Foto: Thomas Merkenich

In der Gruppe gleichgrößer Städte erreicht Bergisch Gladbach im diesjährigen Fahrradklima-Test den 38 von 42 Plätzen. Nachholbedarf gibt es nach wie vor bei der Infrastruktur, die wie einige andere Bereiche mit mangelhaft bewertet wird. Es gibt aber auch ein paar kleine Lichtblicke.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des ADFC 

Beim heute im Bundesverkehrsministerium vorgestellten ADFC-Fahrradklima-Test 2024 landete Bergisch Gladbach erneut unter den letzten fünf Städten seiner Größe. 592 Radfahrende haben an der bundesweiten Befragung zu ihrer Zufriedenheit mit dem Radverkehr in ihrer Stadt teilgenommen.

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Bemängelt (benotet mit Schulnote mangelhaft) werden vor allem das Fehlen von Radwegen bzw. deren geringe Breite, schlechte Oberfläche und Führung an Baustellen. Auch die Falschparkerkontrolle, die Reinigung und der Winterdienst auf Radwegen sowie die Ampelschaltungen für den Radverkehr werden als mangelhaft eingestuft.

Bei der Frage nach dem Miteinander im Verkehr wird insbesondere der oft zu geringe Überholabstand im Mischverkehr mit der Note 4,7 negativ bewertet. 

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„Radfahrer und Autofahrer zu Feinden gemacht“

Der Verkehr steht mit großem Abstand auf Platz 1 der Themen, für das die Bürgerinnen und Bürger Antworten von der lokalen Politik verlangen. Bei der Umfrage „Deine Stimme, Deine Themen“ zeigt sich, dass dieses Thema fast alle umtreibt, aber zwei gegensätzliche Haltungen intensiv engagiert sind: Die Befürworter einer Förderung des Radverkehrs und diejenigen, die sich gegen eine Benachteiligung des Autoverkehrs stemmen. 

Lichtblicke mit der Note befriedigend gab es nur bei der Erreichbarkeit des Stadtzentrums über das Zanders-Gelände, der Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung und dem Angebot öffentlicher Fahrräder. 

Der ADFC Rhein-Berg fordert den flächendeckenden Ausbau des Radwegenetzes in Bergisch Gladbach und mehr Priorität für das Thema bei den anstehenden Kommunalwahlen. 

Eine fahrradfreundliche Stadt ist ein Gewinn für alle, denn Radfahren reduziert den Stau, fördert die Gesundheit und schont das Klima. Bergisch Gladbach hat deshalb gute Gründe, fahrradfreundlicher zu werden.

Bisher bewerten die Radfahrenden die Fahrradfreundlichkeit mit nur 4,5 („Gesamtwertung“), 86 Prozent fühlen sich beim Radfahren nicht sicher (Anteil Bewertungsnote 4 und schlechter).

Damit das Radfahren in Bergisch Gladbach angenehmer und sicherer wird, brauchen wir jetzt von den Bürgermeister-Kandidaten und Parteien überzeugende Programme für die Verbesserung der Infrastruktur: Einrichtung von Fahrradstraßen auf den Nebenrouten, schnellerer Lückenschluss im Radwegenetz der Hauptrouten und Ausbau der beiden Radpendlerrouten nach Köln. 

Aber auch schon kleine Verbesserungen helfen: Konsequente Falschparkerkontrolle gegen zugeparkte Radwege, mehr Tempo 30 und sichere Beschilderungen und Absicherungen für den Radverkehr an Baustellen. 

Um einen Platz verbessert

Bergisch Gladbach liegt bundesweit auf Platz 38 von 42 in der Kategorie der vergleichbaren Städte über 100.000 Einwohner, im Landesvergleich auf Platz 12 von 15. Gegenüber dem letzten Test im Jahr 2022 hat sich Bergisch Gladbach im Vergleich unter den Städten in beiden Wertungen erneut geringfügig um einen Rang verbessert und die „Relegationsplätze“ verlassen.

