Die Laurentiusstraße als Symbol: Markierungen und eine gegenläufige Spur sollen den Radverkehr erleichtern, der Straßenbelag ist eine Katastrophe, der moderate Umbau der Straße verzögert sich. Foto: Thomas Merkenich

Der Verkehr steht mit großem Abstand auf Platz 1 der Themen, für das die Bürgerinnen und Bürger Antworten von der lokalen Politik verlangen. Bei der Umfrage „Deine Stimme, Deine Themen“ zeigt sich, dass diese Fragen fast alle umtreibt, aber zwei gegensätzliche Haltungen intensiv engagiert sind: Die Befürworter einer Förderung des Radverkehrs und diejenigen, die sich gegen eine Benachteiligung des Autoverkehrs stemmen. 

Kein Thema polarisiert die Bergisch Gladbacher so stark, kein Thema wurde in unserer Umfrage „Deine Stimme, Deine Themen“ so häufig genannt wie der Verkehr. 380 der insgesamt 711 Beteiligten hatten dieses Thema als eins von drei Topthemen benannt, die im Wahlkampf debattiert werden sollen. 190 von ihnen haben dazu konkrete Fragen und Forderungen formuliert. 

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Kein Wunder, denn in einer Pendlerstadt mit schlechter Bahnanbindung und maroden Straßen betrifft dieses Thema jede und jeden. Sie alle beklagen eine Überlastung des Verkehrsnetzes, allerdings gibt es zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen auf die Problemlage. 

Die Überhand haben in unserer Umfrage diejenigen, die eine deutlich konsequentere Förderung des Radverkehrs fordern – für mehr Sicherheit, für die  Entlastung der Straßen und für das Klima. 

Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die einen „Krieg gegen den Autoverkehr“ konstatieren und ein Ende der Benachteiligung des motorisierten Individualverkehrs fordern. 

Die Top 10 der Verkehrsthemen

Mehr, bessere und sichere Radwege 

Typische Fragen zu diesem Themenfeld:

Wann werden Radwege sinnvoll saniert?

Mehr Radwege und bessere Verkehrsführung für Radfahrer im städtischen Bereich: welche Konzepte bzw. welche konkrete Umsetzungen sind zu erwarten?

Wann werden die Fahrradwege so ausgebaut, dass man tatsächlich auch ausreichend Platz hat und man im Straßenverkehr als Fahrradfahrer wahrgenommen wird?

Wann gibt es sanierte Radspuren auf den zahlreichen kaputten und für Radfahrer gefährlichen Straßen?

Wäre es nicht besser, statt ständig neue Fahrradstraßen zu definieren, zunächst die bestehende Radinfrastruktur zu verbessern? Die Radwege sind zum großen Teil mit Schlaglöchern bzw. Hubbeln für zügiges fahren, oder fahren bei Dunkelheit, nicht geeignet. Radwege enden unvermittelt und es fehlen Verbindungsstrecke. Die Beschilderung ist oft nicht vorhanden oder nicht eindeutig. Nebenstraßen gleichen einer Schlaglochpiste und sind sowohl für Autofahrer wie Radfahrer ein Ärgernis.

Zuverlässige S 11 – bessere Anbindung an Köln

Wie kann / wie wird der Bürgermeister auf die katastrophale Situation der S11 Einfluss nehmen?

Was ist ein realistischer Termin für die Inbetriebnahme des 2. Gleises?

Was unternimmt die Stadt, um die Erreichbarkeit von Köln mit dem ÖPNV zu verbessern?“

Sanierung der Straßen und/oder Radwege

Wie kann die Sanierung der Straßen (und Radwege) beschleunigt werden – die gerade auch für Radfahrende immer wieder zu Gefahren führen? 

Wann werden die gravierendsten Schäden in Radwegen und Fahrbahnen beseitigt?

Wann wird endlich der desolate Zustand der Straßen behoben, anstatt überall 30er Zonen wegen kaputter Straßen einzurichten und Radwege zu markieren?

Mehr Tempo 30 (in der ganzen Stadt)

Wann bekommen wir endlich Tempo 30 flächendeckend in der ganzen Stadt? 

Lösungen für überlastete Stadtteile wie Refrath und Schildgen

Wie sollen die vielen Bürger, die an den vollkommenen überlasteten und umweltbelasteten Straßen leben, ein wenig mehr an Lebensqualität bekommen?

Wie soll die Dolmanstraße entlastet werden? Mit der Entwicklung des Zanders Areal wird der Verkehr noch weiter steigen. 

Wie kann Schildgens Verkehrsproblem gelöst werden? 

Wann gibt es endlich einen Autobahnzubringer für die Stadtmitte (Bahndamm)?

Verbesserung des ÖPNV v.a. in Randgebieten 

Wird der ÖPNV, vor allem auch die Buslinien abseits der Hauptrouten und auch in Randzeiten, ausgebaut?

