guten Abend Herr Sebastian X.
        Gerne werde ich Ihnen antworten. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich das erst nach Vollendung eines Vortrags erledigen kann.
        Mit freundlichen Grüßen
        Wolfgang Maus

  5. Es ist sehr schlimm, auf welchem (im besten Fall) Kompetenz-Niveau die Grünen in der Stadt Mobilität, Antriebskonzepte und Energinutzung diskutieren.
    Dies sehr offensichtlich, um sich an die ideologisch motivierten Ziele der Bundesparteitag zu orientieren.

    Leider verspielt die Grünen Partei ihr Vertrauen in eine ehrliche wissenschaftliche Lösung der Paris-Anforderungen einer möglichst CO2 neutralen Mobilität.

    Wichtig: Das Umweltbundesamt betrügt bei ihren Stellungnahmen nicht, sondern lässt seit Jahren auch bei weiteren Studien zur Mobilität oder auch “Erneuerbaren” entscheidende Fakten aus, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.
    Aus Sicht wissenschaftlicher Ehre ein Menetekel.

    Warum verhindern die Grünen eine Debatte über die vollständige CO2 Bilanzierung der Emissionen von der Wiege zur Wiege (Cradle to Cradle) welche zur Einhaltung des Pariser Klimabkommen unabdingbar ist!! Infrastruktur, Netze oder Reservekraftwerke werden wissentlich unterschlagen.

    Inkompetenz wäre/ist verzeihlich. Betrug der Bürger mit einer solchen Veröffentlichung hier in iGL nicht!

    1. Hier schreibt Wolfgang Maus von “wissenschaftlicher Ehre” und ergeht sich dich nur in Ad-Hominem-Angriffen. Aber selbst beansprucht er, die “Lösung” zu kennen. Aber was ist nun mit nicht veröffentlichten Abgasmesswerten?

      1. Sehr geehrter “Christian-Andreas”,
        Die Nutzung des Begriffs “Ad hominem” haben Sie leider nicht ganz präzise an dieser Stelle in der Kritik an der Partei “Die Grünen” verwendet.

        Es wäre sogar gut möglich gewesen, die im Grünen Schriftstück angehäuften bedauerlichen Falschbehauptungen wenigstens einer Person in der Partei der Grünen zuzuordnen. Ob das weitergeholfen hätte, die Mythen und “Fehlinterpretationen” der Argumentation der Bundes-Grünen zu kritisieren? Der lokale “Glaube”, dass die Mutterpartei vertrauenswürdige Argumente liefert, hat sich nun einmal nicht bestätigt.
        Ihr Vorwurf, dass man Ihnen Abgaswerte vorenthalten hätte, muss man sehr ernst nehmen. Und ich freue mich darüber, dass Sie sich für die von den Grünen nicht zititierten brauchbaren ADAC Untersuchungen interessieren. Das wird Sie überzeugen:
        https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/hvo-100-test/
        Gerne besorge ich Ihnen weitere Beweise, dass das Grünen Papier bedauerliche “Irrtümer” enthält.

      2. Man kann schon von Ad-Hominem-Angriffen sprechen. Solche können sich auch gegen nicht physische Personen wie Parteien oder Organisationen richten. Natürlich können die Grünen, die FDP, das Umweltbundesamt und der ADAC irren und unterliegen allen ihren eigenen Interessenskonflikten. Da müsste man aber schon immer im Einzelfall genau erklären, wo der Irrtum liegt. Einfach „alles Ideologie“ rufen reicht da nicht.
        Im konkreten Fall geht es also um Schadstoffe. Hier muss man wohl CO2 (Klimaproblem), Feinstaub (lokales Problem) und NOX (Problem für beides) unterscheiden, was die Grünen hier tatsächlich nicht gut hinbekommen haben. Die ADAC-Daten zeigen eine Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp. Beim Feinstaub stößt Skoda Superb Combi 2.0 TDI mit HVO100 mehr als doppelt soviel aus wie mit Standarddiesel, der NOX-Ausstoß ist gleich. Die Grünen beziehen sich offenbar auf Aussagen der Deutschen Umwelthilfe. Diese hätte Messungen beauftragt, bei denen NOX und Feinstaub bei HVO100 höher waren. Könnte auch vor dem Hintergrund der ADAC-Daten plausibel sein. Diese Daten wären nicht veröffentlicht worden. Stimmt das, oder stimmt das nicht?
        Der zweite Punkt wäre die Behauptung, dass dem HVO100 regelwidrig Palmöl untergejubelt wird. Selbst der ADAC räumt ein, dass man diese Sache klären müsste. Stimmt das, oder stimmt das nicht?

