Mit dem Kauf der Siemens-Wälder verfügt die Stadt über große bewaldete Flächen, die sie nun bewirtschaften muss. Foto: Redaktion

Der Beschluss zu einem Stadtwald-Leitbild ist nach Ansicht der Grünen und der SPD ein wichtiges Zeichen für eine klimaangepasste Waldentwicklung. Die Beteiligung der Umweltverbände müsse nun in einem zweiten Schritt nachgeholt werden.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Grünen und der SPD

Die Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD begrüßen den Beschluss des neuen Leitbilds zur nachhaltigen und klimaangepassten Bewirtschaftung der städtischen Waldflächen ausdrücklich. Das Leitbild ist ein zentraler Meilenstein für einen zukunftsfähigen, klimaresilienten und artenreichen Bergisch Gladbacher Stadtwald.

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„Fachlich ist dieses Leitbild ein sehr großer Fortschritt zum Status quo“, betont Collin Eschbach, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. „Die klar formulierte Vision eines leistungsfähigen, biodiversen und sozial bedeutsamen Stadtwaldes gibt uns eine starke Grundlage. Durch die Teilnahme am Bundesprogramm Klimaangepasstes Waldmanagement, die PEFC-Zertifizierung, den Verzicht auf Kahlschläge und Pestizide sowie die Förderung natürlicher Verjüngung wird unser Stadtwald langfristig stabiler, widerstandsfähiger und nachhaltiger.“

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„Das Leitbild definiert den Stadtwald als ein Natur- und Kulturerbe, das gleichermaßen ökologische, soziale und wirtschaftliche Funktionen erfüllt. Mit der Erfüllung der übergesetzlichen Kriterien des klimaangepassten Waldmanagements verpflichtet sich die Stadt zur Entwicklung strukturreicher, gesunder Mischwälder und zur langfristigen Anpassung an die Folgen des Klimawandels.” ergänzt Volker Schiek für die SPD-Fraktion.

Beteiligung relevanter Akteure im 2. Schritt

Grüne und SPD hätten sich gewünscht, dass die zuvor angekündigte Beteiligung relevanter Gruppen bereits vor der Beschlussfassung stattgefunden hätte. Gleichwohl begrüßen die Fraktionen ausdrücklich, dass dieser Austausch nun zeitnah im zweiten Schritt erfolgt.

„Es ist uns wichtig hervorzuheben, dass zentrale Akteure wie der RBN, der BUND, die Klimafreunde und weitere Nutzergruppen nun im weiteren Prozess einbezogen werden“, so Eschbach und Schiek. „Das schafft Transparenz, stärkt die Akzeptanz vor Ort und sorgt dafür, dass unser Stadtwald gemeinsam mit denjenigen gestaltet wird, die sich seit Jahren für seine ökologische und nachhaltige Entwicklung einsetzen.“

Die Fraktionen sehen in der nachgelagerten Beteiligung eine wertvolle Gelegenheit, das Leitbild weiter zu konkretisieren, Umsetzungsschritte gemeinsam zu beraten und breites Wissen aus Zivilgesellschaft, Natur- und Umweltschutz sowie lokaler Expertise einzubinden.

Konstruktive Zusammenarbeit

„Wir stehen hinter dem fachlichen Inhalt des Leitbildes und setzen uns dafür ein, dass die nun folgenden Beteiligungs- und Umsetzungsprozesse transparent, inklusiv und fachlich fundiert gestaltet werden“, betonen die umweltpolitischen Sprecher. „Unser Stadtwald ist ein zentraler Baustein für Klimaresilienz, Erholung und Artenvielfalt – und er verdient eine ebenso starke wie gemeinsame Zukunftsstrategie.“

Mit dem neuen Leitbild und der geplanten Einbindung der wesentlichen Akteure sehen die Fraktion einen wichtigen Schritt hin zu einem Stadtwald, der den Herausforderungen der Klimakrise standhält und zugleich Lebensqualität und Naturvielfalt für kommende Generationen sichert.

Hier werden gemeinsame Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die Grünen und der SPD in Bergisch Gladbach veröffentlicht.

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