Im Durchschnitt geben die Bergisch Gladbacher die Bewertung 4,5 für die Fahrradfreundlichkeit. 76 Prozent der Befragten sagt, Radfahren bedeute in der Stadt Stress und dass in jüngster Zeit kaum etwas für den Radverkehr getan wurde (mehr als die Hälfte Bewertungsnote 4 und schlechter). 

Kürten schneidet noch schlechter ab

Innerhalb des Rheinisch-Bergischen Kreises wird die Stadt Burscheid mit einer Note von 3,8 am besten beurteilt, gefolgt von Odenthal und Wermelskirchen mit 3,9 und 4,0. Am unteren Ende finden sich die Städte Bergisch Gladbach und Leichlingen mit jeweils 4,5 sowie als Schlusslicht die Gemeinde Kürten mit 4,9.

Bei den topographisch etwas begünstigen Nachbar-Kreisstädten erreicht nur Siegburg eine Note besser als 4,0 und wird gefolgt von Leverkusen und Köln. Schlusslichter sind die bergischen Kreisstädte Gummersbach, Bergisch Gladbach und Solingen. 

ADFC-Fahrradklima-Test mit 213.000 Teilnahmen 

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist eine der größten Befragungen zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Er wird vom Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und fand 2024 zum elften Mal statt. Rund 213.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben bei diesem Durchgang abgestimmt, 21 Prozent davon ADFC-Mitglieder. 1.047 Städte kamen in die Wertung.

Bei den 27 Fragen ging es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und wie man das Miteinander im Verkehr empfindet. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden, müssen pro Kommune mindestens 50, bei größeren Städten mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse vorliegen. Die Ergebnisse des Tests haben durch die breite Bürgerbeteiligung hohe Aussagekraft und können Kommunen helfen, das Angebot für Radfahrende gezielt zu verbessern. 

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 240.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Der ADFC Rhein-Berg setzt sich insbesondere für mehr Miteinander und gegenseitige Rücksicht im Straßenverkehr ein. Die detaillierten Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2024 finden Sie auf www.fkt.adfc.de. 

Der ADFC ist ein Verband von RadlerInnen, die das Ziel verfolgen, den Verkehr fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu gestalten. Neben seinem Engagement für eine umweltbewusste und damit nachhaltige Mobilität berät der ADFC in allen Fragen rund ums Fahrrad. Eine Vielzahl von geführten Radtouren lässt...

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  1. Immer wieder interessant wie mit Spritverbrauch und ach so viel längerer Fahrzeit geredet wird obwohl es kaum in Gewicht fällt. Und wieso kann ich in einer 30 Zone kein Radfahrer überholen ? Dann kommen so Kommentare auch noch von Leuten die weder Rad fahren noch regelmäßig die S11 brauchen. Nutze alles und weiß sehr gut um den traurigen Zustand der Radwege wie um die S11. Finde schon das man von Bergisch Gladbach nach Köln oder Leverkusen wenn man weiß wo ganz passabel Rad fahren kann. Die Innenstadt ist dagegen sehr speziell und teilweise echt gefährlich zu befahren.

    1. Bei 25km/h des Radfahrers dauert es ca. 15 Sek, oder 130m, um den Radfahrer zu Überholen, wenn man 10m davor aus- und 10m danach einschert.

    2. Einmal kurz nachgerechnet.
      – Länge Fahrrad: ca. 1,70m
      – Länge Auto: ca. 4,50m
      – Abstand zum Ein- und Ausscheren: je 10,00m
      -> Zurückzulegende Strecke: 26,20m

      Bei 30km/h Überholgeschwindigkeit und 5km/h Differenz:
      Dauer 26,20m / 1,38m/s (5km/h) -> 18,864s
      Länge: 18,864s * 8,33m/s (30km/h) -> 157,20m

      Bei 50km/h Überholgeschwindigkeit und 25km/h Differenz:
      Dauer 26,20m / 6,94m/s (25km/h) -> 3,773s
      Länge: 3,773s * 13,8m/s (50km/h) -> 52,40m

      Der zum sicheren Überholen notwendige einsehbare Bereich
      muss noch verdoppelt werden, da einem ja auch
      ein Fahrzeug mit der jeweils zulässigen Höchstgeschwindigkeit
      entgegenkommen könnte.