        Grotesk ist die Aussage von Wolfgang Maus „Betrug der Bürger mit einer solchen Veröffentlichung hier in iGL“ sei nicht „verzeihlich“. Wolfgang Maus selbst hat meiner Meinung nach hier bereits unreflektiert den Inhalt von Desinformationskampagnen („Fahrrad fahren ist schlechter fürs Klima als Autofahren“) wiedergegeben und anschließend die Glaubwürdigkeit von Quellen wie dem Volksverpetzer infrage gestellt.

  6. Ich muss leider allen drei Kommentaren zumindest in Teilen widersprechen.
    In Bezug auf synthetische Kraftstoffe haben die Grünen absolut recht. Hier gibt es belegbare wissenschaftliche Erkenntnisse. Hier kann ich z.B. folgenden Beitrag empfehlen (https://www.youtube.com/watch?v=FidQmO5QbaY). Man findet sehr viele fundierte Aussagen über den Irrweg mit synthetischen Krafstoffen, sowohl e-Fuels als auch HVO. Diese werden spätestens 2035 maximal in aktuell bereits schrumpfenden Nischen benötigt.

    Mein zweiter Punkte bezieht sich auf die Elektromobilität. Auf Grund der gravierenden Vorteile und hier sind im wesentlichen die hohe Primärenergieeffizienz, die deutlich einfachere Antriebsarchitektur und die großen Entwicklungspotentiale vor allem in der Batterietechnologie mit deutlich höheren Kapazitäten, verbesserten Schnellladefähigkeiten sowie nachhaltigen Materialien und zu nennen. Der in China bereits “passierende” Durchbruch kommt spätestens in drei Jahren auch in Deutschland. Wenn Politiker aus was auch immer für diese Entwicklung verneinen, ignorieren oder gar kolportieren schaden sie nur dieser ohnehin kommenden Entwicklung nur und damit dem Wirtschaftsstandort Deutschland.

    Zum Kommentar von Herr Wegner kann ich nur sagen, dass ich es schade finde wenn Menschen die Realitäten des Klimawandels augenscheinlich leugnen und die vielen wichtigen Dinge die z.B. die DUH schon vorangebracht hat wie z.B. bessere Luftqualität in den Städten einfach pauschal schlechtreden.

    Ich bin gerne bereit mit allen Herren persönlich zu diskutieren. Es wird Zeit dass wir beim Thema “Umgang mit dem Klimawandel” endlich zusammenrücken.

    1. Ich habe den Eindruck, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Der Text der Grünen oben ist inhaltlich durchaus einigermaßen durchwachsen und schwächelt argumentativ an mehreren Stellen. Dass zum Beispiel HVO als Beimischung bei E5 oder E10 fehlen würden, ist so eine Aussage, die erstaunt, denn E5 und E10 wird Äthanol beigemischt und kein Pflanzenfett.

      Dass die DUH in Teilen der Öffentlichkeit anscheinend als Gruppe alarmistischer Prozesshansel wahrgenommen wird, wundert mich auch nicht besonders, denn vor allem in seiner Anfangszeit schien dieser Verein seine Themen vor allem nach Effekt und Sensationswert auszuwählen. Inzwischen wirken sie auf mich seriöser, aber so etwas läuft einem lange nach.

