Create Unity! präsentieren eine Hip-Hop-Show auf dem Zanders-Gelände. Foto: Krea-Jugendclub

Open-Air-Konzerte, Workshops und Streetfood bietet das Jugendfestival Beat ‘n’ Ball am Samstag im Gleispark auf dem Zanders-Gelände. Im Zentrum von Bergisch Gladbach können Jugendliche Live-Musik erleben, feiern und neue Leute kennenlernen. Der Eintritt ist kostenlos, Essen und Getränke werden zu jugendfreundlichen Preisen angeboten.

Alles steht und fällt mit den Jugendlichen. Sie sind es, um die sich beim Jugendfestival „Beat ‘n’ Ball“ alles dreht. Das Line-up ist komplett, das Workshop-Programm prall gefüllt, und auch das Wetter scheint mitzuspielen. Jetzt müssen nur noch die Kinder und Jugendlichen kommen. 

„Beats, Action und gute Vibes“ lautet das Motto am Samstag, 27. Juni: Dann steigt im noch jungen Gleispark auf dem Zandersgelände in der Innenstadt ein Festival, das die sechs Bergisch Gladbacher Jugendzentren auf die Beine stellen. Der Eintritt ist frei, Essen und Getränke gibt es zu jugendfreundlichen Preisen. 

Konzerte und Workshops

Los geht es um 16 Uhr. Auf einer großen Bühne zwischen Halfpipe und der historischen Dampflok erwartet die Jugendlichen Live-Musik von Rock und Hip-Hop bis Afrobeat und Trap. Bis 19 Uhr gibt es auf dem gesamten Festivalgelände kostenlose Workshops zum Mitmachen. 

Angeboten werden Breakdance, Theater, Torwandschießen, ein Fußballturnier, Basketball, Boxen, Graffiti, ein DJ-Workshop, Bogenschießen und ein Radioworkshop. Die Besucher:innen können außerdem an einem Gemeinschaftskunstwerk auf Leinwänden mitwirken.

Das Bühnenprogramm eröffnet die Krea-Band, anschließend übernehmen die Schülerbands Enkans (Integrierte Gesamtschule Paffrath) und Jägers Jünger (Nicolaus-Cusanus-Gymnasium) die Bühne, anschließend LieberTee. Mit Lost Tapes tritt eine Indie-Rock-Band aus Düsseldorf auf, die unter anderem schon als Vorband von Tokio Hotel gespielt hat.

Die Indie-Rock-Band Lost Tapes. Foto: Marc Bergmann

Create Unity des Krea-Jugendclubs bringt eine Hip-Hop-Show auf die Bühne. Zum Abschluss bieten Omar Jatta, J-JD and Friends eine Mischung aus Afrobeat, Amapiano und Hip-Hop.

„Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen kommen und das Angebot annehmen“, sagt Martin Greiber, Leiter des Ufo, dem Jugendkulturhaus der AWO und einer der Mitorganisatoren. Seit der Öffnung der Main Street fahre er regelmäßig mit dem Rad über das Zanders-Areal zur Arbeit. „Seitdem habe ich den Traum, auf dem Gelände ein Festival zu veranstalten“, sagt Greiber. Im vergangenen Jahr sei es konkreter geworden.

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Der Gleispark auf Zanders kommt bei allen Altersgruppen gut an

Sei es Fußball, Basketball, Skaten oder einfach entspannen – der neue Gleispark „auf Zanders“ bietet alles das und wird nicht nur von Jugendlichen gut angenommen. Wir haben uns vor Ort umgehört, Meinungen und weitere Wünsche zum neuen Freizeitangebot in der Stadtmitte gesammelt.

„Das Schöne in Bergisch Gladbach ist, dass alle Jugendzentren Kooperationspartner sind und nicht in Konkurrenz zueinander stehen“, sagt Martin Greiber. Bei regelmäßigen Treffen überlegen sich die Teams gemeinsame Aktionen. Zuletzt hatte es 2011 und 2013 ein ähnliches Event für Jugendliche gegeben. 

Bei einer Begehung des Fabrikgeländes von Verantwortlichen der Stadt und der Jugendzentren erwies sich der neu geschaffene Gleispark als ideal – offen, frei zugänglich, mitten in der Innenstadt, ganz nah am Busbahnhof. „Das ist für Jugendliche aus anderen Stadtteilen super wichtig“, weiß Greiber. Nicht allen sei der Gleispark ein Begriff. „Daher sage ich immer: Gegenüber der RheinBerg Galerie, neben den roten Schornsteinen“, so Greiber. 

Der Sozialpädagoge bezeichnet den Gleispark als Bereicherung für die Menschen in Bergisch Gladbach. „Und daher gehört auch die Jugend hier genau auf den Platz.“ Bei der Jugendbefragung der Stadt (die demnächst veröffentlicht werden soll) sei immer wieder der Wunsch nach Plätzen für Jugendliche aufgekommen, an denen sie sich willkommen fühlen. 

Ein Ort für die Jugend

„Das ist ein Auftrag an die Stadt, solche Orte zu schaffen. Denn Jugendliche sind ein Teil der Gesellschaft.“ Der Gleispark ist für Greiber „die vorgezogene Antwort auf die Jugendbefragung. Darüber sind wir Jugendzentren sehr glücklich“.

Nachdem ein Ort für das Festival gefunden war und Fördergelder beim Land NRW beantragt und bewilligt wurden, ging alles ganz flott, was auch am guten Netzwerk und dem kreativen Potenzial der Jugendzentren liegt.

Das Programm stand schnell. Die Workshops, aber auch die Bands und Musiker:innen „finden über viele Jahre und Jahrzehnte in den Jugendzentren statt“, so Greiber, der in der Jugendarbeit tätig ist, seit er 16 ist. Nun werde dafür eine Bühne geboten und die Angebote der Jugendarbeit sichtbar gemacht.

Der Name des Festivals spielt auf die beiden Bestandteile an: „Beats“ steht für die Musik auf der Bühne, „Balls“ symbolisiert das Bewegungs- und Sportangebot der Workshops. Das Festival richtet sich an Besucher:innen ab 10 Jahren, an Jugendliche und junge Erwachsene. 

Die Jugendzentren sehen das Festival als Pilotprojekt, um Erfahrungen für künftige Projekte und ähnliche Veranstaltungen zu sammeln. Greibers Wunsch: „Wir hoffen, dass möglichst viele Jugendliche kommen, um sich abzufeiern.“


Organisiert wird das Jugendfestival von Q1, (Innenstadt), Cross (Gronau), Café Leichtsinn (Innenstadt), FrESch (Schildgen), Ufo (Bensberg) und dem Krea-Jugendclub der Kreativitätsschule (Refrath). Offizieller Veranstalter ist die Stadt.

Der Eintritt ist frei, die Belkaw stellt kostenlos Trinkwasser zur Verfügung. Das Quirl’s und das Paas verkaufen Essen und Getränke zu vergünstigten Preisen. Am Info-Point bekommen die ersten Besucher:innen Festival-Stoffbändchen und Wassereis, solange der Vorrat reicht.

Weitere Informationen rund um das Festival gibt es auf dieser Internetseite.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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