      Also 314m freie Sicht bei T30 und 104m bei T50.

      Beides ist innerorts nur selten gegeben.

      P.S. bei 50km/h müsste man nach „halber Tacho“-Regel eigentlich auch schon 25m vor und nach dem Radfahre ein- bzw. ausscheren; bei 30km/h, 15m. Das würde die Strecken dementsprechend verlängern.

      1. Danke. Hatte die Länge des Fahrzeuges nicht berücksichtigt. Nur die 2m Radler + 2*10m Abstand.

    3. Spritverbrauch ?
      Kann nur von unserem Vollhybrid ausgehen.
      Bei Tempo 30 so gut wie nix.
      Und wenn der kräftig von unserem Höhendorf runter nach Bergisch Gladbach rekuperiert hat 0.0 ltr
      Bei Tempo 30 springt der Verbrenner nur ganz selten mal an.

      Aber zum Thema Rad fahren in Bergisch Gladbach – Never! Irgendwo gibts Grenzen.

      Wir sind zwar selber leidenschaftliche Radfahrer. Verbringen sehr viel Freizeit in der Natur mit unseren Rädern.
      Hängen aber an unserer Gesundheit und Leben ;-)

  2. 50 auf den paar Hauptachsen.
    30 auf den Nebenachsen.
    Spielstraßen mit rechts vor links in den Wohngebieten.

    Alle Parkplätze an den Hauptachsen entfernen für besseren Fluss oder mehr Platz für Radinfrastruktur.

  3. Ich pendle ungefähr drei Mal die Woche mit dem Rad vom Zentrum von Bergisch Gladbach nach Köln und bin auch früher innerhalb Kölns mit dem Rad gependelt. Ich kann leider nur bestätigen, dass die Straßen und Radwege in BG katastrophal sind. Zumindest für Fahrräder mit normal breiten, gut aufgepumpten Reifen.

    Köln fand ich auch schon immer schlimm . Der Unterschied ist jedoch, dass in Köln sichtbare Maßnahmen erkennbar sind.

    Auch schafft es die Stadt Bergisch Gladbach nicht, den Ausbau der S-Bahn-Verbindung durchzubringen. Dabei würden auch die Autofahrer von jedem Einzelnen profitieren, der auf Zug oder Rad umsteigt und dadurch die völlig überlasteten Autobahnzubringer entlastet würden.

  4. Gladbach ist halt eine Pendlerstadt und aufgrund der Gegebenheiten einfach keine Fahrradstadt. Die penetrante Forderung nach Radwegen sind wahrscheinlich von Menschen die im Ruhestand sind oder von Menschen die eine komfortable Arbeitsstätte haben sprich nicht aufs Auto angewiesen sind. Schön wäre wenn man sich mal mehr um die geplanten Radschnellwege kümmert.
    Schönen Tag

    1. Leider scheint Ihre Sichtweise etwas zu stark fokussiert, um es vorsichtig auszudrücken. Hier nur ein Beispiel einer weiteren sehr relevante Gruppe von 19.000 Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt, die ganz zu Recht intensiv und “penetrant” sichere Geh- und Radwege fordert.

      https://in-gl.de/2025/05/29/bunte-kinder-fahrrad-demo-trotz-regen/

      Weitere Details zu den Beweggründen und Zielen der Kidical Mass Bergisch Gladbach können Sie im folgenden Artikel nachlesen: https://in-gl.de/2025/06/18/wie-kreutz-und-felsch-die-verkehrsprobleme-loesen-wollen/

      1. ….so hat jeder seinen Standpunkt. Das nenn ich Demokratie. Übrigens ich bin für eine stadtweite Tempo 30 Regelung

    2. “Gladbach ist halt eine Pendlerstadt”
      Da treffen Sie den Nagel auf den Kopf und merken es nicht einmal.
      Wenn jemand in Hand, Paffrath, Romaney, etc. wohnt und mit dem Rad zum Bahnhof oder nach Refrath fährt, dort sein Rad abstellt um mit der S-Bahn oder Straßenbahn bequem nach z.B. Köln zur Arbeit kommen will, braucht der nicht auch sichere Radwege? Oder Schulkinder und viele Eltern die ihre Kinder mit dem Rad zur Schule bringen?