      Abgesehen davon haben Sie aber einen wichtigen Punkt angesprochen, bei dem ich Ihnen vollzustimme: Ein Vergleich der Umwandlungs-, Transport- und Ladeverluste lässt batterieelektrische Fahrzeuge eindeutig besser dastehen als Fahrzeuge mit E-Fuel- oder Wasserstoffantrieb. Anders sähe es nur aus, wenn Umweltenergie im Überfluss für die Elektrolyse bereitstünde und grüner Wasserstoff in rauhen Mengen als preiswertes „Abfallprodukt“ anfiele – aber bis dahin dürfte noch sehr viel Zeit vergehen.

      1. Sehr geehrter Herr Drucker, danke für Ihre Ausführungen, welche wichtige bilanztechnische Konklusionen aufführen.

        Zwei Überlegung darf ich ergänzen, so dass das Ergebnis das gerne auch in den sozialen Medien im Sinne der Grünen “Verkehrswende” angeführt wird und bei vollständiger Bilanzierung zu dem gegenteiligen Ergebnis führt:

        Es ist korrekt, dass der Wirkungsgrad der Batterieelektrischen (BEV) Antriebskonzepte um die 90% liegen. Ausgelassen werden häufig die Verluste “Cradle to Cradle” mit Ladeverlusten und Kraftwerksverlusten. Der Wirkungsgrad bleibt aber ggü dem Verbrenner z.B. 3bis 4 Mal besser.

        Diese Tatsachen sind allerdings nur Parameter in den entscheidenden Gleichungen z.B. der Kosten, bei denen es auf die TCO (Total Cost of Ownership) z.B. als Kosten pro km ankommt.

        Hier zu weisen die seriösen Quellen (z.B. FVV) aus, dass die Kosten mit fossilen Kraftstoffen zum BEV etwa gleich sind. (Es kommt auf die zurückgelegten Fahrstrecken an).

        Bei den Kosten für eFuels wird gerne Politik gemacht:

        Wenn von 3 bis 8 Euro/Liter gesprochen wird, ist deutsche Stromerzeugung unterstellt.

        Sinnvoll ist die Herstellung in sonnen- und windreichen Regionen mit Strompreisen von etwa 1€ct/kWh.

        Dann ergeben meine Vollkostenrechnungen 70 €ct/Liter. Aramco veröffentlichte das Interesse die Kraftstoffe für 80 €ct/Liter anzubieten, sobald die EU z.B. die “fehlerhafte” Well to Wheel CO2 Bilanzierung korrigiert.

        Es wäre demnach schon längst möglich, CO2 neutral zu fahren.

        Anzuwenden ist die Bilanzierungsregel CtC, entsprechend dem Pariser Klimabkommen. Hierbei kommt es auf das Finale Ergebnis als CO2 in Gramm pro km an.

        Dazu existiert die seriöse VDI Studie, die allerdings nur Herstellung, Betrieb und Recycling bilanziert. Einfach gesagt, ist der Verbrenner selbst mit heutigen fossilen Kraftstoffen nicht schlechter als BEVs.

        Das heißt, dass Verbrenner schon mit HVO100 (90% CO2 Reduzierung) besser sind.

        Es wird allerdings höchste Zeit, dass das Pariser Klimabkommen ehrlich beachtet wird. D.h. dass u.a. die neuen Netze, Ladestationen und Reservekraftwerke in die CO2 Bilanzierung der BEV einbezogen werden müssen.

        Dann wird sich zweifellos ergeben, dass die CO2-Bilanz noch positiver pro Verbrenner als CO2 in Gramm pro km (!) ausfällt

        Mir ist es als Ingenieur unerfindlich, warum sich die BEV Mythen einer Klima-freundichen und Paris-erfüllenden Mobilität derart verbreitet haben und noch mehr kritiklos von bestimmten Parteien und Medien verbreitet werden.

        Unwissenheit ist es nicht. Was aber sonst?