Was wollen Sie für eine bessere Anbindung der ländlichen Regionen tun?

Sichere Schulwege

Was wollen Sie unternehmen, dass unsere Kinder künftig eigenständig und sicher zur Schule gehen oder mit dem Rad fahren können?

Wann wird endlich ein sicheres Schulwegkonzept für Kinder im Stadtgebiet umgesetzt?

Beschleunigung der Verkehrswende und Ausgleich der Interessen

Wie soll in Bergisch Gladbach die Verkehrswende gelingen – weg von der privaten Autofahrt hin zu umweltfreundlichen Alternativen? Wie lösen wir die Blockadehaltung in weiten Teilen der Stadtgesellschaft auf und nehmen die Angst vor Veränderung?

Mit welchen Maßnahmen werden Sie die Menschen darin unterstützen, vermehrt auf andere Fortbewegungsmittel als das Auto umzusteigen?

Wie stärken Sie ÖPNV und Radverkehr, damit durch weniger private PKW der öffentliche Raum freier, die Luft sauberer und es leiser wird?

Wann wird man aufhören, die Drahtesel als Beseitiger aller Verkehrsprobleme zu bevorzugen? Nur die Gesamtbetrachtung des Verkehrs, also auch Fußgänger und MIV kann Verkehresprobleme lösen, nicht die Errichtung von Fahrradstraßen gegen den Willen der Bewohner und ohne ersichtlichen Grund!

Weniger Autoverkehr und Parkflächen

Warum wird die Schlossstraße nicht zur Fußgängerzone? Das wäre eine große Chance für die Entwicklung Bensbergs.

Wie soll der innerstädtische Verkehr reduziert werden, wenn es kaum Alternativen zum Auto gibt?

Mehr Park&Ride-Möglichkeiten wären sinnvoll, um den Autoverkehr zu reduzieren.

Radpendlerroute nach Köln, durchgehendes Radwegenetz

Wann kommt endlich der Radschnellweg nach Köln?

Warum gibt es keine durchgängige Radverbindung zwischen den Stadtteilen?

Ich wünsche mir sichere, saubere und durchgängige Radwege in der Stadt.

380 von 711 Teilnehmende haben Verkehr als eins von drei Hauptanliegen genannt. Wir haben alle Antworten mit Hilfe von KI in Cluster zusammengefasst, ausgezählt und Aussagekräfte Zitate herausgesucht.

Die Konfrontation innerhalb der Stadtgesellschaft wird ausdrücklich beklagt, und zum Teil der lokalen Politik angekreidet. „Bergisch Gladbach hat es geschafft, die Radfahrer und die Autofahrer als gegenseitige Feinde anzusehen. Ich werde als Radfahrerin oftmals von Autofahrern angegangen, beschimpft und beleidigt. Die Lobby für Radfahrer muss gestärkt werden, ohne die Autofahrer anzufeinden“, heißt es in einem Kommentar. 

Eine andere Person fragt: „Wie kann eine Verkehrspolitik aussehen, damit die Agressivität der Autofahrer gegenüber den Radfahrern, die Agressivität der Radfahrer gegenüber den Fußgängern (die sich wiederum von ihnen bedroht fühlen) vermindert wird, eine Atmosphäre gegenseitiger Rücksichtnahme entstehen kann?“

Eine Konfrontation, die Veränderung erschwert, wie beklagt wird: „Wie soll in Bergisch Gladbach die Verkehrswende gelingen, weg von der privaten Autofahrt hin zu umweltfreundlichen Alternativen? Wie lösen wir die Blockadehaltung in weiten Teilen der Stadtgesellschaft auf und nehmen die Angst vor Veränderung?“

Eine vorläufige Bilanz der Verkehrspolitik …

… in der laufenden Ratsperiode unter Bürgermeister Frank Stein fällt gespalten aus. Viele der Projekte aus dem Koalitionsvertrag von Grünen, SPD und FDP wurden angestoßen, aber nur in Teilen umgesetzt.

So wurde ein ehrgeiziges Straßenbau-Programm mit 220 Positionen erarbeitet und die Sanierung von 76 Straßen beschlossen, der Zeitplan geriet aufgrund von Personalmangel und Verzögerungen bei den Baustellen aber sofort aus dem Ruder. Einzelne Straßenzüge wie Teile der Paffrather Straße, die Rommerscheider und Dellbrücker Straße sowie Straßen/Braunsfeld wurden saniert, viele weitere wie etwa die Leverkusener Straße lassen auf sich warten. Der Umbau der Altenberger-Dom-Straße hat sich im Beteiligungsprozess weitgehend festgefahren.

Erste Radwege (Wipperfürther Straße) wurden in Teilen saniert, viele Piktogramme aufgetragen, selbst kleine Projekte wie die Umweltspur an der Gohrsmühle sind immer noch unvollendet. Der Umbau der Laurentiusstraße zur Fahrradstraße ist an schlechter Kommunikation und Widerstand der Bevölkerung gescheitert, selbst der reduzierte Umbau hat bis auf Vorarbeiten der Belkaw immer noch nicht begonnen.

