Foto: Gymnasium Herkenrath

Der Chemie-Grundkurs und der Chemie-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13 des Gymnasiums Herkenrath haben den Hochofen der Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Duisburg Huckingen besucht. Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den Hochofenprozess hautnah zu erleben und zu erkennen, wie energieintensiv die Herstellung von Eisen und Stahl ist.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Gymnasiums Herkenrath

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Während der Führung wurden den Jugendlichen die verschiedenen Produktionsprozesse in der Sinteranlage, der Kokerei, den Hochöfen, den Konvertern und den Gießanlagen gezeigt und ausführlich erklärt. Sie lernten, wie im Hochofen Eisenerz, Koks und Kalkstein in mehreren Reaktionsstufen bei Temperaturen von über 1.500° Celsius zu Roheisen verarbeitet werden.

Im nächsten Produktionsschritt wird im Stahlwerk durch Aufblasen von reinem Sauerstoff der im Roheisen noch befindliche Kohlenstoff verbrannt. Dabei entstehen Temperaturen von circa 2.000° C. Die Schülerinnen und Schüler waren von der noch in einigen Metern Entfernung zu spürenden Wärme zutiefst beeindruckt.

Die Exkursion bot mehr als nur fachliche Einblicke: Die Schülerinnen und Schüler gewannen auch Eindrücke von den Arbeitsabläufen in einem modernen Industrieunternehmen und den technischen Herausforderungen der Metallproduktion, eine hervorragende Gelegenheit, theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen.

Der Chemielehrer Herr Welz zeigte sich zufrieden: “Solche Exkursionen sind unersetzlich für das Verständnis großchemischer Prozesse.”

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  1. Sehr gut.
    Als nächstes dann bitte die Petrochemie-Anlagen im Kölner Süden.
    Dann sieht man mal, dass unsere komplette Wirtschaft auf Öl und Gas aufbaut.
    Wir werden die nächsten Jahrzehnte Öl und Gas für die chemischen Grundstoffe benötigen, da keine Substitute in ausreichender Form vorhanden sind.

    1. Und wenn das mit den nicht substituierbaren Grundstoffen tatsächlich stimmt (was ich aus dem Stegreif nicht beurteilen kann), dann folgt doch direkt: Öl und Gas sind viel zu wertvoll, als einfach nur verbrannt zu werden!

    2. Zustimmung zu C.V.
      Es stimmt zumindest für Teile der chemischen Industrie. Daraus folgt unmittelbar, dass diese (weiter) massiv schrumpfen werden. Als berufliche Perspektive ist es daher etwas zwiespältig: Einerseits werden Expert:innen gebraucht, um die Branche klimafreundlich + ökologisch umzubauen – andererseits wird auf mittlere/ längere Sicht die Zahl der Beschäftigten stark zurückgehen. Sollte mensch Schulabgänger:innen heute ein Studium der Chemie empfehlen? Ich weiß es nicht.

    3. Fakt ist, es gibt derzeit einen höheren Bedarf z.B. an Ingenieure als der Arbeitsmarkt hergibt, daher, wer Interesse an der Chemieschen Industrie hat, wird auch langfristig solide Arbeitgeber finden.
      Es ist korrekt, dass derzeit die Chemische Industrie unter der katastrophalen Politik unseres Landes leidet und man liesst auch immer wieder von einigen Anlagen, die geschlossen werden, aber die Arbeitnehmer werden benötigt, vor allem mit Blick auf die Boomer-Generation die sich in absehbarer Zeit in den Ruhestand verabschiedet.