        Mit freundlichen Grüßen
        Wolfgang Maus

    2. Gerne, Herr Schröder, nehme ich Ihr Angebot an. Verraten Sie noch, ob Sie politisch aktiv sind?
      Mit freundlichen Grüßen
      Wolfgang Maus

  7. Fakt ist, dass der Verkehrsminister der Bevölkerung mit HVO100 mal wieder Sand in die Augen streut. So wie er erreicht hat, in seinem Ressort nicht die dort geforderte Schadstoffverringerung durchzusetzen, so will er jetzt mit unlauteren Mitteln an ansderer Stelle Umweltschutz demonstrieren und das Gegenteil erreicht. Die Grünen verzetteln sich in ihrem Bemühen, für die Umwelt Gutes zu erreichen. Der Hinweis auf die unsäglichen E-Autos bzw. deren Batterien ist mehr als angebracht.

    1. Ist Rolf Havermann nicht bekannt, welcher Partei der Verkehrsminister angehört und wie dieser Mann zu HVO100 steht? Er steht dazu gemäß der Parteilinie.

      1. Vielleicht hat Herr Wissing still und heimlich die Partei gewechselt? Und Herr Havermann hat Insiderinformationen.

    2. Sehr geehrter Herr Havermann,
      Darf ich Ihr Wissen um 2 Fakten ergänzen, für welche ich gerne auch die Beweise antrete:

      1.) Der Betrieb von Euro 6 und jetzt Euro 7 mit fossilen Kraftstoffen führt bei normalem Betrieb zu einer Reduzierung der Immissionen. Nachweislich!

      Die “Rohemissionen” bei HVO100 sinken im Vergleich zu Diesel, denn im Diesel sind mehr als 200 verschieden langkettige Moleküle, die z.T. wegen langer Ketten zur Rußbildung neigen.

      HVO100 besteht wegen der Hydrierung bereits kurzkettiger C-Moleküle und verbrennt daher “gleichmäßiger”. Es entstehen daher lt. ADAC Tests weniger Schdstoffe.

      Sie tun dem Verkehrsminister daher Unrecht. Ob er sämtliche Vorteile des HVO100 kennt weiß ich allerdings nicht.

      Mit freundlichen Grüßen
      Wolfgang Maus

  8. Guten Morgen, was für eine zusammengestellte Pressemitteilung der Grünen, mit dieser Argumentation sollte diese Partei sich auch gegen alle Batterien in Elektromotoren einsetzen. Denn zur Herstellung von Batterien für Elektroautos dienen Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt, Grafit und Mangan, wobei hier die Importabhängigkeit bei 100% liegt. Ihr Abbau bedingt in Ländern wie Chile oder dem Kongo teilweise große Umweltschäden, Sinken des Grundwasserspiegels und Kinderarbeit, Nachhaltigkeit ist hier auch kein Thema… soviel zur Doppelmoral in diesem Thema.
    Viele Grüße
    Robert Martin Kraus
    Mitglied des Rates für Refrath/Lustheide

    1. Dies ist meiner Meinung nach ein unqualifizierter Kommentar, weil die aufgeworfenen Fragen keine moralischen Fragen sind. “Alternative Kraftstoffe” können nun einmal nicht die Erdölprodukte ersetzen. Könnte doch sein, das Akkus (Batterien oder Akkus? Egal…) besser sind als HVO100, auch wenn sie “schlecht” sind, oder?

      Aber es stimmt schon, E-Autos sind nur der letzte Versuch, den Leuten in Zeiten der Klimakatastrophe noch Autos anzudrehen. Diese Wahrheit benennen die Grünen auch nicht.

  9. Zahlreiche Quellen, darunter die Deutsche Umwelthilfe, gerade die 2 sind gegen alles was nicht als Vorschlag von denen kommt. Grüne und Deutsche Umwelthilfe gehören abgeschafft, die schaden Deutschland mehr als sie nutzen. Das perfide daran ist die Deutsche Umwelthilfe wird vom Staat (Steuergelder) finanziert und verklagt den Staat, einmalig auf der Welt, halt Deutschland.