Zur Verbesserung der Schulwegsicherheit wird ein Schulexpress getestet, weitere Elterntaxi-Plätze haben das Problem aber nicht entschärft. Für erste Schulstraße gibt es jetzt konkrete Vorschläge.

Auf den Ausbau der S 11 hat die Stadt wenig Einfluss, der Stadtrat hat aber immer alles unternommen und beschlossen, was die Planung der Bahn erfordert hat. Auch bei der Ausweisung von Radpendlerrouten hat die Stadt ihre Hausaufgaben erfüllt – und wartet nun auf entsprechende Entscheidungen in Köln.

Immerhin bei zwei Forderungen sind sich beide Fraktionen einig. Erstens: Der ÖPNV – und damit ist vor allem die S 11 gemeint – muss endlich besser und verlässlicher werden, die Randgebiete müssen besser angebunden werden. Zweitens: Die Straßen UND Radwege müssen endlich schneller saniert werden. 

Die am häufigsten verwendeten Wörter in den Antworten sind „endlich“, „S 11“ und  „Schlagloch“. Das Schlagwort „Parkplätze“ kommt dagegen zur viermal vor – in zwei Fällen wird der Wegfall kritisiert, in zwei Fällen das Gegenteil. 

So geht es weiter: Im BürgerClub mit den Bürgermeisterkandidaten Alexander Felsch und Marcel Kreutz diskutieren wir das Verkehrsthema und mögliche Lösungsansätze mit Betroffenen und Expert:innen. Einige wenige Plätze für die Veranstaltung am heutigen Montag sind noch verfügbar.


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  1. Ja Herr Funcke, eine Begehung ergibt, das Schild existiert ist aber komplett zugewachsen.

    Hat zwar mit dem eigentlichen Thema „Feinde-Fairness“ jetzt direkt nichts mehr zu tun, aber es ergibt sich für mich die Frage, Freischeiden und sichtbar machen oder ummontieren zu dem frei in der Einmündung stehen Schild Halteverbot.

    1. Gerne einfach der Stadt melden.
      Entweder per Mail oder über die tellme Mängel-App.
      Erfahrungsgemäß reagiert die Stadt zügig.

  2. Ende des vergangenen Jahres machte eine Bürgerin im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden einen m.E. interessanten, konstruktiven Vorschlag:

    Sie schlug vor, an bestimmten Orten, „Miteinanderweg“-Schilder aufzustellen, um die Verkehrsteilnehmer zu mehr Rücksichtnahme und langsamerem Fahren zu animieren. Wie dies in anderen Städten in Deutschland bereits geschieht.

    Leider wurde dieser Vorschlag von unserem Stadtrat abgelehnt. Kein Interesse.

    Obwohl der Vorschlag gut begründet war und ganz offensichtlich einfach in der Umsetzung.

    Vielleicht könnten wir Bürger die jeweilige Partei oder Organisation unseres Vertrauens jetzt, zu Zeiten des Kommunalwahlkampfes, einmal daraufhin ansprechen, ob solch ein Grundgedanke der Gemeinsamkeit und solche Schilder – als kleiner, aber symbolträchtiger Baustein des Mobilitätskonzeptes – nicht doch ein Beitrag sein könnten zur gegenseitigen Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer. Und damit zur Sicherheit auf unseren Wegen.

    Natürlich würde dies unsere Probleme im Straßenverkehr nicht lösen.
    Aber es wäre mal ein konkreter Anfang, dessen Grundgedanke Schule machen und der genannten „Feindschaft“ entgegenwirken könnte. Unter Einbeziehung der Beteiligten.

    Denn es wird auch auf lange Sicht Strecken geben, die sich die Verkehrsteilnehmer irgendwie untereinander teilen müssen.

    1. Ein enig mehr Aufwand erfordert ein solches Konzept schon, aber es kann sich lohnen: https://de.wikipedia.org/wiki/Shared_Space

      Eine entscheidende Frage dürfte in GL jedoch sein, ob eine Verwaltung, die das durchsetzen will, auch das erforderliche Stehvermögen aufbringt oder ob man sich wieder von organisierten „besorgten Bürgern“ zurückscheuchen lässt.

    2. Gegenseitige Rücksichtnahme ist immer gut, und grundsätzlich spricht nichts gegen “Miteinanderwege”. Aber wenn ansonsten nichts für die Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs getan wird, wird das Aufstellen solcher unverbindlicher Schilder zur Alibi-Handlung. Fußgänger und Radfahrerinnen fühlen sich dann (zu recht) vergackeiert.

