Die ersten Wohnmodule auf dem Grundstück an der Kirche St. Antonius Abbas in Herkenrath sind aufgebaut. In den nächsten Monaten entsteht in ressourcenschonender Modulbauweise ein Mikro-Dorf, in dem Familien, Paare und Alleinstehende gemeinschaftlich leben. Die ersten Bewohner:innen sollen Ende des Jahres einziehen.

Langsam wird in Herkenrath sichtbar, wovon die Mitglieder der Christlich-Ökologischen Wohngemeinschaft (CÖW) seit acht Jahren träumen. Die ersten drei Module stehen bereits – und damit nimmt das innovative Wohnprojekt mehr und mehr Gestalt an.

Foto: Markus Bollen

Unterhalb der Kirche St. Antonius Abbas entsteht ein gemeinschaftliches, ökologisches und klimaangepasstes Mehrgenerationen-Konzept mit Wohnmodulen für 18 Erwachsene und ihre Kinder. Ende des Jahres sollen die ersten Bewohner:innen einziehen, wenn alles nach Plan läuft.

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Der Weg von der ersten Idee im September 2018 bis zum feierlichen Spatenstich im März 2026 war ein langer, die Gründungsmitglieder brauchten viel Geduld und starke Nerven. Es gab immer wieder Rückschritte und Verzögerungen.

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Wohnprojekt in Herkenrath feiert Spatenstich

Seit siebeneinhalb Jahren planen die Mitglieder der Christlich-Ökologischen Wohngemeinschaft CÖW ein gemeinschaftliches und klimagerechtes Wohnprojekt in Herkenrath. Nach vielen Rückschlägen feierten die Mitglieder mit beteiligten Akteur:innen nun den Spatenstich. Sie suchen noch weitere Mitbewohner:innen für ihr „Mikro-Dorf“ auf der grünen Wiese.

Beginn der Bauarbeiten

Die Erdarbeiten auf dem 4500 Quadratmeter großen Baugrundstück begannen im Juni. Die Wohnmodule werden auf einem Fundament aus Pfählen errichtet. Der notwendige Erdaushub wird dadurch verringert und Regenwasser kann unter den Modulen besser versickern.

Foto: Thomas Merkenich

Nachdem die Pfähle für die ersten Module in den Boden gerammt worden waren, begann der eigentliche Aufbau der Wohnmodule. Die Wände und weiteren Elemente wurden in einem Holzbau-Werk im Westerwald vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengebaut. 

Drei Module sind bereits fertig, wie Gründungsmitglied Christian Weingarten berichtet. „Beim Starkregen letzte Woche Freitagnacht konnten wir schon feststellen, dass das Konzept aufgeht, dass das Regenwasser unter den Modulen abläuft und versickert“, so Weingarten.

Fotos: Markus Bollen

So geht es weiter

Die nächsten beiden Module folgen in der ersten Septemberhälfte. In der zweiten Oktoberhälfte wird das Gemeinschaftshaus aufgebaut. Darin gibt es unter anderem eine große Küche, eine Waschküche und einen großen Raum für Feste und Veranstaltungen, die gemeinschaftlich genutzt werden. 

Wenn alles nach Plan läuft, soll die erste Wohnung im November bezugsfertig sein. Im Januar sollen vier weitere Wohnmodule aufgebaut werden. Anschließend gestalten die Genossenschaftsmitglieder gemeinsam die Außenanlagen mit Spielflächen, Sitzgelegenheiten, Gemüsegarten und Obstbäumen.

Aktuell ist noch eine Wohnung für eine Familie frei. Interessenten können sich unter info@wohnprojekt-herkenrath.de melden. 

Förderungen für das innovative Wohnprojekt

In ressourcenschonender Modulbauweise entsteht ein naturnah gestaltetes „Mikro-Dorf“ mit elf Wohnungen für Familien, Paare und Alleinstehende. Davon sind neun sozial gefördert. Die einzelnen Module sind über Holzstege barrierefrei miteinander verbunden. 

Im Zentrum des Projekts steht die Idee, dass es weniger private Fläche pro Person gibt, dafür Räume und Flächen gemeinschaftlich genutzt und geteilt werden. Die Wohneinheiten sind in sich abgeschlossen und haben eine Größe von 40 Quadratmetern für Alleinstehende bis zu 95 Quadratmeter für eine fünfköpfige Familie. 

Das Projekt wird (unter anderem wegen seines beispielhaften Umgangs mit Ressourcen) von der Regionale 2025 gefördert. Die Genossenschaft hat Gelder der Wohnraumförderung NRW erhalten. Zudem wird es als innovatives Bauprojekt vom Bundesbauministerium gefördert. 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Internetseite der CÖW

ist der Fotograf des Bürgerportals. Mittlerweile wohnt er „im schönen Kürten" und liebt das Bergische Land. Aber das sieht man seinen Fotos ja auch an. Mehr Infos auf seiner Website www.thomas-merkenich.de

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