    3. Stimme ihnen vollkommen zu , außerdem verbraucht man Mehr Benzin und Zeit wenn man nur in dreißiger Zonen oder Radlern hinterher fährt.

  5. Erst gestern wurde einmal mehr die Sinnhaftigkeit von Tempo 30 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit vor allem von Kindern, aber auch Radfahrenden im Mischverkehr entgegen aller Physik und Erfahrungen (vgl. Link) von der CDU im Verkehrsausschuss in Frage gestellt. Der ruhende Verkehr durch die penetrante Forderung nach Erhalt von Parkplätzen in Wohnstraßen mit komfortabler Einfamilienbebauung einmal mehr über die Einrichtung von Fahrradstraßen erhöht.

    https://www.vrt.be/vrtnws/de/2025/05/28/5-jahre-tempo-30-in-bruessel-weniger-schwere-unfaelle-und-sinke/
    https://in-gl.de/2025/02/09/breiter-appell-fuer-fahrradstrassen-auch-in-der-siegenstrasse/

    Der Ausbau der beschlossenen Radverkehrs- und Pendlerrouten kommt nicht in die Umsetzung und die guten Ideen und fachlich fundierten Kritiken sowie der Dialog der Fahrradverbände mit der Stadtverwaltung scheint in so manchen Punkten anstrengend bis komplett erfolglos.

    Mehrfach hatte der ADFC zurückliegend z.B. auf das Risiko von Schutzstreifen in Regelbreite hingewiesen und bei entsprechenden Straßenquerschnitten großzügigere Dimensionen zur Vermeidung von zu engem Überholen gefordert. Nur mit mäßigem Erfolg, wie nun leider im zentralen Bereich an der Herman-Löns-Straße festzustellen ist.

    Ein regelmäßig geforderter Ausbau der teils nicht vorhandenen oder überfüllten öffentlichen Radabstellanlagen in der Innenstadt, an Einzelhandel Zentren der Ortsteile aber auch im Bereich des ÖPNV zur Unterstützung des Modalsplit ist nicht erkennbar. Ursprünglich geplante Stellen wie z.B. an der Paffrather werden schlicht nicht umgesetzt.

    Und vieles mehr… wie z.B. das viel zu enge und massiv marode Stück Geh-Radweg am Bahndamm hinter dem Wendehammer und Spielplatz Robert-Schumann-Straße.

    1. Naja, ob nun neun von zehn Menschen bei einem Unfall tödlich verletzt werden oder nur einer (das ist der wissenschaftlich belegte Unterschied zwischen 50 und 30km/h), wo ist da der Unterschied?
      Da muss man schon im Sinne der Wirtschaft abwägen. Wer erinnert sich nicht, wie zum Beispiel alles zum Stillstand gekommen ist, als auf der Bergisch Gladbacher Straße in Köln Tempo 30 angeordnet wurde?

      Achtung: dieser Kommentar kann Spuren von Sarkasmus enthalten.

      1. Mit 30 fahren heißt 40% Prozent mehr Zeit und deutlich mehr Benzinverbrauch als mit 50 . Ganz einfaches rechnen

      2. Ich bin auch für 50 auf den Hauptverkehrsachsen, aber ihre Rechnung ist Quatsch.
        Beschleunigen oder Bremsen sie nicht? Bis 30 haben sie alle null gewonnen.
        Und das Argument des Verbrauchs ist bei neuen 7-8 Gang Automatikgetrieben, Hybriden oder E-Autos egal. Das war vielleicht bei 4 oder 5 Gang Handschaltern so.