  3. Bergisch Gladbach auf Platz 38 von 42 Städten in der gleichen Größenordnung im Fahrradklimatest. Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung! Auf das sich auch nächstes Jahr nichts verändert, außer dass wir unnötigerweise Nebenstraßen zu Fahrradstraßen deklarieren und „Schutz“streifen auf die Straße pinseln.

    1. Immerhin ist Bergisch Gladbach hier sehr konstant! Oder hat es jemals eine größere Änderung in der Platzierung gegeben?

  4. Herr Funcke, hier eine Klarstellung:

    An der Einmündung der von-Ketteler-Straße und im weiteren Verlauf bis zu B506 gibt es KEIN SCHILD, welches Radfahrenden die Mitbenutzung des Bürgersteiges erlaubt.

    Der Versprung auf der Straße ist tatsächlich nur 0,50 m. ( Im vorbeifahren falsch geschätzt)
    Hier sollte trotzdem eine Sicherung vorgenommen werden, analog der Schikane vor dem Kreisverkehr auf der Jakobstraße. Ansonsten kommt dieser Versprung für alle Verkehrsteilnehmer unvorbereitet/überraschend. Vor allem bei Dunkelheit.

      1. Immerhin ein weiteres schönes Beispiel, wie man mit Sherlock-Holmes-artigen Sinnen ausgestattet sein muss, um zu erkennen, wo man mit einem Rad fahren darf und wo wiederum nicht.
        Allerdings dürfen Radfahrer dann dort nur mit Schrittgeschwindigkeit¹ fahren, so dass man auch im Stau auf der Fahrbahn schneller sein dürfte.

        ¹Anlange zu §41(2) StVO (lfd. Nr.18):
        Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Gehwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgängerverkehr Rücksicht nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.

  5. Hier ein Beispiel dafür, dass alle gefordert sind: Fußgänger, Radfahrer, motorisierter Verkehr und Verwaltung.

    Paffrather Straße in Richtung Bergisch Gladbach.
    Vor der Einmündung Von-Ketteler-Straße hört der zweifarbig, mittlerweile nur noch lenkerbreite Rad-Schutzstreifen auf. Die allermeisten Radler springen auf den Bürgersteig um dem Stau und/oder dem superschlechten Fahrbahnrand zu entgehen. Missachten die erste rote Ampel (sind ja auf dem Bürgersteig) um sich dann bei grün an der Kreuzung mit der B506 wieder
    in den fließenden Verkehr einzufädeln.
    Dürfen die Radfahrenden das? NEIN!
    Sollte der motorisierte Verkehr beim einfädeln trotzdem Rücksicht nehmen? JA!
    Frage an die Verwaltung: Ist ein Schutzstreifen von Lenkerbreite noch ein Schutzstreifen? NEIN!

    Hinter Einmündung der B506 ergibt sich das nächste Problem: Hier verspringt der Bürgersteig/Baumscheibe ca. 1 Meter zur Straße hin. Die Stelle ist durch nichts gekennzeichnet. Hier gehen, wenn Autofahrer und Radfahrer zusammen an diese Stelle kommen für beide die Fahrbahn aus.
    Ein weiteres Beispiel dafür: Hier ist die Verwaltung und gegenseitige Rücksicht gefordert.

    1. Ich halte Ihren Kommentar eher für ein Beispiel, wo eine andere Perspektive im Straßenverkehr helfen würde, die häufig wechselnde Radverkehrsführung und die sich daraus ergebenen Problemstellungen zu erkennen.

      Bis auf das Fahren bei Rot entspricht Ihre Schilderung – entgegen Ihrer Annahme – einem regelkonformen Verhalten, da die Gehwege ab Von-Ketteler-Str. sowie im weiteren Verlauf jenseits des Knotenpunkt mit der B506 mit dem Zusatzzeichen „Rad Frei“ ausgeschildert sind.

      Die erste Ampel – also das Exemplar vor der Tankstelle – gilt selbstverständlich nur für die Fahrbahn, also nicht für den Radverkehr auf dem freigegeben Gehweg. Daher auch dort kein Vergehen.

      Selbstverständlich ist auch ein erneutes Einfädeln auf die Fahrbahn unter Vorrang des rückwärtigen Verkehrs beim Wechseln des Straßenteils jederzeit legitim und auch ab dem Schutzstreifen hinter Opel Gieraths als Option bzw. Alternative zum freigegebenen Gehweg vorgesehen.

      Der von Ihnen genannte Versprung des Bordsteins beträgt tatsächlich 0,5m. Er ist im Bereich des Mischverkehrs angelegt – Fahrradpiktogramme verdeutlichen dies – und daher müssen KFZ dort entsprechend mit Radverkehr rechnen und Rücksicht nehmen. Mit dem Überholen muss bis ca. Beginn des Schutzstreifens gewartet werden, bis sich ausreichend, also min. 1,5m Abstand einhalten lassen.

