Mitglieder des Arbeitskreises Denkmalschutz und Stadtbildpflege Foto: Bergischer Geschichtsverein

Der Arbeitskreis Denkmalschutz und Stadtbildpflege im Bergischen Geschichtsverein Rhein-Berg feiert sein 25-jähriges Bestehen und lädt für Samstag zu einem Festakt mit einem informativen Programm ins Bensberger Rathaus ein.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Bergischen Geschichtsvereins

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Der Arbeitskreis Denkmalschutz und Stadtbildpflege im Bergischen Geschichtsverein Rhein-Berg (BGV) feiert Jubiläum: Seit 25 Jahren verfolgt der etwa 15 Personen umfassende Arbeitskreis den Zustand der Denkmäler in der Stadt, beobachtet die Stadtentwicklung und ihre Auswirkung auf Denkmäler und schützenswerte Architektur, macht im Rahmen seiner Aktion „Denkmal des Monats“ selbst Vorschläge, welche Gebäude, Wegekreuze, Park- oder Industrieanlagen erhaltenswert und denkmalwürdig sind.

So hat sich der BGV aufgrund der ehrenamtlich in seinem Arbeitskreis geleisteten Erkenntnisse, Forschungen und Beobachtungen dafür eingesetzt, sich etwa eines der ältesten noch vorhandenen Fachwerkgebäude im Stadtgebiet, des Rommerscheider Hofs, anzunehmen und ihn denkmalgerecht zu restaurieren (was inzwischen erfolgt ist).

Weitere Errungenschaften: Es konnten durch Sammlungen und Patenschaften alle 37 Grabstätten auf dem alten Kirchhof in Sand saniert werden. Der Arbeitskreis machte zudem auf die Kalköfen Cox im Zillertal unterhalb des evangelischen Krankenhauses aufmerksam und dokumentierte ihren industriegeschichtlichen Denkmalwert, rang um das alte Stellwerk an der Tannenbergstraße und erklärte es gegen städtischen Widerstand zum Denkmal oder wies – zuletzt – auf die Stadthäuser als ausdrucksstarke baugeschichtliche Zeugnisse der Nachkriegszeit hin. 

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Der Arbeitskreis begeht sein Jubiläum am Samstag, 12. Oktober 2024, um 11 Uhr im Ratssaal Bensberg. Thomas Klostermann als Motor des Arbeitskreises wird einen Überblick über die 25-jährige Tätigkeit geben und das Wort an die Festrednerin Prof. Christa Reicher von der RWTH Aachen, weitergeben.

Dem BGV ist es damit gelungen, eine der renommiertesten Stadtplanerinnen gewinnen zu können, die Stadtplanung auch unter Wahrung des kulturellen Erbes als ihr Forschungsthema sieht und darüber unter Berücksichtigung der Bergisch Gladbacher Verhältnisse berichten wird. 

Der Vorsitzende des BGV, Lothar Eschbach, wird einleiten, Bürgermeister Stein ein Grußwort sprechen. Der BGV hat bewusst den Ratssaal Bensberg ausgesucht, zum einen weil das Böhmsche Rathaus unter Denkmalschutz steht, zum anderen, weil der BGV sein GeschichteLokal (GeLo) in unmittelbarer Nähe zwischen den Denkmälern Rathaus und Schloss unterhält. 

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  1. Es müsste mal wieder eine “Machbarkeitsstudie” kommen, um Kosten miteinander zu vergleichen. Nur hatte die Verwaltung mit der Beuaftragung solcher Entscheidungshilfen keine glückliche Hand. Die meisten auch kostspieligen Studien wanderten aus meiner Sicht in die Ablage “P”. Wenn aber saniert, neu baut oder weiter gestritten wird, in jedem Fall sollte die äußerst hässliche Anmutung der Rückseite der Hauptstraße, “An der Gohrsmühel”, endlich vom Schandfleck zum akzeptablen Teil der Stadt werden.