Die Stationsstraße soll autofrei werden

Das Ampelbündnis von Grünen, FDP und SPD hat im Entwurf für einen Koalitionsvertrag viele grundsätzliche Ziele festgehalten – aber auch einige sehr konkrete Maßnahmen. Ein Überblick.

29 Seiten ist der Entwurf für den Koalitionsvertrag stark, und er bietet einige sehr konkrete, zum Teil durchaus überraschende Projekte.

Bekannt ist die Idee, Parkplätze wie den Park-und-Ride-Platz in Duckterath mit Wohnungen zu überbauen. Genau das will die Ampel aber auch beim Parkplatz der Eissporthalle angehen, und auch beim Schotterplatz an der Refrather Straße In der Auen, der ohnehin zu einem P-R-Platz umgebaut werden soll.

Ein weiteres Stadtteilhaus will die Koalition in Gronau bauen, auf dem Grundstück Ferdinand-Straße / Gierather Straße – als Kombination einer neuen Grundschule, OGS und Initiativenhaus. Dabei soll ein neuer „Identifikationsort“ in Gronau geschaffen werden.

Die Laurentiusstraße soll zu einer beidseitig befahrbaren Fahrradstraße umgewandelt werden.

Die Stationsstraße soll zu einem Pilotprojekt für eine autofreie Straße werden.

Die Paffrather Straße soll von der Stadtmitte bis Paffrath und später auch bis Schildgen, einen Radweg erhalten.

Im Forum-Park soll ein Basketball-Platz entstehen.

Für die Kulturpolitik soll ein neues Leitbild erarbeitet werden.

Den kompletten Entwurf für den Koalitionsvertrag, der noch von den Mitgliederversammlungen der beteiligten Parteien beschlossen werden muss, finden Sie hier:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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7 Kommentare

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  1. Na, geht doch. In der grünen Lunge soll demnächst Wohnungsbau erlaubt sein. Denn eine Überbauung des Parkplatzes an der Eissporthalle kann ja nichts anderes bedeuten. Nach der Zustimmung für den Hotelbau ist das gerecht und vernünftig. Späte Einsicht aber besser als nie.

  2. Der neue Rat hat 56 Mietglieder. Das müsste reichen um den Menschen in unserer Stadt ein zufriedenes Leben zu garantieren. Denn sie wollen ja nicht viel. Beschäftigung, ein gesichertes bedarfsgerechtes Einkommen und bezahlbares Wohnen. Aber wie sagt man, viele Köche verderben den Brei. Hoffen wir, dass sich Soziales und Freidenkendes mit grüner Ideologie zu einer zukunftsfähigen Strategie verbinden lässt.

  3. @Schaffer: wenn Sie sich erkundigt hätten, warum Einbahnstraßen überhaupt erst erfunden wurden, würden Sie den Wiederspruch erkennen. (Spoiler, einspurige Fahrzeuge waren nicht der Grund).

    Aber wenn ich mir anschaue, dass die Stadt es in über 7 Jahren nicht geschafft hat eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der unteren Hauptstraße anzuordnen, glaube ich nicht daran, vor meinen Ableben eine Änderung in der Laurentiusstraße zu erleben.

    P.S.: In Köln-Dellbrück konnte man Tempo 20 fast ohne Umgestaltung anordnen…

  4. Auch wenn es der FDP und insbesondere der SPD schwerfallen wird:

    Entscheiden Sie sich bitte beim Bahndamm! Jetzt ist hier zu lesen, dass der Parkplatz an der Eissporthalle mit Wohngebäuden überbaut werden soll. Und was dann?

    Zehn Jahre später den Umbau des Bahndamms zur „innerstädtischen Ortsumgehung“ umsetzen? Wenn Parkplätze überbaut werden, dann dürfte das in einer Höhe von min. 2,5m beginnen. Damit wäre auch der Effekt eventueller Lärmschutzwände konterkariert. Dazu mehrjährige Bauarbeiten inklusive Abtrag eines schwermetallbelasteten Bahndammes und entsprechender Staubentwicklung. Das wird sicher ein sorgenfreies Wohnen an der Eissporthalle.

  5. Koalitionsvertrag
    Hier: Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr

    Gerade lernen die Schüler den Sinn von Einbahnstraßen im Schulbetrieb kennen, da sollen sie diese bald im Straßenverkehr wieder brechen dürfen. Sinnvoll? M S

  6. Danke für den Überblick! Zusätzlich finde ich diese konkrete Verkehrs- und Umweltschutz-Maßnahme erwähnenswert:

    „Als Sofortmaßnahme für den Stadtteil Schildgen werden wir kurzfristig Tempo 30 auf der Altenberger-Dom-Straße anordnen. Zudem sollen Parkplätze im Kernbereich von Schildgen, die in die Fußwege und Schutzstreifen hineinragen, unter Überarbeitung des Parkraumkonzepts für Schildgen wegfallen.“