      Dass die alten Schutzstreifen in unserer Stadt oftmals nicht den notwendigen Mindestbreiten entsprechen oder gar durch Dooring Zonen führen ist ein Fakt, tragisch und sollte im Sinne der Gefahrenabwehr dringend an den kritischsten Punkten behoben werden.

  6. Eine Verschlechterung des Autoverkehrs habe ich in den letzten Jahren nicht wahrgenommen. An welchen Stellen ist diese zu erkennen? Man kann mit dem Auto alle Straße (selbst Fußgängerzonen) in der Stadt gefahrlos(!) erreichen, ganz im Gegensatz mit dem Rad. Manchmal (öfter) dauert es länger, gerade in der Innenstadt, auch Ecke Kaufland und die Strecken nach Bensberg, Refrath (Autobahn) und Leverkusen (Schildgen). Es liegt u.a. an viel Kfz-Verkehr, schlechten (statischen) Ampelschaltungen und zu vielen Kreuzungen bzw. Ampeln. Aber Verbesserungen für den Radverkehr haben da keinen nachteiligen Effekt für Autofahrer. Eine Verbesserung des ÖPNV (S-Bahn und evtl Straßenbahn) ist angestoßen und wird in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

    Der “Fahr-Verkehr” gehört erstmal grundsätzlich laut StVO auf die Fahrbahn. Damit der Radverkehr auf den Haupverkehrsstraßen den Durchfluss an den Kreuzungen nicht durchs langsame (an)fahren verringert, braucht es alternative Wege für den Radverkehr. Das können Radwege im Verlauf der Straße sein. Allerdings nur, wenn diese auch sicher zu befahren sind, ausreichend breit und weder von Autoverkehr (parken darauf oder Dooring-Zone) verbraucht werden, noch von Fußverkehr (zumindest in der Ebene und bei Gefälle. Die nicht Gradlinigkeit des Fußverkehrs auf unseren viel zu schmalen Wegen ist eine Gefahr auch für Radfahrer). Alternativ kann ein Netz an “Fahrrad-Hauptstraßen” ausgewiesen werden, bei denen (analog zu “Auto-Hauptstraßen”) der Verkehr gebündelt wird und Vorrang gegenüber den Nebenstraßen bekommt und ohne bei Engstellen auf entgegenkommenden Verkehr warten zu müssen, leichtgängig, geschmeidig und vor allem sicher entlanggleitet. Denn im Gegensatz zum motorisierten Verkehr kostet mehrfaches (Abbremsen und) Beschleunigen Kraft und kostet Reichweite und Zeit. (Beim Auto ist es nur ein stärkeres Drücken des Gaspedals.)

    Leider haben fast alle letzten Verkehrsprojekte Mängel bezüglich des Radverkehrs. Dort braucht es Kompetenz, Augenmerk und vor allem den Willen etwas für die Sicherheit des Radverkehrs zu tun.

    Das beste wäre, wenn sich die gesamte Situation umfassend ändert. Dazu zählt u.a. die Kontrolle der Geh- und Radwegparker, Kontrolle der Fußwegradler und vor allem Geisterradler, der Rückbau der Dooring-gefährdenden (=regelwidrigen) Parkplätze oder alternativ Verlagerung des Radverkehrs auf die Fahrbahn mit den entsprechenden Einschränkungen für den übrigen Fahrverkehr.

    Alle Radfahrer kennen das Problem der eng überholenden und teils scheidenden Autofahrern (weshalb viele Radfahrer getrieben auf Gehwege ausweichen). Vor allem das muss rigoros angegangen werden, damit die Straße wieder ein angstfreier Verkehrsraum wird.

  7. Der Straßen- / Wegeraum ist in einer Stadt wie Bergisch Gladbach nicht vermehrbar und die meisten Menschen neigen nicht dazu, teilen zu wollen. Im Urlaub habe ich ein Piktogramm auf der Straße gesehen: “Rücksicht macht Wege breit”, in diesem Fall mit Fahrrad- und Treckerabbildung. Wie wäre das auf unseren Straßen und Wegen mit Auto / Fahrrad bzw. Fahrrad / Fußgänger? Mehr Rücksicht tut allen gut und verbessert die Laune auf allen Seiten!

  8. Thema Schlaglöcher: Als rechtsrheinische Kölnerin (Höhenhaus) bin ich ja Kummer gewohnt, aber wenn man von der Diepeschrather Mühle nach Paffrath radelt, wird man auf diesen Straßen derart durchgerappelt, dass man nicht mehr gerade gucken kann – ein Schlagloch reiht sich an das andere. Es ist gemeingefährlich. Und das in einer Stadt, die überwiegend aus finanzkräftigen Bewohnern besteht. Da ist es im Wald und sogar in Köln ungefährlicher. Traurig, aber wahr. Hoffentlich ändert sich bald etwas, abgesehen davon, dass in GL Autofahrer sowieso weniger Rücksicht auf Radler nehmen.

