Wenn ausreichend Räume vorhanden sind fehlt oft das Personal - von einer verlässlichen Betreuung in Kita und OGS kann oft keine Rede sein. Foto: Thomas Merkenich

Es fehlt an Gebäuden, an Personal, an Plätzen: Beim Thema Kinderbetreuung geht es häufig um Mangel. Welche Ideen und Lösungen gibt es, um die Probleme anzugehen? Die beiden Bürgermeister-Kandidaten diskutieren im BürgerClub am 22.Mai mit Expertinnen, Eltern und Leser:innen darüber, wie die Kinderbetreuung in Bergisch Gladbach besser werden kann.

Das Thema Kinderbetreuung (Tagespflege, Kita, OGS) gehört zu den großen Herausforderungen, die der künftige Bürgermeister von Bergisch Gladbach vorantreiben muss. Es gibt nicht genügend Plätze für alle Kinder, der Ausbau kommt zu schleppend voran, es fehlt an Personal.

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Im Vorfeld der Kommunalwahl im September lädt das Bürgerportal zu einer Serie von BürgerClubs ein, bei denen die Bürgermeisterkandidaten mit Leser:innen und Expert:innen über die drängendsten Probleme der Stadt diskutieren – und gemeinsam konstruktive Lösungen erarbeiten. 

Zum Auftakt reden wir am 22. Mai mit Alexander Felsch (CDU/FDP) und Marcel Kreutz (SPD/Grüne) darüber, wie die Kinderbetreuung in Bergisch Gladbach besser werden kann: Wie lässt sich der Bau neuer Kitas und der Ausbau bestehender Einrichtungen beschleunigen? Wie will die Stadt den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz erfüllen? Und dafür sorgen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen kann?

Orte frühkindlicher Bildung

Den Fokus wollen wir dabei auf die Kinder richten, die ein Recht auf frühkindliche Bildung haben. Denn Kitas sind keine Orte, an denen Kinder nur beaufsichtigt und betreut werden.

Wie können Einrichtungen in Zeiten von Personalnot diesem pädagogischen Anspruch gerecht werden? Welche Ideen gibt es angesichts des Fachkräftemangels? Sollte die Stadt künftig selbst Kitas und OGS betreiben, wie es viele Kommunen tun? 

BürgerClub:
Wie kann Kinderbetreuung in GL besser werden?

Donnerstag, 22. Mai, 19 Uhr
Foyer des Hermann-Löns-Forum, Hand
Willy-Brand-Straße 20, 51469 Bergisch Gladbach
Bitte melden Sie sich hier an

Wir laden zu diesem BürgerClub am 22. Mail im Hermann-Löns-Forum gezielt diejenigen ein, die sich mit dem Thema auskennen – oder denen es besonders auf den Nägeln brennt. Also Vertreter:innen der Trägerorganisationen, Erzieher:innen, Leitungen, Tagespflegepersonen – und natürlich Eltern. 

Wir freuen uns über alle, die mitdiskutieren, Fragen und Ideen einbringen.


Welche Themen sind Ihnen bei der Kommunalwahl in GL am wichtigsten? Welche Fragen sollen im Wahlkampf beantwortet werden?
Das wollen wir vom Bürgerportal verstehen. Wir machen Ihre Stimme hörbar und Ihre Themen sichtbar. Bitte machen Sie mit!


des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Dem stimme ich zu! Die Stadt muss ihre Verantwortung übernehmen und hervorragende Arbeitsbedingungen für Fachkräfte schaffen. Das sind wir unseren Kindern schuldig.

    1. Inwiefern sehen Sie die Stadt in der Verantwortung? In erster Linie sind die Eltern doch für die Erziehung und Betreuung ihrer Kinder verantwortlich. Dies deuten Sie ja auch selbst an: “Das sind wir unseren Kindern schuldig.”

  2. Ich bleibe dabei: Solange die Stadt sich konsequent aus dem Betrieb der Betreuungseinrichtungen heraus hält, wird sich die Lage nur noch verschlechtern – das gilt für Kitas wie für OGSn.

    1. Selbst wenn dem so sein sollte: Die Stadt hat weder die Ressourcen, die Einrichtungen alle selbst zu betreiben, noch die rechtlichen Möglichkeiten, den Trägern über das ohnehin schon gesetzlich geltende und ausgeübte Maß in den Betrieb hineinzureden.

    2. Hallo Oliver,
      woher sollen die Beschäftigten für die Einrichtungen kommen? Die Stadt Köln hat viele Kitas und findet kaum noch Personal. Es liegt also nicht daran, wer Betreiber ist sondern am Fehlen von ausgebildetem Personal und dem Willen, auch noch in dem Beruf zu arbeiten. In den nächsten fünf Jahren gehen extrem viele gut ausgebildete und erfahrene Erzieherinnen und Erzieher in den Ruhestand.

      1. Dem stimme ich zu! Die Stadt muss ihre Verantwortung übernehmen und hervorragende Arbeitsbedingungen für Fachkräfte schaffen. Das sind wir unseren Kindern schuldig.

    3. Warum soll die Stadt der bessere Betreiber für Kitas und OGS sein? Es wäre ehrlicher den Grundanspruch auf einen Kita und OGS Platz zu hinterfragen.

      1. …und die Uhr zurück zu drehen?
        Absurd!
        Als eigener Träger könnten flächendeckend ordentliche Voraussetzungen geschaffen werden, man wäre viel flexibler, zB bei der Verteilung in Notfällen und bei Engpässen.
        So spart die Stadt wohl kosten und schiebt die Verantwortung ab.

      2. Ein Rechtsanspruch existiert – pragmatisch betrachtet – nicht, wenn man ihn nicht erfüllen kann. Insofern wird mit einem Verzicht darauf nicht die Uhr zurückgedreht, sondern es werden Fakten anerkannt.

        Und wie, bitte, soll die Stadt die Kitas anderer Träger übernehmen? Sollen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zwangsweise zu städtischen Angestellten werden? Immobilien, soweit sie sich im Eigentum der freien Träger befinden, sollen enteignet werden? Vermieter sollen zwangsweise Mietverträge auf die Stadt umschreiben? Das alles geht doch schon rein rechtlich nicht.

        Zur Übernahme durch die Stadt müsste zudem die Betriebserlaubnis für die Kita nach §45 SGB VIII aufgehoben werden, und das ist nur unter genau definierten Bedingungen möglich.

        Die Stadt kann die Kitas schlicht und einfach nicht übernehmen. Und sie kann in den Betrieb nur in den engen Grenzen des SGB VIII hineinregieren. Die Gründung einer nennenswerten Zahl städtischer Kitas als Alternative zur Übernahme ist nicht finanzierbar. Kurz und gut: Ihre Wunschvorstellung besteht den Realitätscheck nicht.