      3. Noch nicht mal damals. Der Benzinverbrauch hängt wesentlich von der Motordrehzahl ab, außerdem vom mit wachsender Geschwindigkeit steigenden Luftwiderstand und – wie Sie erwähnten – von der Kontinuität der gefahrenen Geschwindigkeit. Wenn man in der Stadt bei erlaubten 50 km/h einen Schnitt von 30 km/h erreicht, verbraucht man deutlich mehr, als wenn man bei erlaubten 30 km/h im Verkehrsfluss schwimmt und den 30 km/h auch im Schnitt nahekommt – von 40% mehr Zeitverbrauch kann da auch keine Rede sein.

      4. Turgut Altunsuyu, Sie haben insofern recht, als dass die erste Rechnung ganz einfach ist. Trotzdem haben Sie leider falsch gerechnet, und zwar so (1-30/50)*100%=40%.

        Richtig muss man aber so rechnen: (50/30-1)*100%=66,67%.
        Kleines Zahlenbeispiel: Mit 50 km/h braucht man für 50 Kilometer eine Stunde. Mit 30 km/h braucht man für 50 Kilometer 1,667 Stunden. Das ist aber mehr als nur 40 %.

        Also ist man mit 30 sogar noch langsamer, als Sie dachten. In der Praxis ist es kein Problem, weil Sie da die 50 eh nicht schaffen können. Insgesamt überwiegt also der Sicherheitsgewinn deutlich die vermeintlichen Einschränkungen.

        Das mit dem Benzinverbrauch ist dahingegen keine einfache Rechnung. In der Allgemeinheit ist Ihre Aussage hier falsch, unter anderem aus von anderen oben genannten Gründen.

  6. ‘Mangelhaft’ ist eine ziemlich schmeichelhafte Beschreibung für die hiesige “Radwegesituation” (welche Radwege bitte??). Trotz mancher Sonntagsreden bessert sich seit vielen Jahren nichts – vielmehr ist regelmäßig zu beobachten, dass bestehende Wege versperrt und zugebaut werden. Die seltenen Lichtblicke (Öffnung des Zanders-Geländes, neuer Weg am Mehrgenerationenhaus) sind eher zufällige Kollateralnutzen als Ergebnisse verkehrspolitischer Weitsicht.

    Zwar gibt es seit zwei Jahren ein Radverkehrskonzept mit ausgearbeitetem Netz. Aber solange dieses nur auf dem Papier existiert und seine Umsetzung in den Sternen steht, hilft es Radfahrenden herzlich wenig. Warum nicht gleich Schilder am Ortseingang aufstellen: “Radfahrer unerwünscht” – oder “Wir müssen draußen bleiben”? Das wäre jedenfalls ehrlicher.

  7. Gut, dass GL sich im Ranking nicht weiter verbessert hat, sonst hätte die Opposition gleich wieder Telefonterror gegen den Bürgermeister organisieren müssen.

  8. Was für Deutschland der Eurovision Song Contest, ist für Bergisch Gladbach der Fahrradklimatest!

  9. So ist es! Hauptsache die Schlossstrasse soll weiterhin für Autos genutzt werden. Die Poststraße und Stationsstrasse wird von Autos zugeparkt. Der “Gohrsmühlen-Platz” wurde immer wieder als Parkplatz genutzt. Die Hauptstraße mit Busspur von Forum bis Kreisel wird von Autos genutzt weil keine bauliche Trennung existiert. Die Laurentiusstraße soll umgebaut werden, auch hier soll der Fahrrad-Gegenverkehr nicht mit einer baulichen Trenung geschützt werden. Das Ordnungsamt ist Dekoration in der Innenstadt und nur sagen kann “vom Fahhrad absteigen” anstatt Falschparker mit saftigen Bußgeldern zu bestrafen… und und und. Und dann fragt man sich warum mangelhaft!