    1. Fahre bestimmt seit knapp 30 Jahren immer fünfstellig Km in Bergisch Gladbach Köln Leverkusen das Bergische und auch etwas Düsseldorf. Und ja auch nochmal so viel Auto.Sehe in Bergisch Gladbach leider gerade in der Innenstadt keine Möglichkeit da kein Platz wirklich was zu ändern. Die Zustände der Straßen wie auch die Radwege sind ja nicht neu,aber bei der Kassenlage kann sich ja kaum was ändern. Es sind einfach zu viele Reform Löcher die die Politik hinterlassen hat. Und da sehe das Problem das keiner sich was traut. Und was die Rücksicht angeht ist es in Köln viel Gefährlicher Rad zu fahren als in Bergisch Gladbach zumindest in der Innenstadt und da bin ich oft. Und dieses gegenseitig das die Radfahrer sich an nichts halten und die Autofahrer die Radfahrer nicht achten was soll das eigentlich bringen. Jeder der beides fleißig benutzt weiß das von beiden Seiten was stimmt aber was Respekt bedeutet bekommt man in der Kinderstube oder es wird sehr schwer.

      1. Mein Eindruck ist, dass in Köln in den letzten Jahren einiges passiert ist und ich fühle mich dort inzwischen deutlich sicherer als in Gladbach. Trifft sicher nicht auf alle Ecken zu, aber komme eigentlich immer ganz gut zu meinen Terminen in der Stadt. In Gladbach ist es größtenteils fürchterlich mit dem Rad unterwegs zu sein.

        Ehrlich gesagt kann ich auch dieses “Da ist kein Platz, da lässt sich nichts ändern” nicht mehr so wirklich hören. Gladbach ist ja nun nicht einzigartig auf der Welt vergleichbare Städte in anderen Ländern kriegen ja auch Verbesserungen hin. Es wird halt nicht gehen, ohne das der motorisierte Verkehr Privilegien abgeben muss. Aber so zu tun, als wäre der Status Quo das unveränderliche Optimum ist einfach sehr mut- und ideenlos.

      2. „Aber so zu tun, als wäre der Status Quo das unveränderliche Optimum“ – das bekommt man in Köln aber auch prima hin. Aktuelles Beispiel ist die Mülheimer Brücke. Da wurde jahrzehntelang beklagt, dass die Radwege zu schmal und extrem ungünstig geführt sind, vor allem die Geisterfahrer bilden eine deutliche Gefahr, da sie durch die Pylone nicht rechtzeitig erkennbar sind – es gab da durch Zusammenstöße von Radfahrern schon zwei Todesfälle.

        Jetzt wird die Brücke seit einigen Jahren erneuert und von Anfang der Planung an wurde angeregt, dabei die Radwege zu verbreitern und eine durchgehende Sichtachse zu schaffen. Das wurde kurzerhand abgelehnt und interessierte die Stadt nicht weiter.

  9. Ich finde das Radfahrer sich seit einigen Jahren vermehrt an keine Verkehrsregel halten die meines Wissens für alle gelten sollten .Radwege werden kaum genutzt statt dessen fährt man auf den Strassen .
    Oder man quer die Strasse ohne den Verkehr zu beachten ,Vielleicht sollte der Radverkehr auch so kontrolliert werden wie es bei Autofahrern passiert

    1. Sehr geehrte Frau M.

      ich denke es nahezu unmöglich sich an keinerlei Verkehrsregel zu halten.
      Den Verstoß den sie vermeintlich ausgemacht haben, ist höchstwahrscheinlich gar keiner!
      Hier ein Auszug des §2(4) StVO (also ganz am Anfang der Verordnung): “Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist.”
      Im Übrigen bin ich in den letzten Jahrzehnten häufiger mit dem Rad als im Auto kontrolliert worden, obwohl die Fahrleistung sich in etwa die Waage halten dürfte.

    2. Und Sie @Claudia M. unterstreichen mit Ihrem Kommentar leider erneut das eigentliche Problem. Statt sich der Thematik, dem fehlenden Miteinander zu widmen und nach Lösungen zu suchen, zeigen Sie mit dem Finger auf den Radverkehr und unterstellen darüber hinaus eine Ungleichbehandlung. Wie kommen Sie zu dem Schluss, dass Radfahrende nicht oder weniger kontrolliert würden?

      Dass ein nicht benutzungspflichtiger Radweg, der zu schmal im Seitenraum mit Fußverkehr, an parkenden Autos (“Dooring” Gefahr) und zahlreichen Einfahrten entlanggeführt, im fragwürdigen Zustand mit ständig wechselndem Niveau und oft schlecht einsehbar und damit mit erhöhtem Unfallrisiko von Radfahrenden nicht genutzt wird darf nicht dazu führen, dass sich Autofahrende durch reine Anwesenheit von Radfahrenden auf der Fahrbahn genötigt oder gar provoziert fühlen.

      Rücksichtnahme ist selbstverständlich keine Einbahnstraße und daher sollen gut ausgebaute und benutzungspflichtige (blaue Schilder) Radwege entsprechend StVO genutzt werden. Wenn sie dann nicht wiederum zugeparkt, mit Mülltonnen zugestellt, durch Baustellen blockiert, marode oder im Winter nicht geräumt sind.

      Lösung: Bessere, durchgängige und eigene Infrastruktur. Im Idealfall getrennt von Auto-, aber auch Fußverkehr. Dafür und die dadurch erhöhte Verkehrssicherheit müssen auch schon mal Parkplätze oder gar ganze Fahrspuren (von mehreren in einer Richtung) weichen, was auch wieder zu entsprechenden Diskussionen führt.

      Da es aktuell schon reicht wenn Radfahrende an wenigen Stellen einen “Grünpfeil” bekommen oder eine Einbahnstraße in Gegenrichtung befahren dürfen, dass sich Autofahrende benachteiligt fühlen – nur so lässt sich so mancher Kommentar erklären -, muss man sich nicht wundern.

    3. Merkwürdig, Claudia M.! Ich habe nämlich den Eindruck, dass in letzter Zeit die Regelverstöße der Autofahrer immer schlimmer geworden sind, z.B. Rotlichtverstöße, Smartphonenutzung am Steuer, Radfahrern in rechts vor links Situtionen die Vorfahrt nehmen, Abbiegen ohne zu Blinken und und und.

      Auf Regelverstöße von Radfahrern achte ich zugegebenermaßen nicht. Mag schon sein, dass die auch mehr geworden sind. Aber wessen Regelverstöße stellen eine größere Gefahr für Leib und Leben dar?

    4. Liebe Frau M., eine Straße besteht aus mehreren Teilen. Dazu gehört die Fahrbahn, ggf. Radwege und/oder Gehwege. Auf der Fahrbahn zu fahren ist für Radfahrer absolut legitim, solange vorhandene Radwege nicht ausdrücklich als benutzungspflichtig gekennzeichnet sind. Und, offen gesagt, was Sie „finden“, halte ich nicht für allzu relevant, solange Sie nicht mit belegbaren Fakten kommen. Allzu vertraut scheinen Sie mit dem Thema ja nicht zu sein.

  10. „Pendlerstadt mit schlechter Bahnanbindung“ – das trifft allerdings auf die südlichen Stadtteile keineswegs zu. Die gute Verkehrsanbindung von Bensberg, Frankenforst und Refrath – sowohl für den Individualverkehr als auch mit dem ÖPNV – zeigt sehr anschaulich, dass weitsichtige, kluge Entscheidungen einer Stadtverwaltung viele Jahrzehnte lang positiv nachwirken.

    Genau umgekehrt in der heutigen „Innenstadt“ und Umgebung: Der leichtfertige Verzicht auf die Straßenbahn Ende der 50er/Anfang der 60er, der eher achselzuckende Umgang mit der Bahnanbindung durch S11 und Vorläufer, mangelndes Stehvermögen bei der MIV-Anbindung über die L 286n in den 70ern – das alles hat einen hübschen Scherbenhaufen hinterlassen, der auch in Jahren nicht so einfach aufzukehren sein wird.

  11. Bin Autofahrer UND Radfahrer. Und als Radfahrer kann ich sagen das die Straßen in BGL fast lebensgefährlich sind. Und damit meine ich vor allem die Strassenbelaege. Es gibt Straßen, wie die Paffrather, Sander, Rheinhoehenweg und mehr, wo man besser das Rad schiebt als fährt. Aktuell: Unfallursache „Loch“ , mein Freund liegt seit Sonntag mit Jochbein Bruch im KH. Noch eine Bemerkung , der „Rund um Koln“ Veranstalter markieren die“Strassenfallen“ nicht ohne Grund mit roten Markierungen Und da wollen sie Leute animieren das Rad zu nehmen.

  12. Man muss sich auch mal die Lage der Stadt Bergisch Gladbach anschauen.
    Innerhalb eines Talkessels, wo es wenig Ausweichmöglichkeiten gibt und man mit dem vorhandenen Platz auskommen muss.

    Eigentlich eine unmögliche Aufgabe für die Stadt und die Verwaltung. Ich sehe hier schon, dass die Stadt versucht es allen irgendwie gerecht zu machen.

    Leider spielen aber einige unsere politischen Parteien nicht mit. Insbes. dann wenn Wahlkampfzeiten sind.
    Wenn ich mir das Agieren der “Linken” so ansehe, wird ja schon fast zum Klassenkampf der edlen Pedalritter gegen die reichen Autofahrer aufgerufen.

    Das fördert natürlich die “Feindschaft Rad- gegen Autofahrer” und ist der Sache absolut nicht dienlich, im Gegenteil hier wird großer Schaden angerichtet.

    Wir sind halt nicht in den Niederlanden und in Dänemark. Flache Topographien mit reichlich Platz zum Ausweichen.
    Warum der Niederländische Autofahrer so höflich mit Radfahrern umgeht ? Wenn der einen Radfahrer anfährt hat er verdammt schlechte Karten und die Strafen sind deftig.

    Höflichkeit, Akzeptanz und Toleranz wären die Stichwörter, welche die politischen Parteien alle zusammen gemeinsam vertreten sollten.
    Leider alles Eigenschaften die uns immer mehr abhanden kommen und durch gewisse politische Parteien links wie rechts auch nicht gefördert werden.

    Alle sollten Lösungen entwickeln aber keine Kämpfe böser Autofahrer gegen ach so edle Radfahrer anzetteln um möglichst viele Stimmen zu generieren.

    1. @: Höflichkeit, Akzeptanz und Toleranz wären die Stichwörter, welche die politischen Parteien alle zusammen gemeinsam vertreten sollten.
      Leider alles Eigenschaften die uns immer mehr abhanden kommen und durch gewisse politische Parteien links wie rechts auch nicht gefördert werden.

      Meine absolute Zustimmung für uns alle im Umgang miteinander
      Danke Herr Sobotta
      ich ergänze um Transparenz

  13. ….es sollte sich mal mehr um den Radschnellweg Kürten – Bergisch Gladbach gekümmert werden, als ewig um diese Laurentiusstrasse

  14. Ist es eine “Benachteiligung des Autoverkehrs”, wenn eine Verkehrsart ganz überwiegend dominiert und diese Dominanz zu Gunsten anderer Verkehrsarten behutsam abgebaut wird?

    1. Nein, natürlich nicht. Aber der Verzicht auf jahrzehntelang gerne wahrgenommene Privilegien fällt immer sehr schwer und lässt dann schnell shclechte Stimmung aufkommen.

    2. Nun, gerade wegen der Dominanz und Bevorzugung des Autoverkehrs über viele Jahrzehnte ist es eine groteske Verdrehung der Tatsachen, von einer “Benachteiligung des Autoverkehrs” zu sprechen.

  15. Das ist leider ,leider immer wieder zum fremdschämen , Menschen mit anderer Meinung reflexartig zu „Feinden“ zu machen….statt Brücken zu bauen. Bitte weniger Schaum vor dem Mund.
    Zum fremdschämen auch die verbiesterten ewiggestrigen Autofetischisten, die jede KLEINSTE (mehr passiert doch nicht) Verbesserung der Rad-(und Fußgänger!)Infrastruktur als persönlichen Angriff erleben.
    Wie meilen-und jahrzehneweitweg sind wir von der viel friedvolleren RadInfrastruktur anderer Länder wie Niederlande, Dänemark usw.

    1. “Länder wie Niederlande, Dänemark usw.”
      In andere Länder muss man gar nicht schauen! Vorbilder bei der Verbesserung der Rad-Infrastruktur finden Sie zur genüge auch hierzulande.
      Guten Willen findet man z.B. in Städten wie Bremen, Münster, Frankfurt am Main, Hannover, Karlsruhe usw.

      Tut keinem weh, ist sicherer insbesondere für Kinder und Pendler und sorgt für bessere(s) Luft und Stadtklima auch für uns Fußgänger.

      https://www.bremen.de/fahrradmodellquartier-alte-neustadt
      https://www.navit.com/blog-de/die-fahrradfreundlichsten-stadte-in-deutschland

      1. Bildung (Bildungsmonitor): Unterste Ränge Gesamt & Teilbereiche
        Wohnarmut: Höchste Quote
        Kriminalität: In Städten Top‑Platz
        Bahnhofsqualität: Europa‑Ranking, deutsches Schlusslicht

        Bremen zeigt also Schwächen in Bildungschancen, sozialer Absicherung, öffentlicher Sicherheit und Infrastruktur.
        Aber immerhin ein paar nette Prestige-Rad-Projekte :D

      2. @Samurai
        Und Sie meinen, dass die Bildungschancen steigen und die Kriminalität sinkt, wenn man nur bloß die Finger von Verbesserungen der Fahrradinfrastruktur lässt?
        Das ist aber eine steile These…
        Den kausalen Zusammenhang hätte ich gern erklärt.

      3. Bravo Samurai, da haben Sie Bremen ja astrein zerlegt. Wenn das trotz Fahrradfreundlichkeit so eine Shithole-Stadt ist, war das wohl keine besondere Herausvorderung. Um andere fahrradfreundliche Städte wie Münster oder Karlsruhe abzuwerten wird Ihrem Schwert die Schärfe fehlen.

    2. So etwas wie „die verbiesterten ewiggestrigen Autofetischisten“ trägt allerdings auch nicht gerade zur Deeskalation bei. Brückenbauen stelle ich mir anders vor.